Booster + Busprotokolle
 

Booster + Busprotokolle

Begonnen von MSobersulm, 30. Dezember 2007, 14:46:38

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MSobersulm

Hallo MOBA-Kollegen,

heute gibt es ja mittlerweile viele Busprotokolle für die Modellbahn (z. B.: MM, DCC, MFX, Selectric). Viele Digitalsysteme können diese Protokolle, je nach Ausstattung, verarbeiten.

Bei den Boostern gibt es gemäß den Herstellerangaben aber häufig Einschränkungen. Woran liegt das? Eigentlich ist es doch egal, welches Protokoll über die Datenleitung übertragen wird. Wenn ein Booster z. B. als  MM+DCC- bzw. (nur) MM-Booster angegeben wird, kann ich dann auch später  DCC-, Selectric- oder MFX-Decoder ansprechen? Oder benötige ich dann andere Boosterhardware?

Da ich gerade dabei bin,  meine betagten bzw. defekten M*-Booster 6015/6017 auszumustern, bitte ich um Informationen, damit mir die Entscheidung etwas leichter fällt. Mein Boosterfavorit  ist der  B 3-G von bmp-technik bzw. DB-2 von Littfinski.

Gruß
Michael (der gerade mit seinem Büro umgezogen ist)
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2021.2d
  • Anlagenkonfiguration:
    Neubau einer U-Anlage: K-Gleismaterial - Fahren: TAMS-RedBox (V2.2.3) Mehrere Booster BMBT-B3,0. - Dekoder-Mischbetrieb DCC, MM, m3. Schalten über RedBox Sxhaltdekoder (LDT). - Rückmelden: S88-Module (LDT) über HSI88-USB.
  • Rechnerkonfiguration:
    1x Desktop PC | Intel Core i5-6500 | Nvidia GeForce GT 610 2GB | 16GB RAM | 1TB SSD | Windows 11 | WLAN | 2-Bildschirme

Frank Mondorf

Hallo Michael,

ZitatBei den Boostern gibt es gemäß den Herstellerangaben aber häufig Einschränkungen. Woran liegt das?
das ist ein schwierige Frage, deren Antwort so komplex ausfallen müsste, wie die dahinter liegenden technischen Sachverhalte.

Die ansonsten recht seltene Anforderung sowohl Daten als auch Leistungsströme gleichzeitig über dieselben Leiter zu übertragen haben die unterschiedlichen Systemhersteller unterschiedlich gelöst.

Dabei sind auch entsprechend unterschiedliche Boosterschaltungen entstanden, die auf Grund unterschiedlicher Eigenschaften nur bedingt kompatibel sind. Selbst unterschiedliche Booster-Modelle die im selben System/Protokoll eingesetzt werden dürfen, haben oft so unterschiedliche elektrische Eigenschaften, das sie nicht bedinungslos in der MoBa zusammengeschaltet werden können.

ZitatEigentlich ist es doch egal, welches Protokoll über die Datenleitung übertragen wird. Wenn ein Booster z. B. als  MM+DCC- bzw. (nur) MM-Booster angegeben wird, kann ich dann auch später  DCC-, Selectric- oder MFX-Decoder ansprechen? Oder benötige ich dann andere Boosterhardware?
Die meisten Booster sind nur für eine Auswahl bestimmter Protokolle mehr oder weniger geeignet. Es gibt zur Zeit wohl nur einen Booster, der den Anspruch hat, in allen von Ihnen genannten Protokollen eingesetzt werden zu können, und das wahrscheinlich auch nur im Verbund mit seinen eigenen Brüdern, und auch nicht in jedem vorhandenen Verkabelungsschema.

Viele Grüße
Frank

Bernd L.

Hallo Michael,
Zitat von: MSobersulm in 30. Dezember 2007, 14:46:38
Mein Boosterfavorit  ist der  B 3-G von bmp-technik bzw. DB-2 von Littfinski.

