Schiebebetrieb beim Vorbild ?
 

Schiebebetrieb beim Vorbild ?

Begonnen von deraltecarlos, 28. Dezember 2006, 16:38:46

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

deraltecarlos

Hallo liebe MoBa-Freunde!
Ich hätte da mal eine Frage zum Schiebebetrieb beim Vorbild: wurden da die nachschiebenden Loks immer fest mit dem Zugverband gekuppelt   und der ganze Zugverband musste daher am Ende des Schiebebetriebes zum Abkuppeln der Loks angehalten werden   oder hat die Schiebelok praktisch nur nachgedrückt und der Zug konnte sich so am Ende der Steigungsstrecke praktisch ohne anzuhalten von der Schiebelok "absetzen"  
Möchte versuchen dieses Thema auf der Anlage umzusetzen und es sollte wenigstens einigermaßen vorbildgerecht aussehen bzw. ablaufen.
Ich danke schon jetzt für alle Hinweise und wünsche Euch
einen guten Rutsch und ein aufregendes MopBa-Jahr 2007  

LG
Carlos (aus einem fast unverschneiten Kärnten, unglaublich aber leider wahr ...)      
Karl Heinz Janschitz
C-Gleis + Tillig Elite mit SB-Mittelleiter
  • Win-Digipet-Version:
    2015.2b
  • Anlagenkonfiguration:
    IB (1.501) / LDT: HSI + RM-Module, Weichen- und Schaltdekoder; ESU SwitchPilotServo
  • Rechnerkonfiguration:
    XP Pro SP3 P4 3.2G 2GB

Karlheinz Battermann

Hallo Karl-Heinz,
wenn die Schiebelok nach der Steigungsstrecke das Nachschieben beenden soll, dann ist sie niemals mit dem Zug gekuppelt.
In diesen Fällen kehrt die Schiebenlok nach dem Nachschieben auf der Steigungsstrecke auch meist wieder zurück und fährt nicht bis zum nächsten Bahnhof weiter. Aber das ist auch von der Strecke abhängig, auf der nachgeschoben wird.

Sie ist nur dann mit dem Zug gekuppelt, wenn sie bis zum nächsten Halt des Zuges nachschieben und am Zug bleiben soll.  
Herzliche Grüße aus Bad Lauterberg
Karlheinz


Diverses:
http://kbattermann.de
skype: karlheinz_battermann
  • Win-Digipet-Version:
    Win-Digipet 2025.x Beta, WDP 2021, 2018, 2015, 2012, 2009 und Pro X jeweils mit aktuellem Update
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin C-Gleis, Märklin CS2, Tams MC Vers. 2.2.3
  • Rechnerkonfiguration:
    Intel Core i5 14.400 14. Gen. 10 Kerne, 16 GB RAM, Windows 11 (64bit Prof)

deraltecarlos

Hallo Karlheinz,
danke für Deine Infos.
Damit drängt sich aber auch gleich die nächste Frage auf: wie könnte ein vorbildgerechter Lösungsansatz für ein solches "Schiebe-Szenario" mit WDP aussehen
Evt. mit einer Doppeltraktion am Ausgangspunkt beginnen     aber wie die ganze Sache am Ende der Steilstrecke beenden   auflösen einer Doppeltraktion während einer (Zug-) Fahrt hab ich in WDP noch nicht kennengelernt
Bin im Moment echt ratlos wie dies in WDP realisierbar wäre - also wieder ein Thema für die echten Experten   hier im Forum  
Freue mich schon auf Eure Lösungsansätze

LG, bis bald
Carlos
 
Karl Heinz Janschitz
C-Gleis + Tillig Elite mit SB-Mittelleiter
  • Win-Digipet-Version:
    2015.2b
  • Anlagenkonfiguration:
    IB (1.501) / LDT: HSI + RM-Module, Weichen- und Schaltdekoder; ESU SwitchPilotServo
  • Rechnerkonfiguration:
    XP Pro SP3 P4 3.2G 2GB

Gian Bott

Hallo Carlos,

Ich sehe da noch ein weiteres Problem mit einer Schiebelok. Schiebt diese zu stark, werden leichtere Wagen aus den Schienen herausgedrückt, was dann zu Abstürzen führen kann. Leider fliegen unsere Modelle nicht so sanft .

