Rückmeldung mit Ootokopplern
 

Rückmeldung mit Ootokopplern

Begonnen von Holger Bernard, 15. Februar 2006, 15:38:11

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Holger Bernard

Hallo Ihr Windigipetler,

wiermal bruach ich eure Hilfe. Diesmal geht es um ein Rückmeldemodul, was ich selbst entworfen habe. Ich suche jmd, der in der Lage ist, zu überprüfen, ob das so funktionieren wird. Deswegen, schaut euch bitte mal den Schaltplan an, den ich angehangen habe.

Grüsse
Holger
 
Gruß
Holger

Dell Laptop C640 2GHZ; 1024MB RAM; WinXP SP2; MoBaSbS v3.0 (LENZ), WDP 9.2

Frank Kulbe

Hallo Holger,
leider geht das mit diesen Optokopplern nicht. Die Digitalspannung ist grob gesehen mit einer Wechselspannung zu vergleichen. Daher muß ein Optokoppler für Wechselspannung eingesetzt werden. Die Dioden zur Erzeugung des Spannungsabfalls (damit die LED im Koppler leuchten) sind o.k.
Ich empfehle Dir einen Optokoppler von Conrad: ILQ 620 (Vierfachkoppler). Er steht aber nicht im "normalen" Katalog. Dieser Koppler wird nur im "Profi-Katalog" angeboten. Ich habe die Best.-Nr. 15 36 12 einfach Online bei Conrad verwendet und er wurde mir geschickt. Kostet 1,64€, ab 10 Stck. 1,40€. Als Anlage findest Du  auch mein Rückmeldemodul, welches ich selbst entwickelt habe und es funktioniert ohne Probleme in 12-facher Ausfertigung.    

Gerd Boll

Hallo Holger
Ich würde sagen deine Variante funktioniert auch.
Den Wechselspannungs-Opto muß man nicht einsetzten, es reicht wenn die LED im Optokoppler eine Halbwelle der Wechselspannung detektiert. Man muß nur dafür sorgen, das die Sperrspannung (Rückwärtsspannung) an der LED nicht zu hoch wird, das hast du ja auf 1,4V begrenzt, durch die Leistungsdioden.  
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2021
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin-C-,und K-Gleis,IB 1+2, TAMS EC+MC², HSI-RS232, Märklin CS3+, 6021,
  • Rechnerkonfiguration:
    Win10 / 64bit.

Frank Kulbe

Hallo Holger, hallo Gerd
theoretisch funktioniert auch ein Optokoppler für Gleichspannung. Wenn man den Koppler in einer Versuchschaltung durch eine Low Current LED ersetzt, dann stellt man fest, daß die LED nur richtungsabhängig leuchtet wenn eine Lok auf dem Gleis steht. Wurde das Gleis mit einem Widerstand von 3,3 kOhm überbrückt, leuchtete die LED richtungsunabhängig. Fragt bitte nicht warum. Ich kenne die Zusammensetzung der Digitalspannung zu wenig. Daher kam nur die teure Variante in Frage. Außerdem muß sich die Fa. Littfinksy etwas dabei gedacht haben, wenn auch sie Koppler für Wechselspannung einsetzt. Ich habe übrigens die RMK-Platinen alle zentral angebaut, so daß ich teilweise Leitungslängen vom Gleis zum RMK von 5m habe und die Kabel verlaufen mit allen anderen Kabeln (Weichen, Entkupplung u.ä.) in einem Kanal. Störungen sind bei mir noch nie aufgetreten.
Mit freundlichen Grüßen
Frank  

Frank Mondorf

Hallo zusammen,

habe auch einen Vorschlag anzubieten, nur für digital wohl das Problem des trägen verhaltens und der üblicherweise schwachen Stromabgabe CTR <= 50% von bezahlbaren Optokopplern durch 2 preiswerte Verstärkungsstufen vor und nach dem Koppler löst. Außewrdem soll er direkt auch Magnetartikel schalten können. Habe noch nicht dimensioniert und erst recht noch nicht ausprobiert. Falls es was wird meld ich mich. Bis dahin bin ich für jeden Hinweis dankbar. Die einfache Schaltung von Holger Bernard hat keine Sicherungen gegen Induktions oder Eindchaltströme und wird nur einen sehr schwachen Ausgangstrom bei üblicherweise kleinen (ca 1mA bei 1 Roco 18k WiderstandsachseAchse) Belegtmeldeströmen erzeugen.

