Booster schaltet nicht ab.
 

Booster schaltet nicht ab.

Begonnen von Armin, 23. Oktober 2004, 18:52:00

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Armin

Hallo,
Wer weiß Rat oder die Ursache ? Im Kurzschlußfalle schaltet mein Booster 6017 nicht ab; er liefert weiter Strom und heizt sich mächtig auf - bis es passiert. Ich muß ihn dauernd mit Amperemeter überwachen (demnächst mit Messgerät von Boll).daneben gibt es noch ein 6015 u. eine älter ZE. Ist der 72 VA Trafo zu stark ?  
 
Mit freundlichen Grüßen
Armin

Configuration: Lap Aspire 1622 LM, Intel Pentium 4  3,0 GHZ, 1 GB RAM.....; Win XP, WDP X, Tams: Easy-Control, Mä.Kunststoff + Metallgleise, HSI-88, 12 RMM (+2Res.) (4-7-3), u.a.

Gian Bott

Hallo Armin,

In Antwort auf:
Ist der 72 VA Trafo zu stark ?


Eher die Zuleitungen zum Gleis zu dünn! Über dieses Thema wurde vor kurzem im Forum ausgiebig diskutiert.  

Martin Lutz

Hallo Armin,

Diese Probleme hatten wir auch. Wir setzen aber die Power 3 Booster ein von Uhlenbrock. Doch die Ursache dürfte wohl etwa die selbe sein.

Voraussetzung für eine sichere Abschaltung des Boosters im Kurzschliussfall ist eine gute EInspeisung der Schienen. Das heisst, dass:

1. Nicht zu dünne Leitungen für die Einspeisungen verwendet werden dürfen. Aber das hängt natürlich auch mit der Anlagegrösse zusammen. 1.5mm2 sind für sternförmige Einspeisungen als Minimum zu empfehlen.

2. mindestens alle 1.5 bis 2m eine frische Einspeisung eingeplant werden muss. Auch wenn es noch im gleichen Stromkreis geschieht! Grund dafür ist ein relativ grosser Übergangswiderstand der Schienenverbinder.


Sind die Einspeisungen zu knapp dimensioniert, passiert folgendes: bei den Abschnitten die von der letzten Einspeisestellen zu weit weg sind geht so viel Spannung verloren, dass bei einem Kurzscghluss der Strom gar nicht ausreicht, dass ein richtiger Kurzschluss erkannt wird.

Was dann passiert konnte ich selber erfahren: DIe Schienenstösse fangen an zu singen und werden wegen der hohen Strombelastung warm und wärmer. Das gleiche gilt für den Booster. Wenn man Glück hat dann hat er noch eine Übertemperatursicherung und schaltet dann ab wenn die Kühlkörper zu heiss werden. Das das dem Booster nicht sehr bekömmlich ist kann man sich ja vorstellen.

Ob ein 72VA Trafo zu leistungsstark ist für den Märklin Booster kann man so nicht direkt beantworten. Kommt auch auf die Auslegung des Boosters an. Seine Endstufenb müssen dann mehr Strom über sich ergehen lassen wenn drausen irgendwo eine Überlastung oder Kurzschluss geschieht. Wenn der Booster wie beschrieben nicht abschaltet, dann kann das zum Problem werden.

Auf der anderen Seite wird dann der Trafo nicht auf 100% ausgelastet (im Normalbetrieb). Das wiederum bedeutet, dass die Spannung stabiler bleibt.

Ich empfehle also Überprüfung der Einspeisung. Gegebenenfalls diese verstärken, bis an jeder Anlagestelle der Booster sauber abschaltet wenn bei einer Zugsentgleisung ein Kurzschluss entsteht.

Die Suche nach der Ursache kann einerseits länger dauern. Und ein Nicht-Abschalten kann auch beim Windigipet Betrieb gefährlich werden wenn irgendwo entgleiste Fahrzeuge im Weg sind.

Gruss
 
Gruss
Martin
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  • Anlagenkonfiguration:
    2 mal Tams EasyControl (USB) / Philips Hue / Booster: Uhlenbrock Power 3 / H0: MM, M3, DCC, K-Gleis, H0m: DCC, Peco-Gleis / Weichenantriebe: Servo MB-Tronik / Signale: Microscale und QDecoder / RM System: s88: keine HSI mehr
  • Rechnerkonfiguration:
    PC 4.5GHz 32GB Ram, AMD Ryzen 7 7700X, 1TB SSD, Windows 11 Home Home, 64Bit

Hermann Hafner

Hallo Armin

In Antwort auf:
 Im Kurzschlußfalle schaltet mein Booster 6017 nicht ab; er liefert weiter Strom und heizt sich mächtig auf - bis es passiert.  


Mach doch einmal einen Radikaltest.

