Löttemperatur für Gleisverbinder Märklin K-Gleis
 

Löttemperatur für Gleisverbinder Märklin K-Gleis

Begonnen von Matthias Schäfer, 15. Oktober 2004, 18:04:58

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Matthias Schäfer

Hallo allen WDP'lern,

welche Löttemperatur empfiehlt sich für das Anlöten von Rückmeldelitze an die Gleisverbinder des Märklin K-Gleis?

Ich weiß wohl, daß für eine sichere Verbindung an den Metalllaschen die Temperatur höher sein sollte, allerdings sollten die Kunststoffschwellen, trotz Hitzeableitung mit Krokodilklemmen nicht schmelzen.

Ich habe eine Lötstation, an der sich die Lötspitzentemperatur von 150 - 450°C einstellen läßt.

Das Wochenendwetter scheint ja mies zu werden, Grund genug, die MOBA-Saison zu eröffnen bzw. zu intensivieren.

Viele Grüße, Matthias  
vielen Dank für Eure Hilfen und herzliche Grüße aus Bonn, Matthias

Alle sagten immer: "Das geht nicht." Bis einer kam, der das nicht wußte.
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Martin Lutz

Hallo Mathias,

Ich denke, dass etwa 310 bis 340 Grad ausreichend sein sollten. Wir haben die meisten Laschen mit einem Magnastaten von Weller gelötet. Ich bin mir nicht ganz sicher aber sie hat etwa 50W. Und genau das ist auch der Punkt. Zu Leistungsschwache Lötgeräte führen sehr schnell dazu, dass die Löttemperatur sehr schnell absinkt sobald man am Objekt dran ist mit der Lötspitze. Dann heiszt man nur unnötig lange und die Schwellen schmelzen dahin.

Moderne Lötstationen von Weller haben heute 80W. Als weiterer Punkt sollte es eine breitere Lötspitze sein, die auch die Wärme optimal schnell auf das Objekt bringen kann.

Kurze Lötzeiten mit ausreichender Temperatur sind das A und O für jede gute Lötstelle.

Klar, so eine Lötstation wie eine WS 81 von Weller ist teuer. Aber es lohnt sich. Mit dieser Lötstation löte ich genau so gut auf einem Gewichtsblech eines Märklin Wagens wie ein SMD Bauteil der Grösse 0603.

Entsprechende Produkte kennt man sicher auch von Ersa und anderen Hersteller.

Man sollte aber einige Grössen an Lötspitzen bereit haben.

Gruss  
Gruss
Martin
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Thorsten Haller

Hallo Matthias,

im Allgemeinen geht man beim Löten von elektronischen Schaltungen von einer Temperatur von 300° bis 350°C aus. Höhere Temperaturen würden die Bauteile zerstören. Nimmt man eine zu niedrige Temperatur dauert es zu lange bis das Lot anfängt zu fließen. Die Gefahr das sich Leiterbahnen oder wie hier Plastikteile auflösen ist zu hoch.
Ein kurzes, heißes Löten ist also besser als ein langes Anwärmen mit einem "kalten" Lötkolben.    
Viele Grüße
Thorsten

--
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Bernd Sorgenfrei

Hallo Matthias,

ich löte mit einem temperaturgeregelten Kolben bei 310 °C. Wichtig: Sowohl die Verbindungslasche als auch die anzulötende Litze vorverzinnen. Dann reicht eine kurze Lötzeit und es gibt keine Probleme.  
Herzliche Grüße
Bernd Sorgenfrei
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Matthias Schäfer

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Tips, erste Versuche zeigten, daß 310 °C problemlos ein Löten an der Metalllaschen ermöglichte.

Ich habe das vorher verzinnte Rückmelderkabel an die ebenfalls vorher verzinnte Lasche der noch nicht zusammengesteckten Schienen angelötet, hat den Vorteil, daß die Wärme nur nach einer Seite auf das Schienenprofil abgeleitet werden kann. Eine dort angebrachte Krokodilklemme hat ein Kokeln der Kunststoffschwellen verhindert.
Meine Lötstation hat übrigens eine Leistung von 48 Watt.

Allen ein schönes Wochehende noch, Matthias    
vielen Dank für Eure Hilfen und herzliche Grüße aus Bonn, Matthias

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Rolf-Thomas Greiner

Hallo

das Löten von Märklin-K-Gleisen ist naturlich ein Problem. Wie der Kollege löte ich bevorzugt an den Verbindungslaschen. Manchmal besteht aber diese Möglichkeit nicht (Bsp. Flexgleis). Die genaue Temperatur ist nicht wichtig - sie sollte natürlich hoch sein. Ich habe relativ gute Erfahrungen mit Lötfett und dickerem Lötzinn gemacht. Die dünnen Elektroniklote sind ungeeignet. Es geht zwar auch nicht ganz leicht, aber mit etwas Geduld gibt es eine gute Verbindung.

Gruß

Rolf-Thomas
 
Mit freundlichen Grüßen

Rolf-Thomas Greiner
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Martin Lutz

Hallo Rolf-Thomas

Bitte KEIN Lötfett verwenden! Dies ist relativ Aggresiv und verätzt den Kunstoff (Schwellen) und das Metallprofil mit der Zeit.

