Langsames anhalten
 

Langsames anhalten

Begonnen von Arno, 19. März 2004, 18:38:28

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Arno

Hallo
In den Workshops und im Forum wird immer wieder geschrieben dass man die Bremsverzögerung am Lokdecoder praktisch auf null stellen soll um diese Arbeit Win Digipet zu überlassen.
Nun habe ich das schon viele male getestet und ich bin einfach mit dem anhalten nicht zufrieden wenn die Decoder auf null stehen.
1. Ist es richtig das Ihr diese einstellung empfehlt damit sich der Fahrplanbetrieb besser kontrollieren und variabler gestallten lässt?
2. Wie löst Ihr den das problem wenn Ihr auch im AK schön langsam Bremsen möchtet?
3. Weshalb bietet sich im Lok Kontroll nur die Funktion  Beschleunigung an, nicht aber die Verzögerung?
Gruss Arno

[http://www.churer-modellbahner.ch]

Win Digipet aktuellste Version/ Philips Hue / 4x Power 3/ Litfinski Rückmelde Decoder/ Servoantriebe/ HO/HOm 240m Märklin K-gleis. 40m Peco HOm
  • Win-Digipet-Version:
    2025
  • Anlagenkonfiguration:
    Anlagenkonfiguration: 2 mal Tams EasyControl (USB) / Philips Hue / Booster: Uhlenbrock Power 3 / H0: MM, M3, DCC, K-Gleis, H0m: DCC, Peco-Gleis / Weichenantriebe: Servo MB-Tronik / Signale: Microscale und QDecoder / RM System: s88: keine HSI mehr
  • Rechnerkonfiguration:
    PC 4.5GHz 32GB Ram, AMD Ryzen 7 7700X, 1TB SSD, Windows 11 Home Home, 64Bit

Norbert Burkert

Hallo Arno,
da wir Märklinisten zur Zeit noch mit nur 14 Fahrtsufen auskommen müßen sieht die Beschleunigung (ob positiv oder negativ) auf der Anlage leider nicht immer so aus wie man sich das gerne wünscht.

Ich fahre immer noch mit einem "Rest" an Decoderverzögerung. Dieser Rest leigt bei mir bei ca. 25 - 30%, oder anders ausgedrückt: Der "Einstellschlitz" auf dem 270° Poti für die Verzögerung steht bei mir waagerecht.

Der Fahrplan bietet in diesem Punkt noch die beste Dosierung der Fahrstufen- und Beschleunigungsbefehle. Denn hier kann man ohne Probleme den schweren Güterzug mit Beschleunigung 1 aus dem Bahnhof fahren lassen und den kurzen Triebzug der bestimmt eine bessere Beschleunigung hat mit dem entsprechend höheren Wert.

Die unter Punkt 3 gestellte Frage steht schon auf dem "todo Zettel" von Herrn Peterlin und wird bestimmt zur 9er Version erledigt sein, hoffe ich!?    
  • Win-Digipet-Version:
    2025
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin CS3 und Link 88 MFX für Die Loks und DCC für die Magnetartikel
  • Rechnerkonfiguration:
    Windows 11

Heller

Hallo Arno,

da haben Sie sicher den einzigen Schwachpunkt des AK-Betriebs auf den Kopf getroffen (max. vier Möglichkeiten der Geschwindigkeitsbeeinflussung). Damit lässt sich in Kombination mit stark reduzierter Start-/Bremsverzögerung der Lok ein dem großen Vorbild vergleichbares Anfahren und Bremsen nur sehr schwer erreichen.

Der FP-Betrieb kann dagegen mit einem Maximum an Beeinflussungsmöglichkeit (Anzahl entspricht max. der auf der FS befindlichen RMKs) glänzen.

Aber für die Fans des AK-Betriebs ist in WDP 9.0 diesbezüglich Abhilfe in Sicht.  
Frdl. Grüße aus dem Norden

Helmut Löffler


-------------------

Systemkonfiguration:
Notebook, Intel Core 2 Duo, max. 2.2 GHz, 2 GB RAM; Windows 7 Prof.;
Anlagenkonfiguration:
WDP X 10.3.124 - 32; Märklin H0-C, Motorola; 2,8 x 1,8 m; IB 1.3; Uhlenbr. Loconet RM; Weichen (el., dig.): Mä.74490, Mä.74460 (E-WD)

