Fragen zum Aufbau von Rückmeldekontakten und Einbindung von Entkuppelgleisen - Seite 2
 

Fragen zum Aufbau von Rückmeldekontakten und Einbindung von Entkuppelgleisen

Begonnen von Stefan Kirner, 19. Dezember 2005, 10:03:53

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Stefan Kirner

Hallo Norbert,

verstehe ich das richtig, dass Du das Enkupplungsgleis dem Brems RMK zuordnen würdest. Oder leiber doch einen eigenen RMK für das Entkupplungsgleis.

Noch eins, welche Länge ist für die StoppRMK im Bahnhof sinnvoll ? Reicht eine C-Gleis Länge (Ca 18cm) oder besser zwei ?

Danke und Grüße
Stefan  
WDP 2021, Märklin H0 C-Gleis, TAMS MC, Kabasoft Booster, IEK und ESU Decoder, m3, MM und DCC Protokoll im Mischbetrieb

Karlheinz Battermann

Hallo Stefan,
das hängt wieder davon ab, was du bauen möchtest, denn im Großbetrieb ist es auch nicht immer gleich. Es gibt Strecken, da sind die Blöcke in beiden Richtungen gleich ausgestatttet, also z.B. in beiden Richtungen 4 Blöcke. Aber ich kenne auch viele Strecken, da sind in der normalen Fahrtrichtung (rechts) z.B. 5 Blöcke eingerichtet und auf dem Gegengleis nur 1 Block.
Da kannst du also selber entscheiden. Ich habe es bei mir mal so und mal so eingerichtet, damit es immer wieder unterschiedlich ist. Die Signale stehen auf solchen Strecken dann auch in jeder Richtung, wobei sie bei der Gegenrichtung meist links vom Gleis stehen, denn die Gleise liegen aus Platzgründen immer sehr dicht nebeneinander und da hätten die Signale zwischen den beiden Gleisen keinen Platz mehr.

Und zu deiner Frage mit der Länge des Stoppkontaktes, ich würde in der Regel 2 C-Gleislängen nehmen. Aber wenn du sehr langsam auf den Stoppkontakt zu fahren willst, so reicht auch 1 Gleislänge. Je langsamer sich der Zug diesem Stoppkontakt nähert, je kürzer kann der Kontakt auch sein, damit der Zug dann auch zum Halten kommt. Bei der großen Bahn fährt der Zug ja auch langsam an das Signal heran oder kommt am Bahnsteig zum Halten.
Ein Fahrtbetrieb mit "Stop & Go" sieht doch sowieso nicht gut aus und sollte bei Digitalsteuerung möglichst vermieden werden.  
Herzliche Grüße aus Bad Lauterberg
Karlheinz


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Jürgen Gräbner

Hallo zusammen,

im Beitrag von Karlheiz steht, dass evtl. auch eine C-Gleislänge als Stoppkontakt reichen würde. Davon würde ich aber abraten, da bei D-Zugwagen (zumindest bei denen im Längenmaßstab 1:87) der lichte Abstand zwischen den Drehgestellen bzw. den Achsen 19 cm beträgt. Unter ungünstigen Umständen kann der Kontakt von einem solchen Wagen nicht als belegt gemeldet werden, da sich keine Achse im Kontaktbereich befindet. Um sicheren Kontakt zu gewährleisten, sollte der Kontakt schon 30 bis 40 cm lang sein. Dadurch befinden sich immer mindestens 4 Achsen in der Kontaktstrecke.
Viele Grüße
Jürgen
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Bernd Sorgenfrei

Hallo Stefan,

wie auch Karlheinz Battermann schon schrieb, kommt es darauf an, was man darstellen möchte. Wir betreiben ja eine  Modell eisenbahn. So ist m.E. die Epoche sehr wichtig. Gleiswechselbetrieb, also die Möglichkeit, beide Gleise einer zweigleisigen Strecke in gleicher Richtung zu befahren, ist ein relativ modernes Betriebsverfahren auf stark befahrenen Strecken (auch wenn es das schon lange gibt). Es bedingt Lichtsignale und moderne Fahrzeuge.

Verwendet man als Blocksignale Formsignale, so stehen sie für beide Richtungen nahe zusammen. Das liegt daran, dass sie beim Vorbild manuell von einem Wärterhäuschen aus bedient wurden. Lichtsignale der freien Strecke werden i.d.R. als Selbstblocksignale eingesetzt und stehen oft sehr eng bis hin zum Bremswegabstand (1000 m). Hier ist man sehr frei in der Einteilung der Blöcke.

Ich finde aber, Blockstellen im  sichtbaren Bereich sollten nicht zu kurz sein. Es sieht nicht schön aus, wenn das Ende eines vor dem Signal haltenden Zuges direkt am vorliegenden Signal steht. Überhaupt meine ich, fahren meist zu viele Züge über zu viele Gleisen und Weichen. Ich habe 2,5 m lange Züge und die Blockstellen mit etwa 4-5 m Länge vorgesehen.  Ich habe allerdings auch Platz. Aber das sieht ganz gut aus. Also was ich sagen will ist, nicht nur unter WDP-Gesichtspunkten planen, sondern auch unter dem Aspekt eines Modells der großen Bahn.  
Herzliche Grüße
Bernd Sorgenfrei
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Edwin Schefold

Hallo Stefan

Hier mal ein Tipp meinerseits zum Thema abkuppeln.

