"ODER" Verknüpfung bei den Stellbedingungen
 

"ODER" Verknüpfung bei den Stellbedingungen

Begonnen von Axel Germann, 30. Januar 2010, 17:28:57

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Axel Germann

Hallo,
mein Problem: Aus Bahnhof A fährt ein Zug über eine eingleisige Strecke nach Bahnhof B, in dem es nur 2 Gleise gibt.
Damit es vor dem Einfahrsignal von Bahnhof B keinen Stau gibt, möchte ich bereits bei der Stellung der FS von Ausfahrt Bahnhof A nach Einfahrt Bahnhof B die RM der bd Folge-FS , nämlich vom Einfahrtsignal Bahnhof B zu Gleis 1 oder 2 prüfen (d.h., eins der bd Gleise muss frei sein). Sind die besetzt, soll die Ausfahrt aus Bahnhof A bereits nicht gestellt werden, damit es erstmal in die umgekehrte Richtung losgeht.
Dafür müsste ich eine "oder" Verknüpfung in den Stellbedingungen haben, dies lässt sich so aber wohl nicht realisieren,kann man da eine andere Lösung finden??

Gruß Axel

Herzliche Grüße,
Axel Germann
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Edwin Schefold

Hallo Axel
Nun es gibt wie immer mehrere Lösungen:
1. Du kannst zwei neu Fahrstrassen aufzeichnen die direkt von Bahnhof A in den Bahnhof B führen.
    Dabei werden die Bahnhofsgleise ja schon auf den "Frei"-Status geprüft.

Ein Einfahrsignal aus einer einspurigen Strecke die in beide Richtungen befahren wird ist, in meinen Augen, eh überflüssig.

2. Du fügst in die einspurige Strecke einen Richtungspfeil ein. Dieser wird dann als Bedingung in die Fahrstrassen eingefügt, die diese Strecke verwenden können.
Ist dann z.B. Bahnhof B belegt so schaltet der Schalter in die Richtung Bahnhof A. Damit kann aus A kien Zug heraus fahren und die mindesten ein Zug kann dann von B nach A fahren. Fährt der Zug dann in die Strecke, so kann der Schalter ja wieder in Richtung B geschaltet werden, und der Zug aus A kann dann, wenn die Strecke frei ist, nach B fahren.

Sicher gibt es noch ein paar Möglichkeiten, aber das obliegt ganz alleine dir.  ;)
Mit dem Gruß eines freundlichen Modellbahners

Edwin Schefold
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Christian*

Hallo Axel

Mal so "aus dem Bauch"

Baue einen Schalter ein, der Rot anzeigt, wenn beide RMK des 2. Bahnhofs belegt sind. Diesen Schalter machst du als Stellbedingung für die Ausfahrt aus dem 1.Bahnhof.

Sollte funktionieren ;D
Mit schönen Grüßen 
                 Christian Reinhardt
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Jürgen Gräbner

Hallo Axel,

für dein Problem gibt es verschiedene Lösungen. Du kannst mittels Zähler ermitteln wie viele Züge im Bahnhof stehen. In der ZFA trägst Du dann die Bedingung ein:"Nur ausführen, wenn Zähler kleiner x".
Du kannst auch mit dem Stellwerker die Belegung der Gleise prüfen und immer dann wenn ein oder mehr Gleise frei sind einen virtuellen MA schalten, der dann wieder in die Bedingungen der ZFA eingetragen werden kann. Oder Du nimmst gleich die Bedingungen in der ZFA um die Belegung der Gleise zu prüfen. Im STW als auch in der ZFA können Oder-Verknüpfungen verwendet werden, sofern man den "Eperten-Modus" aktiviert.
Viele Grüße
Jürgen
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Axel Germann

Hallo,
vielen Dank für Eure schnellen Rückmeldungen und Vorschläge.
Eigentlich alles logisch, aber als Anfänger sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Gruß Axel
Herzliche Grüße,
Axel Germann
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Enno Cöster

Liebe Feunde,

zu diesem Thema möchte ich ergänzend fragen, ob ich eine hintere FS in einer Zugfahrt FRÜHER aufrufen kann.