Littfinsky benutzt an dieser Stelle recht seltene Koppler mit 1600% CTR, Habe zwar mal ein Datenblatt gefunden aber keine Bezugsquelle und recherchiere deswegen den Typ nicht nochmal.


Frank Mondorf
Technischer Leiter
Pulhein Frechener Eisenbahnverein

 

Frank Mondorf

Hallo und Sorry,

bei mir fehlt midestens noch eine zur Optodiode antiparallel verlaufende Schutzdiode, da die Optodioden max 6V in gegenrichtung veträgt.

Das mit dem 1600% war gelogen. Ich habe diesen in einer anderen Littfinsky Schaltung entdeckt. Dort habe ich mit dem Oszi das vorher nachher am Optokoppler verglichen und mir ist die unglaubliche Signalabschwächung und Verzögerung trotz CTR 1600 aufgefallen. Deshalb bin ich auf Abstand zu allzu trivialen Scaltungen gegeangen.

Grüße und Sorry für falsche Info
Frank Mondorf


   

Gerd Boll

Hallo Frank
Parallel zu C2 solltest du noch einen Widerstand schalten, sonst geht dein Transistor nicht sauber aus.
Der Collektor-Widerstand muß aber sehr niederohmig sein, sonst kannst du keine Magnetartikel schalten, aber das würde wieder verhindern, das du genügend Basisspannung zusammenkriegst um deinen Transistor eingeschaltet zu lassen. Falls du nur einen Schaltimpuls erzeugen willst, wäre er aber sehr kurz.
Also die Schaltung würde ich nochmals überdenken.  
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2021
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin-C-,und K-Gleis,IB 1+2, TAMS EC+MC², HSI-RS232, Märklin CS3+, 6021,
  • Rechnerkonfiguration:
    Win10 / 64bit.

Frank Mondorf

Hallo Gerd,

Danke für Kritik.

In Antwort auf:
Der Collektor-Widerstand muß aber sehr niederohmig sein, sonst kannst du keine Magnetartikel schalten,...



Da Hast Du recht. Er soll nur eine Zerstörung des Transistors durch Kurzschluss  abfangen und damit reduziert er natürlich die Spannung an niederohmigen Verbrauchern wie Magnet-Weichenantrieben, womit er dafür untauglich ist. Außerdem  weiß ich nicht wie, man einen Kostengünstigen Überstromschutz macht der so schnell wie eine Sicherung reagiert und sich trotzdem selbst repariert.

Rückmelder (S88 und Lenz LV101) und hochohmige Relais sollte er aber schalten können. Schalten wollte ich Rückmelder , Relais und evtl. TTL Logik zwecks ,,vorausschaltender" Kehrschleifensteuerung ohne Kurzschluss und Zeitverzögerung, wie Sie zur Zeit bei uns durch Kehrschleifenmodul mit nachgeschaltetem Relais erzeugt werden (Lok-Ruckeln beim Übergang in/aus Kehrschleife).  

In Antwort auf:
... aber das würde wieder verhindern, das du genügend Basisspannung zusammenkriegst um deinen Transistor eingeschaltet zu lassen.



Der Kondensator soll aus der  Halbwellenrechteckspannung vom Optokoppler eine geringfügig (300 ms) über den Zeitraum des Belegtzustandes  hinausgehendene Gleichspannung erzeugen. Er sollte aber möglichst schnell ansprechen , nämlich ohne eine nennenswerte Verzögerung ( < 5 ms) durch den Aufladevorgang des Kondensators. Hier bin ich auch noch nicht sicher ob die Schaltung an dieser Stelle fertig ist.

Vielen Dank noch mal für Hinweis. Die vorläufig dimensionierte Schaltung hab ich noch mal hochgeladen. Vielleicht fällt Dir ja noch eine Verbesserung ein.

Danke und Grüße
Frank