Kontaktgleis für Radsätze mit Haftreifen
 

Kontaktgleis für Radsätze mit Haftreifen

Begonnen von PeterMünch, 20. Juli 2004, 18:06:52

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PeterMünch

Hallo WDP Freunde,

aufgrund des "Rückmelde Problem's" beim Befahren meiner Schiebebühne habe ich mich, in den letzten Tagen, einmal näher mit den Kontaktschwierigkeiten bei mit "Haftreifen bestückten Radsätzen" beschäftigt.

Die Haftreifen sind auf der Lauffläche der Räder angebracht (neue Haftreifen stehen teilweise sogar geringfügig  über die Lauffläche hinaus). Durch die Isolierwirkung der Gummireifen entfällt die Möglichkeit der Kontaktweitergabe auf die Schienenoberseite.

Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass wenn der Radsatz auf dem Gleis aufliegt, zwischen diesem und den Gleisprofilen ein seitlicher Spielraum von etwa 1mm besteht. Die Räder haben von der Lauffläche aus in Richtung Außenrand der Radscheibe gesehen eine leicht schräg zulaufende Form.
Nun war mein Gedanke diesen Spielraum soweit einzugrenzen, dass eine leitende Verbindung zwischen den angeschrägten Flächen des Radsatzes und den Schienenprofilen entsteht. Dazu habe ich in die inneren Hohlkehlen der Schienenprofile jeweils einen dünnen Messingdraht eingelegt und durch Lötpunkte fixiert.

Zum besseren Verständnis habe ich eine kleine Skizze beigefügt.

Testfahrten auf den so umgebauten Gleisen der Schiebebühne sind alle zu meiner Zufriedenheit verlaufen. Bei Einsatz von verschiedenen Lokomotiven (Haftreifen vorne) erfolgt immer eine sofortige, einwandfreie Rückmeldung.

Zu weiteren Test's habe ich in meiner Schnellfahrstrecke den Zielkontakt einer Blockstrecke entsprechend ausgerüstet. Erste Bedenken, dass durch den Umbau ein höheres Risiko für Entgleisungen besteht, haben sich bei mir nicht bestätigt. Sowohl "Ziehende" als auch "Schiebende" Züge, in unterschiedlichster Zusammenstellung, durchfahren die Blockstrecke ohne Einschränkung.
Ich denke, das dieser Umbau bei geraden Gleisstücken unbedenklich möglich ist.

Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, das auch vorhandenen Kontaktstrecken nachgerüstet werden können, ohne das eine Änderung an der Verdrahtung der Anlage nötig ist. Auch brauchen keine Drehgestelle, Radsätze etc. umgebaut werden.

Noch ein paar Anmerkungen:
Die Schienenprofile von Mä M-, K- oder C-Gleis haben unterschiedliche Maße.
Beim M-Gleis der Schiebebühne benutze ich auf beiden Seiten einen Messingdraht mit 1mm Durchmesser. Beim C-Gleis hat sich eine Kombination von 1mm und 0,8mm bewährt.
Eine Drahtlänge von ca. 20cm dürfte ausreichen, um selbst bei weit auseinanderliegenden Drehgestellen eine einwandfreie Rückmeldung zu erreichen.
Zweckmässiger Weise sind vor Arbeiten an der Anlage ein paar Lötversuche an einem Gleisreststück durchzuführen. Gegebenenfalls ist es nötig die Lötpunkte mit einer kleinen Feile zu bearbeiten.

Jedem Umbau sollten ausgiebige Testfahrten folgen!

Vielleicht hilft dieser kleine Tipp auch auf anderen MoBa-Anlagen die "Haftreifen Problematik" zu beenden.

Über weitere Vorschläge und Anregungen würde ich mich freuen.    
Mit freundlichen Grüssen aus dem Bergischen Land

Peter


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C-Gleis Anlage: Fahren - Tams MC / Melden - HSI 88 mit 26 s88 RMD / Schalten - IB / Drehscheibe - SLX852 u. SLX819

ezada

Hallo Peter!

Dies ist offenbar kein Thema für dieses Forum > nur 99 haben gelesen und keiner antwortet.

Also ein Thema nur zwischen uns beiden, toll.

Ich finde Deine Idee ganz prima - insbesondere für die Schiebebühne oder Drehscheibe oder ähnlich kurze Kontaktstrecken.

Bis bald!
 
Mit digitalen Grüßen
EZADA
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Winfried Hoffmann

Hallo,

ich kann nun nicht sagen, dass das kein Thema für Andere ist. Mich hat es jedenfalls interessiert, ich habe mir die Zeichnung ausgedruckt und werde beim Einbau meiner Drehscheibe überlegen, ob mir dieser Vorschlag nützt. Also, vielen Dank für die ausführliche Info.
 
Gruß aus Franken, Winfried
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Thorsten Haller

Hallo,

damit es nicht heißt, daß würde keinen interessieren. Ich finde die Idee klasse. Evtl. kann ich sie für meine Lokschuppengleise verwenden. Dann kann ich dort auch leichter E-Loks abstellen.  
Viele Grüße
Thorsten

--
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Harry Lorenz

Hallo miteinander

Ich habe im Kopfbahnhof am Ende der Gleise Reflexlichtschranken eingebaut.
Ebenso werde ich an allen Stellen (z.B Lokschuppen), wo es auf genaues Anhalten ankommt, diese LiSchr. einbauen. Somit ist es egal, ob die Lok mit den Haftreifen voran ankommt oder umgekehrt. Bis jetzt gab es damit keine Probleme, da ja dort überall nur langsamst gefahren wird. Eine Schiebebühne habe ich aber nicht und bei meiner Drehscheibe bin ich noch nicht so weit. Aber vielleicht könnte das eine Alternative beim Schiebebühnenbetrieb und Drehscheibe sein. Eine Überlegung ist es allemal wert.  
Allzeit gute Fahrt mit Win Digipet

Mit herzlichen Grüßen  

Harry
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Markus Herzog

Hallo Peter,

auch ich bin von deiner Idee begeistert und werde demnächst mal versuchen sie umzusetzen.

