Weichen - Stellungsmeldung bzgl. Thread von Lothar - Anregung
 

Weichen - Stellungsmeldung bzgl. Thread von Lothar - Anregung

Begonnen von Kalle, 13. April 2005, 07:10:22

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Kalle

Hi,

fuer die "Nicht-Experten" habe ich mal eine Skizze angefertigt ueber zwei moegliche Stellungs-Rueckmeldungen der Weichenzunge, basierend auf "Lichtschranken", damit sie eine Vorstellung von der "Sache" erhalten.
Die Lagen der Bauteile sind willkuerlich zur besseren Darstellung von oben und teilw. von unten "gemalt". Man kann die Loecher auch quer oder schraeg in die Stellschwelle bohren oder den Reflexstreifen seitlich oder von unten an die Stellschwelle anbringen.
Vielleicht mal als gedankliche Anregung fuer diejenigen, die so etwas unbedingt realisieren wollen. Eine "Pfriemelei" wird es schon, dieses aufzubauen und genau zu justieren. Glaube, damit werden viele mObAner wohl ueberfordert sein, schon allein wegen der "mechanischen" Praezision, die "Zunge liegt (fast, reicht eigentlich) an" - Schaltsignale im letzten "Moment" zu erzeugen.
Deshalb habe ich versucht, die Groessenverhaeltnisse ungefaehr darzustellen.
Datei ist "jpg"- Screen-Schnappschuss, evtl. erst speichern - mit Windoofs- Fax- und Bild- Anzeige auf dem Glotzoscreen darzustellen.
Die Elektronik duerfte nicht allzu schwer sein, Auswertung ueber eine X-NOR-Logik mit Fehler- (Frei-) Sperreingang beim Umlegen der Zunge.
X-NOR = Freigabesignal, wenn beide "Lichtschranken" unterschiedliche Signalpegel haben - wenn Gleichheit, d. h. beide "dunkel" oder "hell" erfolgt ein Fehlersignal.
Beim Umlegen der Weichenzunge muesste der Ausgang als Fehlersignal, ueber den Fehlersignaleingag beeinflusst, ausgegeben werden, sodass nach Freigabe des Ausganges wirklich die unterschiedlichen Signale der Lichtschranken, ausgewertet als nur ein Signal, ausgegeben wird.
Kompliziert, nicht wahr - von der Schaltung her eigentlich soweit nicht.
Vielleicht findet sich ein "elektronischer WDPetler", der u. a. auch die mechanische, praezise "Pfriemelei" auf sich nimmt und dies zur "Serienreife bringt" - auch fuer N und evtl. fuer Z.
Unempfindlich gegen Verschmutzungen usw. soll das auch noch sein, eine einfache Montage fuer "jedermann" ist selbstverstaendlich, und .....kosten soll das Ganze nach Moeglichkeit auch nicht viel (ist ja relativ).







   
Viele Grüsse
Karl

xerxes

Hallo Karl,

Du hast aber schnell reagiert. Aber so ähnlich habe ich es mir gedacht. Ein Wort noch zur Auswertung - diese müßte eigentlich von einem innovativen Weichendecoder vorgenommen werden, der am Loconet oder CAN-Bus hängt. Für derartige innovativen Ansätze wäre aus meiner Sicht wohl Zimo der richtige Ansprechpartner. Das Motorola System ist ja wohl so ziemlich ausgereizt, dieses hat ja Märklin auch schon gemerkt und propagiert ein neues System. Ich weiß nur nicht was das mit den 16000 Loks soll, bei Rückmeldern hätte ich da schon mehr Verständnis. Aber Nichts desto Trotz dieses System ist nun mal sehr verbreitet und wird auch noch auf längere Zeit das Marktgeschehen bestimmen. Die zu suchende Lösung muß also sowohl vorwärts gerichtet sein als auch abwärts kompatibel, mit Rücksicht der bislang(seit 1986) getätigten Investitionen. Es ist aber ermutigend das Du den Ball aufgenommen hast. Wir wollen mal abwarten wer sich uns gedanklich auch noch anschliessen wird.

 
Viele Grüße aus dem hohen Norden

Lothar



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Mä 6020,6051, Twin Center, LDT HSI,Celeron 1,8GHz, 256 MB,Xp Home; H0 2-Ltr.Gl.-Länge ca. 450 mtr, 98 Weichen, 16xs88 RM, GBM 2-fach und 4-fach; 2 x 20A Sonderbooster v.Gerd Boll

Kalle

Hi Lothar,

In Antwort auf:
Für derartige innovativen Ansätze wäre aus meiner Sicht wohl Zimo der richtige Ansprechpartner.



Genau das habe ich auch gedacht, ist ja praktisch ein "HI-END-System". Glaube, dass der "H. Zimo" auch bestimmt schon daran gedacht hat oder vielleicht noch denkt. Frage mich nur, warum er dieses noch nicht "gemacht" hat ?