Der Booster von bmp (Gerd Boll) hat im Gegensatz zum Littfinski-Booster eine stabilisierte Ausgangsspannung. Daher würde ich den bmp-Booster vorziehen.

Gruß
Bernd
Anlagenkonfiguration:
WDP Pro 2012.2, Tams MC, HSI-88, Booster von G. Boll, Märklin K-Gleis
Rechnerkonfiguration:
AMD Athlon 64 3000+,  2 GB RAM, Windows XP SP 3
WDP-Mobile:
mit iPhone 5 und Google Nexus 10

MSobersulm

Zitat von: Frank Mondorf in 30. Dezember 2007, 18:07:16
Die ansonsten recht seltene Anforderung sowohl Daten als auch Leistungsströme gleichzeitig über dieselben Leiter zu übertragen haben die unterschiedlichen Systemhersteller unterschiedlich gelöst.
Das gilt meiner Meinung nach aber nur für die Hardware. Unterschiedliche Boosterfabrikate sollten eigentlich nicht zusammen betrieben werden, auch wenn dies in der Praxis wegen der trägen Boosterelektronik oft funktioniert. Und solange eine kurzzeitiger Kurzschluss nicht zur Abschaltung führt, ist es auch kein Problem.

Zitat von: Frank Mondorf in 30. Dezember 2007, 18:07:16
Die meisten Booster sind nur für eine Auswahl bestimmter Protokolle mehr oder weniger geeignet. Es gibt zur Zeit wohl nur einen Booster, der den Anspruch hat, in allen von Ihnen genannten Protokollen eingesetzt werden zu können, und das wahrscheinlich auch nur im Verbund mit seinen eigenen Brüdern, und auch nicht in jedem vorhandenen Verkabelungsschema.

Das die Hersteller nicht alle Protokollmöglichkeiten integrieren leuchtet mir ja ein. Die wollen ja damit den Kunden binden bzw. zwingen bei einem System zu bleiben. Meiner Meinung nach ist es der Elektronik doch weitestgehend egal, welches Protokoll abläuft. Hier sollten gerade die "Kleinen Hersteller von MOBA-Elektronik" aktiv werden und solche Multikulti-Booster anbieten und bewerben. Vielleicht muss man beim "bidirktionalen Protokoll" umdenken. Aber hier gibt es später sicherlich Zusatzmodule um einen Datentransport von der Lok zum Digitalsystem zu ermöglichen.

Einen schönen Silvesterabend wünscht noch
Michael
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2021.2d
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    Neubau einer U-Anlage: K-Gleismaterial - Fahren: TAMS-RedBox (V2.2.3) Mehrere Booster BMBT-B3,0. - Dekoder-Mischbetrieb DCC, MM, m3. Schalten über RedBox Sxhaltdekoder (LDT). - Rückmelden: S88-Module (LDT) über HSI88-USB.
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Kalle

Hi Michael,

ein Booster hat kein eigenes Protokoll, ist nur ein dummes Arbeitstier, wandelt die Logiksignale in entsprechende Spannungs- bzw. Stromsignale um die an seinem Ausgang gefordert werden.  Ausgangsstufen koennen hier in der MoBa nicht als Eingangstufen verwendet werden. Entsprechende Lesesignale mussen vorher abgetrennt, durch Filter oder sonstwas, und an den Ausgangstufen vorbeigeleitet werden.

Ansonsten koennte man eigentlich zwei unsymmetrische Booster in einen Booster mit symmetrischem Ausgang verwandeln. Die Signale zum zweiten Booster invertieren und von beiden Boostern  nur die Ausgangspinne ohne Masse benutzen. Mehr Ausgangsleistung ist dadurch auch erreichbar (fuer opferwillige PowerBahner).

Nur, wer´s mal ausprobieren moechte, der macht es AUF EIGENE GEFAHR. Interne Zusatzbeschaltungen koennten Potentialkonflikte bekommen und ICH UEBERNEHME KEINE HAFTUNG wenn´s zirpt, raeuchert, funkt oder knallt.



Viele Grüsse
Karl