Autor Thema: Alte Märklin Decoder austauschen?  (Gelesen 342 mal)

Offline Docj

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Alte Märklin Decoder austauschen?
« am: 16. April 2019, 20:33:00 »
Hallo,

Ich habe mir eine vermeintlich auf Märklin analog umgebaute Trix 22703 BR 96 ersteigert.

Analog fuhr sie sofort, nach dem auseinandernehmen habe ich festgestellt, dass sogar schon ein Märklin 6090 Decoder verbaut ist. Dieser funktioniert auch, Motorola 27 Fahrstufen Adresse 36.

Nun meine Fragen:

Sollte ich den alten Decoder für WDP ersetzen, die Trix hat einen 5pol Motor.
Welchen Decoder sollte ich wählen Stecker ist NEM 652, welche Vorteile hätte ein neuerere Decoder?
Wenn der Decoder gut ist, wie sollen die Potentiometer eingestellt werden?

Danke für eure Antworten.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
« Letzte Änderung: 16. April 2019, 20:35:26 von Docj »
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Offline goldaudi (DIETER)

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Re: Alte Märklin Decoder austauschen?
« Antwort #1 am: 17. April 2019, 07:46:43 »
Guten Morgen, Docj!

Vielleicht kann ich dir ein bisschen Hilfestellung zur Decoder Wahl geben. Ich habe aktuell im Spielbetrieb mit WDP gleich vier verschiedene Decoder im Einsatz. Maerklin Decoder, Motorola2 (6090) diese liefern leider nur 14 Fahrstufen und wären nur über ein auf der Platine verbauten Drepoti verstellbar. Es befinden sich auf dieser Platine zwei Drehpotis, einer für einstellbare Höchstgeschwindigkeit, der andere für allerdings gleichzeitige veränderbare Verzögerung der Beschleunigung, sowie Bremsverzögerung. Bei WDP wirst du nicht drum herumkommen, Diesen Drepoti fast auf "0" zu stellen. Es wird sonst nicht klappen mit einem IZNF!
Dazu habe ich noch Neuere Esu Decoder und neuerdings auch erste Maerklin Decoder mlD und msd3 Sound im Einsatz. Vorteil gegenüber Esu, sie sind bieten alle 32 Funktionen, Esu endet im MFX bei 16 im LokPilot4. 0. Nur die neuen Esu Decoder der Serie 5.0 können die 32 Funktionen, aber nur mit Sound. Die mlD Decoder haben gleich fertig mitgelieferte 21MTC Steckplatine mit Kabeln angelötet. Das Ganze kann man für wäre 28€ in einer Kiste kaufen. Bei Esu wären es dann Decoder ca. 28,90€ zzgl. 21MTC Steckplatine 13€. Zur Zeit ist der mlD von Märklin der günstigere, da er mehr dabei hat. Ich habe jetzt 4 Stück davon verbaut und bin mehr als zufrieden.
Nun zur Frage, welcher Motor. Für die genannten Decoder benötigst du immer einen Permanent Magnet zwischen dem Anker. Nur sie arbeiten damit. Sowie Bühler und andere Motoren mit Schwungscheiben. Bei den letzt genannten Motorenart muss allerdings besser ein 22Ohm Widerstand zwischen gelötet sein.
Du kannst aber auch in WDP deinen vorhandenen Motor in den Fahrstufen halbieren und aus den 14 vorhandenen Fahrstufen, 28 machen. Aber auch hier werden nicht immer die benötigten Fahreigenschaften herauskommen. Ich kann nur dazu sagen, dass es bei jeder Lok anders ausfällt. Aber eins steht fest, meine Begeisterung fällt immer noch auf den alten aufwendig verbauten wartungsfreien C-Sinusmotor!!! Mit ihm schaffe ich hervorragende Fahreigenschaften, da dieser nur mit einzig dazu entwickelten Chip, Bezeichnung 40A, nur dieser auf dem speziellen Decoder, da er einen Folienleiter zum Motor an Bord hat. Allerdings hat dieser auch nur 14 Fahrstufen. Aber er ist sooo gut, dass er bei Einstellung, WDP, 27 A bzw. B einfach sehr gute Fahreigenschaften, im Zusammenspiel mit der Einstellung des Drehpotis, liefern kann. Zudem absolut Wartungsfrei! Leise, sehr gute nachdrückende Last regelung. Das schafft nicht mal der Softdrivesinusmotor, der den vorherigen ablöste.

Es ist immer inwiduell herauszufinden, welche Lok mit nur neueren Decoder arbeitet. Bei mir sind halt welche mit diesem C-Sinus, welche mit alten Decoder und auch welche mit ganz neuen Decoder unterwegs. Es hat mich einiges an Zeit gekostet, Testfahrten und Einstellungen herauszufinden. Wichtig immer, am Motor bitte keine harzbildenes Öl bzw. Fett anbringen. Beim erstmaligen Einmessen, gute, am Besten neue Haftreifen verwenden. Motor muss sauber sein. Ankerkollectoren sollten sauber sein, die Platten der Kollektoren sollten in ihren Zwischenräume, Kerben keine Brücken bilden, sauber sollten sie sein. Nur dann kommen gute verwendbare Werte heraus. Die sich später im Fahrbetrieb mit WDP bemerkbar machen.

Ich würde nur immer mit einer verbauten 21 MTC Steckplatine in der Lok arbeiten, sie bietet halt mehr Vorteile. Keine Lötereien mehr, Decoder defekt, oder kaputt, dann wird es sehr einfach, einfach abziehen, Neuen aufgesteckt. Keine Lötarbeiten. Der NEM Stecker ist zwar nicht schlecht, habe ich in meinen Loks nur einmal verbaut. Er bietet nur 8 Pins an. Und bei dem obig genannten Softdrive Sinusmotor klappt kein Auslesen, da musste ich bislang immer den Decoder von der Platine abziehen und auf USB Stick bzw. Esu Programmierstand bringen.
Nette Grüße aus dem Weserbergland
Dieter (goldaudi)
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