Flachbandkabel oder Datenkabel
 

Flachbandkabel oder Datenkabel

Begonnen von Jens Werner, 06. Januar 2006, 17:33:09

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Jens Werner

Hallo, trage mich mit dem Gedanken all meine RM zusammen in die Nähe der IB zu platzieren um vieleich den misteriösen Rückmeldungen mal ein Ende zu machen. Nun stellt sich die Frage mit welchem Kabel bringe ich dann am besten den Strom vom RM-Modul zum Gleis. Entweder ein Flachbandkabel oder Datenkabel mit 40 Adern - sollte dieses auch abgeschirmt sein ? Nun die Fachleute ......  

A. Hoffmann

Hallo Jens,
geschrimt braucht das Kabel zum Gleis nicht zu sein. Wenn überhaupt sollte man das S88-Buskabel schirmen aber wenn Du die Rückmelder eh an der Box konzentrierst brauchst Du das sicherlich auch nicht. Allerdings solltest Du die S88 Buskabel nun an der Box auch nicht aufwickeln oder als "Ring" legen. Das kann dann wieder zu Störungen kommen. Am Besten sorgst Du für möglichst kurze und direkte S88 Buskabel.
- Der Anschluss zum Gleis sollte etwas Strom vertragen und daher nicht zu dünn ausfallen. Dies betrifft übrigens noch mehr die Stromzuführung von der Box an den Rückmelder! Schließlich kommt über diese Kabel der Strom an die Lok. - Flachkabel mit einem entsprechenden Querschnitt werden sicherlich gehen, Du kannst aber auch jedes andere "Drahtmaterial" verwenden.

Gruß, Andree  
Gruß,

Andree

WDP 9.0, überwiegend AK-Betrieb
H0=, DCC
XP, 1 MHz Laptop
Intellibox,
ca. 35 Lokomotiven mit div.  Decodern,
Littfinski S88 Gleisbesetzt-/ Rückmelder (RM-GB-8),
Littfinski Weichendecoder (S-DEC-4-DC)


Rupert Drexel

Hallo Jens,

esx kommt vor allem darauf an, ob du die Masse, oder Plus für die Rückmeldung verwendest.

Flachbandkabel habe ich für Weichenanschlüsse eingesetzt. Leider mit negativem Erfolg. Besonders bei weiter entfernten Weichen traten Schaltprobleme auf.

Grüße
Rupert  

Jens Werner

Danke euch zwei, werde Euch von meinen Ergebnissen informieren !  

Michael Helbig

Hallo Jens,

ich benutze für die Rückmeldung Telefonkabel Y-STY ??*0,6 ??=Aderzahl mal 2 - auch im Gleichstromteil der Anlage (Bemo) in Verbindung mit GBM-8.
Gruss
Michael  
  • Win-Digipet-Version:
    2018.1c Premium Edition
  • Anlagenkonfiguration:
    System Märklin - Fahren/Schalten(MM)=ECOS 50200, Rückmelder =50*Stärz=ca. 400 Kontakte, Weichenservos 40 Stärz, 5 Booster Gerd Boll NEU //// Bemo fahren und Rückmelden Stärz SX, Weichen mit Servos an 6021
  • Rechnerkonfiguration:
    2 * HP Win 10 i5-3350 4MB 64 Bit

ottochen (Thomas)

Hallo an alle,

ich habe für die einzelnen RMK

vom GBM zum Gleis -> aufgetrotteltes Telefonkabel 0,4mm² die Booster werden mit 0,8mm² Telefonkabel eingespeißt. Die Masse hab ich je nach dem im Kopfbahnhof alle gebrückt und im Schattenbahnhof jeweils auf eine Klemme geführt. Auf der restlichen Anlage gibt es nur 1 oder 2 (Masse) Einspeisungen. Bisher hatte ich mit dieser Konstellation keine Probleme!
MfG
Thomas
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2025.x Beta
  • Anlagenkonfiguration:
    BidiB GBM-Boost+GBM-16T,BidiB Lightcontrol,Onecontrol, OneDMX, Fleischmann Profigleis
  • Rechnerkonfiguration:
    Intel Come i3 4150, 8Gb Ram, 128Gb Ssd, 22