In der Elektronik ist es schlichtweg verboten so was einzusetzen! Im Elektroniklot befindet sich eine Seele mit speziellem Flussmittel.

Wenn an K-Flexgleisen gelötet werden muss, aso bietet das Miniaturwunderland Hamburg im Shop speziellen bleifreien Lötzinn an welcher geeignet ist direkt am Schienenprofil zu löten. Wir habes damit gemacht.

Aber wie gesagt: bitte kein Lötfett verwenden. Das ist was für Schlosser wenn sie Bleche mit Weichlöten verbinden.

Gruss  
Gruss
Martin
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Matthias Schäfer

Hallo Martin,

die Flexgleise haben doch auch Metalllaschen als Schienenverbinder, warum kann ich die nicht auch löten? Oder bin ich jetzt im falschen Film?    
vielen Dank für Eure Hilfen und herzliche Grüße aus Bonn, Matthias

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Norbert Burkert

Hallo Mathias,
natürlich kannst du auch an den Verbindungslaschen des Flexgleises löten, nur passt dies oft nicht mit der gewünschten Länge des RMK zusammen.  

 
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Torsten Bringmann

Hallo,

es gibt von Fohrmann ein Lötöl mit dem man am K-Gleisprofil problemlos löten kann.Am Profil eine breite Lötspitze verwenden je nach länge des Profils bis zu 450°c einstellen.

Gruß Torsten  
Rechner: Athlon 2800, RAM 2000 MB, XP Pro, WD9.2

Martin Lutz

Hallo Torsten,

Es wäre sehr hilfreich, wenn du noch genauere Angaben machen würdest.

Ich will hiermit nocheinmal betonen, dass man auf Lötwasser oder sonstigem seperaten Lötfett dringend verzichten sollte. Ausser man ist imstanden nach dem Löten die Reste absolut vollständig wieder zu entfernen.

Langfristig können solche Wässerchen grossen Schaden durch Korrosion und Zersetzung des Materials (Gleiskörper, Schwellen usw.) entstehen. Das ist dann dumm und blöd, wenn man später den Kurzschluss suchen muss. Das korrodierte Material kann leider nicht sprechen und sagen: "Hier ist der Kurzschluss".

Dazu auch nochmals deutlich den Hinweis: In jedem Elektroniklötzinn hat es eine Seele mit Flussmittel, dass extra für die Elektronik entwickelt wurde. Das reicht eigentlich auch fürs K-Gleis!

Gruss  
Gruss
Martin
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Harry Maly

Hallo allerseits,

bei mir hat sich "Löthonig" sehr gut bewährt! Ist absolut Säurefrei und sehr wirksam!  
Grüße aus Duisburg
Harry Maly

AMD Athlon, 64 Prozessor 3000+ 2000 MHz, RAM 1024 MB, WinXP Prof. + SP2, 2 x Samsung SyncMaster 931 BW, GeForce FX 5200, WinDigipet ProX, Märklin C-Gleis, IB, LocoNet
(Bild)-Telefon (Internet o. Festn.): 0203 98 58 269 (nur wenn ich online bin)

Arno

Hallo
Bis an dem Tag wo Martin Lutz zu uns gestossen ist habe ich als gelernter Schlosser immer mit irgend welchen Lötfetten gearbeitet. Als er mir erklärte das dies nicht gut ist, versuchte ich auch ohne zusätze zu Löten. Und siehe da, das geht einwandfrei! Der Beweis das Zusatzfette nicht gut sind habe ich einer Beleuchtungselektronik später selber festgestellt. Die lag ca 4 Jahre bei mir im Keller und sah schlimm aus.
Es geht OHNE Lötzusätze absolut genau gleich gut, wichtig ist einfach das Vorverzinnen. Spart euch dieses Geld unser Hobby ist schon genug teuer! Und Lötzinn kann teuer werden wenn nach Zehn Jahren das Resultat zum Vorschein kommt.
Natürlich jedem seine eigne Meinung aber am reinsten und am besten ist auf jeden Fall keine zusatz Fette zu benützen.
 
Gruss Arno

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Gian Bott

Hallo,

So wie es Arno schreibt ist es richtig.
Schon vor ca. 35 Jahren habe ich die ersten elektronischen Bausätze "zusammengelötet". Schon damals wurde vor der Verwendung von Lötfett und anderen  Hilfsmitteln gewarnt. Ich habe immer nur reinen Elektronik-Lötzinn verwendet und damit nie Probleme gehabt.

Beim anlöten der Kabel an die Gleise haben wir "2-Leiter-Neusilbergleisverwender" natürlich einen grossen Vorteil gegenüber den Gleisen von Märklin und Arnold N.  

Klaus Jaspert

Ich verwende seit einem Jahr das Lötzinn, das von http://www.miniatur-wunderland.de/html/framepage.htm" target="_blank">http://www.miniatur-wunderland.de/html/framepage.htm im Shop angeboten wird (derzeit offensichtlich gerade nicht lieferbar). Hat zwar einen stozen Preis - funktioniert aber bei einer Temp. von 300 - 310 Grad und wenn man vorsichtig genug ist klappt es auch ohne Anschmelzen der KS Teile. Wenn mann die Lötstelle vorher kurz anschleift (mit einer s-Scheibe oder drahtbürste) ohne grosses Problem.

 
mit Grüßen Klaus Jaspert
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