Intelligentes Zugnummernfeld (iZNF)
 

Intelligentes Zugnummernfeld (iZNF)

Begonnen von Andreas Eytner, 29. August 2014, 00:38:11

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Andreas Eytner

Hallo liebe Forengemeinde,

ich verfolge schon seit einiger Zeit dieses tolle Forum und habe Dank vieler guter Beiträge immer wieder meine Probleme lösen können. Dafür allen Beteiligten nachträglich noch ein recht herzliches Dankeschön.

...trotzdem bin ich jetzt an meine Grenzen gestossen und suche Hilfe für meine Programmierfehler.

Ich baue seit ca. 6 Jahren meine 3L-Anlage (Märklin) mit K-Gleisen auf. Gesteuert wird meine Anlage mit der ESU-Ecos II. Für die RMK habe ich die Produkte von LTD eingesetzt mit dem HSI-88-USB direkt an meinem Acer-Laptop mit Windows-Vista angeschlossen.

Meine Anlage besteht aus dem SBhf 1, von dort geht es zweigleisig in den Durchgangsbahnhof mit 4 Durchgangsgleisen, die auch in Gegenrichtung befahren werden können und 1 Endgleis (bisher), danach geht es wieder auf die zweigleisige Hauptstrecke in den Paradeteil und zum Schluss in den SBhf 2. Kapazität pro SBhf ca. 11 Züge.

Mit Windigipet habe ich dann Schritt für Schritt begonnen. Zuerst habe ich das Gleisbild erstellt, die Rückmeldkontakte eingerichtet, die Magnetartikel installiert und die virtuellen Signale erstellt. Das hat alles anstandslos funktioniert. Danach habe ich angefangen, die Lok-Datenbank einzurichten. Auch kein weiteres Problem. Dann habe ich über den Fahrstraßeneditor die Fahrstraßen eingelesen. Auch gut soweit. Danach habe ich den Zugfahrteneditor gestartet und die Zugfahrten programmiert. Alles Paletti. Anschließend habe ich über den Profil-Editor ca. 60 Profile erstellt und danach angefangen munter zu probieren. Es hat auch bis hierhin alles tadellos funktioniert und der Betrieb war bis hierhin einwandfrei und ein wahres Vergnügen. Aber dann...
...wollte ich im Bahnhofsbereich die iZNF ausprobieren.

Nach längerem Studium des Handbuchs habe ich die Rückmeldekontakte mit den entsprechenden Längen eingetragen, die Abstände zu den geplanten Signalen (also derezit virtuell) und die Maße der Bahnsteige eingetragen. Anschließend habe ich im Fahrstraßeneditor die notwendigen Korrekturen vorgenommen und als Anhalteposition "Stop am Anhaltepunkt" gewählt. Soweit, so gut, dann begannen meine Versuche.
Bei den Gleisen 1-3, die für alle Zugarten vorgesehen sind, halten die Züge mit den Loks, die eingemessen wurden (15-Punkte-Verfahren) exakt. Allerdings wird der Bremsvorgang zwar wie eingegeben gestartet, dann aber im zweiten Rückmeldekontakt, der danach folgt, bleibt die Geschwindigkeit konstant, um im letzten Abschnitt mit einem abrupten Bremsmanöver abzuschließen. Gleis 4 funktioniert gar nicht. Dort rauschen die Züge durch, um anschließend in einem der nachfolgenden Gleisabschnitte kurz anzuhalten und gleich wieder weiter zu fahren.

Zwischenzeitlich habe ich im Fahrstraßeneditor, im Zugfahrteneditor und im Profileditor die Prüfroutinen (!-Funktion) mehrmals durchlaufen lassen. Es wurden mir allerdings keine Fehler gemeldet. Vier Loks habe ich danach mit dem 15-Punkte-Verfahren eingemessen, die vmax-Linie eingestellt und die Bremsverzögerung auf 3-4 Sekunden programmiert.
Die iZnF-Eintragungen habe ich mehrmals überprüft, die Reihenfolge der RMK gemäß Handbuch eingehalten.
Wenn ich das iZnF wieder deaktiviere und die Überprüfung für die nächste Zugfahrt im Bahnhof auf den Ziel-RMK eingestellt habe, funktioniert wieder alles bestens am Gleis 4, die Lokomotoven stoppen sauber und die Sounds und Lichtfunktionen werden einwandfrei abgespielt.

An den Gleisen 1-3 werden die Stopp-, Sound- und Lichtfunktionen auch bei aktiviertem iZnF ebenfalls einwandfrei gebracht.

Vielleicht bin ich doch jetzt "betriebsblind" und mach irgendwo unbewusst einen Fehler...

Kann mir jemand aus der Foren-Gemeinde helfen?

Ich sage schon jetzt Danke im Voraus für Eure Unterstützung.

Gruß

Andreas

Andreas Eytner

Schurwaldstraße 21
73776 Altbach
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    3L-Märklin, Steuerung mit ESU-ECOS 2, RMK mit HSI-88-USB (LTD), Schaltdecoder LTD oder ESU
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Helmut Kreis

Hallo Andreas,

hast Du die Rückmeldekontakte im iZNF alle in der Reihenfolge eingetragen wie sie auch von der Lok befahren werden?
Wo hast Du die Bremsverzögerung auf 3-4s eingestellt? Im Lokdecoder sollte die Bremsverzögerung so gering wie möglich eingestellt werden. Ich stelle meine Decoder hier auf 1 oder 2 ein.
Was hast Du denn in Deinen Profilen eingestellt?
Gruß
Helmut
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Andreas Eytner

Hallo Helmut,

Danke für Deine schnelle Reaktion.

