Programierung des Fahrverhaltens der Lok
 

Programierung des Fahrverhaltens der Lok

Begonnen von Max Schmid, 04. Januar 2007, 21:16:22

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Max Schmid

Hallo Zusammen

Habe glaub irgendwo mal was gelesen, wie Ihr die Decoder der Loks programmiert, aber ich finde es auf die Schnelle nicht mehr.
Frage: Wie regelt Ihr das Anfahr- und Bremsverhalten der Loks ?
Bis anhin hatte ich an den Decodern wenig eingestellt, sprich, die Werkseinstellungen im Allgemeinen gelassen (ausser z.B. HAG-Loks CV 53 usw.)
Nun bin ich ein wenig am probieren, auch mit Profilen und stelle einfach fest, dass bei einer Bremswerteinstellung von 1 oder 2 (in WDP) die Loks nicht sehr schön bremsen. Ich möchte einen Bremsweg von etwa 1,5 bis 2 Metern erzielen.
Wenn ich jetzt beim Decoder den Bremsweg extrem verlängere und dafür bei WDP die Werte auf 18 stelle, dann bremst der Zug sehr schön, aber ein "Halt ohne Verzögerung" ist nicht mehr möglich. D.h. die Lok fährt auch beim sogenannten Haltekontakt noch ein rechtes Stück weiter, halt eben zu weit.
Das hätte ja dann einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Fahrstrassen. Man müsste die Trennstellen anders setzen, mindestens die letzte ziemlich verlängern. Auch die Profile müssten angepasst werden.

Darum nochmal meine Frage: Macht bei Euch die Feinegelung WDP oder stellt Ihr das vorgängig am Decoder ein und WDP gibt einfach den Brems-bzw. Haltebefehl? Oder macht Ihr Beides, je nach Lok?

Danke für eure Statements im Voraus, ich weiss, entscheiden muss ich letztendlich für mich.  
Freundliche Grüsse

Max

H0-Anlage im Aufbau:
Windows XP mit SP2, PC 3 Ghz, 2 GB Ram,
WDP 2012.x, DCC-Betrieb, TAMS MC mit 9 x Power3 und IB-Com/Loconet mit UB RM zum rückmelden,
ROCO-Gleis, sichtbar Code 83, 2 SBhf mit Code 100

IIm Gartenbahn im Aufbau:
Windows Vista, Intel Core Duo, 2,2GHz, 2GB Ram
WDP 2012.x, Tams MC mit Massothbooster zum Fahren /Schalten, IB-Com mittels Loconet zum Melden über Blücher RM.
Edelstahlgleis und vernickelte LGB Weichen.
WDP-Mobile auf beiden Anlage

Kalle

Hi Max,

ich stelle die ABV in den Loks so ein dass die Fahrstufen gleichmaessig hochlaufen, (keine Spruenge), den Rest bei WDP und bei extrem langen Bremsstrecken beim "rasenden Max", die habe ich beide leider nicht, waere es doch auch schoener, noch eine zusaetzliche Bremsstrecke einzuplanen. Sieht oft auch naturgetreuer aus, wenn der Zug vor dem Bahnsteigbereich langsam bremsend dem Bereich sich naehert, langsam weiterzuegelt,  ab einem Punkt noch weiter abgebremst wird und schliesslich am "Stoppschild" stehenbleibt - oder auch nicht. Muss dann halt noch ein paar Profile mehr erstellen.  
 
Viele Grüsse
Karl

Gian Bott

Hallo Max,

In Antwort auf:
Darum nochmal meine Frage: Macht bei Euch die Feinegelung WDP oder stellt Ihr das vorgängig am Decoder ein und WDP gibt einfach den Brems-bzw. Haltebefehl? Oder macht Ihr Beides, je nach Lok?

Danke für eure Statements im Voraus, ich weiss, entscheiden muss ich letztendlich für mich.


Das ist keine einfache Frage!

Ich mache beides, d.h. in den Loks stelle ich einen Wert ein, mit dem ich von Hand (ohne PC) sehr schön fahren kann, d.h. die Züge sollen nicht hart auf die Reglerbewegung reagieren ("Gummieffekt" wie beim Vorbild).  Bei den SX-Decodern ist das dann ein Wert von 4-6 (von 7). Bei den Lopis Werte zwischen 3-6 (diese reagieren anders als die SX Decoder). WinDigipet macht dann den Rest. Mit den SX-Decodern habe ich die Sache einigermassen im Griff, mit den Lopi3's übe ich immer noch.

