Rückmeldung-Diodentrick-Weichen - Seite 3
 

Rückmeldung-Diodentrick-Weichen

Begonnen von Docj, 18. Juli 2019, 17:44:37

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Peter Schmitt

Hallo miteinander,

habe soeben mit verschiedenen Loks und verschiedenen Decodern (alte M* Decoder, mfx und mfx+, und verschiedenen ESU Decoder) Tests gemacht.
Unter jede zu testende Lok ein dickeres Papier zwischen Räder und Masseschiene gelegt -
Lichter der Loks leuchteten immer und fuhren auch problemlos an.

s88 Decoder sind die s88 von Gerd Boll, die mit dem Diodentrick  8)

Wenn bei mir eine Lok mal nicht will, liegt es zwischen Schleifer und Punktkontakten  :(

Grüße Peter
Wer wagt es, sich den donnernden Zügen entgegenzustellen?
Die kleinen Blumen zwischen den Eisenbahnschwellen.
                                                               Erich Kästner (1899-1974)
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Ulrich Kügler

#31
Hallo Peter,
dieses Kontaktproblem ist mir schon sehr lange bekannt. Ich habe früher dann immer einen neuen Schleifer eingesetzt, was mich sehr ärgerte!

Es ist (meines Erachtens) hausgemacht von Märklin!

Nach näherer Betrachtung und ausmessen der elektrischen Verbindung des Schleifers, habe ich herausgefunden:
Die Verbindung zwischen Schleifer und Federblech ist nicht optimal und korrodiert leicht.

Ich löte ab sofort immer einen kleinen, dünnen Kupferdraht (ca. 2 cm) zwischen Schleifer und Federblech. Der Draht darf nicht zu kurz sein, damit die Federung noch funktioniert. Ist der Draht zu lang, so steht neben dem Schleifer heraus und kann an den Pukos (Weichen) hängen bleiben oder er schleift an der Schiene und es gibt einen Kurzschluss.

Seit dem habe ich keine Kontaktprobleme mehr wegen dem Schleifer, außer er ist verschlissen.
Es grüßt Ulli
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Docj

Hallo,

nachdem ich nun die verschiedene Dioden bekommen habe, und ich in einem ersten Schnelltest ein zwei ausprobieren konnte, kann ich auf meine Eingangsvermutung:

ZitatMögliche Ursachen, so weit ich es Beurteilen kann:

1. Die Diode ist nicht geeignet, welche Spezifikation müsste also eine Diode haben damit es klappt?
2. Der Ecos Detektor Standard arbeitet vollständig anders als eine S88 Rückmeldung und es klappt mit dem ECos Detektor Standar einfach nicht.
3. Der Diodentrick ist ein Mythos, weil nie so richtig im detaillierten Versuch getestet.

eine klare Antwort geben.

Es war erstens, die Diode ist nicht geeignet. Schottky-Dioden sind vollständig ungeeignet für diese Anwendung.

Ich werde die Dioden noch genauer austesten und dann mal überlegen, welches die geeignete ist.  Ich werde berichten.

Mit freundlichem Gruß
Jürgen
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Friedel Weber

Hallo Jürgen

Wir werden alle immer klüger!  :D

Ich habe Deine Erkenntnisse in meiner Beschreibung aufgenommen.
Viele Grüße an alle Modellbahner
Friedel Weber

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HerbertHoberg

Hallo Zusammen,
dank Ulli der sich, wir auch, uns über sie Schleifer manchmal ärgern, habe ich ein Messingstreifen unter den Schleifer gelötet. Den  M-Streifen  (0,1 mm Stärke ) in voller Breite und Länge mit Bogen bis zur Federung an den Enden gelötet. Sollte der Schleifer ans Gehäuse der Lok kommen, so klebe ich ein Isolierpapier an die Stelle des Gehäuses. Ganz selten. Somit habe ich auch einen größeren Andruck.
Ich habe seitdem nie mehr einen Schleifer gekauft. Wird kaum abgenutzt. Sollte dies mal sein gibt einen neuen Streifen.
Dieses Messingblech gibt es in einem guten Bastelladen. Vielleicht weiß ja Jemand von euch so einen Laden !!!
Schöne Grüsse aus Leverkusen-Opladen
Herbert
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Friedel Weber

Hallo Herbert

Das hat jetzt nichts mehr mit dem Diodentrick zu tun.
In Deinem Beitrag geht es um die Mittelschiene, die Digitalspannung.

