Frage zum ZZS / iZNF Kontaktachse bei Wagen
 

Frage zum ZZS / iZNF Kontaktachse bei Wagen

Begonnen von Christian Richter, 17. Februar 2012, 19:55:47

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Christian Richter

Hallo WDP Programmierer,
erstmal möchte ich mich für die tollen Videos bedanken. KLASSE :D bin schon ganz gespannt auf die nächsten Videos.
Meine Frage bezieht sich auf die Wagendatenbank.
Ich habe einen zweiachsigen Güterwagen. Die Achsen sind einseitig isoliert.
Eine Achse ist auf der rechten Seite isoliert, die Zweite auf der linken Seite. Eine Achse ist somit die Kontaktachse.
Beide Achsen haben einen Schleifer zur Stromabnahme. Im Wagen befindet sich ein Widerstand (Güterwagen) oder Beleuchtung (Personenwagen), der durch die beiden Achsen verbunden ist. Somit meldet der Wagen in der Kontaktstrecke "Belegt".

Jetzt meine Frage:

Gleistrennung ist immer das linke Schienenprofil (geht auf den Eingang des Belegmoduls).
Das rechte Schienenprofil ist immer die gemeinsamme Masse für alle Rückmelder.
Ansicht in Richtung vorwärts.
Legende:
Schema Gleis:
"---II---" (Trennstellen , Kontakte)
"--------" (gemeinsamme Masse)
"T"          (ist die Position des Signals)
Schema Wagen:
******
****** (Wagen)
~          (Kupplung)
*i*        (Radsatzseite die isoliert ist)
___________________________________________________________________________________________________

Gleis/ Schiene- Schema

Kontakt 1                                Kontakt 2                              Kontakt 3
---------------------------II-----------------------------II-------------------
------------------------------------------------------------------------------   > Richtung Vorwärst
                               T Signal 2 " Halt f. Richt. Rückw.           T  Signal 1 "HALT für Richtung Vorwärts"

Wagen auf dem Gleis

 Wagen1 ~Wagen2
~*i*****~*i*****~
~*****i*~*****i*~

Fahre ich Vorwärts,   dann beginnt im Konakt 2 die Berechnung in WDP, für genaues Anhalten am Signal 1.
Fahre ich Rückwärts, dann beginnt im Konakt 2 die Berechnung in WDP, für genaues Anhalten am Signal 2.

Geht allerdings nicht, weil Wagen 1 erst mit seiner zweiten Achse den Kontakt 2 auslöst somit hält die zweite Achse des Wagen 1 am Signal und die erste Achse fährt über das Signal hinaus.


IST DAS SO?

Oder habe ich einen Denkfehler?

Bitte um eine Antwort, Vielen Dank

mfG
Christian
Organisator des WinDigipet Stammtisches Berlin / Brandenburg
- Leidenschaftlicher Modellbahner in Spur H0
- seit 2019 Ehrendampflokführer bei Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft mbH (SOEG)
Zittauer Schmalspurbahn
- Abschluss Endkundenseminar der Firma ESU in der Lokprogrammer Software
- seit 2020 Vollzeit, Gemeinschaftsprojekte (Hubert Becker) in der Leiterplattenentwicklung für Lokplatinen, Waggonbeleuchtungsplatinen (zurückgestellt), Modelleisenbahnelekronik und Eigenbau DCC Projekte
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Edwin Schefold

Hallo Christian

Es soll immer die erste rückmeldende Achse genommen werden.
Wenn es bei dir nur eine Achse ist, so mußt du das Maß von beiden Puffern zu dieser Achse nehmen.

Genauso müssen es auch die Märklin-Metallgleisfahrer machen, die mit Gleisbesetztmeldern arbeiten. Hier wird ja nicht mit der Achse zurück gemeldet, sondern mit dem Schleifer.
Somit muß auch hier der Wert bis zum Anfang des Schleifers genommen werden, und das von beiden Seiten.
Das bedeutet, dass hier schnell mal zweistellige Werte auftauchen können, bei einer Dampflok vom Puffer vorne, bis zum Schleifer im Tender. 
Mit dem Gruß eines freundlichen Modellbahners

Edwin Schefold
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Sven Spiegelhauer

Hallo Christian,

Dein Gedankengang ist schon richtig, jedoch solltest Du die Videos noch einmal genau anschauen. Dort wird der Abstand vom Puffer zur ersten rückmeldenden Achse eingetragen. Da in der Farzeugdatenbank (nicht Wagendatenbank) auch bei Wagen ein vorne und hinten definiert ist, ist die Erkennung durch WDP kein Problem. Sind vor der ersten rückmeldenden Ache noch weitere Achsen vorhanden, welche nicht rückmelden, dann werden diese einfach nicht berücksichtigt beim ausmessen.