Grundsätzlich hängt es auch vom eigenen Geschmack und vom Platz ab, der beim erreichen des Stoppkontaktes bis zur Weiche zur Verfügung steht und natürlich auch vom Tempo des Zuges bei erreichen des Stoppkontaktes.  

Eins ist sicher, wenn "nur" WinDigipet die Anlage steuern würde, wäre es ein bisschen einfacher, aber ich will auch von Hand fahren, als Lokführer sozusagen. WDP dient dann ganz simpel als komfortbales Stellpult.

mit freundlichen Grüssen

Gian      

Reinhard F.

Hallo alle zusammen,

Meine Einstellungen in den CVs sind: wer sie mal wissen möchte,oder auch nicht.

Aswahl der Motorkennlinie:

2,4,6,8,10,12,14,16,18,20,22,24,26,28,30,35,40,45,50,55,60,65,70,100 130
160,190,255.

Oder: 3,5,8,11,15,18,22,26,30,34,40,46,52,58,66,74,82,90,100,110,125,136,152,
     158,188,208,230,255.

Die Bremse in CV 4 steht meistens auf 8-12 und bremsen Butterweich.
der Rest des Bremsens wird mit Profilen gemacht. Ende.

In der ZFA habe ich sofort STOPPPPPPPP.

Und mann sollte natürlich noch zwei Kontakte und den Bremskontakt mit
einschließen,um langsammer und lannnngsammer und lannnnnnnnnnngsammmer zu werden
und Buterweich zu halten vor dem Signal.

Damit die Pipels nicht umfallen,und der Zugführer keine blauen Flecke bekommt.

Schöne Nacht noch

Reinhard  
Schöne Grüße Reinhard
  • Win-Digipet-Version:
    WIN-DIGIPET Vesion 2015.1
  • Anlagenkonfiguration:
    HO Gleichstrohm- Anlage IB.1 mit Upgrade 2.1, = 28 F-Tasten DCC 2 X ,IRIS, und 2 Bildschirme Weichen Fleischmann Signale LDT 4 St Booster Uhlenbr. Stärz-Kehrschleifen-Modul
  • Rechnerkonfiguration:
    Windows 10 PC-AKOYA P2021 Intel Core TM i3-4130 Prozessor (3,4 GHz 3 MB Intel SmartCache,Hyper-Threading-Technik); 59,9 cm 23,6" Bildschirm u. 19" 8 GB DDR3 Arbeitsspeicher 1.000 GB Festplatte

Frank Mondorf

Hallo Max,

im PFE sellen wir auf de H0-Vorführanlage die CV2 (Minimalgeschwindigkeit) so ein das die Lok gerade anfährt.

Die Maximalgeschwindigkeit CV5 auf vorbildliche Höchstgeschwinigkeit (z.B. 150 km/h bei einer E10 Ep. III).

Die Mittlere Geschwindigkeit CV6 auf 60 bis 100 km/h (z.B. 80 km/h für die E10 )je nach Epoche und Höchstgeschwindigkeit der Lok.

Weiterhin achten wir darauf, das die Lok mit Wagen aus VStart-25=25% auf den 45 cm langen Halteabschnitten rechtzeitig zum stehen kommt, was den Bremsweg aus 25% auf 30cm beschränkt (CV4).


In WDP haben wir die Standartwerte der Systemsteurung für Start mit +/-0 eingegeben, und für Bremsen mit -25. Für alle Lokos stellen wir die Startgeschwindigkeit in WDP auf 50 sowie Sofort-Stop ein.

Innerhalb der Fahrstrasse fahren wir dann VStart+/-0=50% (E10: 80 km/h) für  HP1  im Bahnhof und mit VStart-25=25% (E10: 40 km/h) bei HP2 und am Bremskontakt . HP1 auf freier Strecke fahren wir mit VStart+25=75% (E10:120/kmh) und 100% (E10:150km/h) nur auf der Schnellstrecke.

Die Anfahrverzögerung (CV3) stellen wir nach Gefühl ein. S-Bahn eher flottes, Güterzugdampflok ein sehr langsames Beschleunigen.

Dies ist unser Kompromiss, der mit Hilfe eines Tacho-Wagen nach kurzem Warmfahren noch relativ schnell einstellbar und auch bei nur einem vorhandenen Bremskontakt (mindestens 1,20m) genügend betriebsicher ist. Er erlaubt den Fahrzeugen eine angemessene Geschwindigkeit, und die Zahl der wenigen Zuschauer die meinen das wir zu langsam oder zu schnell fahren, hält sich die Waage  .

Grüße aus Pulheim
Frank