S88-Belegtmeldung in Weichenstraßen (Märklin 22716 bzw. 22715)
 

S88-Belegtmeldung in Weichenstraßen (Märklin 22716 bzw. 22715)

Begonnen von MSobersulm, 25. September 2017, 13:52:19

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MSobersulm

Hallo miteinander,
Irgendwie komme ich einer Weichenstraße mit der Gleistrennung zur Weichen-Belegtmeldung nicht weiter. Ich habe diese Weichenstraße (Anlage) aufgebaut und die Trennstellen bzw. Anschlusspunkte für Boostermasse (braun) und Rückmeldekontakt (grün) wie gezeichnet aufgetrennt bzw. verdrahtet.
Wenn ich zum Testen z.B. an Weiche 3 zwischen Schienenmasse und Weichenrückmeldeschiene belegt simuliere, habe ich zwischen den Messpunkten MP1 (Masse)+MP2 (RM-Abschnitt) eine elektrische Verbindung. Ebenso wenn ich dies an der Weiche 2 bzw. 3 simuliere. Sobald ich die Simulationsbrücke entferne, ist auch die Verbindung MP1 zu MP2 offen.
Ausschließen kann ich sicherlich, dass ich im gezeichneten Planausschnitt keine Verbindungen zwischen den Trennstellen habe, wenn ich mittels Durchgangprüfer teste.

Meine Fragen dazu:
- sind die Trennstellen korrekt gesetzt bzw. braucht es weitere Schienentrennungen?
- habe ich die Masse bzw. Rückmeldeabschnitte falsch angeschlossen?

Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.
Vielen Dank schon im Voraus.
Michael
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walter-rosenkranz

Hallo Michael,

hast du bei den Weichen auch das A-Stück aus der Weiche geholt. Wenn du die Weiche durchmisst, dürfen recht Schiene mit linker Schiene keine Verbindung haben.


Thomas Hirsch

#2
Hallo Michael,

bei den schlanken K-Gleisweichen sind die jeweils beiden rechten und die beiden linken Schienen der Abgänge elektrisch miteinander verbunden!
Um dies rückgängig zu machen musst du die Kontaktlaschen unter den beiden Schwellen mit den imitierten Mittelleitern (Kunststoff) entfernen.
Das von Walter angesprochene A-Stück ist  hier nicht das Problem!
Mit freundlichen Grüßen

  Thomas Hirsch

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MSobersulm

Hallo Walter,
"hast du bei den Weichen auch das A-Stück aus der Weiche geholt"
Nein habe ich nicht. Ist das bei dr schlanken Weiche überhaupt notwendig?

"Wenn du die Weiche durchmisst, dürfen recht Schiene mit linker Schiene keine Verbindung haben"
Solange ich nicht beide Schienen zur RM-Simulation brücke habe ich keine Verbindung. zwischen den beiden Rückmeldegruppen.

Gruß Michael
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MSobersulm

Hallo Thomas,
"bei den schlanken K-Gleisweichen sind die jeweils beiden rechten und die beiden linken Schienen der Abgänge elektrisch miteinander verbunden!
Um dies rückgängig zu machen musst du die Kontaktlaschen unter den beiden Schwellen mit den imitierten Mitteleitern (Kunststoff) entfernen."
Irgendwie blicke ich es nicht, was Du damit meinst.
Ich habe die abgebildete Weichenstraße außerhalb der Anlage ohne die Anschlüsse für Rückmeldungen und Schienen-Fahrstrommassenversorgung nachgebaut. Da funktioniert es wie es soll.
Gruß Michael
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Thomas Hirsch

Hallo Michael,

wenn du von der Einfahrtseite der Weiche Richtung Verzweigung schaust, so ist die rechte Schiene des geradeausführenden Gleises mit der rechten Schiene des abzweigenden Gleise verbunden.
Ebenso die jeweils linken Schienen.
Über diese Verbindung kann dann wieder eine Masseverbindung zum rückmeldenden Teil entstehen, daher müssen diese Brücken entfernt werden!
Mit freundlichen Grüßen

  Thomas Hirsch

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Willi Emmers

#6
Hallo Michael,

für Dein Problem hatte Gerd Boll einen Workshop geschrieben. Er ist hier zu finden:

https://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=321.0

Darin dürfte die Lösung für Dein Problem zu finden sein. Für die K-Gleis Weichen musst Du im PDF-File ein wenig herunterscrollen.
Liebe Grüße vom Niederrhein
Willi Emmers

... und ich dachte, es kann nicht schlimmer kommen und es kam schlimmer.
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Peter Ploch

#7
Hallo Zusammen,

also ich habe mit den schlanken Weichen von Märklin keine Probleme und muß auch den kleinen Steg links und rechts nicht durchtrennen. Das ist ja in meinen Augen der Vorteil der "Schlanken", daß man diese ohne weiteres rückmeldefähig machen kann. Das Problem von Michael, kann ich im Moment nicht so ganz nachvollziehen.

