Länge und Durchmesser RMK Kabel
 

Länge und Durchmesser RMK Kabel

Begonnen von Thomas Wilcke, 05. Januar 2007, 12:40:22

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Thomas Wilcke

Hallo zusammen!

Wie lang sind eigentlich eure längsten RMK Kabel?
Und welchen Querschnitt haben sie?

Bei mir liegen die Decoder alle mit den kurzen s88 Kabeln verbunden an einer Stelle am Rand der Platten. Zwischen den Platten ist noch ein  begehbarer Raum, so daß ich die Kabel außen rumführen mu8. Da können schon einmal 7-8m zusammenkommen, wenn man sauber eckig verlegt.

Welche Kabel nehmt ihr überhaupt für RMKs (2-adrige? Litze? Draht?) und welche für die Weichen (3-adrige? Litze? Draht?)

Gruß
Thomas
BiDiB GBM Master, 10qm Anlage Spur-N im Aufbau (PECO 55 Gleise), WIN 7, Selbstbau Servodecoder, Schaltdecoder, LED-Decoder, GBM16T Rückmelder, Roco Multimaus, Railcom Zugerkennung (Adr, Speed, CV im Test ...), Faller Car System N, Eigenbau Drehscheibe+Decoder.
  • Win-Digipet-Version:
    2012.3

Gerhard Arnold

Hallo Thomas,

als Zweileiterfahrer verwende ich für die Masse eine gemeinsame Ringleitung 1,5 - 2,5 mm², zwischen den 8-fach-Rückmeldern und den Gleisen 8-adrige Klingelkabel 0,8 mm² (wobei ich alles genau beschrifte und auch auf die Farben achte: der erste Kontakt ist immer gelb, der zweite braun usw.).
Die Länge der Klingelkabel beträgt bei mir bis zu 15 m. Für das letzte kurze Stück zum Gleis nehme ich dünnere Litzen 0,14 mm² (wie sie bei der Modellbahn üblich sind).
http://home.arcor.de/arnold-pfarrkirchen/Gerhard/RM-GB-8.jpg" target="_blank">http://home.arcor.de/arnold-pfarrkirchen/Gerhard/RM-GB-8.jpg
Viele Grüße aus Niederbayern
Gerhard


Videos: Gerhards MOBA
Homepage: Gerhards MoBa

Für die fachliche Richtigkeit meiner Beiträge übernehme ich keine Gewähr!
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2021.2d Premium
  • Anlagenkonfiguration:
    Zweileiter-H0-Anlage: DCC; Tams MasterControl V2.0.1 USB; S88; Booster DB-2 (LDT), Drehscheibendecoder von S. Brandt
  • Rechnerkonfiguration:
    WIN 10; Intel i5-7400; GTX1050; 5.1 Sound; 2 Monitore: 40

Gian Bott

Hallo,

In Antwort auf:
Für das letzte kurze Stück zum Gleis nehme ich dünnere Litzen 0,14 mm² (wie sie bei der Modellbahn üblich sind)


Das mache ich auch so, weil sich das dünnere Kabel (bei mir 0,25mm2 Litze) einfach besser an das Gleis anlöten lässt. Da bei meinem System die GBM dezentral montiert werden (immer in der Nähe der anzuschliessenden Gleise) verwende ich bis zur dünnen Gleisanschlusslitze 1 mm2 Litze. Von den Boostern bis zu den dazugehörenden GBM's verwende ich 2,5 mm2 Lautsprecherlitze, weil ich die vorrätig habe und die beiden Adern gut bezeichnet sind. Diese Kabel sind dann z.T. über 10m lang. Die Kabel verbinde ich mit WAGO-Klemmen, die z.B. bei Conrad erhältlich sind (leider nicht billig aber gut und sicher).

