Autor Thema: Fahrtrichtung auf ZNF, automatisches Wenden mit/ohne Profile, Grundsätze  (Gelesen 498 mal)

Offline Markus Herzog

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Hallo zusammen,

aus einer Fragestellung von Herrn Manfred Müller-Marein hat es sich ergeben, dass eine kleine Zusammenstellung von Punkten zum im Betreff Thema entstanden ist. Ich komme hiermit der Anregung nach diese hier etwas prominenter zu "konservieren".

Ich übernehme den Text aus der ursprünglichen Diskussion erstmal 1:1. Er kann dann mit der Zeit ggf. angepasst werden. Normal gedruckte Passagen sind von Manfred Müller-Marein, in kursiv gedruckt sind meine Ergänzungen.

Hier ein Link zur ursprünglichen Fragestellung: https://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=80217.msg226815#msg226815

Grüße
Markus Herzog

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Hier die angekündigten Grundsätze zum o.g. Thema:
1. Wenn man FSen ohne Richtungspfeile nutzt, gibt es keinerlei Probleme mit einer möglichen Diskrepanz zwischen Fahrtrichtung der Lok und deren Anzeige durch WDP (faktisch gibt es in WDP ja dann keine Anzeige der Richtung mehr in Bezug auf die Zugnummernfelder). Man verliert aber auch alle Vorteile, die mit einer kontrollierten Fahrtrichtung verbunden sind. Anwender von Zügen im Sinne der Zugzusammenstellung in WDP kommen um eine Richtungsanzeige in den FSen nicht herum.
Und in der weiteren Entwicklung von WDP wird es immer mehr auf die korrekte Richtungsanzeige ankommen, FSen ohne Richtungsanzeige sollen wenn überhaupt nur die absolute Ausnahme sein für Spezialfälle und auch diese Spezialfälle werden wir mit und mit versuchen anders zu lösen.

2. Gibt man eine Fahrtrichtung in einer FS an und wird nach dem letzten Fahrbefehl des Profils eine Wende vorgenommen, folgt WDP dem ohne Weiteres.
Genau: damit sind zwei Fälle sauber abgedeckt:
a) der User führt warum auch immer mal die FS ohne Profil aus, dann steht die Fahrtrichtung so wie in der FS aufgezeichnet
b) der User möchte nicht, dass am Ende der FS die Lok z.B. Richtung Prellbock mit ihrem Spitzenlicht und dann erst mit dem Aufruf der nächsten FS gewendet wird


3. Findet eine Wende jedoch innerhalb eines Profils statt, folgt WDP dem nicht. Dann ist es erforderlich, bei einer Richtungsangabe in der Editierung einer FS auf dem Zielkontakt den Pfeil in diejenige Richtung zu setzen, in der die Lok nach Ablauf des Profils stehen wird.
Genau: da bei solchen wir nennen Sie "Zick-Zack-Profilen" eine Ausführung der FS ohne Profil sinnfrei ist (denn die Lok würde gar nicht erst am Ziel ankommen), gibt es hier nur den sinnvollen Fall FS wird mit Profil ausgeführt und da soll in der FS die Ziel-Richtung hinterlegt sein wie sie dann auch am Ende definitiv steht

4. Ist in einer FS am Anfang sofort eine Wende erforderlich (weil z. B. eine Rangierlok abgekoppelt und mit Fahrtrichtung nach außen steht, aber nunmehr die hinter ihr stehenden Wagen mitnehmen soll), so muß die Fahrtrichtung der Lok nach außen gemäß der vorherigen FS angegeben werden und im Profil ganz am Anfang ein Wendebefehl stehen.
Das kann man so machen, aber ist nicht der von mir/uns bevorzugte Weg, denn das erfordert auf jeden Fall ein Profil und was ist wenn der User die Lok doch schon manuell gewendet hat, dann ist die Wende im Profil sogar überflüssig. Daher sollte man die neue FS mit der Startrichtung so aufzeichnen wie sie tatsächlich auch später losfahren soll. WDP sorgt dann eigentlich in allen wichtigen Fällen dafür, dass die Lok auch ohne Profil gewendet wird vor der Losfahrt und zwar:
a) bei Fahrt in der ZFA wenn man dort in der Zeile wo die FS aufgerufen wird "Bei Bedarf Wenden" hinterlegt hat
b) bei manuellem Start-Ziel-Fahren setzt WDP im Start-Ziel-Fenster dann automatisch den Wenden-Button auf gedrückt und man muss nur noch Stellen+Fahren drücken
c) selbst mitten innerhalb einer Zugfahrt würde WDP merkt, dass eine nächste FS eine andere Fahrtrichtung hat und dann den Zug die vorherige FS bis zum Stop abarbeiten lassen, wenden und dann wieder in umgekehrter Richtung losfahren (sofern der standardmäßig gesetzte Haken "Innerhalb einer Zugfahrt ggf. automatisch Wenden entsprechend Fahrstraßen-Startrichtung" in den Systemeinstellungen nicht entfernt wurde)
Wie gesagt: geht auch mit Profilen aber klappt nur für den Fall, dass die Lok nicht doch mal anders herum da steht und mit Profilen erfordert es etwas mehr Arbeit etc. Und gerade Anfänger haben immer wieder rückgemeldet, dass sie länger brauchen um mit Profilen warm zu werden. Für mehr Detailtreue etc. sind Profile toll, aber für so etwas simples wie wenden am Beginn einer FS braucht man sie für die meisten Fälle nicht
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2018.x Beta
  • Anlagenkonfiguration:
    3-Leiter Anlage, Rollendes Material Märklin/Roco/Brawa/Mehano, Fahren: DCC, m3 via Tams MC, Schalten/Melden: Selectrix, BiDiB, Motorola (nur wenige Sonderaufgaben)
  • Rechnerkonfiguration:
    Intel i5