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Traktion mit Schiebelok führt zu Entgleisungen

Begonnen von Detlef von Homeyer, 21. März 2017, 20:54:11

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Manfred Müller-Marein

Hallo zusammen!

Allen Mitwirkenden an dieser Diskussion meinen herzlichen Dank für die wirklich sehr detaillierten Hinweise, insbesondere auch für das tolle Video von Karlheinz Battermann (großes Eisenbahnerkompliment!).

Sollte man diesen Thread, wenn er mal zu Ende ist, nicht gesondert zugänglich machen?

Grüße - Manfred.
K-Gleis, Loks von Roco, Brawa, Märklin, Fahren mit der Tamszentrale, bei mfx-Loks über m3, zum Programmieren der mfx-Loks CC-Schnitte + Mobile Station, Schalten und Rückmelden mit Stärz-Dec, auch für die DS, LS-Railspeed. Windows 10.
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Matthias Schäfer

Hallo Manfred,

Du wirst diesen thread immer wieder finden mit dem Suchstring "Schiebelok", "Entgleisungen", "Doppeltraktion", "Traktion". Denn das beschreibt ja in wenigen Schlagworten das Problem.

Ein gutes Beispiel von Dir, wie sinnvoll sprechende Betreffzeilen sein können und dort nicht nur steht: "Ich habe ein Problem".
vielen Dank für Eure Hilfen und herzliche Grüße aus Bonn, Matthias

Alle sagten immer: "Das geht nicht." Bis einer kam, der das nicht wußte.
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Willi Emmers

#17
Hallo Matthias,

Zitat von: Matthias Schäfer in 23. März 2017, 11:58:09
Ein gutes Beispiel von Dir, wie sinnvoll sprechende Betreffzeilen sein können und dort nicht nur steht: "Ich habe ein Problem".

ich würde Dir gerne "ein Daumen hoch" geben, aber das ist hier leider nicht möglich.

Wie heisst es so schön: "Nur sprechenden Leuten kann geholfen werden."
Das kann man 1:1 auch auf die Betreffzeile anwenden.
Liebe Grüße vom Niederrhein
Willi Emmers

... und ich dachte, es kann nicht schlimmer kommen und es kam schlimmer.
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Helmut Kreis

Hallo Manfred,

in der oberen Menüleiste dieses Forums gibt es den Menüpunkt "Meine Lesezeichen".
Dieser Punkt ist hervorragend für solche Zwecke geeignet.
Gruß
Helmut
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Fredy Waser

Hallo Karlheinz und Detlef

Karlheinz: 1. mit 128 Fahrstufen gesteuert werden können (eine alte IB ist dafür nicht geeignet)

Das mit den 128 Fahrstufen kann ich bestätigen. Hingegen nicht das mit der IB. Ich fahre mit einer alten IB mit Software 2.0.Klappt bis anhin tadellos. Und ich schätze, dass das alles in Spur N noch empfindlicher ist.

Detlef: Was auch noch zu beachten ist, ist die Beschleunigungs und Bremsstufe. Die sollte bei beiden Lok in etwa gleich sein. Kann man auch im Lokkontroll anpassen.
Freundliche Grüsse aus dem schönen Zürcher-Oberland

Fredy
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Detlef von Homeyer

Vielen Dank für die vielen Tips !

Hier mein Zwischenstand:
Zuerst habe ich die max. Geschwindigkeit der beiden Loks auf 60 Km/h begrenzt. Ich habe die Geschwindigkeit jeder Lok gemessen und durch Veränderung der CV Werte im Decoder auf 60 bzw. 61 Km/h  fixiert. Anschließend habe ich über die 15 Punkt Messung die Loks eingemessen. Es stehen also reichlich Fahrstufen zur Verfügung.

Dann habe ich die Loks über die Traktion verbunden und mit Abstand hinter einander her fahren lassen. Jetz kam für mich eine große Überraschung ! Die Loks fahren sehr unterschiedlich - für eine Traktion völlig untauglich.  Meiner Meinung wird das Einmessen völlig überbewertet. Die Km Eingaben sind verhältnismäßig ungenau und bilden somit erstmal keine Basis.

Dann habe ich nach Fredys Methode über das Lok Control weitere Korrekturen vorgenommen. Hierbei werden über die Schieberegler Feinjustierungen vorgenommen - mit sehr guten Ergebnissen. Aber immer noch nicht ausreichend.

Anschließend habe ich abwechseln die CV Werte und die Schieberegler so lange verändert bis ein gutes Ergebnis heraus kam. Hierbei wird die Kennlinie im Decoder verändert - auf neues Einmessen habe ich verzichtet und ist m.E überflüssig.

