Märklin 5-Sterne-Motor durchgebrannt
 

Märklin 5-Sterne-Motor durchgebrannt

Begonnen von Christian Koch, 15. Januar 2011, 20:07:00

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Christian Koch

Hallo liebes Forum,

mir ist doch tatsächlich ein 5-Sterne-Motor von Märklin am Kollektor durchgebrannt, und das bei voller Fahrt auf dem Rollenprüfstand. Es fing an zu qualmen und kurz darauf stand der Motor still. Wie kann das passieren? Spannung am Gleis usw. alles o.k. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Siehe Foto.

Viele Grüße
Christian
Viele Grüße aus Bad Laer
Christian
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Jürgen B.

#1
Hallo Christian

Ich vermute mal , so wie der Kollektor ausieht, ist Öl auf die Kohlebürsten oder Kollektor gekommen. Diese "Verschmieren" den Kollektor, das führt dann zur Rauchentwicklung, und zu einem Kurzschluß.

Freundliche Grüße aus Oberösterreich

Juergen B.
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Peter BR44

Hallo Christian,

hab in über 30 Jahren noch keinen gehimmelt.
Aber es wird so sein wie Jürgen schreibt, dass der
Kollektor verschmiert bzw. verdreckt war.
Daher sollte man bei jeder Inspektion, die man sich
so schön in WDP anzeigen lassen kann, nicht nur
einen "Ölwechsel" machen, sondern alle Teile kontrollieren
und gegeben falls austauschen bzw. reinigen.
Viele Grüße Peter
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Christian Koch

Hallo Peter,
das mit dem Öl kann sicher ein Grund sein, nur hier ist der Kollektor absolut trocken gewesen. Das Schwarze auf dem Bild ist der Kunststoff, auf dem die sich durch Hitze gelöste Kollektorplatte gesessen hat.
Gruß Christian.
Viele Grüße aus Bad Laer
Christian
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Jürgen B.

Hallo
So wie der Kollektor aussieht, ist er eben sehr heiß geworden. Der Rauch, denn du gesehen hast war unteranderem das Öl.
Die Verbindung Öl mit Kohlebürsten ergibt genau dieses Ergebnis wie dein Kollektor aussieht.

Ich vermute auch mal, das die Lok während der Fahrt immer langsamer geworden ist, bis eben der Kollektor angeraucht ist.
Ich kenne dieses Problem, da ich bei einigen Eisenbahnfreunden schon öffters vorkam.
Und es passierte immer nachdem sie die Lok gewartet hatten.
Ein Tropfen Öl auf die Motorwelle ist schon zuviel. Das Öl verteilt sich nach kurzer Zeit auf den Kollektor und auf die Kohlen.

Freundliche Grüße aus Oberösterreich

Juergen B.
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juemo

Hallo Christian,

ich kenne auch das Problem mit dem verschmierten Kollektor, aber der Anker nimmt dadurch keinen Schaden. Die Lok bleibt aber während der Fahrt stehen und nach einer Pause fährt sie weiter. Das ist für mich ein Signal, das die Wartungsfrist überschritten wurde. Wenn ich dann den Kollektor gereinigt habe, ist alles wieder in Ordnung.

Du solltest einmal ein ernstes Wort mit dem Decoder sprechen!  ;)
Viele Grüße von der Küste
    Juemo
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Martin Lutz

Hallo,

Öl leitet normalerweise den Strom nicht, daher ist er kaum die Ursache, kann den Effekt aber durchaus beschleunigen.

Das Problem dieser Motoren ist eher, dass sich in den Ritzen zwischen den Kollektorblechen Kohlestaub ansammelt, der immer mehr die Spulen kurzschliesst. Das führt dazu, dass die Stelle heiss wird (Kohlenstaub ist wie ein niederohmiger Widerstand, den Spulen parallel geschaltet). Je nach Decoder kann der Motor natürlich schon arg belastet werden. Wenn die Stelle heiss genug ist und sich noch ein wenig Öl dazu gesellt, dann kann ich mir schon vorstellen, dass es zu einem kleinen Feuerchen kommt.

Aber einen Märklin Motor habe ich auf diese Art noch nicht abgefackelt aber ein Roco Motor ist mir so in das Jenseits gegangen. Aber das war bei einem 2nd Hand Modell.

Bei Märklin Motoren empfiehlt sich immer darauf zu schauen, dass die Kollektorblech Zwischenräume vom Kohlenstaub befreit sind.
Es soll ja mal bei Märklin zu weiche Kohlen gegeben haben. Da war die Gefahr sicher auch grösser. Irgendwo muss dieser Kohlenabrieb ja hin.
Gruss
Martin
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Markus Herzog

Hallo zusammen,

ich habe mal so einen Anker gehabt, der nach wenigen Betriebsstunden einen Ausfall einer der Wicklungen hatte. Aufgefallen ist mir das erst nach einiger Zeit, da die Lok bei höheren Geschwindigkeiten fast normal (höchstens was langsamer, aber das merkt man ja nicht sofort) fuhr. Nur bei ganz langsamer Fahrt ruckelte sie dann irgendwann und der Dekoder hat dann irgendwann wegen Überlastung abgeschaltet bzw. je nach Kollektorstellung musste man sie anschieben "über die tote Wicklung hinweg". Zunächst dachte ich an schlechte Gleiskontaktierung bzw. fehlerhafte Dekodereinstellung.
Nachdem der Dekoder aber mir was heiß erschien, habe ich den Motor mal untersucht. Die Kollektorflächen waren teilweise ziemlich angebrannt (war eine relativ schwere Lok mit sehr langem Zug d.h. die anderen Windungen musste die Last mit aufnehmen).
Ein neuer Anker und 2 neue Kohlen haben dann aber gereicht.

Grüße
Markus
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