Radsatz-Innenmaß bei einer langen Märklin Dampflok (BR45) ?
 

Radsatz-Innenmaß bei einer langen Märklin Dampflok (BR45) ?

Begonnen von Thies Frahm, 09. Juli 2026, 20:03:30

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Thies Frahm

Moin liebe Gemeinde,

ich habe eine Lokomotive H0 Märklin BR45 (Art.Nr.37450), die an vielen Weichen meines K-Gleises auf meiner Modellbahn leider entgleist. Es ist ersichtlich, dass sich diejenigen Achsen, die am Steuergestänge hängen, wohl nicht so (seitwärts) "bewegen" können, dass alle Räder in der Spur bleiben können.

Die erste Achse der 5 zusammen angesteuerten Treibräder entgleist zuerst.

Das INNEN-Maß der beiden Räder, von Rad zu Rad der gleichen Achse, habe ich mit einer Digitalschieblehre gemessen und komme auf Innen-Maße von 14,0 bis 14,15 mm bei allen 12 Achsen der BR45.

Ein Freund sagte mir, das sei zu viel, und würde damit die BR45 "rausdrücken". Er empfiehlt 13,8 mm Innen-Maß. Was sollte eingestellt werden?

Wer hat Erfahrungen?

LG aus Niebüll in SH!

Thies
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Konrad Schwarzjirg

Hallo Thies!

mit der Lok habe ich noch keine Probleme gehabt
Bei mir ist es öfters der Fall, dass Radsätze zu eng sind und dann zB die Waggons entgleisen oder bei K-Weichen einen Kurzschluss machen.

Ich stelle alle Achsen immer auf 14mm ein.

Mfx+ und Schöne Grüße aus Wien
Konrad
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Eckhard

Moin Thies,

kann es sein, das die BR 45 nicht Radius 1 fahren darf? Steht bestimmt in der Anleitung.

Die normalen Weichen und Doppelkreuzungsweichen haben bei Märklin alle den Radius 1. Da werden dann wohl nur die "schlanken" Weichen helfen.
Grüsse

Eckhard

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Thies Frahm

Moin Konrad und Eckhard,

danke für Eure Antworten.

Für alle: ich habe die gleiche Frage in ein Ki-Tool eingegeben und es ist (immer wieder) erstaunlich, was dabei herauskommt! Ich habe den Chatverlaufmitsamt einer Zusatzfrage von mir komplett kopiert, sehr interessant wie ausführlich das Thema beschrieben wird:

-----
Kopie aus Ki:
Dein Freund spricht einen Punkt an, der tatsächlich eine häufige Ursache für Entgleisungen bei Märklin-Dampfloks ist. Allerdings sollte man dabei vorsichtig vorgehen.

Zunächst zum Radsatz-Innenmaß

Für Märklin H0 (3-Leiter) liegt das übliche Radsatz-Innenmaß bei etwa 13,8 mm.

13,8 mm → entspricht dem Märklin-Standard und ist in der Regel korrekt.
14,0–14,15 mm → ist bereits relativ weit. Dadurch laufen die Spurkränze näher an den Schienenköpfen bzw. Herzstücken und können insbesondere an K-Gleis-Weichen leichter auflaufen oder "herausgedrückt" werden.

Insofern hat dein Freund wahrscheinlich Recht, dass 14,1 mm etwas zu groß ist.

Aber: Die BR 45 ist ein Sonderfall

Die Märklin BR 45 (37450) besitzt:

fünf Kuppelachsen,
lange starre Radstände,
nur begrenztes Seitenspiel einiger Achsen,
komplexes Kuppelgestänge.

Sie gehört zu den empfindlicheren Märklin-Dampfloks auf K-Gleis-Weichen.

Ein falsches Radsatzmaß kann die Situation verschlechtern – muss aber nicht die eigentliche Ursache sein.

