Rückmeldung und Gleisbesetztmelder?
 

Rückmeldung und Gleisbesetztmelder?

Begonnen von Harald Burghardt, 24. Mai 2005, 09:36:08

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Harald Burghardt

Grundsätliche Frage zum Einsatz von Rückmeldern mit integrierten Gleisbesetztmeldern (Littfinsky, Viessmann): Da ich meine Anlage erstmals mit Rückmeldemodulen ausstatten werde und die Steuerung mit WD 9.0 erfolgen wird, würde ich gerne wissen, ob ich alle Gleisabschnitte(Bremsabschnitte, Halteabschnitte, allgemeine Streckenabschnitte in Blockstrecken etc.) mit Rückmeldemodulen mit integrierten Gleisbesetztmeldern ausstatten sollte? Diese sind etwa doppelt so teuer wie "normale" s88-Rückmelder. Was ist sinnvoll und üblich für Zweileiter-Gleichstrom (TwinCenter, WD 9.0)? Muss ich, wenn ich mit Schaltkontakten arbeite (z.B. Reed), bei der Festlegung der Länge von Bremsstrecken auch Schienen isolieren bzw. wie wird dann die Länge definiert?
Vielen Dank. Harald.  
Vielen Dank und viele Grüße
Harald
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xerxes

Hallo Harald,

grundsätzlich mußt Du bei 2-Leitergleisen GBM einsetzen. Es müssen aber nicht die teuren Kombigeräte sein. Ich würde an Deiner Stelle ganz normale S88 einsetzen. Die bekommst Du bei Gerd Boll oder aber auch bei Karlheinz Battermann. Die GBM mit Optoausgang(galvanische Trennung) würde ich bei http://www.jokashop.de" target="_blank">www.jokashop.de beziehen(günstig).Die Verbindung zu den S88 Modulen nimmst Du dann mit normaler Telefonleitung(2x2, 4x2,oder 8x2) vor. Bei den Kombimodulen müßtest Du min 0,75qdr. verlegen und das jeweils 8 x zu den Gleisen. Die S88 kannst Du dann auch an einem Ort(Battermann S88 6 Stück auf einer Grundplatine) zusammenfassen und die Busleitungen kurz und störsicher halten.
Das zur Hardware. Was nun die Gleise angeht solltest Du folgendermassen vorgehen.
1. die Strecke sollte komplett abgedeckt sein, denn die Stromfühler setzen mittels der darin befindlichen Dioden die Spannung herab. Es würden dadurch zwischen überwachten und nicht überwachten Bereichen Spannungsdifferenzen bestehen. Wenn Du die Beschreibung der Viessmann GBM aufmerksam liest, wirst Du feststellen das dort empfohlen wird die nicht überwachten Gleise mit einer Schaltung aus antiparallel geschalteten Dioden auszustatten .
Für die Anordnung und Länge der Gleiskontakte würde ich an Deiner Stelle für den Bremskontakt ca 60 -100 cm und für den Stoppkontakt ca 30 -50 cm vorsehen(sichere Signalübertragung). Desweiteren solltest Du dir Gedanken über Deinen Betriebsablauf machen, denn überall dort wo Du Action willst oder einen Sound, muß ein auslösender Kontakt sein. Ein Blick in die Workshops oder auch ins Handbuch, denn dort sind auch diverse Beispiele aufgeführt und erläutert, kann nicht schaden. Dir alles zu schreiben wäre einfach zu mühsam. Ich hoffe das Du mit meinen Ausführungen in die virtuelle Planung einsteigen kannst. Ich wünsche Dir viel Vergnügen dabei.    
Viele Grüße aus dem hohen Norden

Lothar



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Mä 6020,6051, Twin Center, LDT HSI,Celeron 1,8GHz, 256 MB,Xp Home; H0 2-Ltr.Gl.-Länge ca. 450 mtr, 98 Weichen, 16xs88 RM, GBM 2-fach und 4-fach; 2 x 20A Sonderbooster v.Gerd Boll