PS: Der Workshop von Gerd betrifft aber die normalen Weichen und löst nicht das Problem mit den "Schlanken".
Viele Grüße aus Neu Isenburg und allzeit HP 1
Peter


Diverses
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MSobersulm

@Thomas,
,,wenn du von der Einfahrtseite der Weiche Richtung Verzweigung schaust, so ist die rechte Schiene des geradeausführenden Gleises mit der rechten Schiene des abzweigenden Gleise verbunden.
Ebenso die jeweils linken Schienen."

Jetzt habe ich es verstanden, wie es gemeint ist. Gerade habe ich eine Weiche entsprechend  untersucht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass vermutlich diese Verbindung doch die Ursache für mein ,,Problem" ist. Ich habe den Trennschnitt nach dem ,,imitierten Mittelleiterpickel" an der oberen Schiene gesetzt. Damit habe ich eine Verbindung zur Weiche W3. Mein Testaufbau hat die Unterbrechung vor dem ,,Kunstsoff-Pickel" am Schienenverbinder, deshalb funktioniert das Ganze dort.

@Willi
Den Beitragsteil kannte ich noch nicht, obwohl ich immer wieder in Workshops Hilfe finde.

@Peter,
... Das Problem von Michael, kann ich im Moment nicht so ganz nachvollziehen.
So ging es mir auch. Manchmal hilft bei mir eine Nacht darüber zu schlafen, um den Fehler einzukreisen.

@Alle,
Vielen Dank für die Unterstützung.
Ich werde die ,,malträtierte" Weiche austauschen und berichten.
Gruß Michael
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Ralf Krapp

Hallo Michael,
eigentlich sind die schlanken K-Gleisweichen von Haus aus rückmeldefähig und müssen nicht angepasst werden.
Thomas hat natürlich recht, wenn er darauf hinweist, dass an den verzweigenden Gleisbereichen die linken bzw. die rechten Schienenstücke miteinander verbunden sind. Da muss man aber eigentlich nichts auftrennen, denn wenn man an dem Anschluss des fortführenden Gleises einen Isolierverbinder einsetzt, beginnt von dort an der nächste Rückmeldeabschnitt. Ich habe bei meinem Schattenbahnhof sieben Weichen hintereinander als Weichenstraße gebaut und - wie vorstehend ausgeführt - die abzweigenden Gleise an jeder Weiche auf der Rückmeldeseite mit einem Isolierbinder angeschlossen. Die Weichenstraße ist eine durchgehende Rückmeldestrecke, die abzweigenden Gleise sind jeweils eigene Rückmeldestrecken.
Man muss also nicht mehr Aufwand betreiben und die schlanken Weichen bearbeiten.
Grüße aus Obertshausen (Hessen)
Ralf Krapp
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MSobersulm

Hallo Ralf,
Tja hinterher ist man immer schlauer. Spaß bei Seite, ich hatte erst ursprünglich vor,  diese Weichenstraßen generell nicht zurückzumelden. Da ich bisher auch an allen Gleisrückmeldungen die Schienentrennung mittels ,,Dremel" ausgeführt habe, war das bei einer verlegten Gleisanlage natürlich die einfachste Lösung. Hätte ich den Schnitt zwischen Schienenverbinder und dem ,,Kunststoff-Pickel" gemacht, hätte das ganze ja auch funktioniert.
Man lernt halt nie aus. Zumal Schienentrennverbinder auf jedenfalls die bessere Lösung sind, weil man damit die Weiche nicht beschädigt. Da ich jetzt sowieso die Weiche(n) austauschen werde, wird hier nicht mehr ,,gedremelt".
Gruß Michael
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Willi Emmers

#11
Hallo Peter,

Du hast vollkommen recht. Der WS8 gilt nur für C-Gleis- und K-Gleisweichen mit kleinem Radius.

Dann sollte man meinen Hinweis als kleine Hilfe für andere Kollegen betrachten, die ähnliche Probleme mit der Rückmeldung, aber eben Weichen mit kleinerem Radius verbaut haben.