Lieber etwas zu dicke Kabelquerschnitte als zu dünne mit entsprechenden Verlusten. Ich persönlich bevorzuge Litze.

mit freundlichen Grüssen

Gian
 

Dr. J. Schmidt

Hallo,
ich habe zentral meine Schaltanlage mit Boostern, Trafos etc.
Von dort habe ich von einer Lötleiste zu allen Einspeisungen, jeweils extra, ein Kabel für Strom und Masse gelegt.(0,75mm2).
Dies ist so entstanden, da ich bei den früheren WDP-DOS Programm die Gleise mit einem k84 abgeschaltet habe. Im Schattenbahnhof habe ich das heute noch zur "Digitalstromeinsparung" bei beleuchteten Zügen.
Dieses Abschalten bewährt sich täglich, da bei einer Falschfahrt durch falscher Weichenschaltung der Zug irgendwo im stromlosen Gleis ohne Unfall landet.
Die Rückmeldeleitungen (0,75mm2) habe ich auf drei Zentren (HSI mit drei Strängen) sternförmig gebündelt.

Sollte ich nochmals einen Umbau (Geld und Zeit) erwägen, würde ich viel mehr auf bessere Einspeisung achten und strengste Trennung der RMK Leitungen, "Weichenleitungen" und Stromleitungen achten.
Also:
Dicke Ringleitungen mit mindesten 2,5mm2, diese können vorerst verbunden werden. (mehrere, damit man später ggf. diese einzeln mit Boostern versorgen kann)

Mehr dezentrale Schaltzentren für Decoder (kürzere Kabel)

Ggf. Teile der Anlage einzeln abschaltbar als Nothalt mit k84 (siehe früheren Forumsbeitrag)

Insgesamt würde ich viel genauer die Stromseite und die RMK-Menge vorher planen, damit Erweiterungen jederzeit möglich sind. (siehe auch Beitrag Sinusloks)

Ich wünsche gute Planung, denn dies ist die beste Gewähr für problemlosen Betrieb.
Viele Grüße aus Herborn
   
Mit freundlichen Grüßen
J.Schmidt
  • Win-Digipet-Version:
    Premium 2021.2c PE
  • Anlagenkonfiguration:
    zum Fahren und Schalten TAMS EC ( V2.2.3 ) und zum Rückmelden HSI-88-seriell (S88 Märklin), K-Gleis, DS Märklin 7286 mit DSD Boll
  • Rechnerkonfiguration:
    Intel i7 3,4 GHZ, WIN-7 32Bit, 8GB RAM

Martin Lutz

Hallo Thomas,

Da wir Märklin fahren, benutzen wir ein Querschnitt von 0.14mm2. Die längsten Rückmeldeleitungen können auch so um die 10m betragen.

Der kleine Querschnitt ist hier kein Problem, da praktisch kein Strom fliesst und die Rückmeldemodule empfindlich genug sind.

Problematisch ist es höchstens dann, wenn viele Rückmeldeleitungen über eine längere Strecke zusammen in einem Bund geführt werden. Hier kann es zu Übersprechen kommen.  
Gruss
Martin
  • Win-Digipet-Version:
    aktuelle Version
  • Anlagenkonfiguration:
    2 mal Tams EasyControl (USB) / Philips Hue / Booster: Uhlenbrock Power 3 / H0: MM, M3, DCC, K-Gleis, H0m: DCC, Peco-Gleis / Weichenantriebe: Servo MB-Tronik / Signale: Microscale und QDecoder / RM System: s88: keine HSI mehr
  • Rechnerkonfiguration:
    PC 4.5GHz 32GB Ram, AMD Ryzen 7 7700X, 1TB SSD, Windows 11 Home Home, 64Bit

Jürgen Gräbner

Hallo zusammen,

ich habe mal eine kleine Tabelle erstellt, die den Widerstand der verschiedenen Kabelquerschnitte, und den damit verbundenen Spannungsabfall auf 10 Meter bei 3A oder 5A darstellt. Wie Martin schon geschrieben hat, bei den Rückmeldeleitungen beim S88-System (Masserüchkmeldungen) fließt kaum Strom. Daher ist der Querschnitt eigentlich nicht maßgeblich. Dennoch sollten die Leitungen nicht zu lang werden.
Intresanter wird es schon wenn es um die Gleisversorung geht. Aber schaut euch das ganze selber an.