Nachdem nun die Geschwindigkeit richtungsabhängig eingeregelt ist, gleiche ich nach der gleichen Methode das Anfahr - und Bremsverhalten ab. Auch das ist jetzt gleich. Jetzt reduziere ich noch den 100% Regeleinfluss der Lastregulierung und teste morgen nun auch mit Waggons weiter.

Gruß- Detlef
Liebe Grüße aus Köln-Seeberg, Detlef von Homeyer

WDP - Freunde Köln, Anwendertreffen
MFK - Modelleisenbahn-Freunde Köln e.V.

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Betriebsbahnhof. Automatikbetrieb mit verschiedenen FDL in Kombination mit Fahrplänen.
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Thomas Hirsch

Hallo Detlev,

Ich denke nicht das das einmessen "Überbewertet wird!

Aber das Einmessen bewirkt zunächst einmal nur das WDP weiß bei welcher Fahrstufe einer Lok eine bestimmte Geschwindigkeit fährt.
Bei mir fahren auf gleiche Geschwindigkeit eingestellte Fahrzeuge durchaus mit annähernd konstantem Abstand hintereinander her!!

Wie schnell oder langsam Sie diese erreicht kann damit nicht ermittelt werden!

Wenn deine Fahrzeuge nun deutlich abweichende Beschleunigungs-, und Bremsrampen aufweisen, kann das natürlich zu erheblichen  Abstandsveränderungen speziell bei einer Traktion führen. 

Wenn die Fahrzeuge in deiner Traktion nicht zufällig das gleiche Getriebe und den gleichen Decoder haben, solltest du die Beschleunigung und Verzögerung im Decoder komplett deaktivieren und nur über WDP so einstellen, das es nahezu gleich wird!
Mit freundlichen Grüßen

  Thomas Hirsch

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System :Märklin Motorola + Mfx / Centrale Fahren: Tams Mastercontrol  über RS 232 / Booster 6017 /  /CC-Schnitte für MFX Programmierung und  Magnetartikel / HSI mit 28 S88/  Intel DUAL Core 2x2500 Mhz , 2048 MB Ram  XP-prof SP III / Gleis: Märklin M- , und K-Gleis / Decoder : 6090x und MFX ,Mld,Msd &  Lopi4 / Uhlenbrock freie Zone / WD Premium Ed 2021
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Markus Herzog

Hallo Detlef,

Zitat von: Detlef von Homeyer in 25. März 2017, 00:18:01
Meiner Meinung wird das Einmessen völlig überbewertet. Die Km Eingaben sind verhältnismäßig ungenau und bilden somit erstmal keine Basis.
Hier mag ich dir aber widersprechen. Nicht das ein Anfänger das als Tatsache aufnimmt.

Wie schon in dem Beitrag festgestellt wurde ist das mit den Traktionen insb. mit Schubloks am Zugende eine heikle Sache und bedarf viel "Fummelei".
Aber das genaue Einmessen ist auch sehr wichtig. Denn erstens ist das für viele Fälle vollkommen ausreichend: ich fahre selber viele Traktionen, allerdings nur Lok an Lok am Zuganfang, dann habe ich mit ausschließlichem Einmessen noch nie Probleme gehabt (wie gesagt Doppeltraktion am Zuganfang und keine Schublok).

Und erst recht wenn du später mal ans cm-genaue Anhalten kommst ist die Einmesserei essentiell.

Du misst aber schon auf der Strecke ein oder auf einem Rollenprüfstand?

Grüße
Markus

P.S.: Ich sehe Thomas hatte den gleichen Gedankengang wie ich ;)
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Detlef von Homeyer

#23
Hallo Thomas, hallo Markus,

STOP - ich ziehe die Aussage sofort zurück, da sie von mir aus dem Zusammenhang gerissen ist.
Ich habe mich nur - wirklich nur - auf die Traktionen mit Schublok bezogen ! Ich probiere
mittlerweile ca. 12 Stunden / netto mit dem Thema rum und stelle fest, dass Fredys Methode
die zielführende ist. Ich stelle leider auch fest das bei 128 Fahrstufen mit maximal 60 km/h
keine gleiche Geschwindigkeit beider Loks zu erreichen ist. Jetzt- Markus - erklärt es sich, warum ich
gerne die Geschwindigkeit numerisch eingeben würde. Die numerische Eingabe und die Geschwindigkeitmessung
wäre so leichter vergleichbar. Ich habe eine Messstrecke - reine Messlänge ( C ) beträgt 180 cm.
Das Einmessen auf der Anlagenstrecke ist für mich die praktikabelste Methode und kostet kein Geld.
Die 15 - Punkt Messung dauert Max. 30 Minuten. Bleibt die Lok mal hängen kann man sie anschieben und den Punkt mal nachmessen.