Karlheinz Battermann

Hallo Harald,
das was Lothar geschrieben hat, kann ich nur unterstützen. Wenn du weitere Infos zur Herstellung von Rückmeldestellen sehen möchtest, so kannst du auch auf meinen Seiten unter Win-Digipet viele Anregungen finden. Dort habe ich es zwar für das Märklin-System beschrieben, doch das gilt in weitem Sinne auch für das 2-Leitersystem.
Und aus vielfacher Erfahrung kann ich nur dazu raten, lieber sehr viele Rückmeldestrecken beim Bau der Moba zu planen und einzubauen. Das ist zwar beim 2-Leitersystem etwas teuerer, doch im Anfang kann man ja auch mal 2 oder auch 3 Rückmeldestrecken zusammen an einen GBM anschließen.
Sollte dann später der Wunsch nach einer Auftrennung dieser zusammengefassten Rückmeldestrecke bestehen, so ist das nicht weiter schlimm, die zuvor verbundenen Rückmeldekabel vom Gleis zum GBM werden einfach wieder getrennt und an einen weiteren GBM angeschlossen. Das ist auf jeden Fall einfacher als später auf der fertigen Moba solche Trennstellen nachträglich herzustellen.

Ich wünsche dir viel Spaß mit WDP und der Moba.  
Herzliche Grüße aus Bad Lauterberg
Karlheinz


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xerxes

Hallo Harald,

noch eine Ergänzung.-vom Einsatz von Reedkontakten würde ich Abstand nehmen!!- Du brauchst Dauerkontakte für die Gleisbesetztmeldungen, stromlose Abschnitte, wie vormals üblich, können ganz entfallen. Bei der Bemessung von Stoppstrecken ist der Punkt der Stromabnahme der Lok zu beachten. Bei Märklin sind die Räder der Vorlaufachsen der Lokomotiven leitend verbunden, was bei 2-Leiterfahrzeugen leider nicht der Fall ist, es sei denn man pfriemelt einen Widerstand von 10 Kohm in das Vorlaufgestell oder die je nach Fahrtrichtung erste Achse. Auf jeden Fall sollten Brems- und Stoppstrecken so bemessen sein ,daß man ohne Timer, d.h. ohne zusätzliche Rechnerleistung auskommt, denn die wird garantiert noch woanders benötigt. Das nur als Nachsatz zu meinem ersten Beitrag.  
Viele Grüße aus dem hohen Norden

Lothar



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Mä 6020,6051, Twin Center, LDT HSI,Celeron 1,8GHz, 256 MB,Xp Home; H0 2-Ltr.Gl.-Länge ca. 450 mtr, 98 Weichen, 16xs88 RM, GBM 2-fach und 4-fach; 2 x 20A Sonderbooster v.Gerd Boll

Tom Blikstad

Hallo Lothar

von dir:
"Grundsätzlich mußt Du bei 2-Leitergleisen GBM einsetzen. Es müssen aber nicht die teuren Kombigeräte sein. Ich würde an Deiner Stelle ganz normale S88 einsetzen. Die bekommst Du bei Gerd Boll oder aber auch bei Karlheinz Battermann. Die GBM mit Optoausgang(galvanische Trennung) würde ich bei http://www.jokashop.de" target="_blank">www.jokashop.de beziehen(günstig)".

Ich suche immer noch eine Decoder-Lösung für meinen Kollege.
Er benutzt 2-Leitergleis und dazu wollte er s88 gegen LENZ digital Plus (LZV100).

Gilt noch das alles oben von dir auch für seine Wahl der Steuerung?

Vielen Dank noch, Grüsse aus Norwegen
Tom Blikstad
Grüsse
Tom Blikstad
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TRAFO/BOOSTER: Heller 2x7,5 A, ESU ECoS + MA-decoder: Viessmann 5291 + RM-decoder: Gerd Boll,WinDigipet 9.1 + WinTrack 8, Märklin K-Gleise: 182 m, 93 Weichen + 12 Kreuzungen

