Weichendecoder verlieren Adresse
 

Weichendecoder verlieren Adresse

Begonnen von Dirk Mühlhahn, 17. Oktober 2007, 22:13:58

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Dirk Mühlhahn

Hallo,

ich habe wieder ein Problem, das zwar nur sporadisch auftritt, mich aber langsam nervt. Ich habe bei meine Weichen Viessmann Weichendecoder (5231) eingebaut. Programmiert werden diese ja durch Druck auf den Taster auf der Decoderplatine und anschließendem Schaltvorgang über das Keyboard. In letzter Zeit passiert es immer wieder einmal, dass sich eine Weiche plötzlich nicht mehr schalten lässt. Am Wochenende hatte eine Weiche plötzlich sogar die Adresse gewechselt und schaltete mit einer anderen. Geholfen hat bisher nur die Weiche anzuheben, den Decoder von den Haltestiften zu ziehen, den Taster zu betätigen und so die Adresse neu zuzuweisen. Ich habe den Eindruck, dass das immer passiert nachdem ich irgendwo einen Kurzschluß verursacht hatte. Das kann später im Betrieb aber auch immer wieder mal passieren, wenn z.B. ein Wagen von den Gleisen springt.
Wenn die Anlage irgendwann mal fertig ist würde das bedeuten im entsprechenden Bereich die Schienen abzuschrauben um wieder an den Decoder zu kommen. Eine andere Lösung, z.B. Ausschnitte von unten sind nicht machbar.
Kennt jemand das Problem und hat evtl. eine Lösung?

Nette Grüße
Dirk
Mit freundlichen Grüßen aus dem Moba-Keller

Dirk
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Edwin Schefold

Hallo Dirk

Es gibt da eine Lösung!

Wenn es dich zu sehr nervt, die Decoder aus den Weichen ausbauen und extern (unter der Platte) anbringen, so das man immer an die Decoder kommt.
Oder, die Decoder durch externe Viessmanndecoder mit Mäuseklavier ersetzen. ;) :D
Mit dem Gruß eines freundlichen Modellbahners

Edwin Schefold
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Urs Eggli

Hallo

Meine ersten Test habe ich auch mit den Einbaudecodern (2 Stück) gemacht. Bislang ohne Probleme. Im WDP-Forum habe ich in einem Beitrag die Vorteile für die "externen" Decoder gelesen. Vorteile bei Wartung, Problemen, kein Aus bau der Weichen, etc. Aus diesem Grund kann ich nur die externen Decoder mit Fremdeinspeisung empfehlen.

Gruss Urs
Viele Grüsse aus der Schweiz
Urs
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Dirk Mühlhahn

Hallo,

erst mal vielen Dank für die Antworten. Unter der Platte einbauen bringt leider nichts :-[ . Die Anlage sitzt wie üblich auf einem Holzgitterrahmen. Dieser wird, wenn alles fertig ist, auf eine Tischlerplatte geschraubt. Diese ist Teil eines Wandschranks. Da ich mich nur im Winterhalbjahr meiner MoBa widme und im Sommerhalbjahr dem Modellflug verfalle, wird die Anlage im Frühjahr vom rollenden Material berfreit und hochgeklappt. Somit habe ich im Sommer viel Platz für meine Flugzeuge und Hubschrauber. Die Anlage ist aber unten dicht. Wenn irgendwas nicht funktioniert muß ich die Anlage komplett von der Platte schrauben und anheben um unten drann zu kommen. :'(
Aus diesem Grund habe ich auch alle Steckerverbindungen verbannt und löte alles fest an, damit nicht irgendwo ein Stecker abrutschen und mir die Anlage teilweise lahmlegen kann.
Über die Vor- und Nachteile von internen und externen Decodern habe ich im Vorfeld auch viel gelesen. Da es doch bei den meisten problemlos mit den internen Decodern funktionierte habe ich mich dafür entschieden.
Ich bin jetzt am überlegen, ob ich dort wo der Platinentaster angeschlossen ist zusätzliche Kabel anlöte und diese mit an einer erreichbaren, aber nicht ohne weiteres sichtbaren Stelle mit externen Tastern versehe.
Hat denn jemand schon mal ähnliche Probleme gehabt?

Nette Grüße
Dirk
Mit freundlichen Grüßen aus dem Moba-Keller

Dirk
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Gian Bott

Hallo Dirk,

Zitat von: Dirk Mühlhahn in 17. Oktober 2007, 22:13:58
Eine andere Lösung, z.B. Ausschnitte von unten sind nicht machbar.
Kennt jemand das Problem und hat evtl. eine Lösung?
Bei in Weichen eingebauten Decodern/Antrieben bei fest montierten Gleisen/Weichen gibt es eigentlich nur eine Lösung: Unter der Weiche einen genügend grossen Ausschnitt machen. Diese Antriebe sind perfekt für Teppichbahner da es damit keine Kabelwüsten gibt, für Anlagenbahner aber eher mühsam.