Anlage einschalten und mittels einem Drahtstück den Schinenausgang (rot/braun) direkt hinter dem Booster kuzzeitig verbinden (nur antupfen, keine feste Verbindung erstellen).
Schaltet der Booster nun sofort ab, so ist der Fehler eindeutig an der zu schwachen Kabelinstallation, andernfalls wäre dann doch der Booster nicht in Ordnung.


Freundliche Grüsse aus Zürich

Hermann    
Computer : Pentium 4 / 2.66 GHz / 512 MB-RAM / 120 GB-HD / 19" TFT-Monitor / XP SP2 / WDP Pro X.3 
H0-Anlage: C-Gleis ca.105m / 57 Weichen / 192  RMK / Schiebebühne
Digit-Syst : Motorola / Tams-MC + 3x Booster B-2 / LDT-Weichen- und Signaldecoder / LDT-GBM + RM-Opto

Martin Lutz

Hallo miteinander,

Sorry, das hab ich bei meinen Ausführungen vergessen.

Wie es Hermann beschreibt sind auch wir darauf gekommen, dass wir zu schwache Einspeisungen haben. AM Booster direkt ein Kurzschluss ausgelöst führte bei uns immer zu einer korrekten Ausschaltung.

Gruss  
Gruss
Martin
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Armin

Hallo an alle, die mir geantwortet haben!
Vielen Dank für den Ratschlag. Ich werde mich auf die Suche machen. Meine Anspreisungen bis in Schienennähe sind bereits 1,5 mm2 Litze; aber das letze Stück in Märklindraht.
Ihr werdet vom Ergebnis hören.  
Mit freundlichen Grüßen
Armin

Configuration: Lap Aspire 1622 LM, Intel Pentium 4  3,0 GHZ, 1 GB RAM.....; Win XP, WDP X, Tams: Easy-Control, Mä.Kunststoff + Metallgleise, HSI-88, 12 RMM (+2Res.) (4-7-3), u.a.

Gerd Boll

Hallo Armin
Ich hatte die Tage 2 Booster 6017 zur Reparatur auf meinem Tisch.
Bei einem hatte ich auch den Effekt, das er nicht abschaltete. Es war ein Bauteil defekt, ein Kondensator war keiner mehr.
Dieses Bauteil kann man nicht durch äusere Einwirkung zerstören, es war also schon immer defekt.
Es könnte natürlich sein, das der Eigentümer des "fast nagelneuen" Boosters dies zerstört hat, das glaube ich aber nicht.(eine Lötstelle sah etwas unprofessionell aus)
Ich befürchte die Funktionskontrolle beim Hersteller läst zu Wünschen übrig!  
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2021
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin-C-,und K-Gleis,IB 1+2, TAMS EC+MC², HSI-RS232, Märklin CS3+, 6021,
  • Rechnerkonfiguration:
    Win10 / 64bit.

Gian Bott

Hallo Gerd,

In Antwort auf:
 Ich befürchte die Funktionskontrolle beim Hersteller läst zu Wünschen übrig!


Gab es eine solche schon einmal?

Heute ist es doch üblich, dass die Funktionskontrolle beim Käufer liegt. Dies ist vor allem bei elektrisch/elektronischen Geräten so und da gehört die MOBA auch dazu.

Da eine 100% Funktionskontrolle im Werk eine teure Angelegenheit ist wird sie lieber dem Kunden überlassen, für das gibt es ja dann die Garantie. So wird bei Loks nur geprüft, ob sie einmal im Kreislein rumfahren. Pech für den Käufer wenn die Lok nur in Linkskurven fährt und in Rechtskurven stehen bleiben (ist bei einigen wenigen meiner Loks schon vorgekommen). Immerhin weiss man dann, dass der Hersteller einen Testkreis ohne Gegenkurven besitzt .

Die Empfehlung der Hersteller, jede Lok je eine halbe Stunde vor- und rückwärts laufen zu lassen (Einlaufzeit) ist sehr wichtig, aber bitte nicht nur auf einem Oval, Gegenkurven und Weichen müssen drinn sein. Dieser Testkreis (z.B. eine 8 mit oder ohne Kreuzung) mit engen Radien fordert dann auch die Drehgestelle sammt Stromabnahme. Übersteht eine Lok diese 60 Minuten ohne Probleme hat sie die Funktionskontrolle bestanden und ist dann auch bereit für den Decodereinbau (wenigstens für uns nicht Märklinfahrer ).    

Armin

Hallo Gerd,
Habe gerade die empfohlenen Tests gemacht. Der Booster lebt noch, aber er wird den nächsten Kurzschluß sicher nicht überleben. Er hängt am Datenbus, wie vom Hersteller verlangt, mit dem Abgang nach oben.
Die Umgebungsdaten: Trafo mit 72 VA, secundär 18 V. Die Abgabe des Boosters Mä 6017  unbelastet(!) 22 V (gemessen mit altem analogem Voltmeter).
Kurzschlußtest-Ergebnis am Abgabepunkt des Boosters: Lampe erlischt kurzzeitig, leuchtet dann wieder auf; dieser Booster (und damit alle andern auch) bleibt(en) aber eingeschaltet.
Die anderen Booster schalten normal, wenn sie betroffen sind.