Harald Burghardt

Vielen Dank für die wertvollen Tipps. Ich bin mir meiner Entscheidung noch nicht sicher, insbesondere habe ich noch nicht den Unterschied bzgl. der zu verwendenden Kabelquerschnitte zu den Gleisabschnitten bei Kombimodul (0,75) und GBM mit zusätzlichem normalen s88-Rückmeldebaustein (Telefonkabel) verstanden. Wie erfolgt bei der Variante mit getrenntem GBM und s88 Rückmeldemodul der Anschluss zu den Gleisabschnitten, insbesondere mit welchem Kabelquerschnitt? Für den Fall der Wahl der Kombimodule: Reichen denn kleinere Querschnitte nicht evtl. aus? In einem Blockabschnitt wird sich maximal nur ein Zug (Lok mit ca. 6 beleuchteten Wagen) als Stromverbraucher aufhalten. Vielen Dank für Eure Mühe.
Harald  
Vielen Dank und viele Grüße
Harald
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xerxes

Hallo Tom,

ich hatte in Deinem Thread diese Dinge schon einmal erläutert und Dir die Website http://www.jokashop.de" target="_blank">www.jokashop.de empfohlen.
Dann solltest Du auch noch einmal die WEBsite von Karlheinz Battermann aufrufen und Dir seine S 88 ansehen. Sehr interessant , sehr kompakt. Ebenfalls zu empfehlen sind die S88 von Gerd Boll, anreihbar mit Lötbrücken(keine teuren Kabel und mit einseitig liegenden Anschlüssen und obendrein mit Kontroll LED zur Überprüfung des richtigen Anschlusses des Busses. Die GBM benötigen keine Stromversorgung und die Ausgänge der Optokoppler verbindet man einfach über Telefonleitung mit den Eingängen der S88. Kosten pro Meldestelle ca 4,40 EUR in etwa doppelt so teuer wie beim Märklingleis. Ich hoffe ihr kommt mit diesen Aussagen weiter. Mit Lenz kenne ich mich nicht aus, vielleicht wendet Ihr Euch damit direkt an Lenz. Ansonsten sollte Dein Kollege das HSI nehmen, denn das meldet direkt an den PC. Wenn mich nicht alles täuscht hast Du einen Booster von Heller. Habe ich mir auch angesehen, habe mir dann aber 2 Doppelbooster mit je 20 A von Gerd Boll bauen lassen. Super Geräte mit toller Ausstattung, abnehmbare Klemmen, Leistungsanzeige und Ausgängen für S88 zur Darstellung in WDP. Da ich DCC fahre, habe ich mir aus den USA von NCE Triple Trips zur Splittung der jeweils 10 Amp. auf 3 bzw. 4 Amp.pro Strang beschafft. Die Dinger arbeiten laut Aussage von Gerd Boll leider nur mit DCC Signal, bei Motorola schalten die sofort ab. Leider!!
Hilsen fra Tyskland      
Viele Grüße aus dem hohen Norden

Lothar



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Mä 6020,6051, Twin Center, LDT HSI,Celeron 1,8GHz, 256 MB,Xp Home; H0 2-Ltr.Gl.-Länge ca. 450 mtr, 98 Weichen, 16xs88 RM, GBM 2-fach und 4-fach; 2 x 20A Sonderbooster v.Gerd Boll

Tom Blikstad

In Antwort auf:
Wenn mich nicht alles täuscht hast Du einen Booster von Heller. Habe ich mir auch angesehen, habe mir dann aber 2 Doppelbooster mit je 20 A von Gerd Boll bauen lassen. Super Geräte mit toller Ausstattung, abnehmbare Klemmen, Leistungsanzeige und Ausgängen für S88 zur Darstellung in WDP.


Hallo Lothar

Du irrest dich nicht wegen mir, aber hat Heller 20 Ampere Leistung?