Jürgen Gräbner

Hallo zusammen,

In Antwort auf:
aufgetrotteltes Telefonkabel 0,4mm²  



Bei "Telefonkabel" wird immer der Durchmesser nicht der Querschnitt angegeben. Dein Telefonkabel hat also garantiert keine 0,4mm²
Es grüsst ein gelerter FHandw von der "Post"  
Viele Grüße
Jürgen
  • Win-Digipet-Version:
    Win-Digipet 2015.x Beta
  • Anlagenkonfiguration:
    H0 3-Leiter WS-Anlage mit Tams Master Control (zum Fahren im DCC-Format und MA schalten); HSI-88-USB und SLX 852 zum Schalten und Melden für Schmalspur (H0e)
  • Rechnerkonfiguration:
    Laptop Dell E6410; Core i5; 4GB RAM; Win 7 (64bit Prof)

Gerhard Arnold

Hallo Jens,

störungsanfällig ist beim S88-Bus nur das Buskabel.

Ich habe meine S88-Module zentral angeordnet. Für die 1,6 m lange Verbindung von der Intellibox (durch den ganzen "Kabelsalat") zum ersten S88-Modul verwende ich ein abgeschirmtes Rundkabel von Gerd Boll; die weiteren kurzen Verbindungen zwischen den übrigen 28 Modulen sind alle ohne Abschirmung.

Die Kabel zu den Gleisen brauchen keine Abschirmung. Da aber bei Zweileiterbetrieb die Rückmeldeleitungen gleichzeitig den Fahrstrom zum Gleis bringen, muss deren Querschnitt aussreichend bemessen sein.

Ich verwende für jedes RM-GB-8 eine 8adrige Klingel-Schlauchleitung YR 8 mit einem Querschnitt von 0,8 mm². Immer mit den gleichen Farben, siehe hier http://home.arcor.de/arnold-pfarrkirchen/Gerhard/RM-GB-8.jpg" target="_blank">http://home.arcor.de/arnold-pfarrkirchen/Gerhard/RM-GB-8.jpg
Für die Masse verwende eine netzartige "Ringleitung" mit einem Querschnitt von 0,75 - 1,5 mm² (mit kurzen dünnen Leitungen zum Gleis).      
Viele Grüße aus Niederbayern
Gerhard


Videos: Gerhards MOBA
Homepage: Gerhards MoBa

Für die fachliche Richtigkeit meiner Beiträge übernehme ich keine Gewähr!
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2021.2d Premium
  • Anlagenkonfiguration:
    Zweileiter-H0-Anlage: DCC; Tams MasterControl V2.0.1 USB; S88; Booster DB-2 (LDT), Drehscheibendecoder von S. Brandt
  • Rechnerkonfiguration:
    WIN 10; Intel i5-7400; GTX1050; 5.1 Sound; 2 Monitore: 40

ottochen (Thomas)

Hallo Jürgen,

es sind 0,4mm² !!! Kupferquerschnitt nicht Kabelquerschnitt! Als Elektriker sollte man das ja wissen :-))) PS: Wenn das mal alle ist wird natürlich 0,6mm² benutzt und als Boosterzuleitungen weiterhin 0,8mm²
MfG
Thomas
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2025.x Beta
  • Anlagenkonfiguration:
    BidiB GBM-Boost+GBM-16T,BidiB Lightcontrol,Onecontrol, OneDMX, Fleischmann Profigleis
  • Rechnerkonfiguration:
    Intel Come i3 4150, 8Gb Ram, 128Gb Ssd, 22

Karsten Färber

In Antwort auf:
Hallo Jens,

störungsanfällig ist beim S88-Bus nur das Buskabel.

   



Dem kann ich nicht ganz zustimmen, Wir haben das Buskabel durch ein 6-adriges abgeschirmtes Kabel ersetzt. Na ja man sagt ja immer, das Buskabel sollte nicht länger wie 2m sein von s88 zu s88. Bei uns ist das Buskabel vom Interface bis zum 1. S88 sage und schreibe  18m und dann folgen die restlichen. Und es funktioniert einwandfrei und ohne Störungen. Es kann natürlich sein dass das bei anderen vielleicht nicht funktioniert.

Weiterhin benutzen wir von den s88 zu den Gleisanschlüssen 100 adriges Kabel, dieses abgeschirmt.