Hinzufügen möchte ich, daß dies schon der 2. ist. Der erste ging schon nach dem Auspacken beim Anschluß an den Trafo in Rauch auf. Da stellt sich wirklich die Frage nach der Qualitätsstufe des Herstellers.
Als Ausweg bleibt entweder sich mit der Lieferfirma herum zu streiten oder gleich reparieren lassen.
Wäre eine gemischte Verwendung mit einem Fremdprodukt überhaupt möglich oder sinnvoll ?  
Mit freundlichen Grüßen
Armin

Configuration: Lap Aspire 1622 LM, Intel Pentium 4  3,0 GHZ, 1 GB RAM.....; Win XP, WDP X, Tams: Easy-Control, Mä.Kunststoff + Metallgleise, HSI-88, 12 RMM (+2Res.) (4-7-3), u.a.

juemo

Hallo Armin,

In Antwort auf:
Kurzschlußtest-Ergebnis am Abgabepunkt des Boosters: Lampe erlischt kurzzeitig, leuchtet dann wieder auf; dieser Booster (und damit alle andern auch) bleibt(en) aber eingeschaltet.
Die anderen Booster schalten normal, wenn sie betroffen sind.  



Der Booster meldet der CU6021 den Kurzschluß und und die 6021 schaltet dann das Digitalsignal ab. Ich vermute, daß dieser Informationsweg gestört ist und sollte die Garantiezeit noch nicht abgelaufen sein, kann leider nur der Hersteller helfen!

 
In Antwort auf:
Wäre eine gemischte Verwendung mit einem Fremdprodukt überhaupt möglich oder sinnvoll ?  



Aus meiner Erfahrung ja, denn ich betreibe außer dem 6017 noch 3 Booster von Elektor und einen Booster von LDT.
 
Viele Grüße von der Küste
    Juemo
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    3 Leiter C-Gleis, CS3 (aktuelles Update) LinkS88, S88 von Märklin, LDT und G. Boll
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    DELL Optiplex 2x2,8 GHz 2 GB Ram Win 10 Prof. Märklin APP

Gerd Boll

Hallo Armin
Ist es der letzte Booster am Bus?
Dann könnte natürlich auch das Kabel defekt sein. Wenn man ihn als ersten nach der Zentrale einsetzt, und die nachfolgenden Funktionieren, dann ist das Kabel OK. vorausgesetzt die Loks fahren auch in diesem Booster-Abschnitt ordnungsgemäß.
Ein beidseitig um 180° verdreht aufgestecktes Buskabel könnte unter Umständen nur diesen einen Booster lahmlegen, dann würden aber auch die Datensignale nicht ankommen.
Mir scheint es auch ein Booster-Internes Problem zu sein.
Falls dein Händler oder Hersteller sich blöd anstellen, kann ich meine Hilfe anbieten. Bisher habe ich die Booster für kleines Geld (ca.20,-Euro + Rückporto) wieder fitt bekommen.

 
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    Win10 / 64bit.

Armin

Hallo an alle Diskutanten,
Durch gewaltigen Zufall habe ich den Fehler gefunden. Beim gekauften Buskabel war eine Ader im Stecker nicht abisoliert. Das hat den Reset betroffen.
Also in Zukunft alles durchmessen, was für Laien messbar ist.
Das heißt allerdings nicht, daß mein Booster in Ordnung ist, aber die Steuerung funktioniert wenigstens.
Allen, die Beiträge geliefert haben ein Dankeschön !  
Mit freundlichen Grüßen
Armin

Configuration: Lap Aspire 1622 LM, Intel Pentium 4  3,0 GHZ, 1 GB RAM.....; Win XP, WDP X, Tams: Easy-Control, Mä.Kunststoff + Metallgleise, HSI-88, 12 RMM (+2Res.) (4-7-3), u.a.

Armin

Hallo an Alle,
Mein Problem hat sich gelöst. Schuld war die gekaufte Datenleitung.Eine Ader (Reset) war im Stecker nicht abisoliert (und gut verdeckt).
Folgerung: Alles nachmessen und kontrollieren, was sich kontrollieren läßt.
Übrigens meine Antwort, die schon lange erfolgt ist, scheint fehlgelaufen zu sein.
Herzlichen Dank an alle !!  
Mit freundlichen Grüßen
Armin

Configuration: Lap Aspire 1622 LM, Intel Pentium 4  3,0 GHZ, 1 GB RAM.....; Win XP, WDP X, Tams: Easy-Control, Mä.Kunststoff + Metallgleise, HSI-88, 12 RMM (+2Res.) (4-7-3), u.a.