Anwendung Rückmeldedekoder LDT RM -DEC-88 Opto
 

Anwendung Rückmeldedekoder LDT RM -DEC-88 Opto

Begonnen von Wolfgang A., 15. April 2005, 22:11:31

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Wolfgang A.

Hallo Zusammen,

Wie im Betreff zu sehen arbeite ich mit Littfinski Rückmeldedekodern RM -DEC-88 Opto, zur Zeit 7 Stück, zentral angeordnet.

Allerdings habe ich die Optokoppler-Versorgung anders angeschlossen als beschrieben: Anstelle die rote Anschlussleitung von der Steuereinheit (IB) zu holen, habe ich eine negative Gleichspannung von einem Viessmann-Powermodul 5215 genommen. Braun vom Powermodul ist mit Braun Gleisspannung verbunden. Das aus folgendem Grund: um Parallelschalten von 2 Boostern auf alle Fälle auszuschliessen (ich hatte da mal was gelesen). Und ich dachte, Gleichspannung ist sicherer bzgl. Übersprechen.  
1. Frage: Kann ich zur Versorgung der Optokoppler dieselbe Gleisspannung (rot) von einem Booster für alle RM benutzen, ohne Rücksicht auf Booster-Kreise?

Meine Schaltung funktioniert (seit mehreren Jahre), aber manchmal gibt es dennoch falsche Rückmeldungen, sicherlich durch Übersprechen von anderen Eingängen. Ich führe jeweils 8 Leitungen in einem Kabel (3-7m lang). Wenn ich die Entstördiode einbaue, wie in Blatt 042 von LDT beschrieben, funktioniert die Rückmeldung nicht. Wenn ich die Diode in Gegenrichtung einbaue, funktioniert die Rückmeldung.
2. Frage: Wie sind die Spannungspotentiale, die den Optokoppler auslösen. Auf welchen Teil der Digitalspannung reagiert der Optokoppler, den positiven oder den negativen?

Wenn ich die RM's laut Anleitung anschliesse (rot vom Gleis), habe ich konstante Falschmeldung duch Überkoppeln (siehe 8 Leitungen in einem Kabel). Mit Entstördiode laut LDT Blatt 042 ist die Falschmeldung weg und die Rückmeldung funktioniert. Das habe ich aber eben nur an einer Rückmeldung getestet.
3. Frage: Soll ich alles entsprechend umrüsten (rot vom Gleis mit 7x16 Dioden) und habe ich dann im Gegensatz zu heute einen wirklich robusten Betrieb? Diese Antwort sollte fast mit Garantie versehen sein.

Ich bedanke mich schonmal vorab für Eure kompetenten Ratschläge.



   
Grüsse aus Luxembourg

Wolfgang
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    Win-Digipet 2021Premium Edition
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    M. K- und C-Gleis; IB V. 1.500; Boll-Booster, Lokdec MM, meist Märklin HLM oder Tams LD-G-xx; S88 - LDT; S83/84 Decoder Viessmann; DC-CAR
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Martin Lutz

Hallo Wolfgang,

In Antwort auf:
1. Frage: Kann ich zur Versorgung der Optokoppler dieselbe Gleisspannung (rot) von einem Booster für alle RM benutzen, ohne Rücksicht auf Booster-Kreise?



Ja, alle Rückmelder arbeiten ja an die Schienenmasse. Das heisst, dass der Stromkreis so geführt ist: rote Leitung von einem Booster (Oder 6021 bzw. Intellibox) - Optokoppler-LED - Leitung zur Schiene - Überleitung durch den Radsatz an die andere Schiene die an Masse angeschlossen ist und wieder zurück an die Speisung (Booster, IB oder 6021). Da die Schiene selbst ja nirgens isoliert wird (auch nicht bei einer Stromkreistrennung) sind eh alle Massen potentialmässig identisch. Es empfielt sich ja auch bereits bei der Speiseseite (Booster, Zentrale) alle Massen zu verbinden.

Wir haben die selben Rückmeldemodule und speisen diese von der Intellibox welche sonst nur den Digitalstrom für diese Module sowie sonstige Digitaldecoder (Magnetartikel) speist. Also keine Fahrspannung.

Ich würde dir deshalb dringend empfehlen die Module so anzuschliessen wie es vom Hersteller vorgesehen.

In Antwort auf:
2. Frage: Wie sind die Spannungspotentiale, die den Optokoppler auslösen. Auf welchen Teil der Digitalspannung reagiert der Optokoppler, den positiven oder den negativen?



Ich habe gerade im Datenblatt nachgeschaut dieses Optokopplers. Er istz bidirektional, das heisst, dass er zwei antiparallel geschaltete LED's besitzt. Also reagiert er auf beide Halbwellen.

In Antwort auf:
3. Frage: Soll ich alles entsprechend umrüsten (rot vom Gleis mit 7x16 Dioden) und habe ich dann im Gegensatz zu heute einen wirklich robusten Betrieb? Diese Antwort sollte fast mit Garantie versehen sein.  



Ein eindeutiges Ja!

Genau das gleiche Problem mit dem Übersprechen mehrerer Rückmeldeleitungen hatte zu Beginn uns auch das Leben schwer gemacht. Wir hatten die eine oder andere Leitung sogar ausgetauscht weil wir glaubten es liege daran, dass die Kabel durchgescheuert sein könnten (man weiss ja nie so genau wenn man arbeitet).

Die Rettung brachte uns Littfinski als er auf die Dioden hinwies. Seither haben wir etliche Stunden absolut störungsfreien Fahrbetrieb gehabt (Zumindest was die rückmeldung angeht). Nicht vergessen: wir haben total über 100 Dioden eingebaut. Die meisten davon haben wir nachgerüstet.

Bei solchen Problemen darf man diese Mühe keinesfalls scheuen. Es lohnt sich. Denn der Preis dieser Dioden geht im Vergleich der Gesammtkosten einer Modelleisenbahnanlage im Rauschen unter (Der Preis einer 1N4002 oder so ist unter 10 Cent)

Auf unserer 30m2 Anlage ist die Wirkung eklatant!!

Gruss  
Gruss
Martin
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Wolfgang A.

Hallo Martin,

danke für die schnelle und umfangreiche Beantwortung meiner Fragen.So werde ich dann wohl umrüsten, soviel Arbeit ist das ja auch nicht.

Noch ein paar Detailfragen, um die Anwendung vergleichen zu können:
Habt Ihr auch jeweils 8 (oder mehrere) Leitungen in einem Kabel? Länge?
Habt Ihr die Abschirmung irgendwo an Masse gelegt?
Habt Ihr die RM's zentral angeordnet?

Danke vorab und schönes Wochenende

 
Grüsse aus Luxembourg

Wolfgang
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Wolfgang A.

Hallo zusammen,

um diesen thread abzuschliessen:
ich habe "wie befohlen" die Entstördioden eingebaut und als Versorgung für die Optokoppler LED's die Fahrgleisspannung angeschlossen.

Erster Eindruck ist durchaus positiv. Ich denke/hoffe die Störungen sind weg. Zur Nachahmung empfohlen.

Danke Martin für Deinen überzeugenden Erfahrungsbericht.

 
Grüsse aus Luxembourg

Wolfgang
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