Hallo Thomas, es geht nicht um das Bremsen oder Beschleunigen- als nur um die Geschwindigkeit.
Liebe Grüße aus Köln-Seeberg, Detlef von Homeyer

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Karlheinz Battermann

Hallo Detlef,
da auch ich Deine Erkenntnisse mit den Geschwindigkeiten nicht nachvollziehen kann, denn bei meinen Loks funktioniert das in jedem Fall korrekt, solltest Du uns mal Dein Projekt hier zur Verfügung stellen, damit wir mal schauen können, wo es bei Dir hakt.
Alternativ kannst Du auch mir persönlich die Datensicherung schicken (info@kc-modellbahntechnik.de).
Herzliche Grüße aus Bad Lauterberg
Karlheinz


Diverses:
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Thomas Hirsch

Zitat von: Detlef von Homeyer in 25. März 2017, 16:39:57
Hallo Thomas, hallo Markus,


Hallo Thomas, es geht nicht um das Bremsen oder Beschleunigen- als nur um die Geschwindigkeit.

Hallo Detlev,

das war mir schon Klar!

aber da bei mir die Loks wirklich gleich schnell bei gleicher Geschwindigkeit fahren, wollte ich nur darauf hinweisen, das deine Probleme durchaus auch in den von mir geschilderten Gründen liegen könnten!
Denn wenn die vordere Lok schneller auf die vorgegebene Geschwindigkeit beschleunigt als die hintere, kann dir dies ebenfalls schon die Waggons aus der Kurve ziehen (oder drücken, wenn die Verhältnisse umgekehrt liegen)!
Mit freundlichen Grüßen

  Thomas Hirsch

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Norbert Kuhn

Hallo zusammen,

so wie es Thomas geschrieben hat, war es bei mir. Der Schieberegler "beschleunigen" in der Lokdatenbank war für beide Loks nicht gleich eingestellt. Somit beschleunigte eine Lok zu langsam und ich habe ein Weile gebraucht bis ich den Fehler gefunden hatte. Seitdem habe ich keine Probleme. Die Einstellungen der Lokdecoder waren gleich.
Mit freundlichen Grüßen aus dem Taubertal

Norbert Kuhn
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Detlef von Homeyer

Hallo liebe WDP Freunde, hallo liebe Teilnehmer des Beitrages,

Erfolgsmeldung !
der Beitrag ist schon älter und jetzt erst für mich erfolgreich beendet. Dies mit einem gutem Ergebnis. Meine beiden Loks (Zuglok und Schiebelok) fahren jetzt mit einer Genauigkeit von ca. 0,1 % bis 0,2 % hintereinander her. Der Test lief über 5 Runden mit je 20 m = 100 m, mit einer Abweichung von 10 cm bis 20 cm.

Das Ziel habe ich wie folgt erreicht:
- ich habe auf der Einmesstrecke die Loks mittels km/h Messung über den CV Wert gleich eingepegelt
- dann habe ich die Loks über 15 Punkte auf der Strecke eingemessen und auf 90 km/h begrenzt
- danach habe ich über die Bremskorrektur und einem IZNF den genauen Haltepunkt justiert
- dann habe ich die Brems - und Beschleunigung über die CV Werte auf gleiches Verhalten angepasst
- danach fahren die Loks in Traktion mit einem Zwischenwagen ohne Kupplung hintereinander her
- bei mittlerer Geschwindigkeit habe ich dann über WDP die max. Werte der Stufen geringstfügig verändert
- solange bis auf einer Strecke von ca. 5 m ein gutes (optisches) Ergebnis heraus kam (beide Richtungen)

Optisch bedeutet eine Beurteilung per Sicht zur Prüfung der Veränderungen während der Fahrt. Der Zwischenwagen ohne Kupplung wird ja jeweils geschoben und lässt eine schnelle Erfassung der sich verändernden Abstände der Puffer im mm Bereich zu. Diesen Vorgang habe ich sicherlich ca. 7 - 8 mal in jeder Richtung durchgeführt.  Anschliessend habe ich die 6 Wagen dazwischen eingestellt. Hierbei wurde der Einfluss der Lastregelung auf 30 % reduziert . Die weiteren Testfahrten über jeweils 17 Runden mit ca. 340 m in jeder Richtung erfolgte ohne Entgleisungen. Das Halten im Bahnhof (Bahnsteigmitte) erfolgt sehr genau. Eine wesentliche Voraussetzung war der Austausch einer Lokomotive. Eine der ursprünglichen Loks wurde mittels Umbausatz von Märklin mit lastgeregeltem Motor verändert. Die Fahreigenschaften waren leider mit ursächlich für das hierfür schlechte Fahrverhalten. Es kam jetzt eine neue V 212 zum Einsatz.

Vielen Dank für eure intensive Unterstützung und den hervorrangenden Programmmöglichkeiten.
Liebe Grüße aus Köln-Seeberg, Detlef von Homeyer

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