Karlheinz Battermann

Hallo Arna,
da ich auch die lastgeregelten Decoder von Märklin (Hochleistungsantrieb) benutze, habe ich die Anfahr- und Bremsbeschleunigung auf etwa 65° eingestellt, damit die Loks langsam ausrollen können, denn gerade bei den Dampfloks macht sich das recht gut. Ich fahre mit einer Startgeschwindigkeit der Loks von 50 und bremse am 1. Bremskontakt auf 20 und am 2.Bremskontakt auf 10 herunter, so dass die Loks einigermaßen langsam zum Stehen kommen.  
Herzliche Grüße aus Bad Lauterberg
Karlheinz


Diverses:
http://kbattermann.de
skype: karlheinz_battermann
  • Win-Digipet-Version:
    Win-Digipet 2025.x Beta, WDP 2021, 2018, 2015, 2012, 2009 und Pro X jeweils mit aktuellem Update
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin C-Gleis, Märklin CS2, Tams MC Vers. 2.2.3, IB (ohne Resets)
  • Rechnerkonfiguration:
    Intel Core i5 14. Gen. 10 Kerne, 32 GB RAM, Windows 11 (64bit Prof)

Dietloff

Hallo Arno,

bei meinen Loks (Motorola) überlasse ich die Lastregelung zu 100% der Hardware in den Loks. Die "Verzögerung" in der Lok-DB lasse ich (bei fast allen Loks) auf dem Max.-Wert (d.h. ohne zusätzliche Software-Beeinflussung).

Lediglich bei Loks, die sich über den Decoder nicht zu meiner Zufriedenheit einstellen lassen, "unterstütze" ich über die Software.
Damit "entlaste" ich den Datenbus (es müssen viel weniger Befehle gesendet werden) und habe bei "Stellen und Fahren" und beim AK immer ein (gewünschtes) butterweiches Anfahren und Anhalten.

In "meinen" Workshops findest Du daher NIE die Empfehlung die Lastregelung der Decoder quasi auszuschalten...

Grüsse

Rüdiger
   

Arno

Hallo
Vielen dank für eure Tipps, es scheint irgendwie das ich immer nur die nachteile der Decoderverzögerung zu Ohren bekommen habe. Ich werde morgen mal die Variante "Dietloff" ausprobieren. Theoretisch gefällt mir diese sehr gut.
Besten dank für eure Tipps
Gruss Arno

[http://www.churer-modellbahner.ch]

Win Digipet aktuellste Version/ Philips Hue / 4x Power 3/ Litfinski Rückmelde Decoder/ Servoantriebe/ HO/HOm 240m Märklin K-gleis. 40m Peco HOm
  • Win-Digipet-Version:
    2025
  • Anlagenkonfiguration:
    Anlagenkonfiguration: 2 mal Tams EasyControl (USB) / Philips Hue / Booster: Uhlenbrock Power 3 / H0: MM, M3, DCC, K-Gleis, H0m: DCC, Peco-Gleis / Weichenantriebe: Servo MB-Tronik / Signale: Microscale und QDecoder / RM System: s88: keine HSI mehr
  • Rechnerkonfiguration:
    PC 4.5GHz 32GB Ram, AMD Ryzen 7 7700X, 1TB SSD, Windows 11 Home Home, 64Bit

Heller

Hallo Herr Dietloff,

interessanter Ansatz! Bei maximaler Start-/Bremsverzögerung heißt das dann doch wohl, dass der Zielkontakt am Anfang des Bahnhofsgleises liegen muss, damit der Zug noch bis zum Ende zum Halten kommt, oder? Ist das das Gelbe vom Ei?  
Frdl. Grüße aus dem Norden

Helmut Löffler


-------------------

Systemkonfiguration:
Notebook, Intel Core 2 Duo, max. 2.2 GHz, 2 GB RAM; Windows 7 Prof.;
Anlagenkonfiguration:
WDP X 10.3.124 - 32; Märklin H0-C, Motorola; 2,8 x 1,8 m; IB 1.3; Uhlenbr. Loconet RM; Weichen (el., dig.): Mä.74490, Mä.74460 (E-WD)

Norbert Burkert

Hallo Arno,
die "Decoderverzögerung" (Variante Dietloff) oder die Softwareverzögerung sind natürlich zwei grundverschiedene Philosophien die natürlich ihre Vor- Nachteile haben.

Diese Vor und nachteile sind auch wiederum abhängig von der Anlagekonstellation, die Hardwarekomponenten, die Anzahl der Züge und nicht zuletzt die persönlichen Vorlieben beim Modellbahnbetrieb.