@ Michael
Man kann eigentlich nicht genug Rückmelder verbauen. In meinem Schattenbahnhof habe ich einen Gleisstrang, in dem 10 Märklin 2263 direkt hintereinander verbaut sind. Jedes gerade Gleis einer dieser Weichen ist 15,6 cm lang. Das macht total eine Länge von 156 cm. Bei dieser Länge bin ich gezwungen, die rückmeldefähig zu machen. Sonst wird das "Blindflug".
Liebe Grüße vom Niederrhein
Willi Emmers

... und ich dachte, es kann nicht schlimmer kommen und es kam schlimmer.
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Peter Schmitt

Hallo Michael,

bei den Weichen (Zufahrt zum BW) habe ich auf der RMK-Seite nur die Schienenverbinder abgezogen, so musste nichts geschnitten werden.

Wenn Du die K-Weichen zusammen steckst siehst Du, dass meist die Schienen garnicht zusammenstossen.

Zur Sicherheit kann man noch am Schienenstoss 1-2 Zentel mm wegfeilen, wenn die Schienen doch noch etwas nahe kommen sollten.

So könntest Du ohne Schnitt jeder Weiche einen eigenen RMK geben.
Im Anhang ein Bild, wie es aussehenkann.

Grüße Peter.

Wer wagt es, sich den donnernden Zügen entgegenzustellen?
Die kleinen Blumen zwischen den Eisenbahnschwellen.
                                                               Erich Kästner (1899-1974)
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MSobersulm

Wenn man es gleich richtig macht, funktioniert das Ganze. Neue Weichen mit entsprechend eingebauten Kunststoff-Trennlaschen eingebaut und wieder verdrahtet und schon klappt es ohne irgendeine Weichenmanipulation. Analog werde ich jetzt die noch nicht ,,gedremelte" Ausfahrtsweichenkombination analog umrüsten. Muss ich halt die Weichen und Flexgleisteile in diesem Ausfahrtsbereich noch einmal ausbauen.

@Willi,
Da hast Du recht, Rückmeldungen kann man nie genug haben. Aber es kommt immer darauf an, was man damit erreichen will. Punktgenaues Fahren und halten oder nur Rückmelden zur Anlagensteuerung und Anzeigen im Gleisbild. Mittlerweile habe ich auf meiner Anlage auch schon 96 Rückmeldestrecken installiert und in Betrieb. Bis zum Endausbau wird sich die Anzahl aber sicherlich noch verdoppeln.
Im SBH-Bereich halte ich für meine Anforderungen je nach Gleislänge 3 bzw. 4 Melder als ausreichend. Zwischen den Gleisen der Bahnhofweichen immer 4 Melder. Im Bahnhofsvorfeld habe ich alle 30-50cm eine Meldestrecke. Auf der Strecke kommt es auf die örtliche Situation an, da habe ich alle 1-2m einen Melder geplant. Ob das dann im späteren Fahrbetrieb passt wird sich zeigen. Im M-System kann man ja bei Bedarf unkompliziert nachrüsten.

@Peter,
Auch eine Idee, funktioniert bei mir aber vermutlich nicht, weil ich in den sichtbaren Bereichen nur mit Flexgleis arbeite. Da braucht es einen stabilen Anschluss zur Weiche, auch wenn man das Gleis ausreichend vor biegt.

@Ralf,
In der Zu-/Ausfahrt habe ich auch eine jeweils nicht überwachte Weichenstraße (Alte Weichen mit angebautem Antrieb). Hier habe ich auch noch keine Rückmeldungen. Zurzeit wird mittels Stellwerker dieser Bereich softwareseitig besetzt gemeldet, wenn im Zufahrtsgleis eines Fahrzeug/Wagen zurückgemeldet wird. Zurückgesetzt wird das Ganze, wenn in dem über WDP geschaltetem Gleis der am Anfang eines Gleises ,,Stopp-Block" wieder frei ist. Ähnliches gilt für das Ausfahrtgleis. Nachteilig ist halt, ein verlorener Wagen, der zufällig auf der nicht rückmeldefähigen Weichenstraße liegen bleibt. Irgendwann werde ich in diesen Weichenbereichen es schaffen, eine funktionsfähige Lichtschrankenüberwachung zu betreiben. Dann habe ich auch diese Abschnitte voll überwacht.

@Alle,
Nochmals vielen Dank, die mir bei der Fehlersuche, mit einem Tipp geholfen haben.
Gruß Michael

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Thomas Hirsch

Hallo Michael,

wenn man es richtig macht ist es überhaupt kein Problem  beim K-Gleis (ebenso auch beim C-*Gleis) direkt an die Schiene zu löten!
dazu benötigt man lediglich z.B. das Lötoel der Firma Sommerfeld, ein kleiner Tropfen an die zu lötende Stelle , Lötzinn verlaufen lassen und dann das zuvor verzinnte Kabelende anlöten.
Es sind also keinerlei Bastellösungen etc. nötig!
Mit freundlichen Grüßen

  Thomas Hirsch

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