Länge für Start-/Zielkontakt resp. Bremskontakt
 

Länge für Start-/Zielkontakt resp. Bremskontakt

Begonnen von Christian Z., 11. Januar 2013, 14:56:37

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Christian Z.

Hallo zusammen
Ich bin am Aufbau einer Märklin HO C-Gleis-Anlage, setze auch WinDigipet 2012 ein. Nun bin ich mir plötzlich unsicher geworden und frage deshalb die hier so zahlreich vertretenen Fachleute an, was Ihr mir empfehlen könnt: Wie lang sollte im Minimum die Kontaktstrecke sein für a) den Start-/Zielkontakt und b) für den Bremskontakt. Das ist natürlich abbängig von der Anlagengrösse, die Anlage ist "nur" so ca. 2.80 lang, also platzmässig eher beschränkt. Ich bin mir da nun sehr unsicher geworden. Herzlichen Dank für Eure Empfehlung.

Reinhold Hiersch

Hallo Cristian,
Der Zielkontakt sollte 2 Gleise lang sein. Der Bremskontakt ist meist 3-4 Gleise lang.
Schau mal unter Tips und Tricks nach da findest du eine Erklärung wie Rückmelder angelegt werden.
Herzliche Grüße aus Künzell bei Fulda
Reinhold
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Christian Z.

Vielen herzlichen Dank. Das ist eine klare Aussage, die mir sehr hilft.
Viele Grüsse, Christian

michael1957

Hallo,
ich pflichte Reinhold gern bei. Meine Stopkontakte sind alle zwischen 40 und 45 cm lang. Bei den Bremskontakten mußte ich fallweise Kompromisse eingehen (ebenfalls ca. 45 cm) - komme aber damit bestens zurecht, ohne dass die Einfahrt in die Bahnhofsgleise dadurch schrecklich aussehen würde.

Beste Grüße
Michael
Beste Grüße aus Österreich!

Michael Krammer
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Christian Z.

#4
Hallo zusammen
Michael, auch Dir vielen Dank für Deine Ueberlegungen.
Habe nochmals drüber nachgedacht und mir überlegt, dass der Bremskontakt (=Bremsstrecke) mit einer Länge von 3-4 Gleisstücken ja, wie Ihr es geschrieben habt, direkt vor dem Stop-Kontakt ist, ist also identisch mit der BremsSTRECKE. Man könnte doch nun aber auch EINIGE Gleise vor dem Stopkontakt einen Bremskontakt einbauen, der nur EIN Gleis lang ist. Wenn ich es nämlich richtig interpretiere, so wird beim Bremskontakt nur der Impuls gegeben, den Bremsvorgang einzuleiten. Also muss dieser Kontakt ja nicht "lang" sein, wenn er weiter vorne ist. Das könnte so aussehen:

======S-KONTAKT+S-KONTAKT===========B-KONTAKT================

Nachteil wäre nur, dass die Gleisbesetztmeldung dann natürlich nicht so genau ist, wenn der B-Kontakt auch dafür genutzt wird.
Stimmem meine Überlegungen? Sehr Ihr das auch so?

Herzlichen Dank für ein nochmaliges Beantworten.

Gruss, Christian


Peter Schmitt

Hallo Christian,

wenn Du keine Schnellzüge fährst kann eine Gleislänge von ca. 20 cm Bremskontakt schon reichen.

Bei einem schnelleren Zug der mit z.B. 120 km/h vom Streckenkontakt in einen kurzen Bremskontakt (1 Gleis) und folgenden Stoppkontakt mit 2 Gleisen fährt, müsste dann auf den verbleibenden ca. 60 cm (Bremskontakt + Stoppkontakt) zum Stehen kommen.
Da musst Du dann die Fahreigenschaften auf extrem starkes Abbremsen setzen - ob das gut aussieht  ???

Grüsse Peter
Wer wagt es, sich den donnernden Zügen entgegenzustellen?
Die kleinen Blumen zwischen den Eisenbahnschwellen.
                                                               Erich Kästner (1899-1974)
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Christian Z.