Ich habe einmal versuchsweise einen langen Güterzug (ca. 17 Wagen) gebildet, hinten und vorn das gleiche Lok-Modell (Re460 von Roco) mit gleichem Decoder und mit gleichen Decodereinstellungen gefahren, den Finger immer auf der Nothalttaste. Steigungen und Gefälle hatte es keine. Es hat zu meinem eigenen Erstaunen mehrere Runden problemlos funktioniert. Trotzdem war mir die Sache zu heiss und ich werde es nicht mehr machen. Genau das ist auch der Grund, dass im zweiten Teil meiner Zürcher S-Bahn (1 Teil besteht aus Lok, 2 Doppelstockwagen und einem Doppelstock-Steuerwagen) die Lok nur ein Dummy ist, also ohne Motor und Getriebe. So muss ich im Normal- wie im Schiebebetrieb nicht mit Entgleisungen rechnen, wenn die hintere Lok einmal etwas mehr schiebt, weil die vordere Lok wegen eines kleinen Schmutzes kurz stromlos wurde.

Ich bitte Dich, diese Argumente auch zu bedenken. Es wäre ja schade, wenn teure Modelle auf dem Fussboden aufgewischt werden müssen, nur weil die Schiebelok etwas zuviel Druck machte.

mit freundlichen Grüssen

Gian  

Jens Raasch

Hi,
es kommt, wie Karl Heinz schon sagte, auf die Bahnverwaltung an. Am Gotthard wird in Erstfeld gekuppelt und in Göschenen, entkuppelt.
Das aber im Modell bei engen Kurven und starken Steigungen zu realisieren, wird schwierig. Die Lokomotiven müssen 100% gleiche Laufeigenschaften haben, sonst gibts viel Ärger.  
schöne Grüsse

Jens
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2018 premium
  • Anlagenkonfiguration:
    YD7001 + IB IR V2.0 Daisy+Iris+APP | Digikeijs RM | Lenz Ls150 | ROCO Line
  • Rechnerkonfiguration:
    HP EliteDesk i7 SFF 16GB W11 | mehrere Monitore

Jens Raasch

Der Gian war schneller  

Alles Gute für 2007!  
schöne Grüsse

Jens
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2018 premium
  • Anlagenkonfiguration:
    YD7001 + IB IR V2.0 Daisy+Iris+APP | Digikeijs RM | Lenz Ls150 | ROCO Line
  • Rechnerkonfiguration:
    HP EliteDesk i7 SFF 16GB W11 | mehrere Monitore

deraltecarlos

Hallo Gian,
danke für Deine Hinweise - wäre natürlich jammerschade wenn wir unsere teuren Modelle so immer wieder mal "mit Besen und Schaufel" zurück ins BW bringen müssten  
Und es gibt sicher noch das Eine und weitere Andere was es für einen solchen Schiebebetrieb zu beachten gibt  
Aber da ich so manches - auch hier im Forum - über die tollen Gleichlaufeigenschaften so mancher Modelle gelesen habe (ich denke es waren jene mit dem C-Sinus-Antrieb der ersten Generation von Tante-M gemeint, Bernd vom HAMST: bitte helfen/korrigieren) hat sich dieses Thema irgendwie bei mir festgesetzt  
Vielleicht hat sonst jemand hier im Forum schon mehr Erfahrung mit diesem Thema   wenn ja bitte melden!
LG
Carlos
 
Karl Heinz Janschitz
C-Gleis + Tillig Elite mit SB-Mittelleiter
  • Win-Digipet-Version:
    2015.2b
  • Anlagenkonfiguration:
    IB (1.501) / LDT: HSI + RM-Module, Weichen- und Schaltdekoder; ESU SwitchPilotServo
  • Rechnerkonfiguration:
    XP Pro SP3 P4 3.2G 2GB