Wollen wir mal auf dem Teppich bleiben, viele MoBahner koennen sich das doch nicht erlauben, ich auch nicht. Habe fuer mich selbst ja schon das "Selectrix" auserkoren, schon allein wegen der "Datensicherheit" - und es ist ja auch nicht gerade ganz billig.
Und betreffs der Auswertungen evtl. solcher "Kontroll-Signale", hatte ich vor kurzer Zeit in einem Thread den sog. "Weichenverwalter" erwaehnt, der auch ein MoBa-Programm von diesen zusaetzlichen Aufgaben entlasten wuerde.
Einen anderen Vorschlag hatte ich auch gemacht, und zwar, die Weichenantriebe mit 100 Hz - Gleichstrom anzusteuern (nur einen Brueckengleichrichter in die Weichenversorgung), damit der Polaritaetswechsel nicht innerhalb des Schaltvorganges mehr oder weniger Ummagnetisierungen des Ankers hervorruft. Kann mir vorstellen, dass ein leichgaengiger Weichenantrieb innerhalb von 10 ms bis 20 ms umschaltet und prellt, weil ja die Sinushalbwelle alle 10 ms durch die "Null-Linie" geht und ein schwergaengiger(er)Antrieb "seine Schwierigkeiten" hat. Bei Polaritaeten nur in einer Richtung wuerde der Anker, solange der Schaltkontakt betaetigt ist, immer wieder in die gleiche Richtung gezogen werden. Auch mit den Endabschaltungen ist es eine Sache, unterbrechen diese durch mechanische Toleranzen den Strom zu frueh, bleibt dem Anker nur sein "Schwung" um die Endlage zu erreichen (diesen kann man mit hoeherer Spannung, dadurch hoeherer Strom, "hinbiegen". Deshalb wird dieser oft gebrueckt, und wenn bei MM der Dekoderkanal nicht abgeschaltet wird, - stinkt´s zum Himmel-.

Mit induktiver Abtastung ueber einen kleinen Eisenkern in einer Spule habe ich schon experimentiert - leider spielten Temperaturprobleme eine Rolle, weil dadurch der Oszillator verstimmt wurde und die Schaltschwellen fuer "Weiche rund und Weiche gerade" dann nicht mehr stimmten. Funktioniert halbwegs sicher bei Spur 1 Weichen. Fuer hoeher Frequenzen des Oszillators, um diesen ohne viel Aufwand fuer kleinere Spulen einzusetzen - bestimmt haette ich irgendwann Aerger mit so´ner Fernmeldeinstitution bekommen.

Persoenlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein motorischer Antrieb - Fulgurex, zuverlaessig und laut oder die Servo-Antriebe, - bei vernuenftiger mechanischer, d. h. u. a. auch kraftschluessigerer  Kopplung mit der Stellschwelle (keine zu "weichen" Stelldraehte) und entsprechender Pflege der "Stellumgebung", wie z. B. sauberhalten, den Schotter nicht ganz zu nahe an die Stell-Mechanik, schon sehr, sehr zuverlaessig arbeiten.
Denn auch Lichtschranken-Systeme brauchen Pflege. Sind diese oft verschmutzt, koennen diese einen MoBahner auch in den "Wahnsinn" treiben, vor allem im Schattenbahnhof.

Auch wuerde ich die Weichen selbst nicht festschrauben um moegliche, mechanische Verspannungen vorzubeugen, welche bei Kunststoff und einige andere Materialien, ja nicht immer sofort zutage treten, sondern erst, wenn die Weiche "gealtert" ist und alle davon betroffenen Teile sich der "Deformierung" angepasst haben. Irgendwann klemmt´s.
Genau wie ein klemmender Stangenantrieb bei der Dampflok, der praktisch kaum von "allein weggeht", hoechstens kurz vorm reparaturintensiven "Zerfall".

Selbst werde ich entweder die Servo-Antriebe nehmen oder einen der "Selbstgebauten", bestehend aus einem Bertsch - Scheibenlaeufer und einer "Schrauben"-Spindel oder aus "Fischertechnik". Die Spindel mit Spindelmutter aus einem Edelstahlgewinde (diese haben im allgemeinen schoene, glatte Gewindeflanken)  mit Messing-Spindelmutter, bzw. Huelse  und Endschaltern oder die kleine "Fischertechnik-Schnecke m=1 mit entsprechendem Spindelmutter-Baustein und Endchaltern. Ist zwar etwas klapprig, dafuer aber wenig schmutzempfindlich und wartungsarm.
Bin mir in dieser Sache noch nicht ganz schluessig.

