Autor Thema: Ein paar Grundsatzfragen Digitalzentralen mit WDP  (Gelesen 972 mal)

Offline Joachim.Burk

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Ein paar Grundsatzfragen Digitalzentralen mit WDP
« am: 06. Oktober 2019, 22:21:29 »
Hallo zusammen,
mache mir gerade viele Gedanken zu Digitalzentralen in Verbindung mit WDP.
Daher noch einige Fragen:
Vorab: Das rollende Material kann zu 50% nur MM.
Anteil DCC und MM ist klein.
Anteil mfx und mm ist größer.
- Macht der Parallelbetrieb mm, DCC und mfx Probleme? Man hört Verschiedenes.
  (Die reinen DCC-Fahrer scheinen am wenigsten Probleme zu haben)
- Kann WDP eine mit in einer CS3-Datenbank erfasste LOK importieren? (Hintergrund Ersparen der manuellen Konfiguration der doch zahlreichen Funktionen bei neuen Loks)? Wie sieht das mit CS2 oder der Gleisbox mit CC-Schnitte aus?
- Wenn obiges nicht geht: Bietet die CS3 noch einen Mehrwert für WDP-Fahrer außer der mfx-Decoder-Programmierung, den 2 Fahrreglern und den Spielewelt-Modi? Verglichen mit Redbox bzw. CC-Schnitte.

Viele Fragen und viele Grüße
Joachim

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Online Ralf Krapp

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Re: Ein paar Grundsatzfragen Digitalzentralen mit WDP
« Antwort #1 am: 07. Oktober 2019, 13:12:15 »
Hallo Joachim,
alle Deine Fragen kann ich nicht beantworten, aber ich kann aus meiner Erfahrung bezüglich digitalem Betrieb einiges schildern, was Dir vielleicht einige Aufklärung verschaffen könnte.
Die Zusammensetzung meines Fuhrparks besteht vorwiegend aus Märklin-Loks, aber auch Roco, Fleischmann, Liliput und das eine oder andere einzelne Modell eines Herstellers wie z.B. Brawa. Märklin-Loks sind digitalisiert mit z.T. noch alten Märklin-Decodern 6080, der größere Teil jedoch mit neueren Decodern oder nach Umbau auf HLA-Antrieb mit ESU LokPilot 3.0 und 4.0. Besonders Loks mit ESU-Decodern fahren im DCC-Protokoll, während die Märklin-Loks sowohl im Motorola-2-Format als auch ursprüngliche mfx-Loks nach Umstellung auf m3-Format betrieben werden, also Mischbetrieb besteht. Steuerungsprobleme habe ich dadurch bisher nicht gehabt.
Angefangen in den 80-iger Jahren habe ich mit der Märklin CU 6020, bin dann aber auf die CU 6021 umgestiegen, weil einige Loks bereits über mehr als eine Funktion verfügten. Da ich dann auch andere als Märklin-Loks besaß und diese mit DCC-Decodern ausgestattet waren, bin ich auf die IB 1 umgestiegen. Als diese Steuerung das Zicken anfing und - auch bislang - keine Lösung für dieses Problem von Uhlenbrock angeboten wurde, habe ich mich für die Tams MC entschieden und bin seitdem sehr damit zufrieden.
Die Anschaffung einer Märklin-CS war für mich nie eine Frage, denn mit WDP und der Tams MC waren bislang alle Steuerungsprobleme lösbar. Die alte IB1 benutze ich jetzt nur noch mit einem kleinen Probierkreis, um bequem Decoder programmieren zu können bzw. Fahreigenschaften zu prüfen. Zusätzlich habe ich mir vor einiger Zeit einen ESU-Prüfstand und einen Decoder-Programmer angeschafft, damit ich z.B. den Kupplungswalzer und andere Funktionen programmieren und gleichzeitig probieren kann.
Ich sehe auch nach Anschaffung von einigen mfx-Loks nicht die Notwendigkeit, mir deswegen eine CS, Gleisbox oder CC-Schnitte anschaffen zu müssen. Ältere mfx-Loks lassen sich problemlos auf m3-Format umstellen, neuere lassen sich im DCC-Format betreiben. Das alles ist mit der Tams MC und WinDigipet ohne Probleme zu steuern.
Und wenn ich mal tatsächlich eine Lok oder einen Zug wirklich händisch steuern will oder muss, dann langt mir der eine Reglerknopf der Tams MC immer noch.
Deine Fragen bezüglich CS3 mögen Dir die Kollegen beantworten, die darüber Bescheid wissen und über diese Steuerung verfügen.
Grüße aus Obertshausen (Hessen)
Ralf Krapp
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Offline supermoee