Theoretisch fällt mir dazu eine "Oder"-Verknüpfung bei den Stellbedingungen ein, nämlich die übliche Stellbedingung/RM kurz vor dem Signal und eine weitere Stellbedingung in größerem Abstand vor dem Signal?  - Letztlich geht es mir darum, daß der Zug flüssig am Signal vorbeifährt, wenn die hinter dem Signal folgende FS frei ist. Die FS soll früher gestellt werden.

Danke im voraus für Euren Rat

Enno
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Stefan Lersch

Hallo Enno,

verlege in der FS den Prüfkontakt weiter nach vorne, zum Bsp. um 1 Kontakt nach vorn. Dann erfolgt die Prüfung früher und der Zug fährt durch, wenn die FS dahinter frei ist.
Viele Grüße,
Stefan
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Enno Cöster

Danke Stefan, für Deine schnelle Antwort,

und was ist, wenn der Zug vorübergehend am Signal wegen nicht-freier FS warten muß, es sich um einen kurzen Zug handelt oder nur eine Lok und diese daher nicht mehr auf dem (vorverlegten) Anforderungs-Gleis steht? Hat sich WDP dann "gemerkt", daß die FS bzw das Signal freigegeben werden soll?

Oder brauche ich dann doch einen zweiten Anforderungskontakt, nämlich den unmittelbar vor dem Signal, auf dem dann auch eine bloße Lok mit Sicherheit steht?

Vielen Dank
Enno
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Reinhold Hiersch

Hallo Enno,
wenn einmal der Anforderungskontakt als belegt aktiviert worden ist, schaltet er die folgende Fahrstrasse durch sobald diese frei ist. Auch wenn die Lok den Kontakt nicht mehr belegt. :D :D :D
Herzliche Grüße aus Künzell bei Fulda
Reinhold
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Enno Cöster

Danke Reinhold,

Deine Antwort war die "Wunsch"-Antwort, die ich erhoffte. Ich dachte aber nicht, daß WDP so gut ist. Werde es jetzt ausprobieren.

Schönen Abend wünscht
Enno

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GWelt

Hallo Enno,

hier kann ich Reinhold nur bedingt zustimmen.
Hier Dein Beispiel; FS von RM 20 (Startkontakt) über RM 21, 22, 23, 24 (Bremskontakt) 25 (Ziel-Stoppkontakt). Nächste FS von RM 25 (Startkontakt) über RM 26, 27, 27, 29 (BKontakt) 30 (Ziel-Stoppkontakt)
Deine Eintragung bei der 1. FS lautet als Bedingung RM 20 besetzt 21 - 25 frei. Für die 2. FS lautet die Bedingung RM 25 besetzt und 26 - 30 frei.
Sollte, wie Du beschrieben, in der ZFA die Lok von RM 20 starten, die erste FS befahren und die zweite FS ist noch besetzt sein, dann muß die Lok auf dem Ziel-Stoppkontakt zum Halten kommen, sonst sind die Bedingungen für die 2. FS beim Freiwerden nicht erfüllt. Lok hat beim Stoppen den RM 25 überfahren und steht auf 26. Du erhälst in der ZFA die Mitteilung  "Bedingung nicht erfüllt"
Fazit: es ist wichtig, daß die Lok auf auf dem Ziel-Bremskontakt zum Stehen kommt.
Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Gerd

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Enno Cöster

Lieber Reinhold und lieber Gerd,

leider scheint Gerd recht zu haben; denn sein Beispiel in meine Anlage praktisch umgesetzt zeigt folgendes:

Aus den Stellbedingungen der FS2 habe ich den eigentlichen und bisherigen Startkontakt RM25 ganz rausgenommen, damit das Stellen der FS2 nicht davon abhängt, ob dort eine Lok schon steht oder noch nicht steht. Stattdessen habe ich FS2 von dem "frühen" RM23 abhängig gemacht. Das funktioniert, wenn bei herannahendem Zug die FS2 frei ist. Das Signal vor der FS2 schaltet dann wunschgemäß früh (nämlich von RM 23 ausgelöst), und Zug fährt flüssig in FS2.