Bevor du Räder verstellst, würde ich Folgendes prüfen
Welche Achse entgleist zuerst?
erste Kuppelachse?
dritte?
letzte?
Welche Weichen?
schlanke K-Weichen?
normale 2261/2262?
Bogenweichen?
DKW?
Passiert es in einer Fahrtrichtung oder in beiden?

Diese Informationen helfen enorm bei der Fehlersuche.

Zum Einstellen

Wenn du das Innenmaß veränderst:

13,8 mm ist der Wert, den ich anstreben würde.
Nicht auf 13,6 mm oder kleiner gehen.
Alle Kuppelachsen sollten möglichst das gleiche Maß besitzen.

Die Räder sitzen auf der Achse aufgepresst und müssen mit geeignetem Werkzeug oder einer Radsatzpresse verstellt werden. Mit Zange oder Schraubstock kann man Achsen, Isolierungen oder das Gestänge beschädigen.

Ich würde zusätzlich kontrollieren

Sehr häufig liegen die Ursachen bei einer BR 45 auch hier:

Kuppelstangen leicht verspannt
eine Achse hat kaum Seitenspiel
Vorlauf- oder Nachlaufgestell läuft zu stramm
Weichenzungen liegen nicht sauber an
Herzstücke weisen kleine Höhenunterschiede auf
Radlenkermaß der Weiche stimmt nicht mehr (bei älteren K-Gleisen durchaus möglich)
Meine Einschätzung

Ein gemessenes Innenmaß von 14,0–14,15 mm ist für Märklin K-Gleis tatsächlich eher groß. Ich würde die Radsätze auf etwa 13,8 mm einstellen, allerdings nur wenn alle anderen Ursachen ausgeschlossen oder ebenfalls überprüft wurden. Das kann die Entgleisung deutlich verbessern, insbesondere wenn die Lok an mehreren Weichen immer an derselben Stelle aus dem Gleis läuft.

Mich würden noch drei Dinge interessieren:

Entgleist die Lok vorwärts, rückwärts oder in beiden Richtungen?
An welchen K-Gleis-Weichen genau (2261/2262, 2271/2272 schlank, Bogenweichen, DKW)?
Welche Achse verlässt zuerst das Gleis – die erste Kuppelachse, eine mittlere oder die letzte?

Mit diesen Angaben lässt sich die Ursache meist recht genau eingrenzen.

gestern 18:35
Es ist die erste der 5 verbundenen großen Antriebsräder, das entgleist.

Das ist eine sehr wichtige Information – und sie spricht tatsächlich in eine bestimmte Richtung.

Wenn immer die erste Kuppelachse (also die erste der fünf großen Treibradachsen hinter dem Vorlaufdrehgestell) entgleist, dann gibt es im Wesentlichen drei wahrscheinliche Ursachen:

Das Radsatz-Innenmaß ist zu groß (14,0–14,15 mm ist dafür durchaus verdächtig.)
Die erste Kuppelachse hat zu wenig Seitenspiel, sodass sie in der Weiche nicht weit genug ausweichen kann.
Das Vorlaufgestell führt die Lok nicht sauber in die Weiche, wodurch die erste Kuppelachse bereits schräg in die Weiche einfährt.
Das Innenmaß halte ich bei deiner Lok für den ersten Ansatz

Die BR 45 hat einen extrem langen festen Achsstand. Märklin hat deshalb konstruktiv jedes Zehntelmillimeter ausgenutzt.

Wenn deine erste Kuppelachse ein Innenmaß von 14,1 mm hat, dann liegen die Spurkränze jeweils etwa 0,15 mm weiter außen als bei 13,8 mm. Das klingt wenig, ist an einer Weiche aber oft genau der Unterschied zwischen:

sauber am Radlenker entlanggeführt werden,
oder auf die Herzstückspitze bzw. Schiene auflaufen.

Deshalb würde ich tatsächlich versuchen, alle Kuppelachsen auf 13,8 mm einzustellen.