         
Viele Grüsse
Karl

xerxes

Moin Karl,

ich will das Thema nicht weiter vertiefen aber in Bezug auf Stellantriebe habe ich gute Erfahrungen mit den motorischen Unterflurantrieben von Conrad gemacht. Ich steuere  mit den Steinzeit k83 an und die Länge des default Stellimpulses reicht voll und ganz aus die Weiche sauber zu schalten. Die wahlweise ohne Aufpreis erhältlichen Umschalter dienen bei mir als Signalansteuerung und ersparen mit teure k84. Die Signale sind bei Einsatz von WDP eh nur Mimik. Bei Abnahme von 10 Stck kostet der motorische Unterflur man gerade 4,95EUR. im Gegensatz dazu verursachen die magnetischen Stellantriebe Kosten in mehr als der doppelten Höhe. Soviel zu diesem Thema. Ich bin da ganz pragmatisch. Geiz ist nicht unbedingt Geil aber Sparsamkeit an der richtigen Stelle ermöglicht manchen Traum.
In dem Sinne weiterhin fröhliches Planen und Sinnieren. Bis zum nächsten Plausch.  
Viele Grüße aus dem hohen Norden

Lothar



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Mä 6020,6051, Twin Center, LDT HSI,Celeron 1,8GHz, 256 MB,Xp Home; H0 2-Ltr.Gl.-Länge ca. 450 mtr, 98 Weichen, 16xs88 RM, GBM 2-fach und 4-fach; 2 x 20A Sonderbooster v.Gerd Boll

Kalle

Hi Lothar,

In Antwort auf:
Moin Karl,



bist Du jetzt erst wach geworden oder ? - Der Thread geht ja schon den ganzen Morgen.

Spass beiseite - wie auch immer:

Jedem das Seine und seine Erfahrungen - ich habe mit den Con-Antrieben nicht so gute Erfahrungen gemacht.
Mal noch eine gaaanz bescheidene Frage: Benutzt Du auch die Herzstueck - Polarisierungsmoeglichkeit?

In diesem Sinne auch allen ein froehliches
und zufriedenes MoBa - Hobby und....



 
Viele Grüsse
Karl

xerxes

Hi Karl,
Du wohnst ja wohl auch vor der Kiste. Die Polarisierungsmöglichkeit nutze ich nur bei den mir vertretenen wenigen Rocoweiche. Ich habe nebenbei gesagt ein ziemliches Gleismaterialsammelsurium. Alles was zueinanderpaßt wird eingebaut. Ich werde Dir mal meine Wintrack Dateien als auch die GBD aus WDP als JPG auf Deine hoffentlich angegebene Mailadresse rüberschicken, dann kannst Du Dir ein Bild von meinem "Bahnsinn" machen. Ich bin noch fürchterlich am bauen. Laut Wintrack sind es bis dato incl. der nicht in Wintrack abgebildeten SBHFe 3 und 4  ca.650 mtr und so an die 138 Weichen. Da ich mit Motorola schalte werde ich wohl einen Booster zur Decoderversorgung zusätzlich installieren müssen. Norbert Burkert berichtete kürzlich das seine ca 25 Decoder  fast 2A zogen und ich werde mehr als 40 haben. Die CU reicht dann nicht mehr.  
Viele Grüße aus dem hohen Norden

Lothar



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Gerd Boll

Hallo Lothar
Wenn 25 "K83" 2A ziehen ist was oberfaul.
Ein k83 darf im Leerlauf vieleicht 10mA benötigen, eher weniger.
Schalten tut immer nur ein Kanal, bedingt durch die serielle Datenverarbeitung.
Fazit: ein 2,5A Booster sollte für 150 k83 (600Weichen/Signale)locker ausreichen, dabei bleibt noch 1A als Schaltstrom übrig. Übrigens zeigt dieses Prinzip auch meine Stromanzeige an meiner IB an. An diesem Stromkreis hängen alle meine k83, und im Leerlauf leuchtet max 1 Balken, also ca. 300mA. Schaltet dann eine Weichenstraße, geht die Anzeige auf 1,5A hoch, wenn ein Weichenantrieb hängt, auch mal auf 2,5A.

Übrigens meine k83 sind nicht von Märklin.  
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2021
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin-C-,und K-Gleis,IB 1+2, TAMS EC+MC², HSI-RS232, Märklin CS3+, 6021,
  • Rechnerkonfiguration:
    Win10 / 64bit.

xerxes

Hallo Gerd,

nett das Du dich hier auch zu Wort meldest und mir somit die Chance der Beförderung im Forum gegeben ist.
Meine Weisheit habe ich aus dem Thread 23115 v. 22.01.05 bezogen, in welchem Dein Betakollege Norbert Burkert wörtlich schreibt "25 Decoder ziehen ca. 1,5 A Leerlaufstrom". Das erscheint mir angesichts Deiner Aussage ein recht hoher Wert zu sein. Da ich beim jetzigen Stand meiner Planung ca 60 Decoder versorgen muß habe ich aus der Informationslage geschlossen einen weiteren Booster für den Schaltbetrieb vorsehen zu müssen. Wenn die von Norbert gegebene Info der Realität entspricht, werde ich wohl nicht umhinkönnen. Dieses nur zur Richtigstellung und Nennung der Quelle meiner Weisheit. Du kannst Dich ja mit Norbert diesbezüglich in Verbindung setzen.  
Viele Grüße aus dem hohen Norden

Lothar



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