Autor Thema: Dies und das zu "Profilen"  (Gelesen 9025 mal)

Offline Dietloff

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Dies und das zu "Profilen"
« am: 27. April 2005, 07:54:30 »
Hallo Zusammen,

nachfolgend ein paar Punkte, die Sie bei der Profil-Erstellung beachten sollten. Dies gilt insbesondere für die User, die reichlich den AK oder den ereignisgesteuerten Teil der ZFA nutzen oder demnächst nutzen möchten.
Und es gilt natürlich für Diejenigen, die gerade fleissig mit den Profilen experimentieren:

1. Wenn Sie aus Versehen "Tausende" von Profile automatisch erstellt haben, die Sie aber später sicherlich nicht alle brauchen, dann können Sie auch neu beginnen, in dem Sie die entsprechende Datei "WDProfile.mdb" in Ihrem WDP-Hauptverzeichnis löschen. Eine Kopie einer „jungfräulichen“ (leeren) Profil-Datenbank finden Sie im Ordner "c:\wdigipet\projekte"!  Diese KOPIEREN (!!!) Sie und fügen Sie wieder ins WDP-Hauptverzeichnis (c:\WDigipet) ein. Schon steht Ihnen wieder eine LEERE Datenbank zur Verfügung. So können Sie mit dem neuen Tool „spielen“ und experimentieren ohne am Ende „Tausende“ von Profilen löschen zu müssen, bzw. sich (und Ihren PC) durch „Profil-Müll“ unnötig zu belasten. Wenn Sie genug experimentiert  haben, kopieren Sie einfach die jungfräuliche Datenbank wieder in Ihr WDP-Hauptverzeichnis (z.B.: c:\Wdigipet).

2. Erstellen Sie zuerst einzelne Profile, die Sie unverzüglich auch ausprobieren, um einfach dieses Tool zu verstehen. Sie werden überrascht sein, wie schnell Sie Erfolg haben werden.

3. In Ergänzung zum vorherigen Punkt, erstellen Sie über „Automatische Profilerstellung“ NICHT  „Zehn-Tausende“ von Profilen, die Sie am Ende garantiert nicht verwenden werden. Je grösser die Profil-Datenbank ist, je mehr Speicher (RAM) benötigt WDP und je mehr wird auch Ihr Prozessor belastet. Bei einem „normalen“ Rechner (P-III, 1GHz, 256 MB-RAM) haben jedoch selbst mehrere tausend Profile das System nicht spürbar belastet, d.h. ALLE Betriebsarten haben weiterhin problemlos ihren Dienst verrichtet.

4. Auch wenn die Filter, Drag & Drop und andere Suchkriterien von WDP eigentlich keinen Wunsch offen lassen, so empfehle ich dennoch DRINGEND, sich VOR dem Erstellen der Profile ein paar Gedanken zu machen, wie Sie die Profile denn benennen möchten (ID-Text), um nachher auch bei Sortierfolgen konsistent zu sein und nicht permanent „umtexten“ zu müssen.

5. Wenn Sie auch den AK- oder ZFA-Betrieb gerne nutzen, dann erstellen Sie keine „von_hinten_durch_die_Brust_ins_Auge“-Trickprofile, die im (geordneten) Fahrplan vielleicht funktionieren, aber z.B. im ereignisgesteuerten Betrieb von AK und ZFA zu Störungen führen können. Entsprechende Spezial-Konfigurationen sollten dann wirklich nur im FPL verwendet werden (Wenden auf der Strecke, verlassen der FS, etc.)

6. Auch wenn´s am Anfang in „den Fingern juckt“, lösen Sie nicht an jedem Kontakt einen Lok-Sound oder einen PC-Sound aus – vor allen Dingen nicht im AK/ZFA-Betrieb, da sie sonst vor lauter Hupe, Getute und Geblöke Ihre eigene Bahn nicht mehr hören und Ihr Nachbar Sie auch bald nicht mehr grüsst.

7. Wenn Sie auch den „Dampf“ einschalten, vergessen Sie nicht, ihn am Ende der FS (Profil) wieder auszuschalten! Wer weiss, wann der AK/ZFA-Betrieb sich sonst diese Lok wieder „schnappt“ und weiterfahren lässt. So können Sie aber auch Profile erstellen, die am Ende der FS im (z.B.) SBHF alle Verbraucher (Licht, Dampf, etc.) ausschaltet, um Strom zu sparen.

8. SICHERN SIE IHRE DATEN!!!!!!!! Wenn einmal eine „prall gefüllte“, liebevoll und mit Akribie erstellte Profil-Datenbank ins Daten-Nirwana entschwindet und Sie haben kein aktuelles Backup, dann….haben Sie viel Arbeit vor sich…

9. TESTEN SIE DIE PROFILE NACH ERSTELLUNG!!! Es wäre doch fatal, wenn Sie erst innerhalb einer Automatik feststellen, dass z.B. der Zug viel zu früh oder viel zu spät (!!!) anhält, nur weil Sie die Geschwindigkeiten nicht so ganz richtig eingeschätzt haben…

10. Erstellen Sie keine Millimeter_Super_Filigran_Profile, wenn Sie diese auch während z.B. des
AK/ZFA-Betriebs einsetzen wollen. Wenn zeitgleich z.B. 10 andere Züge ebenfalls fahren, wird sich systembedingt auch das Timing-Verhalten ändern und filigrane Millimeter-Abläufe werden Abweichungen zeigen.

11. Setzen Sie sich als durchgängige Regel, dass (z.B.) Profil-1 IMMER verwendbar ist für "Stellen&Fahren", den AK- und ZFA-Betrieb (ereignisgesteuert). Das hat den Vorteil, dass Sie die Automatiken entsprechend konfigurieren können und Sie immer sicher sind, dass (z.B.) Profl-1 "universell" nutzbar ist. Profile, die (z.B.) am Startkontakt Wartezeiten beinhalten, nebst Ansagen, wie "...steigen Sie bitte ein, der Zug...." hätten dann bei Profil-1 NICHTS zu suchen; denn es kann ja durch die Automatik oder die Zugfahrt gesteuert sein, dass der Zug evtl. gar nicht im Bahnhof anhält und folglich würde die Ansage bei fahrendem Zug erfolgen, der....längst den BHF bereits verlassen hatte. Die traurigen Gesicher der Preiserleins möchte ich dann nicht sehen...

12. In Ergänzung zu Pkt.11 sollten Sie bei der Profilerstellung bedenken, dass diese Lok-FS-Kombinationen ja auch ihre Anwendung in ZUGFAHRTEN (ZF) finden, d.h. mal wird bei einer FS in einer ZF gebremst (nächster Block belegt) und angehalten und mal nicht...daher auch hier dies bitte vorher bedenken, wenn Sie (z.B.) Textansagen, etc. einsetzen wollen. Dies sollte nur an Stellen erfolgen, wo der Zug IMMER anhalten oder starten muss.

Ich hoffe, für den ein oder anderen sind die Tipps hilfreich und helfen im Betrieb von WDP. Die o.g. Punkte sind ein unsortiertes "Sammelsurium" aus unseren Erfahrungen mit der PDB.
 
Viel Spass beim gemeinsamen Hobby wünscht

Rüdiger Dietloff