Vorher noch eine einfache Prüfung

Schiebe die Lok ohne Spannung ganz langsam durch die problematische Weiche und beobachte die erste Kuppelachse ganz genau.

Achte darauf:

Drückt sich der Spurkranz gegen den Radlenker?
Oder steigt der Spurkranz auf die Schiene?
Hebt sich die Achse dabei leicht an?
Oder wird sie seitlich herausgedrückt?

Diese Beobachtung verrät fast immer die eigentliche Ursache.

Noch eine Frage

Mich interessiert besonders:

Hat die erste Kuppelachse bei deiner 37450 überhaupt etwas seitliches Spiel?

Wenn du die Lok auf den Rücken legst:

Kannst du diese Achse mit dem Finger etwa 0,5 bis 1 mm nach links und rechts verschieben?
Oder sitzt sie praktisch fest?

Bei der BR 45 sind nicht alle fünf Kuppelachsen gleich gelagert. Einige müssen bewusst seitlich verschiebbar sein, damit die Lok überhaupt durch die engen Märklin-Weichen kommt. Wenn die erste Achse durch das Gestänge oder eine verspannte Lagerung praktisch blockiert ist, führt das genau zu dem Fehlerbild, das du beschreibst.

Nach deiner bisherigen Beschreibung würde ich die Wahrscheinlichkeit ungefähr so einschätzen:

60 %: Radsatz-Innenmaß zu groß (13,8 mm wäre korrekt).
30 %: Erste Kuppelachse hat zu wenig oder gar kein Seitenspiel.
10 %: Problem an einer oder mehreren K-Gleis-Weichen (Radlenkermaß, Herzstück oder Zungen).

Eine weitere Frage noch: Entgleist die Lok auf allen K-Weichen oder nur auf bestimmten (z. B. nur schlanke Weichen oder nur die normalen 2261/2262)? Das würde die Diagnose weiter eingrenzen.

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Ende Antwort Ki

LG aus Niebüll!
Thies
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Eckhard

Moin Thies,

sag ich doch, Br 45 kann kein R1.

ZitatDas Vorlaufgestell führt die Lok nicht sauber in die Weiche, wodurch die erste Kuppelachse bereits schräg in die Weiche einfährt

Unter dem Vorlauf ist eine kleine Feder, die ein weinig nachbiegen.
Ich hatte das auch mit meiner BR 501049, die nur vorwärts entgleist ist. Vorlauf zerlegen, Feder vorsichtig neu spannen, läuft.

Eine BR 50 Kab ist mir immer beim rückwärts fahren entgleist. Bei vielen Schlepptender-Loks kann man ja den Abstand zwischen Lok und Tender verändern.

Und ich habe diese Erfahrung auch gemacht, so das ich alle Dampfloks grundätzlich nur mit 10 km/h über Weichen fahren lasse.
Grüsse

Eckhard

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gegges

Hallo Thies,
Kannst du mir sagen was für ein KI Tool das ist ?
freundliche Grüsse aus Oberschwaben
Gerhard
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Ralf Schröder

Mit ein bißchen GOOGLE kommt raus :
empfohlener Mindestradius 437,5 mm
Gruss
Ralf

Komisch , beim Strippen ziehen reißen die immer ab
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    Dell Rechner Win8 , Win10

Peter Schmitt

Hallo miteinander,

laut Anleitung der Lok = Mindestradius 360 mm, enge Radien sollten jedoch nur mit angemessener Geschwindigkeit befahren werden.
Vermeiden Sie sogenannte Gegenbogen . . . .
Der Anfang und das Ende von Steigungsstrecken muss ausgerundet sein . . . .
Den Übergang in eine Steigung nicht direkt hinter einer Kurve . . . .

@ Thies, habe meine Lok (BR 45 020, 37450) aus der Vitrine geholt (für Dich  ;) ) und über mehrere Weichen und DKWs laufen lassen, ohne Probleme.
Muss dazu sagen, dass alles schlanke Weichen und DKWs sind.