Grüße
Markus
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Gian Bott

Hallo Herr Zapp,

In Antwort auf:
Dies ist offenbar kein Thema für dieses Forum > nur 99 haben gelesen und keiner antwortet.



Da bin ich nicht ganz Ihrer Meinung, die Idee ist so gut dass man gar keine Antwort schreiben musste sondern sofort in den Keller zum ausprobieren gegangen ist  .

Für mich existiert mindestens bei Spur H0m das Problem sowieso nicht, da Bemo keine Haftreifen mehr einsetzt. Deshalb auch von mir (k)eine Antwort .

 

PeterMünch

Hallo Freunde,

ich bin ja überrascht was hier los ist.

@ Edgar: da hast Du ja eine Lawine ins Rollen gebracht.

Ich denke schon, das Feetback wichtig ist. Wie sonst könnten wir Fragen, Lösungen und Vorschläge auf eine breite Basis stellen?

Andererseits glaube ich, dass mein Vorschlag "nur" für die Modellbahner unter uns interresant ist, welche Mä Material einsetzen und sich dann noch auf Ihrer Anlage schon einmal "bewußt" mit dem "Haftreifen Problem" beschäftigt haben.

Natürlich gibt es auch andere Lösungen. Thorsten hat ja schon vor Tagen die Lichtschranken angesprochen. Harry setzt diese, wie er schreibt, mit Erfolg ein. Aber auch Reedkontakte, Hall-IC's etc. sind möglich.

Jeder muss für sich, seine Rückmelde Situation auf der Anlage und seinen Geldbeutel, die beste "Lösung" finden. Der "Eine" liebt eben die "High Tech Lösung", der "Andere" versucht's auf "konventionellen Art". Diese Vielseitigkeit ist aber auch das interresante an unserem gemeinsamen Hobby.

Zum guten Schluss zählt, der erst durch einwandfreie Rückmeldungen mögliche, reibungslose Fahrbetrieb. Und "nur" durch korrekte Rückmeldungen kann WDP sein ganzes "Können" ausspielen.

in diesem Sinne  
Mit freundlichen Grüssen aus dem Bergischen Land

Peter


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Gerd Boll

Hallo
Nun gebe auch ich meinen Senf dazu.
Meine Erfahrungen sind, das die Radsätze im Spurmaß nicht alle so gleich eingestellt sind, das sie so sicheren Kontakt geben würden. Es kann helfen, muß aber nicht.
Ich würde bei Drehscheibe/Schiebebühne eher ein Blechstreifen unten flach auf die Kleineisenimitationen aufbringen, die die Spurkränze auflaufen lassen.Somit ist die Spurweite egal, die Spurkranzhöhe ist bei gleichem Hersteller identisch.
Ebenso könnte man diese Gleisstücke auch als "Rillenschiene" tarnen, was bei SB/DS noch echt wirken könnte.
Die Lösung kann ich natürlich nur im Langsamfahrbereich empfehlen.
 
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PeterMünch

Hallo Gerd,

der Vorschlag mit der "Rillenschiene" gefällt mir gut.
Werde mal schauen wo ich geeignetes Material herbekomme und dann auch mal testen.

Das nicht alle Radsätze 100 % gleich sind ist mir auch schon aufgefallen. Um die geringen Differenzen auszugleichen bin ich hergegangen und habe die Messingdrähte mit ein wenig Spannung eingebaut, so dass diese zwischen zwei Lötpunkten ganz leicht gegen die Radsätze federn. Es reicht meist schon aus einen kleinen Schraubendreher zwischen Gleisprofil und Draht zu drücken um den Draht in Form zu bringen.

Wie hält's Du das denn auf Deiner Anlage mit der Rückmeldung von solchen "Spezial Kontaktstrecken"?
 
Mit freundlichen Grüssen aus dem Bergischen Land

Peter


Anlagen PC: P4 3,0 Ghz / 2048 MB Ram / XP prof. SP2 / WDP Pro X.3
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Gerd Boll

Hallo Peter
In Antwort auf:
Wie hält's Du das denn auf Deiner Anlage mit der Rückmeldung von solchen "Spezial Kontaktstrecken"?


Sehr "Stiefmütterlich"
Ich muß gestehen, ich habe meine Rangierbereiche bisher in keinerlei Automatik eingebunden, und bin deshalb auch nicht auf Rückmeldungen angewiesen.
Ideen hätte ich genug, nur die Zeit...  
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Lothar Nehrke

Hallo Herr Lorenz,

ich hebe das Problem, dass ich im Schattenbahnhof punktgenau halten muß. Zur Lösung möchte ich Lichtschranken einsetzen.
Haben Sie evtl eine Schaltung und/oder eine Materialliste für mich?

Besten Dank im Voraus!  

ThKaS

Hallo Lothar,

bei Christian Lütgens gibt es zwei http://www.christian-luetgens.de/eisenbahn/Eisenbahn.htm" target="_blank">Lichtschrankenlösungen .

Die Variante zwei habe ich gebaut und im Einsatz. Bis ca. 10cm Abstandfunktioniert das Teil sehr gut. Mit den Widerständen muss man etwas testen (wie Christian auch schreibt)  
lieben Gruss von südlich des Weisswurst-Äquators
Thomas
-> kuckst Du hier http://www.thkas-moba.de und http://www.mucis.de
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Lothar Nehrke

Besten Dank!

Für mich wäre Variante 1 die geeignete.

Gruß
Lothar