Meiner Meinung nach sind externe Decoder, die ihre Befehle nicht via Gleise bekommen und eine externe Stromversorgung haben, sowieso die bessere Lösung. Seinerzeit bei der IB mit MM-Format Weichendecodern hatte ich aufgrund selten vorkommender Adressverluste alle elektronisch programmierbaren Decoder von LDT und Vissmann durch Märklin und Vissmanndecoder mit Mäuseklavier ersetzt. Die Mäuseklaviere sind nicht altmodisch, aber einfach perfekt - die Adressen wechselt man ja nicht täglich. Ich bekenne mich als Mäuseklavierfan ;).

Bei jedem elektronisch programmierten System kann man durch irrtümliche oder falsche Manipulationen (z.B. aus- oder anstecken eines Gerätes an den BUS bei nicht ausgeschaltetem System) ungewollte Umprogrammierungen machen - das ist mir auch schon beim SX-BUS passiert. Deshalb habe ich mir dick eingeprägt, vor einer Manipulation am System dieses immer auszuschalten! Ein einziger, alter GBM von Trix hat noch eine "Drahtbügelprogrammierung" für die Adresse usw. Dieser wird seine Adresse nie verlieren oder ändern. Leider kennt auch das Selectrixsystem heute nur noch die elektronische Einstellung der Decoder, was aber perfekt funktioniert, wenn man sich nur bei ausgeschaltetem System an diesem zu schaffen macht.   

mit freundlichen Grüssen

Gian

Dirk Mühlhahn

Hallo Gian,


ich hatte damals, als ich anfing mich mit der Digitalisierung meiner Anlage zu befassen, auch Einbaudecoder mit einem winzigen Mäuseklavier gesehen. Ich muss leider zugeben, das ich mich für Viessmann entschieden hatte, weil die vom Preis her einfach wesentlich günstiger waren. Mit den anderen Decodern hätte ich das Problem jetzt wohl nicht. Jetzt sind die aber eingebaut und im Moment hält sich meine Begeisterung für einen Wechsel der Decoder in Grenzen. Zudem glaube ich, dass die Decoder von Viessmann nicht schlecht sind, schließlich liest man auch viel über zufriedene Benutzer.

Ich habe inzwischen auch den Verdacht, dass die "Umprogrammierung" der Decoder bei Kurzschlüssen etc. passiert. Daher werde ich in Zukunft wenn ich an der Anlage arbeite den Strom abstellen. Vielleicht hilft das ja schon. Trotzdem werde ich wohl an alle Decoder zwei Kabel anlöten und mit einem zugänglichen Taster für Notfälle versehen. Das widerspricht meinem eigentlichen Wunsch möglichst wenig Kabel unter der Anlage zu haben, aber ich fürchte das es da keine Alternative geben wird, außer ich wechsle doch die Decoder.

Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Hinweise.

Nette Grüße
Dirk
Mit freundlichen Grüßen aus dem Moba-Keller

Dirk
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Martin Lutz

#6
Hallo miteinander,

Es ist aus meiner Erfahrung (mit Littfinski Decoder und Hoffmann Weichenantrieben) schon so, dass irgendwelche Störsignale (Verursacht durch Kurzschluss, Endabschalter von den Weichenantrieben, schlecht entstörte Lok- oder andere Motoren) tatsächlich die Firmware (Software auf dem Weichendecoder) ihren Dienst quittiert, so dass der ganze Decoder ausfällt. Das haben wir leider immer wieder erleben müssen. Zum Glück hatten wir mit dem Rollmaterial immer so viel Glück, dass ein Anlagenabsturz (Wegen Zugzusammenstössen aufgrund nicht geschalteten Weichen) nie ein Fahrzeug zerstörte. Doch das war pures Glück.

Wer sich nicht auf den Glückszufall von korrekt schaltenden oder nicht schaltenden Weichen verlassen will, der sorgt für:

- zuverlässig funktionierende Weichenantriebe.
- saubere Motorentstörung aller Motoren (sowohl Lokmotoren als auch alle anderen Motoren auf der Anlage)
- auch die Endschalter von Weichen sollten keine Störsignale verursachen.

Eine Entstörung so nah als möglich an die Quelle schalten. Das heisst, ich würde mal versuchen, am Weichenantrieb Entstördrosseln einzubauen, damit der Antrieb keinen Störimpuls erzeugen kann der durch die Leitungen zum Decoder gelangen kann.