Ich glaubte, er hätte 15 Ampere oder 2 x 7,5 Ampere. Ich war selber in Ahrensburg vorbei um die letzter Typ abzuholen.

mfG
Tom Blikstad  
Grüsse
Tom Blikstad
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xerxes

Hi Harald,

zu Deiner Frage wegen der Kabelquerschnitte. Beim Kombimodul(dezentrale Anordnung unter der Anlage) leitest Du den Fahrstrom(zumindest einen Pol) durch den integrierten GBM zum Gleis. Bei der Splitvariante montierst Du den 4-fach oder 8-fach GBM in der Nähe der Gleise und führst nur die Meldung dem S88, der sich dann in der Nähe Deiner Zentrale sitzt, zu. Im Ergebnis bedeutet das, das die langen Distanzen bei der Splitausführung mit kleinen Querschnitten überbrückt werden und die Kurzen mit größeren widerstandsarmen Querschnitten. Lies bitte auch mal die Beiträge im Forum bezüglich des S88 Busses und die möglichen Probleme mit demselben.    
Viele Grüße aus dem hohen Norden

Lothar



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xerxes

Hi Tom,

die 20 Amp kamen bei mir dadurch zustande, das die Triple trips max 10 Amp. verdauen und wahlweise in drei Stränge von 2,3A, 3,0A und 4A aufteilen können. Überdies ist die Abschaltzeit und Pause nach Kurzschluß programmierbar. Ich fahre an jedem 10 A-Strang 3x 4Amp. Der Coin Test funktioniert hervorragend. Kein verschweißen, nicht einmal Schmauchstellen. Ich erwähnte dieses Thema nur, weil Gerd's Booster besser ausgestattet ist und obendrein das Preisleistungverhältnis günstiger liegt. Bei Neuanschaffungen unbedingt berücksichtigen.  
Viele Grüße aus dem hohen Norden

Lothar



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Kalle

Hi Lothar,

dann kann ich die "Triple Trips" fuer SX ja auch nicht verwenden. Scheinen auf die DCC-Signale abgestimmt zu sein und brauchen einen direkten Massebezug.
Leider ist bei SX kein direkter Massebezug am Gleis vorhanden, die SX-Leistungs-Signale werden ueber Bruecken-Endstufen ans Gleis gelegt, somit faehrt SX .."masselos".
Hatte auch schon ueberlegt, mir eine "dicke" Endstufe zu bauen und diese New Yorker Wunderwerke einzusetzen. Nun nach Deinen Ausfuehrungen habe ich dazu gelernt und lasse es sein. Alles kann, muss man aber nicht selber machen, lohnt sich auch nicht immer.

 
Viele Grüsse
Karl

xerxes

Hallo Karl,

zu dem Zeitpunkt als ich Dir die Info sandte, hatte Gerd Boll die Dinger noch nicht ausprobiert. Gut das Du das gelesen hast. Vielleicht wagt sich ja doch einer unserer Elektronikspezis an so eine Geschichte, die ich im Übrigen für sinnvoll erachte. Dir bleibt ja dann wohl vorerst nur der Power 3 oder 6 von Uhlenbrock oder alternativ die FMZ Booster von Fleischmann mittels Adapter an der IB. Wenn Du diese dann einsetzen willst. Alles andere ist sehr speziell und teuer. Wegen der Größe meiner Anlage und der damit auch verbundenen längeren Bauzeit habe ich auf Nummer sicher, auf DCC gesetzt, weil da ja wohl auch unbestritten das größte Angebot besteht. Desweiteren habe ich dort auch die Möglichkeit des gemeinsamen Potentials und somit auch keine Übergangsprobleme an Boosterbereichgrenzen. Ich habe im Übrigen die Kühn Decoder 025 und 145 ausgiebig in Fleischmann, Hamo, Rivarossi, Liliput, Lima und Trix getestet und muß sagen ein toller Decoder wenn man DCC fährt. Aus Sicht von Märklin ist Motorola ja wohl auch ein Auslaufmodell, jedoch das neue Gerät ist noch nicht marktfähig. Tolle Perspektive. Wie Du dem Thread entnehmen konntest habe ich mein Rückmeldeproblem qualitativ als auch kostenmäßig optimiert lösen können. Ich bin gerade dabei meine untere Etage zu verdrahten und muß  dabei natürlich auch einiges beachten was durch die darüberliegenden  Ebenen noch an Kabel dazukommt. Es werden trotz Otimierung einige 100,wenn nicht sogar über 1000 werden. Wenn Du fachchinesisch schwaetzen willst, mail mich ruhig an, bin eigentlich dank flatrate immer online.  
Viele Grüße aus dem hohen Norden

Lothar



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