Viele Grüße aus dem schönen Land Brandenburg
Sven
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Helmut Kreis

Hallo Christian,

ich glaube Dein Gedanke ist falsch!
Du brauchst beide Achsen zum Rückmelden und somit meldet auch jede Achse für sich den Wagen zurück.

Erstmal redest Du von einem 2-achsigen Wagen. Also hat er auch nur 2 Achsen und kein Drehgestell wie meine "Vorredner" wohl vermuten.

Wenn Dein Wagen 2 Schleifer hat, an jeder Achse einen, und die Isolierung wechselseitig ist, dann wird über die eine Achse der Strom aufgenommen, über den Verbraucher geleitet und über die zweite Achse auf die andere Schiene abgegeben.

Somit wird erreicht, dass jede Achse Deinen Wagen mit gleichem Abstand vom Puffer meldet.
Gruß
Helmut
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Jürgen Gräbner

#4
Hallo zusammen,

als ich die Frage gelesen habe, dachte ich noch: Es geht um spezifische Probleme der "DC-Fraktion", sodass ich mich als "Pickelbahner" raus halten kann... ;)

Damit das Problem klar wird, habe ich ein paar Bilder gefertigt. Damit die Bilder richtig angeschaut werden können, bitte die rechte Maustaste auf das Miniaturbild und dann "in neuem Fenster öffnen" wählen. Sonst muss man so viel scrollen.

Durch die Überkreuzschaltung der Rückmeldung (im Bild durch einen Widerstand an den beiden Rädern angedeutet) hat man tatsächlich nur eine rückmeldefähige Achse. Die beiden anderen Räder (nicht mit dem Widerstand verbunden, weil isoliert) spielen hier keine Rolle. Wie man in den Bildern sehen kann, löst der Wagen in Vorwärtsrichtung tatsächlich bereits aus, wenn die erste Achse an der Trennstelle ist und bei Rückwärtsfahrt erst an der zweiten Achse.
Da dies aber in WDP berücksichtigt wurde, ist das kein Problem. Der Zug wird immer an der selben stelle halten...
Viele Grüße
Jürgen
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    Laptop Dell E6410; Core i5; 4GB RAM; Win 7 (64bit Prof)

Max Schmid

Hallo zusammen

Das gleiche Verhalten hat man auch bei den meisten Drehgestellwagen, wenn eine Innenbeleuchtung montiert ist und jeweils beim einen DG von der linken und beim anderen DG von der rechten Schiene die Spannung genommen wird. Anders bei Wagen, Beispiel ROCO SBB IC-Dosto, wo Halbachsen, oder bei LILIPUT, wo beidseitig isolierte Achsen verwendet werden.
Darum habe ich ausnahmslos alle Achsen mit einem SMD-Widerstand ausgerüstet, dann melden sie immer  :)
Freundliche Grüsse

Max

H0-Anlage im Aufbau:
Windows XP mit SP2, PC 3 Ghz, 2 GB Ram,
WDP 2012.x, DCC-Betrieb, TAMS MC mit 9 x Power3 und IB-Com/Loconet mit UB RM zum rückmelden,
ROCO-Gleis, sichtbar Code 83, 2 SBhf mit Code 100

IIm Gartenbahn im Aufbau:
Windows Vista, Intel Core Duo, 2,2GHz, 2GB Ram
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Edelstahlgleis und vernickelte LGB Weichen.
WDP-Mobile auf beiden Anlage

Helmut Kreis

Hallo,

nun muß ich ja (beschämend) Jürgen recht geben.
Zu meiner Entschuldigung darf ich aber hinzufügen, dass meine wenigen nicht mit einem SMD-Widerstand ausgerüstete Wagen beidseits den Strom für die Beleuchtung tatsächlich auf beiden Rädern abnehmen. Daher funktioniert es bei mir so wie ich es in meiner Antwort geschrieben habe.
Gruß
Helmut
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Jürgen Gräbner

Hallo Helmut,

die Methode eine Achse mittels geeigneter Mittel rückmeldefähig zu machen würde ich auch immer vorziehen. Denn spätestens nach der ersten Wendeschleife klappt das sonst nicht mehr...
Viele Grüße
Jürgen
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Helmut Kreis

Hallo

@ Jürgen,
wo ist aber bei einem Wagen nach Christians Art, der symmetrisch gebaut ist und nicht gerade eine Schlußleuchte hat, nun Hinten und Vorne? Ich müsste dann ja bei jedem Aufgleisen erst wieder testen, dass der Wagen auch so steht wie in der Datenbank eingegeben?