Wer Einbaudecoder in das Schotterbett eines C-Gleises einbaut und im Anlagenbrett keine Aussparung einbaut, bemerkt mit Garantie irgendwann einmal, dass dies ein Fehler war.

Wenn es denn schon C-Gleise sein müssen mit einem Einbaudecoder, dann sollte man wirklich eine Öffnung von unten einbauen. Auch eine seperate Speisung sollte man vorsehen. Ich weiss schon, die C-Gleis Technik ist schon verlockend um sich Verkabelungsarbeit zu sparen. Doch die "Strafe" kommt ganz bestimmt.  ;)
Gruss
Martin
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Dirk Mühlhahn

Hallo,

wie gesagt habe ich nun halt die Decoder eingebaut und das mit dem Loch geht halt nicht. Nun habe ich an einem Decoder 2 Kabel angelötet um in einiger Entfernung einen externen Taster zu installieren -> funktioniert. Das ist nun leider nicht das was ich wollte, aber da geht wohl kein Weg dran vorbei, wenn ich nicht doch die Decoder rauswerfe.
Ich will jetzt mal suchen ob es irgendwo eine Stiftleiste mit 2x20 Pins gibt, die ich hinter der Anlage anbringe um dort gegebenfalls einen Tast aufstecken zu können und im Bedarfsfall die Adressen neu programmieren zu können  :-X

Auf jeden Fall noch mal recht herzlich Dank für die Ratschläge.  :)


Nette Grüße
Dirk
Mit freundlichen Grüßen aus dem Moba-Keller

Dirk
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Martin Lutz

#8
Hallo Dirk,

Trotz allem würde ich mir schon überlegen, ob es nicht gescheiter wäre, die Weichen auszubauen und die Trasse mit einem Serviceloch versehen. Auch wenn es im Moment sehr viel Aufwand ist (Landschaft und so). Es kann in der Lebensdauer immer mal ein Problem geben, wo man zur Elektronik oder Mechanik dazu kommen muss.

Ich denke auch, dass die Decoder mit Sicherheit auch gut funktionieren. Aber wie du das geschildert hast, bin ich auch der Meinung, dass das Problem von aussen kommt. So würde ich mal die Speisung der Weichen komplett vom Gleis wegtrennen, kontrollieren ob alle Fahrzeuge und sonstige motorische Antriebe auch sachgemäss entstört sind usw. Oft ist es auch eine Verkettung von verschiedenen Faktoren.

Gerade, wenn man mit Computer (bei uns Windigipet) fährt, so wird man in Zukunft wenig Freude haben, wenn die Weichen nicht funktionieren. Glaub mir, ich rede aus einer leidvollen Erfahrung. Du kannst sicher dazu auch die Suchfunktion nutzen hier im Forum.

Das C-Gleis ist ein wunderbares Gleissystem für den flexiblen Aufbau (Parkettboden- oder Teppichanlage). Gerade wegen der Möglichkeit die Decoder direkt in der Weiche (Schotterbett) zu versorgen. Aber genau bei diesem Punkt läuft man bei dem Bau der Anlage auf die Gefahr es auch so zu machen. Aus verschiedenen Gründen (einer davon ist hier das Thema) muss man beim Anlagenbau aufpassen, dass man sich dieser Einfachheit nicht verleiten lässt.
Gruss
Martin
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Dirk Mühlhahn

Hallo Martin,

da Du da inzwischen wohl mehr Erfahrung als ist hast, werde ich heute Nachmittag nun doch anfangen Deine Tipps umzusetzen. Die Stromversorgung werde ich vom Gleis trennen. Mit den Serviceöffnungen muss ich mir noch überlegen wie ich das anstelle. Da habe ich im Moment noch keine Idee. Darüberhinaus werde ich aber an die Drucktaster Kabel anlöten um im Notfall bequem "von außen" den Programmiermodus aktivieren zu können.
Nochmals vielen Dank für Deine Tipps.  :D

Nette Grüße
Dirk
Mit freundlichen Grüßen aus dem Moba-Keller

Dirk
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ezada

Zitat von: Edwin Schefold in 17. Oktober 2007, 22:49:05
Hallo Dirk

Es gibt da eine Lösung!


Oder, die Decoder durch externe Viessmanndecoder mit Mäuseklavier ersetzen. ;) :D

Ja, ja. Das gute alte (verschmähte) Mäuseklavier. Märklin hat die immer noch in den 6083. Das NEUE ist nicht immer der Feind des ALTEN! Ich habe 31 Stück davon und keine Probleme.

Mit digitalen Grüßen
EZADA
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