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Re: Ein paar Grundsatzfragen Digitalzentralen mit WDP
« Antwort #2 am: 07. Oktober 2019, 14:34:39 »
Hallo Joachim

- Macht der Parallelbetrieb mm, DCC und mfx Probleme? Man hört Verschiedenes.

Normalerweise nicht. Ich habe keine, fahre aber keine MM Dinosaurier mehr

- Kann WDP eine mit in einer CS3-Datenbank erfasste LOK importieren?
Ja. Man muss aber die Funktionsicons nochmals überprüfen und ggfs korrigieren.

- Wenn obiges nicht geht: Bietet die CS3 noch einen Mehrwert für WDP-Fahrer außer der mfx-Decoder-Programmierung, den 2 Fahrreglern und den Spielewelt-Modi? Verglichen mit Redbox bzw. CC-Schnitte.
Ja, z.B. den Anschluss von mehreren 1000 Rückmeldern über mehrere L88 verteilt

Gruss

Stephan
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Offline Mammut

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Re: Ein paar Grundsatzfragen Digitalzentralen mit WDP
« Antwort #3 am: 07. Oktober 2019, 20:43:46 »
Hallo Joachim

Ich fahre mit einer CS2 und hatte mit dem Mischbetrieb MM, mfx, DCC nie Probleme. Wenn eine Lok DCC unterstützt, bevorzuge ich dieses Format. Allerdings wollen Decoder, die von Haus aus mfx können, dieses. Aber auch damit gibt es kein Problem.
Die Handregler der CS2 brauche ich zum Rangieren in meinem RB. Ansonsten fährt nur WDP. Wobei die CS2 auch für das Testen der Magnetartikel hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig ist.
Da die CS2 anfänglich Probleme mit dem s88-Bus hatte und auch bereitete, habe ich auf 2 Littfinski HSI-88 (seriell) umgestellt. Seither habe ich keine Probleme mit Rückmeldungen mehr. Inzwischen soll auch Märklin die Probleme behoben haben. Mit L88 habe ich keinerlei Erfahrung.
Fazit für dich:
Die CSx lohnt sich, wenn du auch manuell steuern und regeln willst. Nachteil ist der hohe Preis. Aber der Mischbetrieb bringt keine Probleme mit sich. Komponenten von Tams kenne ich nicht, sie sollen aber sehr gut funktionieren.

Grüsse vom Bodensee
Csaba

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Offline Joachim.Burk

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Re: Ein paar Grundsatzfragen Digitalzentralen mit WDP
« Antwort #4 am: 07. Oktober 2019, 22:16:26 »
Hallo zusammen,
vielen Dank für die aufschlussreichen Antworten!

Ich möchte an einer Stelle nochmals nachhaken (vielleicht kann ein CS3-Besitzer oder einer der Programmierer  antworten?):
Ich stelle also eine mfx Lok aufs Gleis, sie wird von der CS3 eingebunden und ich kann diesen einen Datensatz (oder auch mehrere?) anschließend in die WDP-Datenbank importieren, ergänzend zu den schon vorhanden Datensätzen? Stephan hat ja schon geschrieben, dass es mit der CS2 funktioniert.
Mit Gleisbox + CC-Schnitte geht das wahrscheinlich nicht?
Gibt es gute Erfahrungen mit CS3 und alte 6017-Booster mit Connect 6017 anschließen? Einen einzelnen positiven Beitrag hierzu habe ich gefunden.
Ich frage deshalb so genau nach, da keiner im Bekanntenkreis eine CS3 besitzt, wo ich das selbst testen könnte.

