? zum "Ausrunden" von Steigungsübergängen
 

? zum "Ausrunden" von Steigungsübergängen

Begonnen von Rolf Borkes, 15. Oktober 2006, 01:46:23

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Rolf Borkes

Hallo und Moin ans Forum,

bei meiner im Rohbau befindlichen Anlage steht jetzt die Gestaltung der Steigungs-/Gefällestrecken (auf 8 mm starkem Sperrholz) auf dem Programm. Und das sind einige, ich gehe über 4 Ebenen. Gleiswendeln sind nicht vorgesehen - ich habe meinen Gleisplan so erstellt, dass ich die Steigungs-/Gefällestrecken am hinteren Rand der Anlage hauptsächlich mit geraden Strecken bündeln kann.

Man liest z. B. in der Märklin-Literatur einiges über das empfohlene "Ausrunden" des Steigungssanfangs/-endes, da ist stellenweise auch vom Spachteln die Rede. Zudem gibt es die Empfehlung, den Beginn einer Steigungs- bzw. einer Gefällestrecke "niemals" an die Verbindungstelle zwischen 2 Gleisen zu legen.

Ganz bei "null" fange ich mit diesem Thema nicht an, auf meiner alten Anlage funktionierte "meine Methode" ganz ordentlich.

Dennoch würde ich mich über jeden Hinweis freuen, wie Ihr das macht. Eventuell gibt es ja mir noch unbekannte Methoden, mit denen man rationeller - sprich: material- und zeitsparend - Arbeiten kann.

Vielen Dank im Voraus und beste Grüße

Rolf Borkes




   
Märklin H0 Digital mit IB, K-Gleis, mittelgroße Anlage (4,2 x 1,9 Meter) im Rohbau. Bin außerdem großer Fan der Märklin MINEX Schmalspurbahn (Spur 0e) - siehe Website.

Oliver L.

Rolf,

das kommt auf Deine Loks an. Bei mir (N) gab es genau das Problem, dass am "Knick" die angetriebenen Räder nur minimalen Kontakt mit der Schiene hatten, worauf nichts mehr lief. Deshalb mach ich jetzt beides: Einen Übergang spachteln, und dann ein langes Gleis, zart gebogen, drübergelegt. Seitdem keine Beschwerden mehr.

Oliver
Spur N - Fleischmann-Gleise, IB-Com, WDP 2025 jeweils aktuell, Loconet-RM

Gian Bott

Hallo Rolf,

Der Anfang meiner Steigungsstrecke in H0m beginnt so, dass ich das ansteigende Trassee aus der Grundplatte ausgeschnitten habe, d.h. beim Beginn gibt es natürlich keinen Schnitt. So beginnt die Steigung (max. 3%) ganz sanft ohne jeglichen Knick.

Auch bei meiner Anlage werde ich die unsichtbaren Steigungsstrecken (nur bei H0m), wegen Platzmangel für genügend grosse Radien, anstelle in Wendeln am hinteren Anlagenrand in der Gerade hochziehen. Sichtbare Teile kurven der noch imaginären Landschaft nach, wie beim Vorbild RhB Bogen an Bogen.

mit freundlichen Grüssen

Gian

Hier noch ein Bild vom gestrigen Dampftreffen in Bauma mit dem Uerikon-Bauma-Bahn Dampftriebwagen, der früher einmal fahrplanmässig an meinem Elternhaus in Hinwil vorbeifuhr und auch heute noch vorbeifährt auf der Museumsbahnstrecke Bauma-Hinwil.