Wenn aber FS2 vorübergehend besetzt war, steht der Zug vor dem Signal und auf RM25. Dieser ist wie eingangs gesagt nicht mehr die Stellbedingung, sondern wurde durch RM23 ersetzt. Letzteren hat die Lok auch überfahren/ausgelöst, aber RM23 ist wieder frei, wenn der Zug auf seine Einfahrt in die inzwischen frei gewordene FS2 wartet. WDP zeigt an, daß die Stellbedingungen nicht erfüllt sind. - Also behält WDP die vorübergehende Anforderung der FS2 (durch RM23) doch nicht im Gedächtnis?

Daher ist m. E. weiter die Frage berechtigt, ob nicht eine Stellbedingung eingeführt werden kann, die "RM23 oder RM25" lautet.

Ich hoffe, Euch richtig verstanden und mich auch selbst klar ausgedrückt zu haben. Ich höre gerne wieder von Euch.

Enno

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GWelt

Hallo Enno,

wenn ich Deinen Beitrag lese komme ich zu der Ansicht, daß Du Deine Loks, bezogen auf Deine Fahrstraßen, nicht richtig eingestellt hast.  :(

1.) in der 1. FS muß das Profil so eingestellt sein, daß die Loks im Stoppbereich zum Halten kommen.
Wenn eine oder mehrere Loks den Stopp/Haltebereich überfahren mußt Du in der Lokdatenbank (Handbuch 5.5.2) das Abbremsen schneller stellen. Oder am Bremskontakt die Geschwindigkeit weiter reduzieren.
Die Loks müssen im Haltebereich zum Stehen kommen.
2.) in der 2. FS ist der Startkontakt derselbe wie der Stoppkontakt der 1. FS
3.) lege den Prüfkontakt in der 1. FS einen RM vor dem Bremskontakt.

Wenn Du dies so eingestellt hast, dann werden Deine Loks, wenn 2. FS frei ist, ohne stoppen von 1. FS zur 2. FS durchfahren. (Lese hierzu nochmal Handbuch 11.24.1)  :)

Viel Spaß
Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Gerd

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Reinhold Hiersch

Hallo Gerd,
meine Aussage oben ist im vollem Umfag richtig. Wenn aber die Stellbedingungen der 2.FS nicht zutreffen ist das eine andere Sache.

Hallo Claude wie Gerd schon schrieb muss die Lok auf dem Startkontakt zum stehen kommen. Ich hoffe du bekommst das hin.
:o :o :o :o
Herzliche Grüße aus Künzell bei Fulda
Reinhold
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Enno Cöster

Hallo Gerd und Reinhold,

vielen Dank für Eure Erklärungsbemühungen. - Es liegt jetzt nicht daran, daß eine Lok ein Signal überfährt, sondern das Problem besteht jetzt noch darin, daß bei freier 2. FS der Zug ab dem Prüfkontakt (in der 1. FS) die Geschwindigkeit der 2. FS nicht beibehält. Der Zug verlangsamt an einem der RM vor dem grünen Signal, als ob die 2. FS nicht frei wäre, erst kurz vor dem Signal beschleunigt er auf die Geschwindigkeit der 2. FS. Es geht um Handbuch 9.1.1, und das verstehe ich so, daß der Zug ab Prüfkontakt die Geschwindigkeitseinstellung der 1. FS ignoriert und bei der Geschwindigkeit de 2. FS BLEIBT.

Ich übe mal weiter,

Gruß aus dem Nürnberger Land
Enno
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