Noch ein Hinweis für die Nutzer von "Telefonkabeln":
Für diese Kabel werden Werte von 0,4; 0,6 oder 0,8 angegeben. Hierbei handelt es sich um den Durchmesser der Adern, nicht wie sonst üblich um den Querschnitt. Dies wir oft verwechselt. Selbst im Conradkatalog sind die Kabel verkehrt ausgewiesen. Ich habe diese gängigen Durchmesser daher separat aufgeführt.    
Viele Grüße
Jürgen
  • Win-Digipet-Version:
    Win-Digipet 2015.x Beta
  • Anlagenkonfiguration:
    H0 3-Leiter WS-Anlage mit Tams Master Control (zum Fahren im DCC-Format und MA schalten); HSI-88-USB und SLX 852 zum Schalten und Melden für Schmalspur (H0e)
  • Rechnerkonfiguration:
    Laptop Dell E6410; Core i5; 4GB RAM; Win 7 (64bit Prof)

Matthias Schäfer

Hallo Martin,

ich plane für die Rückleitung abgeschirmte (einseitig an Masse) Steuerleitung LIYCY, 14 x 0,14. Da können zum Schluß auch schon mal 3-4 Kabelbäume parallel liegen.

Länge bis 18 m (wegen der verwinkelten Geometrie der Anlage und ich will keine "Freiluftleitungen" spannen).

Als Rückmelder plane ich die RM-Module mit Optokoppler von LDT.

Hättest Du bei dieser Dimensionierung Bedenken?

Allen ein schönes Wochenende    
vielen Dank für Eure Hilfen und herzliche Grüße aus Bonn, Matthias

Alle sagten immer: "Das geht nicht." Bis einer kam, der das nicht wußte.
  • Win-Digipet-Version:
    WDP Premium Edition 2021.2.25
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin K-Gleis, TAMS MC Version 2.2.3, Vierfach-Booster Battermann, CC-Schnitte mit Mobile Station nur zum Programmieren, LDT Rückmeldemodule mit Optokoppler, LDT MA-Decoder mit sep. Spannungsversorgung
  • Rechnerkonfiguration:
    Mini PC, i5-1340P, 32 GB RAM; Win 11 Prof, Samsung Tablet SM-T555, Android 7.1.1

Kalle

Hi Matthias,

vom Querschnitt der Leitungen und betreffend des einseitigen Anschluss der Abschirmung an Masse keine Bedenken, koennte hoechstens innerhalb des Kabels zum Uebersprechen kommen, da viele einzelne Adern parallel ueber eine laengere Strecke innerhalb einer Abschirmung liegen.
 
Viele Grüsse
Karl

Gian Bott

Hallo Jürgen,

Vielen Dank für Deine Tabelle und den Hinweis auf den Unterschied Durchmesser/mm2 bei Telefonkabeln, der tatsächlich von vielen MOBAner nicht bemerkt wird.

Ich finde Drähte für die MOBA sowieso nicht so ideal, da sie leicht brechen - auch wenn sie selten bewegt werden. Das gleiche passiert auch sehr schnell bei angelöteten Litzen, da sie durch den Lötzin zu "Drähten" werden. Mit ein Grund für "meine" WAGO-Klemmverbindungen.

Für uns 2-Leiterfahrer gilt natürlich allgemein, dass 0,14mm2 nur für die 4 cm zwischen Schiene und Anschluss unter der Platte, bis zum grossen Querschnitt, etwas taugen, da von den Besetztmeldern immer der Fahrstrom geliefert wird (bei meinem System max. 1,2 A pro Meldestrecke dank PTC-Absicherung). Ich nehme auch für das kurze Stück Litze mit mind. 0,25 mm2. TRIX schreibt für SX Querschnitte von mind. 0,75 mm2 vor. Weil von den SX-GBM mit PTC's nie 3A fliessen, darf der Querschnitt etwas kleiner sein als bei anderen Systemen. Von den Boostern bis zu den GBM's muss ein Querschnitt für mindestens 3A genommen werden.

