Drei Auffälligkeiten WDP <-> Tams
 

Drei Auffälligkeiten WDP <-> Tams

Begonnen von ingbert, 15. September 2013, 09:13:42

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ingbert

Hallo in die Runde,

seit kurzem gehöre ich auch zum Kreis der WDP-Nutzer, hardwareseitig Tams MC. Im großen und ganzen funktioniert alles zu meiner Freude, jedoch kann ich mir drei Effekte nicht erklären. Vielleicht hat jemand vergleichbare Erfahrungen gemacht.

1.
Beim korrekten Abbremsen (iZNF) im Automatikbetrieb bleibt vereinzelt bei unterschiedlichen Modellen die Fahrstufe 1 aktiv, es wird nicht ganz bis zum Stillstand heruntergeregelt. Häufigkeit selten, betrifft dann irgendein Fahrzeug in irgendeinem beliebigen Halteabschnitt. Das geht natürlich nur solange gut, bis das langsam kriechende Modell den nächsten RMK-Abschnitt erreicht. Halte ich das Fahrzeug mit dem Finger so lange, bis es regulär wieder fahren will, funktioniert im Fortlauf alles wieder, als ob nie etwas passiert war.

2.
An manchen Listenzeilen im Automatikeditor sind Bedingungen eingetragen, die für Lok-ID-Gruppen (bei mir "Kursnummern") gelten. Beispielsweise eine Zugfahrt für alle Kurse der "Linie 2", die dann alle mit ID 2x programmiert sind und damit in ODER-Verknüpfung die zehn passenden Bedingungen eingetragen haben.
Nach einigen Umläufen fährt dann aber doch irgendeiner der fraglichen Kurse über die andere Strecke und erhält nicht die angestammte Zugfahrstrecke freigeschaltet. Natürlich auch dieser Effekt nicht gezielt reproduzierbar.

3.
Nach geraumer Betriebszeit behauptet WDP, ein Nothalt an der Tams MC wäre ausgelöst worden - was aber nicht stimmt. Weiter geht es dann nur mit Neustart des Programms. Reinit im Programm bewirkt ohne WDP-Neustart überhaupt nichts. In seltenen Fällen fehlen dann die S88-Rückmelder, dann muß auch die Tams neu gestartet werden. USB-Kommunikationsdiagnose mit einem Spezialprogramm eines mir bekannten IT-Spezialisten ergab keine Auffälligkeiten.

MfG,
Ingbert Neumeister
1. H0-Anlage; WDP 2021.0b Premium, Asus, intel i9-9600K, 8GB RAM, Win 10pro 21H2; Tams MC mit HC, v2.2.3, Tams Booster B-3, GBM-1, S88-3, WD-34, Lokdekoder mehrheitlich Tams LD-G32/33
2. N-Anlage; WDP 2021.0b Premium, Fujitsu intel i3 1,8GB/ 2GB RAM/WinXP oder Asus intel i3 2,4 GB/4GB RAM/Win10pro 21H1, Tams MC mit HC2, v2.2.3, Tams Booster B-4, GBM-8, S88-3, KSM-2, WD-34, SD-34, Lokdekoder Tams LD-G30/31 und D&H 05C/10C
www.nestra.de

Volker Schambach

Hallo Ingbert,
Ich fahre seit Jahren mit der TAMS und verschiedenen WDP Versionen und habe noch keines von deinen aufgeführten Probleme erlebt.
Stelle doch mal dein Profil deiner Anlage usw ein damit jeder weis wie du ausgestattest bist.

Gruß
Volker
  • Win-Digipet-Version:
    2025.034 PE
  • Anlagenkonfiguration:
    H0 3-Leiter, 1.Tams MC - fahren, 2. Märklin 6051 interface - schalten, 3. HSI USB rückmelden, 4. Railspeed, Märklin K-Gleis,5 Boll Booster, Boll S88 mit Diodentrick, Maerklin S88, Tams S88N, Ldt Weichendecoder
  • Rechnerkonfiguration:
    HP Victus I5-14400F - 32GB RAM - Windows 11/64Bit - 2x AOC 25Zoll 2k

Markus Herzog

Hallo Ingbert,

Zu 1.)
Ist das kostenlose Update 2012.2 installiert? Ich vermute mal nicht. Bitte ggf. installieren.

Zu 2.)
Ist denn in allen Zeilen die diese Züge nicht fahren dürfen auch eingetragen, dass sie diese nicht fahren dürfen? Im Zweifelfsfall mal hier eine Datensicherung einstellen mit der Angabe welcher Zug an welcher Stelle beispielhaft wohin falsch gefahren ist.