Ich habe diese Variante bei mir realisiert und sie funktioniert recht gut.
Zur Zeit baue ich alle Abkuppelgleise auf diese Art um (13 Stück)!
Im Anhang habe ich dies versucht zu beschreiben, ich hoffe es hilft dir und anderen weiter.
 
Mit dem Gruß eines freundlichen Modellbahners

Edwin Schefold
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Karlheinz Battermann

Hallo Jürgen,
warum darf der Stoppkontakt denn nicht nur 1 C-Gleislänge sein? Der Stoppkontakt befindet sich doch direkt vor dem Signal und dort soll der Zug doch zum Halten kommen und wenn dann, so wie ich geschrieben habe, sehr langsam an das Signal herangefahren wird, so steht mit Sicherheit der Zug auch auf diesem Kontakt. Auch wenn du einen Wendezug mit den langen D-Zugwagen fährst, so steht ebenfalls mit Sicherheit das erste Drehgestell noch auf dem Stoppkontakt. Würde es nicht so sein, dann wäre der Zug zu schnell an das Signal herangefahren und würde über dem Signal stehen, was ja nicht sein soll und darf.
Oder hast du jetzt den Stoppkontakt mit dem Bremskontakt verwechselt? Der muss ich jedem Fall länger als eine C-Gleislänge sein.  
Herzliche Grüße aus Bad Lauterberg
Karlheinz


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Stefan Kirner

Nochmal vielen Dank für all die tollen Tips. Mit all den Anregungen finde ich sicher auch die für mich optimale Lösung. Euren einstimmigen Rat lieber etwas mehr RMK einzuplanen werde ich dabei beherzigen. Aufgrund der verwendeten Steckverbindungen habe ich dann immer noch genügend Flexibilität die Kontaktlängen zu varieren.

Euch allen mein besonderer Dank, ein Frohes Fest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr

Stefan  
WDP 2021, Märklin H0 C-Gleis, TAMS MC, Kabasoft Booster, IEK und ESU Decoder, m3, MM und DCC Protokoll im Mischbetrieb

Jürgen Gräbner

Hallo Karlheinz,

ich hoffe, dass es jetzt nicht zu sehr "off Topic" wird. Warum ich eine C-Gleis Länge als zu kurz erachte hatte ich ja geschrieben. Und das gilt (für mich) für jeden Kontakt, egal ob Stopp-, Bremms-, oder Streckenkontakt. Ein Kontakt muß (für mich) so beschaffen sein, dass er in möglichst allen Betriebssituationen auch sicher den Gleiszustand anzeigt und nicht nur im normalen (optimalen) Zustand. Wenn immer alles optimal laufen würde, bräuchten wir im Auto keinen Sicherheitsgurt  
Viele Grüße
Jürgen
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Stefan Kirner

Hallo Forum,

nun komme ich doch nochmal mit einer Verständnissfrage zu dem Thema zurück.
Wenn ich einen Brems RMK (54 cm) mit anschließendem Stopp RMK (30 cm) betrachte. Wie definiert sich dann der physikalische Stop einer Lok bei Betrieb mit WDP ?
Wird bei erreichen des Stopp RMK eine Stopp Befehl gesendet und die Lok hält entsprechend Ihren Auslaufeigenschaften an oder läßt sich der Stoppunkt mit entsprechender Zeitverzögerung definieren.
Hoffentlich war meine Frage deutlich. Mir geht es schlicht darum, dass in der obigen Konstellation die Loks nicht sofort am Beginn der 30cm RMK Strecke stehen bleiben sondern am besten nach ca 15 cm (also mittig). Ansonsten kann ich meine Bahnhofsgleise nicht voll ausnutzen.

Danke schon mal für Eure Antworten und noch schöne Feiertage.

Stefan    
WDP 2021, Märklin H0 C-Gleis, TAMS MC, Kabasoft Booster, IEK und ESU Decoder, m3, MM und DCC Protokoll im Mischbetrieb

Hermann Hafner

Hallo Stefan

Sowohl als auch, Du kannst das frei definieren.

Bei der FS-Definition mittels sofortigem Stopp oder Auslauf mittels Rampe und Verzögerung.
Dann kannst Du ja für jede Lok noch ein Profil erstellen, das die Lok ganz individuell abbremst und auch zum Stehen bringt.

Zudem kannst Du eine UND Verknüpfung für den Stopp setzen, damit wird erreicht, dass der der Zug soweit auf dem Stoppkontakt vorfährt bis der letzte Wagen z.B. die letzte Weiche verlassen hat.


Freundliche Grüsse aus Zürich

Hermann  
Computer : Pentium 4 / 2.66 GHz / 512 MB-RAM / 120 GB-HD / 19" TFT-Monitor / XP SP2 / WDP Pro X.3 
H0-Anlage: C-Gleis ca.105m / 57 Weichen / 192  RMK / Schiebebühne
Digit-Syst : Motorola / Tams-MC + 3x Booster B-2 / LDT-Weichen- und Signaldecoder / LDT-GBM + RM-Opto

Stefan Kirner

Hallo Hermann,

danke für die Info. WDP ist einfach ein klasse Tool. Damit kann ich meine Stoppkontakte im Bahnhof mit 2 C-Gleislängen festlegen und verschenke trotzdem nich zuviel Platz.

Viele Grüße
Stefan  
WDP 2021, Märklin H0 C-Gleis, TAMS MC, Kabasoft Booster, IEK und ESU Decoder, m3, MM und DCC Protokoll im Mischbetrieb