Kühn T 145 (ggf. ohne Lok) und Programmiergleis Tams CE
 

Kühn T 145 (ggf. ohne Lok) und Programmiergleis Tams CE

Begonnen von Dr. J. Schmidt, 05. Januar 2007, 17:32:55

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Dr. J. Schmidt

Hallo zusammen,

Ich habe eine Problemlok. Nach Umrüstung mit einem Hochleistungsmotor und Kühn T 145 funktionierte die Lok (noch ohne Feintuning).
Ich bemerkte manchmal, dass die Lok nicht auf Fahrbefehle reagierte, aber nicht immer.
Ich habe die Lok zerlegt und gewartet, aber es erfolgte keine Besserung.
Eines Tages fuhr diese gar nicht mehr. Ich habe die Lok auf dem Programmiergleis nicht mehr lesen und schreiben können.

Jetzt habe ich einen neuen T 145 eingebaut und ich kann die CV nicht auslesen, konnte aber die Adresse ändern.
Wegen schlechter Fahreigenschaften habe ich eine Programmierung der Beschleunigungs-und Brems CV versucht. Ein lesen geht nicht, das schreiben wohl auch nicht, da die Fahreigenschaften sich nicht geändert haben.

Mit zwei alten T 145 (wahrscheinlich defekt) habe ich versucht diese ohne Lok an das Programmiergleis anzuschließen, jedoch ohne Erfolg. (wohl defekt).

Frage:
1. Warum kann ich den Decoder in der Lok nicht lesen- aber wohl schreiben( zumindest einmal die Adresse)???

2. Mit welchem Kabel muß ich den blanken Decoder an des Programmiergleis anschließen?

3. Tams Programmiergleis hat ein braunes und ein weißes Kabel. Was ist (+) Mittelleiter bzw. Masse?

4. Ist es egal, welches Kabel des Programmiergleises ich an das rote Kabel des Kühn T 145 anschließe?

5. Kann man die Decoder prüfen ggf. reparieren.

Nach dem Einbau hatte ich den ersten Versuch auf dem Programmiergleis vorgenommen, damit bei einem evtl. "Kurzschluß" der Decoder wegen Strombegrenzung nicht defekt wurde. Leider kann der neue Decoder jetzt nicht mehr gelesen bzw. beschrieben werden.(defekt?).

6. Kann das sein, dass in dem Sinne das Programmiergleis keinen Schutz bietet?

Für Ihre Antworten und eine Lösung würde ich mich freuen.

Gruß aus Herborn.        
Mit freundlichen Grüßen
J.Schmidt
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Jürgen Gräbner

Hallo Dr. Schmidt,

zu 1: Der Lesevorgang ist etwas komplizierter als der Schriebvorgang, da der Decoder seine Informationen quasi durch schwankenden Stromverbrauch der Zentrale per "Morssezeichen" (ACK) übermitteln muß. Eigentlich gibt es zur Zeit keine bidirektionale Verbindung zwischen Decoder und Zentrale. Daher kann es sein, dass bei ungünstigen Bedingungen der Schreibvorgang klappt, der Lesevorgang aber nicht.
Zu 2: Wenn Sie den blanken Decoder an das Programmiergleis anschließen, wird das nicht funktionieren. Wie ich zu 1 schon geschrieben habe, wird die Verbindung Decoder-> Zentrale durch Änderungen im Stromverbrauch aufgebaut. Wenn Sie nur den Decoder anschließen, kann der Decoder keinen (oder nur zu wenig) Strom verbrauchen. Es sollte also zumindest ein Motor (oder ein entsprechnder Widerstand zwischen dem grauen und dem orangem Kabel angeschlossen sein.
Welches Kabel vom Programmiergleis an rot und welches an schwarz angeschossen wird muß egal sein. Denken Sie an die Zweileiterfahrer: Sobald sie die Lok um 180° auf dem Gleis drehen, wären rot und schwarz vertaucht.
zu 3: Egal, siehe letzten Satz zu 2
zu 4: Siehe 3
zu 5: Bei der Meldung "Kurzschluß am Programmiergleis" hilft es (sofern nicht wirklich ein Kurzschluß vorliegt) einen Widerstand von 39 - 68 Ohm in das Programmiergleis einzuschleifen.
zu 6: Kein Schutz ist vollkommen, aber auf dem Programmiergleis sind Sie relativ sicher

     
Viele Grüße
Jürgen
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Dr. J. Schmidt

Hallo Herr Gräbner,
vielen Dank für Ihre Ausführungen.
Ich habe meine beiden"defekten" T 145 jetzt mal in eine Lok eingebaut und mit dem Programmiergleis geprüft; diese waren erfreulicherweise beide in Ordnung.

Das Problem meiner Problemlok konnte ich auch lösen!

Die beiden Entstörkondensatoren vom Kollektor zur Masse waren 10NanoFarad anstatt 1 NanoFarad.
Irgenwie hatte ich bei der Umrüstung wohl nicht aufgepasst.


Ich darf nochmals ganz herzlich bedanken!
Viele Grüße aus Herborn.  
Mit freundlichen Grüßen
J.Schmidt
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B.Michaelsen

In Antwort auf:

Die beiden Entstörkondensatoren vom Kollektor zur Masse waren 10NanoFarad anstatt 1 NanoFarad.
Irgenwie hatte ich bei der Umrüstung wohl nicht aufgepasst.
 



Moin Herr Dr. Schmidt !

Wenn Sie den Kühn T 145 so einsetzen , dass der Motor hochfrequent angesteuert wird (CV 9 = 0), dann sollten Sie die beiden Kondensatoren 1nF nach Masse von den beiden Motoranschlüssen einfach weglassen. Sie bekommen so  erheblich weniger Störungen auf das Gleis.

Keineswegs aber den 1nF-Kondensator, der schon bei der Lieferung auf dem Schild zwischen den beiden Anschlüssen sitzt, entfernen. Auch die beiden Drosseln sollten eingebaut werden...

(Ich weiss, ich habe mal eine andere Theorie vertreten, die Praxis hat mich aber eines besseren belehrt.)

freundliche Grüsse

Bernd Michaelsen  
EC ,IB, HSI, P4 2,4 Ghz, W98, Märklin C-Gleis

Dr. J. Schmidt

Hallo Herr Michaelsen,
vielen Dank für den Tipp !
Muß ich mal ausprobieren.
Einen schönen Abend noch.
Ihr
Dr.J.Schmidt  
Mit freundlichen Grüßen
J.Schmidt
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