Nur sollte man Bedenken wenn man sich einmal festgelegt hat, dass es ohne die komplette Überarbeitung seiner Win-Digipet Daten, kein Philosophiewechsel mehr möglich ist.

Der Grundgedanke bei der "Decoderverzögerung" ist ja der, dass die Zentrale (in dem Fall die IB) bei viel Loktraffic Probleme hat, Zeitnah die Lokbefehle zu senden.

Dies bedeutet im Umkehrschluß, dass bei einer Softwareverzögerung wo viel mehr Lokbefehle gesendet werden müssen, der ein oder andere Lokbefehl zu spät ankommt.
Nur ist es, durch die oben genannten Faktoren, unmöglich zu sagen bei welcher Anlage man besser so oder so fährt.

Also Probieren geht über studieren. Melde mal das Ergebnis bei Gelegenheit zurück!

 
  • Win-Digipet-Version:
    2025
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin CS3 und Link 88 MFX für Die Loks und DCC für die Magnetartikel
  • Rechnerkonfiguration:
    Windows 11

Dietloff

Hallo Herr Löffler,

da haben Sie mich missverstanden!
Bei meinen (Märklin-) Loks übernimmt der Decoder die Start- und Bremsverzögerung, d.h. in der WDP-Lok-DB belasse ich (sehr häufig) den Wert für "Beschleunigung" auf "18".

Lediglich bei Loks (und Decodern), die sich nicht zufriedenstellend einstellen lassen, werden durch WDP-Einstellungen "unterstützt" (Beschleunigung <18), um ein weicheres An- und Abfahren zu ermöglichen.

Die "Startgeschwindigkeit" meiner Loks liegt (meistens) zwischen 30-50 (je nach Lok und Anrtieb).

Meine Zielkontakte sind durchschnittlich 30-40cm lang und der Bremskontakt (Anfang) liegt etwa 1 Meter vor dem (Anfang des) Zielkontakts. Unabhängig, ob dazwischen noch RMKs sind. So werden die Züge für´s Auge angenehm heruntergeregelt und kommen immer satt am Zielkontakt zum Stehen.

Dies ist dann sowohl schön für AK, als auch für "Stellen und Fahren" einsetzbar - für den FPL sowieso.

Häufig kann ich die Anfahr- und Bremsverzögerung der M-Werkseinstellung belassen, bzw. leicht nachjustieren.
Dito bei der Einstellung der Start-V bei WDP (30-50).
Nach ein paar Proberunden (bei vorherigem Einfahren der Loks) können die Loks dann nahtlos in den AK, etc. eingebunden werden.

Grüsse

Rüdiger
 

Dietloff

Hallo Norbert,

bzgl.
In Antwort auf:
Der Grundgedanke bei der "Decoderverzögerung" ist ja der, dass die Zentrale (in dem Fall die IB) bei viel Loktraffic Probleme hat, Zeitnah die Lokbefehle zu senden.

Eigentlich genau umgekehrt! Die Decoder nehmen der Software (und somit dem gesamten Datenbus über die z.B. IB) Arbeit ab, d.h. viel weniger Befehle müssen gesendet werden und somit gibt´s natürlich auch viel weniger Timingprobleme, wenn mal 20 Züge unterwegs sind und die IB "dicke Backen" kriegt...

Wenn der Bremsvorgang ca. 1 Meter vor dem Zielkontakt gestartet wird (je nach Geschw.) und der Zielkontakt ca. 30-40cm lang ist, dann bleiben die Loks immer schön VOR dem Signal stehen. Wenn man langsamer über die MoBa fährt, dann reichen natürlich auch kürzere Bremswege (z.B. im BW), das o.g. Bsp. bezieht sich auf "normale" HBF-Gleise.

Grüsse

Rüdiger
   

Norbert Burkert

Hallo Rüdiger,
ich hatte mich vielleicht nicht ganz so deutlich ausgedrückt aber so meinte ich es mit meinem Satz auch.

Der Grundgedanke bei der "Decoderverzögerung" ist ja der, dass die Zentrale (in dem Fall die IB) bei viel Loktraffic  entlastet wird , weil diese Probleme bekommen könnte, zeitnah die Lokbefehle zu senden.