Grüsse Karsten  
Spur HO, GS und WS, 6x Tams MC, MM2 + DCC; 1x LZV 100, 2x Uhlenbrock Daisy mit Loconet Rückmeldung, 4x 86-fach Loconetrückmeldekarten, S88 von LDT . K-Gleis und Roco-Line 2,5, digital und analog. WDP 2025c, gesteuert über 3 Computer
  • Win-Digipet-Version:
    2025

Gerhard Arnold

Hallo Karsten,

einige Anmerkungen zu deinem Beitrag.

1. Ich bin auch deiner Meinung, dass ein abgeschirmtes Kabel (wenn der Schirm auf Masse gelegt wird) viel länger als 2 m sein darf. Bei mir hat das Buskabel insgesamt eine Länge von ca. 15 m (wegen der viele kurzen Verbindungen)

2. Bei Märklin-Dreileiter reichen zur Rückmeldung dünne Querschnitte zum Gleis.

3. Bei Zweileiter braucht man dickere Querschnitte (wegen dem Fahrstrom).

4. Bei der Verbindung zum Gleis bringt eine Abschirmung (vor allen bei Märklin) nichts, wenn man bedenkt, dass am K-Gleis der Mittelleiter direkt unter der rückmeldenden Schiene (Antennenwirkung!) liegt und voll auf diese Rückmeldeschiene einstrahlen kann. (Bei Störungen dieser Art helfen dann Gleichrichterdioden!)    
Viele Grüße aus Niederbayern
Gerhard


Videos: Gerhards MOBA
Homepage: Gerhards MoBa

Für die fachliche Richtigkeit meiner Beiträge übernehme ich keine Gewähr!
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2021.2d Premium
  • Anlagenkonfiguration:
    Zweileiter-H0-Anlage: DCC; Tams MasterControl V2.0.1 USB; S88; Booster DB-2 (LDT), Drehscheibendecoder von S. Brandt
  • Rechnerkonfiguration:
    WIN 10; Intel i5-7400; GTX1050; 5.1 Sound; 2 Monitore: 40

Jürgen Gräbner

Hallo Thomas,

nochmal, es handelt sich bei Telefonkabeln um Kabel mit 0,4mm Durchmesser (natürlich bezogen auf den Kupferleiter)! Nicht 0,4mm² Fläche, wie bei der Angabe von "Starkstromkabel" bzw 1,5mm².

Dein Telefonkabel hat nach der Formel für Flächenberechnung (d²*pi/4) einen Querschnitt von 0.12mm²

Warum schreibe ich das eigentlich so ausführlich? Ganz einfach. Weil handelsübliches Telefonkabel mit einen Aderndurchmesser von 0,4mm vom Querschnitt sogar noch kleiner ist als die normale Modellbahnlitze mit 0,14mm².
Ich möchte einfach vermeiden, das jemand 0,4 mm Schaltdraht etc. verwendet und glaubt damit besser zu fahren als wenn er die 0,14mm² Modellbahnlitze verwendet.
Wenn schon, dann lieber Kabel wie Michael vorgeschlagen hat, mit 0,6mm Durchmeller, die haben mehr als den doppelten Querschnitt nämlich 0,28 mm²

Ich will nicht ausschliessen, dass dein Kabel wirklich 0,4mm² hat, aber wenn Du Telefonkabel sagst, denke ich es sind 0,4mm Durchmesser. Nimm einfach mal den Meßschieber und miss nach...    
Viele Grüße
Jürgen
  • Win-Digipet-Version:
    Win-Digipet 2015.x Beta
  • Anlagenkonfiguration:
    H0 3-Leiter WS-Anlage mit Tams Master Control (zum Fahren im DCC-Format und MA schalten); HSI-88-USB und SLX 852 zum Schalten und Melden für Schmalspur (H0e)
  • Rechnerkonfiguration:
    Laptop Dell E6410; Core i5; 4GB RAM; Win 7 (64bit Prof)

Karsten Färber

Hallo Gerhard

In Antwort auf:

Bei mir hat das Buskabel insgesamt eine Länge von ca. 15 m (wegen der viele kurzen Verbindungen)

Was meinst du mit insgesamt. Alle S88 an diesem Strang oder vom Interface zum ersten S88 ?