Warum ich das nochmals wiederhole? Ganz einfach weil es wichtig ist und schon manche 2-L-MOBA'ner Kabelquerschnitte genommen haben, die für die Märklin-Rückmeldung durchaus taugen - nicht aber für Gleisbesetztmelder wie sie bei 2-L üblich sind.

mit freundlichen Grüssen

Gian    

Bernd Sorgenfrei

Hallo Thomas,

ich habe bis zu 10 m lange Rückmeldeleitungen mit 0,14 qmm Querschnitt, gebündelt verlegt in handelsüblichen Kabelkanälen, aber getrennt (> 10 cm Abstand) von anderen Leitungen, insbesondere Digitalspannung führenden. Das funktioniert ohne Probleme.  
Herzliche Grüße
Bernd Sorgenfrei
  • Win-Digipet-Version:
    2021.1
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin K-Gleis; Tams MC 2.0.0; µCon-Mini-Manager
  • Rechnerkonfiguration:
    Intel i7-4790 3,6+ Ghz, 16 GB RAM, Windows 10 64 Bit

Matthias Schäfer

Hallo Karl,

mit einem Abstand zwischen den Strängen wäre das Problem ja nicht gelöst, da ja immer noch 14 RM-Kabel innerhalb einer Abschirmung laufen.

Hat denn jemand im Forum die von mir geplante Rückmeldung mit 14 Adern in einem Strang schon realisiert? Mit welchem Erfolg oder welchen Problemen?

Noch 'ne andere (blöde) Frage: Warum soll man eigentlich die Abschirmung nur einseitig an Masse legen? Ist das weil man sonst so eine Art Antenne hätte, die für Induktionen anfällig ist??? Das hab' ich als elektronisches Embryo nie kapiert, aber andrerseits die Spezies im Forum natürlich nicht in Frage gestellt.  
vielen Dank für Eure Hilfen und herzliche Grüße aus Bonn, Matthias

Alle sagten immer: "Das geht nicht." Bis einer kam, der das nicht wußte.
  • Win-Digipet-Version:
    WDP Premium Edition 2021.2.25
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin K-Gleis, TAMS MC Version 2.2.3, Vierfach-Booster Battermann, CC-Schnitte mit Mobile Station nur zum Programmieren, LDT Rückmeldemodule mit Optokoppler, LDT MA-Decoder mit sep. Spannungsversorgung
  • Rechnerkonfiguration:
    Mini PC, i5-1340P, 32 GB RAM; Win 11 Prof, Samsung Tablet SM-T555, Android 7.1.1

Friedel Weber

Hallo Matthias

Ich habe ein 32-adriges Kabel (Drucker-Parallel-Schnittstellen-Kabel" von etwa 4 m Länge benutzt, um die Anschlüsse zweier Module in die Mitte der Anlage zu führen.

Keinerlei Probleme! Die Kabel können gar nicht dünn genug sein, denn da fließen nur wenige mA.

Theoretisch kann man eine Sperrdiode gegen hochfrequente Einstrahlungen an den RM-Kontakten anbringen - Sperrichtung zum Gleis. Aber ich habe noch nie feststellen können, dass das nötig wäre.

Die Abschirmung schließt man einseitig an, weil sie sonst wie ein parallel zur Masseleitung verlegtes Kabel wirkt, und wenn durch die Masseleitung viel Strom fließt, fließt auch ein wenig durch die Abschirmung und genau das wollen wir ja nicht.

Viele Grüße

Friedel Weber

 
Viele Grüße an alle Modellbahner
Friedel Weber

www.moba-tipps.de
  • Win-Digipet-Version:
    Premium 2021.1
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin C-Gleis 145m Länge, 65 Lokomotiven, Tams MC 2.2.3 über USB, 2 x 5A Booster von BMBTechnik, Decoder IEK und Ilchmann, Drehscheiben-Decoder S. Brandt
  • Rechnerkonfiguration:
    Notebook I7-Prozessor von 2016, SSD-Platte, zwei Bildschirme, Windows 10