Ich habe insgesamt die Bahnhofsgleise in drei RMKs unterteilt. In der Liste des iZNF habe ich zuoberst den RMK eingetragen, in den die Lok zuerst einfährt, dann folgt der mittlere RMK und in der letzten Zeile der Ziel-RMK.

Die Bremsverzögerungen habe ich bei den mfx-Decoder meiner 011 mit dem komfortablem mfx-Menü der Ecos II auf 3-4 Sekunden eingestellt. Und diese Lok hält exakt die eingetragenen Halteabstände des iZNF abzgl. der Pufferlänge ein. (Diese habe ich noch nicht in der Lokdatenbank eingetragen).
Allerdings habe ich auch Loks mit einer eingestellten Bremsverzögerung von 8 Sekunden und mehr. Auf den Gleisen 1-3 werden diese trotzdem zum Halten gebracht, auch wenn dort dann selbstverständlich die eingetragenen Haltemaße vielleicht um 5-10cm überschritten werden. Aber auf den Gleisen 1-3 fährt keine Lok durch. Das Problem des Durchfahrens habe ich interessanter Weise nur auf dem Gleis 4, obwohl dort alles vom Ablauf und den Einstellungen analog zu den Gleisen 1-3 im iZNF, im Fahrstraßeneditor und in den Profilen eingetragen wurde.

In meinen Profilen habe ich die alte Einstellung der Bremsverzögerungen, die ich vorher verwendet hatte, stehen lassen. Windigipet hat diese alten Daten für die RMK, die zum iZNF gehören, blau unterlegt. Ich gehe nach den Beschreibungen davon aus, dass dies nicht schädlich ist und die alten Eintragungen in den Profilen von Windigipet, wie im Handbuch dargestellt, ignoriert werden.

Bei der Kontrolle mit der Prüfroutine tauchen selbstverständlich die Hinweise für die betroffenen Profile auf, dass die Eintragungen nicht mehr angewendet werden (können), aber eine Fehlermeldung (rote Markierung) oder einen Warnhinweis (gelebe Markierung) gibt es nicht.

Gruß

Andreas
Andreas Eytner

Schurwaldstraße 21
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Stefan Lersch

Hallo Andreas,

nimm die Bremsverzögerung in den Decodern raus oder stellte einen kleinen Wert ein. Wenn WDP und der Decoder gleichzeitig das Abbremsen steuern wollen, geht das nicht gut.

Was die Profile angeht hast du Recht, die blau unterlegen Werte werden ignoriert.

Geht deine Zugfahrt ins Gleis 4 und endet dort oder geht sie dort auch gleich wieder raus? Wenn die Fahrstraße hinter deinem ZNF in Gleis 4 frei ist und die Fahrstraße Bestandteil deine Zugfahrt ist, dann wird sie gestellt ohne dass der Zug hält. Hier musst du die Zugfahrt im Bf beenden.
Viele Grüße,
Stefan
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Andreas Eytner

Hallo Stefan,

ja, das ist des Rätsels Lösung. Jetzt funktioniert die Geschichte tadellos.

Ich hatte bisher die Zugfahrten vom Schattenbahnhof 1 in den Schattenbahnhof 2 bzw. umgekehrt programmiert. Dazwischen liegt der sichtbare Bereich mit Paradestrecke und Bahnhof. Das hatte bisher den eleganten Vorteil, dass ich mit einfachem Mouseclick die Züge wieder nach einer Fahrt in einem Schattenbahnhof "versorgt" hatte, ohne mich um den Bahnhof extra kümmern zu müssen.

Wahrscheinlich muss ich nun alle Fahrstraßen (200 Stück) umprogrammieren, neue Fahrstraßen einführen und dann mich schnellstmöglich mit den Möglichkeiten des Zugfahrten-Automatik-Editors oder des Fahrplan-Editors beschäftigen...
...ich glaube, ich verzichte vorerst auf das iZNF und richte wieder die alte Situation her.

Oder gibt es vielleicht einen eleganteren Weg?

Stefan, vielen Dank für die schnelle Hilfe.

Gruß

Andreas
Andreas Eytner

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Stefan Lersch

Hallo Andreas,

nein, die Fahrstraßen kannst du lassen wie sie sind. Aber deine Zugfahrt musst du ändern. Mach eine Zugfahrt bis zum Einfahrtssignal zum Bf. Dann machst du von jedem Gleis aus eine zum Einfahrtsignal des Schattenbahnhofs. Diese Zugfahrten trägst du in die ZFA ein.

Da fehlt jetzt noch was, nämlich die Fahrten in die Gleise hinein. Im ZFA-Editor findest du rechts den Reiter "Folgefahrten". Da trägst du pro Zugfahrt die Fahrstraßen vom Einfahrtssignal in die Gleise ein. Fertig!
Viele Grüße,
Stefan
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