So ist es besser und deutlicher.  
  • Win-Digipet-Version:
    2025
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin CS3 und Link 88 MFX für Die Loks und DCC für die Magnetartikel
  • Rechnerkonfiguration:
    Windows 11

Heller

Hallo Herr Dietloff,

stimmt; das mit dem Max-Wert der S/B-Verz. des -Lok-Decoders hatte ich missverstanden. Im Grunde lassen Sie also diesen Wert wie von M.eingestellt (also auf etwa 10-11 Uhr).

Das erfordert aber dann natürlich etwas längere Bhf-Gleise für das Ausrollen oder nach draußen verschobene Bremskontakte.

Auf jeden Fall werde ich das auch 'mal testen.  
Frdl. Grüße aus dem Norden

Helmut Löffler


-------------------

Systemkonfiguration:
Notebook, Intel Core 2 Duo, max. 2.2 GHz, 2 GB RAM; Windows 7 Prof.;
Anlagenkonfiguration:
WDP X 10.3.124 - 32; Märklin H0-C, Motorola; 2,8 x 1,8 m; IB 1.3; Uhlenbr. Loconet RM; Weichen (el., dig.): Mä.74490, Mä.74460 (E-WD)

Dietloff

Hallo Herr Löffler,

ja, bei den 37er Loks kann man häufig die Werkseinstellung belassen, bei den 39ern oft auch, bzw. man muss (bei Fahrtests) ein wenig nachjustieren.

Wie bereits angemerkt: Meine Zielkontakte sind zumeist 30-40cm lang und meine Bremskontakte liegen (häufig) 1m vor Anfang der Zielkontakte.
D.h. ich bremse dort bereits stark ab und dank der Verzögerung in den Decodern bremst der Zug ebenfalls weich ab und bleibt (fast) punktgenau am Ziel stehen.
Dabei finde ich persönlich es optisch schön, wenn der Zug seine Fahrt weich verlangsamt und entsprechend weich anhält, damit nicht alle Preiserleins beim Lokführer auf dem Schoss sitzen...
Auch Loks mit z.B. grosser Schwungscheibe machen dabei keine Schwierigkeiten und halten innerhalb des Zielkontakts an. Mann sollte natürlich nicht mit High-Speed ankommen, um dann eine Schumi-mässige Bremse hinzulegen, bis die Haftreifen qualmen...

Grüsse

Rüdiger Dietloff
 

Heller

Hallo Herr Dietloff,

besten Dank für Ihre ausführliche Darstellung. Ich werde diese etwas andere Art des Fahrens auf jeden Fall ausprobieren, da ich auch ein Fan von butterweichem Starten/Abbremsen bin. Nur bei mir stellt sich das Hinderniss der Größe meiner Anlage (s.u.) in den Weg. Schaun mer 'mal  
Frdl. Grüße aus dem Norden

Helmut Löffler


-------------------

Systemkonfiguration:
Notebook, Intel Core 2 Duo, max. 2.2 GHz, 2 GB RAM; Windows 7 Prof.;
Anlagenkonfiguration:
WDP X 10.3.124 - 32; Märklin H0-C, Motorola; 2,8 x 1,8 m; IB 1.3; Uhlenbr. Loconet RM; Weichen (el., dig.): Mä.74490, Mä.74460 (E-WD)

Arno

Hallo
Vielen dank für alle Tipps. Ich habe soeben mal einige Fahrtests gemacht. Als erstens habe ich die Höchstgeschwindikeit am Decoder genau eingestellt. Danach habe ich die Fahrstrassen getestet. Meine Stoppkontakte sind immer 55 cm. Im Bahnhof fahre ich mit V/Max- 55%. Bis jetzt gefällt mir das sehr gut aber wie gesagt ich habe bis jetzt nur 1Stunde erfahrung damit.
Gruss Arno

[http://www.churer-modellbahner.ch]

Win Digipet aktuellste Version/ Philips Hue / 4x Power 3/ Litfinski Rückmelde Decoder/ Servoantriebe/ HO/HOm 240m Märklin K-gleis. 40m Peco HOm
  • Win-Digipet-Version:
    2025
  • Anlagenkonfiguration:
    Anlagenkonfiguration: 2 mal Tams EasyControl (USB) / Philips Hue / Booster: Uhlenbrock Power 3 / H0: MM, M3, DCC, K-Gleis, H0m: DCC, Peco-Gleis / Weichenantriebe: Servo MB-Tronik / Signale: Microscale und QDecoder / RM System: s88: keine HSI mehr
  • Rechnerkonfiguration:
    PC 4.5GHz 32GB Ram, AMD Ryzen 7 7700X, 1TB SSD, Windows 11 Home Home, 64Bit