@Christian
In Deinem Profil schreibst Du, dass Du ausnahmslos Reedkontakte nutzt. Stimmt das nicht mehr?
Gruß
Helmut
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Sven Spiegelhauer

Hallo,

ich glaube die Bilder von Jürgen sagen eigentlich alles und sind sehr verständlich.


Zitatdie Methode eine Achse mittels geeigneter Mittel rückmeldefähig zu machen würde ich auch immer vorziehen. Denn spätestens nach der ersten Wendeschleife klappt das sonst nicht mehr...

dem stimme ich auch zu, möchte aber auch darauf hinweisen, das der Fall mit der Wendeschleife sehr wenig zum tragen kommt.

1. Es betriftt nur 2L-Fahrer deren führende Einheit (Lok oder Wagen) diese einseitig isolierten Achsen hat. Bei Loks recht selten und höchstens bei der Vorlaufachse einer Dampflok üblich. Dort ist die nächste Achse aber nicht weit entfernt.
2. Güterwagen durch eine Kehrschleife zu schieben ist auch etwas unüblich.
3. Bleiben eigentlich nur Steuerwagen von Wendezügen zu berücksichtigen. Diese sollten dann so ausgerüstet werden, das beide Räder mit einem Stromabnehmer ausgerüstet sind.
Viele Grüße aus dem schönen Land Brandenburg
Sven
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Sven Spiegelhauer

#10
Hallo Helmut,

Zitatch müsste dann ja bei jedem Aufgleisen erst wieder testen, dass der Wagen auch so steht wie in der Datenbank eingegeben?

genau!

PS: Ich konkretisiere das mal. Auf das Gleis kannst Du den Wagen stellen wie Du willst. In der ZZS muß er dann aber richtig rein. Dort kannst Du die Wagen ja drehen, so das sie an der Lok hängen, wie auf der Anlage.


ZitatIn Deinem Profil schreibst Du, dass Du ausnahmslos Reedkontakte nutzt. Stimmt das nicht mehr?

Christian betreut mehrere Anlagen.
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Christian Richter

#11
Zitat von: Helmut Kreis in 18. Februar 2012, 13:07:56


@Christian
In Deinem Profil schreibst Du, dass Du ausnahmslos Reedkontakte nutzt. Stimmt das nicht mehr?


Ich betreue noch eine weitere Gleichstrom Anlage  ;) von Hansi.
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Christian Richter

#12
Zitat von: Sven Spiegelhauer in 18. Februar 2012, 13:19:51

dem stimme ich auch zu, möchte aber auch darauf hinweisen, das der Fall mit der Wendeschleife sehr wenig zum tragen kommt.

1. Es betriftt nur 2L-Fahrer deren führende Einheit (Lok oder Wagen) diese einseitig isolierten Achsen hat. Bei Loks recht selten und höchstens bei der Vorlaufachse einer Dampflok üblich. Dort ist die nächste Achse aber nicht weit entfernt.
2. Güterwagen durch eine Kehrschleife zu schieben ist auch etwas unüblich.

Hallo Sven,

....WENIG zum tragen kommt,
....Güterwagen schieben,

Na ich weiß ja nicht,  ;D,

denn was ist mit Kopfbahnhöfen und Güterbahnhöfen, in denen Ragierbetrieb stattfindet.

Das sollte doch für WDP 2012 kein Problem sein. ODER ???

bis nächste Woche
zum 17. Berliner/Brandenburger Windigipet Stammtisch Treffen, jeder ist dazu herzlich eingeladen (näheres im Forum unter Rubrik "Anwendertreffen"

mfG
Christian

p.s. Jürgen, Vielen Dank für die tollen Bilder in Deinem Beitrag
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Sven Spiegelhauer

Hallo Christian,

ich schrieb ja auch vom schieben der Güterwagen durch eine Kehrschleife, wo sich dann die Richtung des Wagens ändert ohne die Fahrtrichtung zu ändern. Besser an einer Dampflok zu sehen. Diese fährt mit Fahrtrichtung vorwärts in die Kehrschleife und kommt mit der geichen Fahrtrichtung wieder aus der Kehrschleife. Und trotzdem steht sie andersherrum auf dem Gleis.  ;)
Viele Grüße aus dem schönen Land Brandenburg
Sven
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Stefan Lersch

Hallo zusammen,

ich habe mir überlegt, unter meine Wagons eine Markierung zu machen. Dort, wo vorne ist, mache ich einen kleinen Punkt. So weiß ich immer wo vorne ist.
Viele Grüße,
Stefan
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