Viele Grüße
Joachim
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Offline Wolf10

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Re: Ein paar Grundsatzfragen Digitalzentralen mit WDP
« Antwort #5 am: 08. Oktober 2019, 09:44:16 »
Hallo Joachim,

ich stand vor kurzem vor einer ähnlichen Entscheidung.
Ich hatte meine CS3, die Kombi CC-Schnitte/Gleisbox/MS2 und die "gepimpte" Gleisbox (CS2-analog) vergleichsweise mit iTrain und WDP getestet.
Meine Schlussfolgerung war mir eine ECOS anzuschaffen, alle Decoder, die nicht DCC können, zu tauschen und NUR noch mit DCC zu fahren.
Die CS3 habe ich eingemottet. Märklin-Decoder programmiere ich mit der MS2 unter DCC, ESU-Decoder mit dem ESU-Programmer auf einem separaten Gleis (oder Rollenprüfstand).

LG Michael
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Offline Peter BR44

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Re: Ein paar Grundsatzfragen Digitalzentralen mit WDP
« Antwort #6 am: 08. Oktober 2019, 16:40:41 »
Hallo Joachim,

kann mich den Worten von Stephan und Csaba nur anschließen.
Fahre mit meiner CS-2 auch alle drei Protokolle ohne Probleme zu haben.
Viele Grüße Peter
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Offline Joachim.Burk

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Re: Ein paar Grundsatzfragen Digitalzentralen mit WDP
« Antwort #7 am: 08. Oktober 2019, 17:52:19 »
Hallo zusammen,
abermals vielen Dank.
Die CS2-Fahrer scheinen gegenüber CS3 in der Überzahl zu sein ...
Noch ein paar Statements:
- Würde ich bei Null beginnen, wäre DCC mein Favorit.
- Hätte Uhlenbrock sein mfu-Modul schon herausgebracht, würde ich mir auch ein keine Zentralen-Gedanken machen. Zumindest wenn es hält, was versprochen wurde.
  Bei der IMA hieß es weiterhin, das Modul kommt, aber noch kein Termin.
- An Michael bzw Wolf10: Deine Konfiguration hat mich neugierig gemacht:
  Du verwendest zum Schalten und Melden die CAN-digital Komponenten. Steuerst Du Deine Weichenantriebe mit Slow-Motion an? Wenn ja, funktinieren sie in diesem Modus zuverlässiger? Hast Du auch das Fahren mit der CC-Schnitte ausprobiert. Da du eine CS3 hast, hat das Übernehmen von der CS3-Datenbank nach WDP gut funktioniert?

Es grüßt Euch
Joachim



 
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Offline Wolf10

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Re: Ein paar Grundsatzfragen Digitalzentralen mit WDP
« Antwort #8 am: 08. Oktober 2019, 19:12:17 »
Hallo Joachim,

im verdeckten Bereich verwende ich die Märklin-Antriebe (K-Gleis), bei denen ich die Endschalter abgeklemmt und mit drei Litzen extra angeschlossen habe (CAN-Digital WeichenChef Magnet "mit freien Eingängen"). Dadurch habe ich eine "Rückmeldung", ob sich der Magnet bewegt hat. Also hier keine Slow-Motion.
Um die Antriebe vor dem Durchbrennen zu schützen, sind beide Steuerleitungen über eine Polyfuse angeschlossen (Reichelt: PFRA 020).
Im sichtbaren Bereich werden die Weichen mit Servos bedient, die von BiDiB-Komponennten gesteuert werden.
Fahren mit CC-Schnitte (mit Gleisbox und MS2) geht mäßig gut, aber hier ist das Problem immer die MS2. Ich habe keine CC-Schnitte spezial, mit der es ohne Gleisbox ginge...
Die Daten werden von WDP sowohl aus der CS3+ als auch aus der ECOS problemlos übernommen.
Ich verwende das aber NICHT, da ich auch Wagen (mit Funktionsdecodern) in der ECOS/CS3+ eingetragen habe, die dann bei mir immer wieder "dazwischenfunken".

LG Michael
« Letzte Änderung: 08. Oktober 2019, 19:15:08 von Wolf10 »
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