Zu 3.)
Von Zeit zu Zeit gibt es schonmal Anwender mit USB-Kommunikationsproblemen. Aus WDP-Sicht verhält sich diese Verbindung aber wie eine serielle, denn der Treiber stellt WDP eine emulierte serielle Schnittstelle zur Verfügung. Man kann die Tams ja auch seriell direkt anschließen, da gibt es eigentlich nie Probleme. Die Probleme auf dem USB-Weg waren oft zurückzuführen auf entweder zu lange USB-Kabel (5m sieht die Norm vor, mehr geht manchmal schon, aber halt nicht immer), zu billige USB-Kabel, veraltete Treiber. Ich hätte jüngst einen Fall wo es Probleme gab wenn das USB-Kabel in einem Bündel mit dem Netzkabel des PCs verlegt war, ein anderer hatte schon einmal gleiche Probleme bei Bündelung mit einer Zuleitung Gleis-Booster.

Grüße
Markus
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2025.x Beta
  • Anlagenkonfiguration:
    3-Leiter Anlage, Rollendes Material Märklin/Roco/Brawa/Mehano, Fahren: DCC, m3 via Tams MC, Schalten/Melden: Selectrix, BiDiB, Motorola (nur wenige Sonderaufgaben)
  • Rechnerkonfiguration:
    Intel(R) Core(TM) Ultra 7 265U

ingbert

Hallo zusammen,

erst mal danke für die Antworten. Das Update werde ich bei nächster zeitlicher Gelegenheit ausführen. Und als Test werde ich auch mal ein richtig kurzes und gutes USB-Verbindungskabel anschließen. Mal schauen, ob sich da mit der Stabilität etwas verändert.


Ich bin dem Phänomen "Fehlfahrstraße" etwas näher gekommen, da genau dieses auch nach einiger Zeit in der Simulation passiert. Also ist das Verhalten im Programm zu suchen. Vom Gleisbild her handelt es sich bei der fraglichen Stelle um eine durchgehende rechtsbefahrene zweigleisige Strecke, von der eingleisig eine Nebenstrecke abgeht.

Die Fahrstraße ist über den Wizard definiert und beinhaltet damit zwei Bedingungen: RMK vor Abzweig besetzt mit festgelegter Lok-ID und RMK vom eingleisigen Abzweig frei. Kommt nun zum Zeitpunkt der Anforderung ein Gegenzug auf der Nebenstrecke entgegen, gibt es vier unterschiedliche Stati:

RMK des eingleisigen Abschnitts ist dauerhaft belegt (Zug-ID-Feld rot) -> Schaltbedingung nicht erfüllt, Zeile in der Automatik wird übersprungen - logisch korrekt.
RMK ist frei -> Fahrstraße wird korrekt geschaltet
RMK ist von Gegenzug belegt, nach dessen Einfädeln in das Gegengleis des zweigleisigen Abschnitts ist der GMK frei und die Fahrstraße wird danach korrekt geschaltet. Solange wartet die Automatik brav ab, egal wie lange es dauert.
RMK ist vom Gegenzug mit durchgehender Fahrstraße belegt, der muß aber warten, weil dessen nächster Gleisabschnitt noch von einem Vorzug belegt ist (Zug-ID-Feld grün) -> Fahrstraße wird wie bei Status "rot" falsch gestellt. Genau dieses Verhalten ist durch die Unterscheidung grün/rot bei weiterhin im Programm durchlaufender Fahrstraße logisch nicht so ganz nachzuvollziehen.

Ich habe jetzt kurzerhand alle Fahrstraßen bei Streckengabelungen im Automatikeditor mit ID-Bedingungen versehen, dann funktioniert auch alles. Das wollte ich so eigentlich nicht haben, damit Loks mit ID außerhalb der Definitionen nicht einfach unterwegs stehen bleiben, sondern eine "Sicherheitsroute" nehmen.

MfG,
Ingbert Neumeister
1. H0-Anlage; WDP 2021.0b Premium, Asus, intel i9-9600K, 8GB RAM, Win 10pro 21H2; Tams MC mit HC, v2.2.3, Tams Booster B-3, GBM-1, S88-3, WD-34, Lokdekoder mehrheitlich Tams LD-G32/33
2. N-Anlage; WDP 2021.0b Premium, Fujitsu intel i3 1,8GB/ 2GB RAM/WinXP oder Asus intel i3 2,4 GB/4GB RAM/Win10pro 21H1, Tams MC mit HC2, v2.2.3, Tams Booster B-4, GBM-8, S88-3, KSM-2, WD-34, SD-34, Lokdekoder Tams LD-G30/31 und D&H 05C/10C
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