Dann habe ich noch mit meinen Möglichkeiten (Messschieber vom Discounter) das Innenmaß der Räder meiner Lok gemessen.
Ergebnis:
Vorlaufachse  = 14,22
1. KA           = 14,33
2. KA           = 14,15
3. KA           = 14,23
4. KA           = 14,24
5. KA           = 14,12
Nachlaufachse = 13,96

Ob die Empfehlung mit 13,80 gut ist musst Du selbst entscheiden, und der KI darf man auch nicht alles glauben.
Vielleicht solltest Du die Ursache der Entgleisung an der Weiche suchen.

Grüße aus Stuttgart
Peter
Wer wagt es, sich den donnernden Zügen entgegenzustellen?
Die kleinen Blumen zwischen den Eisenbahnschwellen.
                                                               Erich Kästner (1899-1974)
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2025.0b Premium Edition (2025.0.34) [Stand: 2.12.2025]
  • Anlagenkonfiguration:
    H0, K-Gleis, - ESU ECoS 1, 4.2.10 + ECoSBoost, - s88 Gerd Boll RMD plus (die mit dem DIODENTRICK), DSD Gerd Boll - Anlage in Betrieb, div. muss noch gebaut werden - z.T. noch Gelände
  • Rechnerkonfiguration:
    WDP 2025 läuft (noch) mit Win xp prof., intel Core 2 DUO, 1024 MB / Win 10, intel Core i3, 256 GB SSD

Morawitz Johann

Hallo Thiess,

ich habe auch meine BR 45 Insidermodell aus der Vitrine geholt!

Meine Anlage führt über 3 Ebenen mit Steigungen im Radius 360!

Weichen 2262 und 2263 im Normalradius 424,6 bzw. Doppelte Kreuzungsweichen 2260!

Die Lok fährt über diverse Weichen und Doppelte Kreuzungsweichen Kombinationen ohne Entgleisungen!

Wollte nur meine Erfahrung mir der BR 45 mitteilen!


Liebe Grüße aus dem Burgenland
Johann

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Anlagenkonfiguration
Märklin K-Gleise, WDP 2025.0 Premium, Esu Ecos 2 , Software 4.2.10, Esu EcosBoost, 14 Weichen- / 11 Signaldecoder - Märklin und Viessmann, 3 Esu Switpilot, 11 RMD-Viessmann, HSI-88-USB - LDT, Esu-LokProgrammer 2.79 und 4.4.14 + Decoderprüfstand, Mä-DSi mit Mä-Decoder.
Rechnerkonfiguration
Intel Core i5-4460 CPU, 3,2 GHz, 6,0 GB, TFT 19", Windows 10 64 Bit
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Torsten Junge

Moin,
Zitat von: Eckhard in 10. Juli 2026, 09:38:36Die normalen Weichen und Doppelkreuzungsweichen haben bei Märklin alle den Radius 1.
das stimmt nicht die normalen Weichen und Doppelkreuzungsweichen haben bei Märklin alle den Radius 2

LG Torsten
Grüße aus Hamburg
Torsten Junge


Homepage: https://p7junge.de/
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    Tams (SW 2.2.3) zum Fahren nur MM-,m3-Format, TAMS (64RM) CS3(60226) SW 2.4.0 zur Steuerung der MA, CS3 (464RM)
    HSI-88 Seriell: 496RM Rückmelder mit Diodentrick, 12 KC25 - Booster, 185 Weichen, 168 Signale, Mä-C-K-Gleise 582 Meter, DSD 2010, Mä-Schiebebühne 72941, SBD von Gerd Boll. BiDiB, Zeus: 464RM Rückmelder mit Diodentrick, Light@Night 4.1
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    NVIDIA GeForce GT 1030, 2 Monitore a`48, Aktualisiert: 18.10.25