4. Bei der Verbindung zum Gleis bringt eine Abschirmung (vor allen bei Märklin) nichts, wenn man bedenkt, dass am K-Gleis der Mittelleiter direkt unter der rückmeldenden Schiene (Antennenwirkung!) liegt und voll auf diese Rückmeldeschiene einstrahlen kann. (Bei Störungen dieser Art helfen dann Gleichrichterdioden!)    



Da stimme ich dir zu. Man braucht kein abgeschirmtes Kabel. Das kommt da her, da wir nur abgeschirmtes Kabel benutzen bzw. vorhanden ist. Ich meinte eigentlich nur das die Anzahl der Kabeladern letzlich nach unserer Erfahrung keine Rolle spielt. Ob 2-adrig oder 100.

Grüsse Karsten  
Spur HO, GS und WS, 6x Tams MC, MM2 + DCC; 1x LZV 100, 2x Uhlenbrock Daisy mit Loconet Rückmeldung, 4x 86-fach Loconetrückmeldekarten, S88 von LDT . K-Gleis und Roco-Line 2,5, digital und analog. WDP 2025c, gesteuert über 3 Computer
  • Win-Digipet-Version:
    2025

Martin Lutz

Hallo miteinander,

Besonders bei Märklin sind ja bei nicht belegten Gleisen die Rückmeldeleitungen offen. Lange parallel geführte Leitungen können dann schon zum Übersprechen führen. Mit diesem Problem hatten wir auch schon zu kämpfen. Es helfen, wie von Gerhard schon erwähnt, Dioden, die in die Rückmeldeleitung eingeschlauft wird. Dies ist auch auf der Littfinski Seite dokumentiert.

Generell ist es nicht gut, wenn lange Leitungen die mit Stromimpulsen (ist ja beim Digitalstrom immer der Fall) arbeiten, über eine lange Strecke parallel geführt werden. Also Flachkabel neigen über eine längere Strecke mehr Übersprechprobleme. Zwei Kabel parallel geführt sind ja elektrisch gesehen wie zwei Platten eines Kondensators, leiten also mit zunehmender Kapazität und Frequenz den Strom immer besser. Das heisst, nach Fourieranalyse gibt es bei Impulsen sehr hohe Teilfrequenzen (Oberwellen) die dann schon schnell auf die Nachbarleitung einen Einfluss haben können.

Theoretisch gesehen ist also eine möglichst chaotische Verlegung der Kabel besser, da sie sio nie über eine längere Distanz parallel zu einander laufen. Daher ist so das Übersprechen auch geringer.

Wenn man also Flachkabel verwenden will für die Rückmeldeleitungen zum Gleis, dann würde ich die twistet paired  Kabel verwenden. Da sind immer zwei benachbarte Leitungen verdrillt und dies wechselt immer wieder von Neuem  ab, so dass eine parallele Führung zweier Leiter über eine längere Strecke erfolgt.

Im Normalfall ist dies aber  nicht nötig. Normale Litzenkabel reichen schon.

Gruss  
Gruss
Martin
  • Win-Digipet-Version:
    aktuelle Version
  • Anlagenkonfiguration:
    2 mal Tams EasyControl (USB) / Philips Hue / Booster: Uhlenbrock Power 3 / H0: MM, M3, DCC, K-Gleis, H0m: DCC, Peco-Gleis / Weichenantriebe: Servo MB-Tronik / Signale: Microscale und QDecoder / RM System: s88: keine HSI mehr
  • Rechnerkonfiguration:
    PC 4.5GHz 32GB Ram, AMD Ryzen 7 7700X, 1TB SSD, Windows 11 Home Home, 64Bit

ottochen (Thomas)

Hallo Jürgen,

muss mich bei dir entschuldigen, nachdem ich auf verschíedenen Kabelhersteller Seiten geschaut habe, musste ich feststellen das Du recht hast. aber man lernt ja nie aus oder?
MfG
Thomas
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2025.x Beta
  • Anlagenkonfiguration:
    BidiB GBM-Boost+GBM-16T,BidiB Lightcontrol,Onecontrol, OneDMX, Fleischmann Profigleis
  • Rechnerkonfiguration:
    Intel Come i3 4150, 8Gb Ram, 128Gb Ssd, 22