   

Ralf Krapp

Hallo Rolf,
da Du das K-Gleis verwendest - und ich vermute mal sogar Flexgleis - dürfte der Übergang in Auf- oder Abfahrten kein Problem sein. Ich habe für die Trassen zwar kein 8 mm Sperrholz verwendet, sondern 5 mm Spanplatte - hier gibt es bestimmt jetzt einige Forumsleser, die "ach Herrjeh" sagen werden -, die ich auf einem Untergerüst mit Abständen von 50 cm aufliegen habe. Dadurch ließ sich aber der Übergang nach oben bzw. unten sehr leicht biegen. Gian hat ja auch nicht "angesetzt", sondern die Trasse "gebogen". Ansetzen wäre auf alle Fälle ungünstig, denn das bewirkt den gefährlichen Knick in der Fahrbahn. Schwierig dürfte es wegen der 8mm Stärke werden, das Trassenbrett zu biegen und so zu befestigen, dass es in der gewünschten Stellung bleibt. Leimen mit Zwingen und zusätzliches Verschrauben sollte aber ausreichen.
K-Gleise lassen sich auch gut zum Aufbauen von solchen Strecken einsetzen, weil man damit den sonst unvermeidlichen Knick am Übergang von Gleis zu Gleis umgehen kann. Aufpassen heißt es aber dennoch, denn der Bogen nach oben bzw. unten darf nicht dazu führen, dass der Kontakt zwischen Rad und Schiene verloren geht, z.B. bei Dampfloks mit 5 Treibachsen (BR 43, 50, 85). Also nicht den "Bogen überspannen"!!  
Weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Bauen.  
Grüße aus Obertshausen (Hessen)
Ralf Krapp
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2025
  • Anlagenkonfiguration:
    Spur HO; K-Gleis; Tams MC; 4 Kabasoft-Booster; Viessman-Weichen- und Rückmeldedekoder; Lokdekoder MM und andere
  • Rechnerkonfiguration:
    Windows 7 Home Premium; Intel Core i3-530 Prozessor 1333 MHz

Rolf Borkes

Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten und Hinweise.

Die von mir vorgesehenen Trassen aus 8 mm Sperrholz entstammen übrigens dem Buch "Bernhard Steins schönste Modellbahnanlagen und Dioramen", Seite 16. Stein schreibt (bzw. schrieb - Gott hab' ihn selig!) dort, dass er bei seiner ersten Spur Z-Ausstellungsanlage "Geislinger Steige" 5 mm-Sperrholz für die Trassen verwendet hat. Diese haben sich dann aber aufgrund wechselnder Luftfeuchtigkeit merklich verzogen, und am Ende der ersten und gleichzeitig letzten Ausstellungssaison ging dann fast gar nichts mehr, weil sich die Zuglaufeigenschaften ständig verschlechterten.

Nun ist Spur Z sicher deutlich "sensibler" als H0. Ich folge trotzdem seinem Rat mit den 8 mm. Bei mir wird's zwar keinen Ausstellungsbetrieb geben, aber die Luftfeuchtigkeit schwankt auch in meinem Keller.

Was das Biegen dieser 8 mm-Trassenbretter betrifft, werde ich mal einen Test machen und - insbesondere im Bereich des Steigungsendes - auf der Unterseíte im Abstand von jeweils 5 mm Querfugen (Tiefe ca. 2 mm) feilen, sägen oder fräsen. Und dann muss ich das ganze natürlich noch richtig fixieren - da fällt mir aber sicher auch noch was ein.

Den Tipp mit dem Aussägen aus der Grundplatte habe ich an einigen Stellen meiner Anlage auch eingeplant bzw. schon durchgeführt. Das Hoch- bzw. Herunterbiegen funktioniert - bei weichen Steigungsübergängen - sogar mit 12 mm starkem Sperrholz ganz gut, die Fixierung werde ich u. a. mit Gewindestangen realisieren. Diese sind aus meiner Sicht ohnehin der absolute Hit für die Anlage von Steigungsstrecken, weil man auf relativ unkomplizierte Weise so lange nachkorrigieren kann, bis (hoffentlich!) alles passt.

Nochmals danke für die Beiträge + Grüße

Rolf Borkes        
Märklin H0 Digital mit IB, K-Gleis, mittelgroße Anlage (4,2 x 1,9 Meter) im Rohbau. Bin außerdem großer Fan der Märklin MINEX Schmalspurbahn (Spur 0e) - siehe Website.