Hallo Peter
Vielen Dank für Deine Ueberlegung. Ich dachte daran, den Bremskontakt (eben dieses 1 Gleis) vielleicht 80cm vor dem Stopkontakt zu montieren. Dann würde beim Bremskontakt die LANGSAME Bremsung AUSGELOEST und der Zug könnte innert 80cm schön langsam abbremsen bis zum Stopkontakt.
Also wäre natürlich nicht so, dass die 2 Gleise mit den Stop-Kontakten gleich nach dem 1 Brems-Gleis kommen - denn sonst hättest Du natürlich recht und der Zug müsste schon eine Notbremsung durchführen.
Was meinst Du so?
Sonnige Grüsse aus der Schweiz, Christian

GWelt

Hallo Christian,

bei der Festlegung der Länge des gesamten Bremswegens kann man nicht mit festen Größen ausgehen.
Dies ist ja wie im normalen Leben auch, die Gesamtlänge hängt von der Geschwindigkeit und dem Bremsverhalten des schnellsten Zuges ab.
Da Du ja noch im Aufbau bist, ist es ja einfacher.
Mein Vorschlag; Stopstrecke = 1-2 Gleislängen, Bremsstrecke = 10-12 Gleislängen (diese aufgeteilt in 2 - 3 Rückmeldeabschnitten mit unterschiedlicher Länge.) Hierbei kannst Du dann testen wie die Züge, für Deine Vorstellung, die Geschwindigkeit langsam runterfahren. Je mehr Abschnitte vorhanden sind, desto mehr Möglichkeiten hat WDP das Bremsverhalten zu Überprüfen und gegebenenfalls nachzuregulieren. Ist das Bremsverhalten zu langsam, dann einfach den ersten Abschnitt im iZNF(= intelligentes Zugnummernfeld) löschen.
Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Gerd

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Christian Z.

#8
Liebe Community
Auch wenn ich nun Gefahr laufe, dass man mich auslacht - ich mache es trotzdem :-).
Habe als Beilage hier ("Bild.pdf") aus dem Gleisplan eine kleine Strecke rauskopiert als Beispiel: Nehmen wir an, RM 68 sei der Stopkontakt. Dann würde es doch eigentlich reichen, wenn bei RM 13 (nur eine Schienenlänge, Bremskontakt) der Bremsvorgang AUSGELOEST würde, der Zug also, wie in der Lok-Datenbank definiert, abbremst - und dann bei RM 68 ganz stoppt.
Es wäre dafür doch nicht nötig, den RM 13 noch bis zum RM 68 zu verlängern.
Einverstanden, für die Gleisbesetztmelde-Funktion ist es nicht optimal, denn so könnte zwischen den RM's (auf der roten Strecke) etwas stehen und das würde nicht erkannt werden. Aber "nur" für mein beschriebenes "Abbremsmanöver" würde es doch gehen?
Herzlichen Dank für Euern fachmännischen Rat.
Viele Grüsse, Christian

Reinhold Hiersch

Hallo Christian,
Du schreibst es schon richtig. Es würde zwar ausreichen, aber Du hast die Strecke nicht überwacht.
Bei den RM die über das S88 gehen ist es besser wenn möglichst alle Bereiche überwacht werden. Als weiteren Punkt musst Du dann immer Trennstellen einbauen und zwischen die Trennstellen auch die Masse wieder anschließen.
Herzliche Grüße aus Künzell bei Fulda
Reinhold
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Bernd Sorgenfrei

Hallo Christian,

so ganz verstehe ich das Problem nicht. Zwischen dem Gleisstück, das RM 13 bildet und dem roten Abschnitt befindet sich doch eine Trennstelle. Warum? Wenn man sie wegnimmt, geht dieser Abschitt bis zum Stoppkontakt 68 und alles ist gut. So ist es übrigens immer. Zwischen einem Startkontakt und einem Bremskontakt (oder einem anderen folgenden Kontakt) befindet sich doch beim K-Gleis zwangsläufig ein isolierter Abschnitt. Die Frage ist nur, ob man ihn an einen s88-Decoder anschließt. Tut man es, hat man eine durchgehende Überwachung.
Herzliche Grüße
Bernd Sorgenfrei
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michael1957

Hallo,
ich melde mich jetzt auch nochmal zu Wort bei diesem Thema (auch wenn zur eigentlichen Frage ohnedies schon ziemlich alles geschrieben ist):
Für mich hat es sich irgendwie zu einem Credo entwickelt, dass ich möglichst keine un-überwachten Abschnitte habe. Speziell deshalb, weil ich bei meinen Loks sehr lange Bremswege eingestellt habe wollte ich auch lange Bremskontakte haben (wobei meine fallweise 45 cm ohnedies nicht extrem lang sind) war mir das auch wichtig.