Um hier eine Besserung zu erzielen, habe ich dies geschrieben:
http://www.moba-tipps.de/zuege.html#Kontakt
Demnach: Den Schleifer mit Phosphorbronze zu besohlen, ist wohl noch besser als Messingblech. (Gibt es bei Fohrmann Artikel Nr. 402002 zu kaufen!)

Und darüber hatten wir gerade auch diesen Beitrag im Forum:
https://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=80080.0
Viele Grüße an alle Modellbahner
Friedel Weber

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Docj

#36
Hallo,

es ist etwas kühler also ran an den Speck. Aber......

Je mehr ich an dem Diodentrick rumexperimentiere je mehr wird es verwirrender.

ich habe jetzt folgende Dioden getestet:

1N 4001
1N 5400
BY 251
BY 550
N1 4148
SB 340 (Schottky)

(SB 550 werde ich noch nachreichen wenn sie ankommen)

Das Verhalten der Loks im isolierten Bereich ist sehr unterschiedlich

Der ESU Lok Pilot 3 Decoder, DCC 128 und ältere MFX (wobei der Decoder in der Märklin 39644 der neueste von den älteren ist, 2013/2014) verhalten sich unkompliziert. Im isolierten Bereich mit SI Dioden funktioniert alles, auch das anfahren.

Die älteren Decoder Motorola 14, Motorola 27 und der neueste MFX im InsiderModell 2016 reagieren nicht im isolierten Bereich.

Fakt ist mit den Schottky geht gar nichts.

Die einzigen Messunterschiede, die ich feststellen konnte, ist das die Schottky Widerstände im Kiloohm Bereich haben, die SI Dioden im Megaohm Bereich, vielleicht eine Erklärung.
Die Kapazität der Schottky liegt mit 0,44 nF am oberen Ende, jedoch haben zwei der SI Dioden mit 0,36 nF eine ähnliche hohe Kapazität. Da sind die Unterschiede also nicht so groß

Das Verhalten ändert sich überhaupt nicht, wenn ich in die Stromzuführung zum Rückmeldemodul eine 1N4148 einbaue, wie von manchen Autoren bei Optokopplern vorgeschlagen.
Auch ändert sich nichts wenn ich die Spannung auf 21 Volt hochstelle.

Also ich bin jedenfalls im Moment nur zu dem Schluß gekommen, wenn ich die ECOSDetectoren nicht wechseln will, bleibt mir nur die Schottky ausbauen und ersetzen.

Dabei zeigen sich zwischen den einzelnen Vertretern der SI Dioden nur geringe Unterschiede die BY 550 scheint mir mit 5 A am besten belastbar.

Was ich mit den widerborstigen Loks mache muss ich erst noch mal sehen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
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Friedel Weber

Hallo Jürgen

Ich würde das Problem kleiner halten:
Der Diodentrick funktioniert prima bei Unterbrechungen während der Fahrt. Wenn gerade während solch einer Unterbrechung ein Lokbefehl gesendet wird und wirklich bei Deinen widerspenstigen Loks nicht durchkommt, wird der Befehl im nächsten Refresh-Zyklus wiederholt. Das merkst Du gar nicht.

Einzig, wenn die Lok auf einem Stoppkontakt anhält und im Ausrollen den Massekontakt verliert, ist es wichtig, dass sie später den Startbefehl empfangen kann.
Dann und nur dann - also recht selten! - wirkt sich aus, wenn einige Decoder dabei streiken.