Karlheinz Battermann

Hallo Carlos,
den Schiebebetrieb im Modell nachzubilden ist mit vielen Risiken verbunden. Ich habe das auf meiner Anlage mal mit einer Telex-Lok gemacht und habe aber nur sehr schwere kurze Güterwagen genommen, denn bei den langen kommt es sehr schnell mal zu Entgleisungen, wenn die Schiebelok zu sehr schiebt. Aber ich habe es dann bei den Versuchen belassen, denn wie Gian schon geschrieben hat, sind mir die Wagen und Loks zu kostbar.
Wenn du es trotzdem gern machen möchtest, so würde ich das nicht WDP überlassen, sondern die Schiebelok manuell steuern und dann wieder per Telex-Kupplung vom Zug trennen. Per Hand hat man das etwas besser im Griff und kann schneller reagieren, wenn die Wagen entgleisen wollen.  
Herzliche Grüße aus Bad Lauterberg
Karlheinz


Diverses:
http://kbattermann.de
skype: karlheinz_battermann
  • Win-Digipet-Version:
    Win-Digipet 2025.x Beta, WDP 2021, 2018, 2015, 2012, 2009 und Pro X jeweils mit aktuellem Update
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin C-Gleis, Märklin CS2, Tams MC Vers. 2.2.3
  • Rechnerkonfiguration:
    Intel Core i5 14.400 14. Gen. 10 Kerne, 16 GB RAM, Windows 11 (64bit Prof)

Thomas Wilcke

Hallo zusammen

Den Effekt könnte man erreichen, wenn man eine "leere" Lok hinter den Zug hängt, die dann gezogen wird. Jeder wird staunen und sagen: "Siehste, geht doch mit dem Schieben!"

Ansonsten keine Chance, weil die Geschwindigkeiten immer gleich sein müßten. ALso WDP müßte beiden Loks die gleiche Geschwindigkeitsinformation senden, obwohl sie sich auf unterschiedlichen Kontakten befinden und sie müßten physikalisch gleiches Laufverhalten haben, eventuell in viel Feinarbeit mit einer Geschwindigkeitskurve zu programmieren. Hier kann man nur probieren, vielleicht klappts ja. Aber wie man das steuert?!?

Mit einer speziellen Elektronik, die die Geschwindigkeit runterregelt bei Druck und hochregelt bei Zug von vorne würde das auch funktionieren...

Gruß
Thomas

BiDiB GBM Master, 10qm Anlage Spur-N im Aufbau (PECO 55 Gleise), WIN 7, Selbstbau Servodecoder, Schaltdecoder, LED-Decoder, GBM16T Rückmelder, Roco Multimaus, Railcom Zugerkennung (Adr, Speed, CV im Test ...), Faller Car System N, Eigenbau Drehscheibe+Decoder.
  • Win-Digipet-Version:
    2012.3

Fredy Waser

Hallo Karl-Heinz

Ich fahre seit längerer Zeit mit einer Schiebelock und das funktioniert bestenst. Dies sogar mit zwei verschiedenen Loktypen. Re 6/6 und Re 4/4. Sogar mit drei Loks ging es gut. Wichtig ist einfach bevor die Wagen angehängt werden, müssen die Loks in Traktion richtig eingestellt werden. Das kann man ja jetzt sehr gut mit den Lokkontrolls mittels, Höchstgeschwindigkeit, Anfahr und Bremsverhalten. Man muss einige Runden drehen mit verschiedenen Geschwindigkeiten und jeweils die Loks anpassen. Sicher hatte ich am Anfang bis die Einstellung genau erfolgte ab und zu eine Entgleisung der Wagen bis man etwas routine hat. Fahre aber meistens im Fahrplanbetrieb.

Freundliche Grüsse

Fredy    
Freundliche Grüsse aus dem schönen Zürcher-Oberland

Fredy
  • Win-Digipet-Version:
    Premium Edition 2012.3
  • Anlagenkonfiguration:
    Spur N Digitalzentrale IB I Version 2.001, 2 x Booster IB Power 3. Gleismaterial Peco,Trix. Schaltdecoder Lenz, Ls 100,110, 150. Besetztmelder Vissmann 5233 u. Litfinski GB-8,Lokdecoder DCC Lenz, Piko, Selectrix
  • Rechnerkonfiguration:
    Laptop HP, Intel i5,Win.10,4 GB RAM, 128 ssd