Und jetzt da ich anfange, auch die Profile immer stärker zu nutzen werden meine Kontakte immer noch mehr statt welche einzusparen.

Beispiel: Der Pfiff bei der Tunneleinfahrt mit anschließendem "Mute" des Sounddecoders in einem langen Tunnel oder der Schattenstrecke, das Quietschen der Bremsen auf der Bremsstrecke oder auch eine Durchsage am Bahnsteig und diverse Rangiervorgänge die über ein Profil gesteuert werden lassen sich eben viel gezielter ansteuern wenn WDP immer weiß, wo sich ein Zug gerade befindet.

Wie Bernd im Vorbeitrag schreibt sollte das ja auch kein großes Problem sein zumal man nur eine Trennstelle wegnehmen müßte wenn ich Dein Bespiel richtig lese...

Schönen Abend noch und Grüße aus dem tiefwinterlichen Niederösterreich!
Michael
Beste Grüße aus Österreich!

Michael Krammer
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Christian Z.

Schönen guten Abend.

Ich danke Euch vielmals, dass Ihr Euch hier Gedanken gemacht und diese formuliert habt. Für einen Neuling ist es schwer, zumal ich im Handbuch und auch in den Workshops hier keine wirklich konkrerene Empfehlungen gefunden habe (oder sie überlesen habe?). So bin ich natürlich sehr dankbar über Eure Erfahrungen.

Konklusion für mich ist, dass mein Ansatz wohl richtig ist, funktioniert - da gibt mir Reinhold ja auch recht - dass aber durch die vielen Möglichkeiten, die WD bietet (wie Michael eindrücklich schrieb), "mein" Ansatz suboptimal ist und ich mich dann irgendwann ärgern werde und dann korrigieren muss. So wären auch die Rückmeldungen nicht aussagekräftig oder geben z.B. zurück, dass kein Zug auf der Strecke ist, es ist aber einer da, nur steht der nicht gerade auf der einzelnen Kontakt-Schiene etc..

Es ist wohl bei mir auch so, dass ich Hemmungen habe, bei so vielen meiner C-Gleise "den Schnitt" zu machen um die Masse zu trennen. Doch dürften die daraus resultieren Vorteile schon überwiegen. Und das überzeugt mich.

Vielen herzlichen Dank für die Hilfe und nächtliche Grüsse aus der Schweiz, Christian

Karlheinz Battermann

Hallo Christian,
Zitatzumal ich im Handbuch und auch in den Workshops hier keine wirklich konkrerene Empfehlungen gefunden habe
dann schau Dir mal den dicken Hinweis auf der Seite 48 im Handbuch 2012 an.

Dort steht: Sie sollten nach Möglichkeit Ihre Gleise mit einer nahezu lückenlosen Rückmeldeüberwachung einrichten, denn sie sind das ,,Auge" des Computers.
Herzliche Grüße aus Bad Lauterberg
Karlheinz


Diverses:
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    Märklin C-Gleis, Märklin CS2, Tams MC Vers. 2.2.3
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    Intel Core i5 14.400 14. Gen. 10 Kerne, 16 GB RAM, Windows 11 (64bit Prof)

Christian Z.

Hallo Karlheinz.
Vielen Dank für den Hinweis. Ich war der Meinung die Anlage mit sehr vielen RM's geplant zu haben. Aber eben nicht "übergangslos" / "flächendeckend", wie ich das nun erfahren habe.
Vielleicht könnte man dies in einer neuen Handbuch-Version so ergänzen, dass Anfänger das unmissverständlich verstehen und nicht missinterpretieren können.
Viele Grüsse, Christian