Ich habe dieses Phänomen, das Du da beschreibst, bei mir noch nie bewusst erlebt. Mir ist also noch keine Lok aufgefallen, bei der die Befehlsübermittlung per Diodentrick im Falle des Masseverlustes nicht funktioniert.
Das heißt aber nicht, dass ich nicht sowas auch habe.
Kann schon sein! Ich fahre allerdings auch kaum Motorola sondern fast nur DCC und MFX.
Viele Grüße an alle Modellbahner
Friedel Weber

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Docj

Hallo,

nachdem ich in meinen Versuchen unter quasi Laborbedingungen gezeigt habe, daß SI - Dioden funktionieren, habe ich jetzt mal einige Schottky in der Anlage ausgetauscht.

Es folgten quasi Feldversuche an der Anlage.

Und siehe da es gibt Abschnitte in der Anlage da geht es und ander da geht es nicht. Der Unterschied liegt in der Verkabelung.

Am Anfang habe ich zu jedem Rückmelder zwei Kabel verlegt, den eigentlichen Rückmelder und das "Diodentrickkabel" von der zentral montierten Diode.
Unter dem Rückmelder habe ich diese zusammengeklemmt.

Da das viel Kabelaufwand ist habe ich mir später überlegt, ich führe ein Kabel vom Rückmelder zum Detektor und klemme die Diodenspannung dort Zentral an. Es gibt ja auch Decoder die genau so zu kaufen sind.

Aber das war wohl ein Fehler. In den Abschnitten, in denen der Diodenstrom Gleisnah eingespeist wird funktioniert das Anfahren Prima, genau wie unter Laborbedingungen. In den Abschnitten, wo der Diodenstrom Decodernah eingespeist wird funktioniert der Diodentrick nicht. Bevor hier wieder Zweifel aufkommen auch Gleisnah eingespeister Diodenstrom aus Schottky funktioniert nicht, schon ausprobiert.   ;)

Also ich vermute, da das Rückmeldesignal über das gleiche Kabel kommt wie der Diodenstrom, beeinflussen sich die beiden Signale über die längere Strecke derart negativ, daß es im Endeffekt nicht funktioniert.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
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Friedel Weber

Hallo Jürgen

Es ist ja toll, was Du alles ausprobierst, aber irgendwo machst Du einen kapitalen Fehler.
Was ist denn ein "Diodenstrom"? Ich hoffe, dass Du irgendwo am Rückmeldekabel die Diode (Ring-Seite) angelötet und das andere Ende an Masse gelegt hast.
So einfach und so richtig! Von zwei Kabeln zum Rückmelder war noch nirgendwo die Rede!

Und natürlich darfst Du nicht vorher eine "Störsignalunterdrückungsdiode" in die Leitung gebaut haben. Das wird von manchen Leuten empfohlen, ist nach meinen Erfahrungen überflüssig und würde natürlich die verbleibende Halbwelle auch unterdrücken. Dann bliebe gar nichts mehr und dann funktioniert auch der Diodentrick nicht.
Mach es einfach so, wie bei mir beschrieben!

Wie auch immer - bei mir funktioniert alles. Und weil bei Dir vermutlich die gleichen physikalischen Gesetze gelten wie bei mir, musst Du offensichtlich noch etwas falsch machen.
Viele Grüße an alle Modellbahner
Friedel Weber

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Docj

 :-[ :-[ :-[

Hallo Friedel,

nachdem ich nochmal alles durchdacht habe und auch mein Multimeter in Anschlag gemacht habe, gebe ich dir vollkommen recht.
::)

Der Fehler bei meiner Verkabelung liegt im Detail, an einem falschen Kammbrücker in den Reihenklemmen.

Die Dioden haben teilweise keinen Massestrom bekommen.

Neues Ergebnis Diodentrick funktioniert, wenn ich SI-Dioden verwende.

Ich habe im Feldversuch die BY 5590 verwendet. Egal wie verkabelt, zentral oder dezentral sie funktionieren.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen

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