Plus an Reibung
 

Plus an Reibung

Begonnen von Kalle, 27. August 2005, 06:06:43

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Kalle

Hi,

an "Steilrampen" auf der MoBa haben die Loks doch meist zuwenig "Zugkraft" weil die Raeder schnell durchdrehen.
Habe mal eine Anleihe bei den "AuBa-ern - (Autobahnern)" gemacht.
Es gibt doch heute kleine starke Dauermagnete in den verschiedensten Abmessungen. Vielleicht helfen diese, das Reibungsverhalten der Loks an Steigungen zu verbessern.
Nur mal als Idee.

 
Viele Grüsse
Karl

Kurt Prosch

Hallo Karl,

"Es gibt doch heute kleine starke Dauermagnete in den verschiedensten Abmessungen."

Das hat Märklin bei der kleinen "Köf" schon gemacht und es scheint gut zu funktionieren. Ich hab mir auch schon überlegt z.B. auf die Gummireifen zu verzichte und solche Magnete zu verwenden, ich weiß allerdings nicht, wie man diese Magnete sauber klein bekommt, die sind sehr hart und empfindlich.

Gruß Kurt
   
  • Win-Digipet-Version:
    2021
  • Anlagenkonfiguration:
    Spur 0, Lenz-Zentrale, Booster Gerd Boll, RMK über HSI-88-USB Interface
  • Rechnerkonfiguration:
    Windows 10

Kurt Prosch

Hallo Karl,

ich habe mir gerade deine Zeichnung angesehen. Das wird so nicht funktionieren denke ich, die Magnete bleiben bei den Weichen an den erhöhten Pukos warscheinlich hängen. Märklin hat die Magnete über die Schinen gesetzt. Das ging bei der Köf recht gut, weil die sehr niedrig ist, bei anderen Loks müsste man das im Einzelfall prüfen, ist ja auch eine Sache der Optik.

Gruß Kurt  
  • Win-Digipet-Version:
    2021
  • Anlagenkonfiguration:
    Spur 0, Lenz-Zentrale, Booster Gerd Boll, RMK über HSI-88-USB Interface
  • Rechnerkonfiguration:
    Windows 10

Martin Lutz

Hallo Karl,

Ich weiss nicht, ob ich jetzt sagen soll: "ja, das funktioniert" oder "nein, es funktioniert nicht". Wahrscheinlich ist jetzt ein dickes Jein die richtige Antwort.

Ich habe folgende Erfahrung gemacht:

Einige Wochen vor dem 4. Helvetischen Insiderstammtisch wurde mein Dosto2000 von HAG endlich fertig umgebaut und in voller Länge fahrbar. Ich muss zu diesem Zug einfach sagen, dass er 8teilig ein richtig schwerer Brocken ist und alle Kraft der Zugmaschiene erfordert. Nicht zuletzt deshalb, weil er auch an jeweils einem Drehgestell pro Wagen Masseschleifer besitzt für die Zugbeleuchtung.

Diesen Zug bespannte ich zunächst mit einer Märklin Re460 mit C-Sinusmotor.

Mit dem Resultat, dass die Zuglok immer wieder mit durchdrehenden Räder im Wendel steckenblieb. Einen Haftreifenwechsel brachte nur für sehr kurze Zeit Abhilfe.

Nun wusste ich, dass Märklin ICE mit solchen Magneten ausgestattet ist. Nachweislich funktionieren diese Magnete auch bei einem 10teiligen ICE der ja auch kein Leichtgewicht ist.

Ich kaufte jetzt bei
 http://www.supermagnete.ch/" target="_blank">http://www.supermagnete.ch/

starke kleine Magnete und klebte sie unters Drehgestell genau über den Schienenprofilen.

Resultat: Lok blieb kleben auf dem Gleis und war selbst alleine und in der Ebene nicht mehr fahrbar!

Vielleicht sind diese Magnete zu stark. Beim ICE funktioniert diese Technik. Deshalb bin ich mir nicht sicher ob diese Idee wirklich gut ist.

Jetzt habe ich diesem Zug eine HAG 460er verpasst und diese Lok mit einem Drehstrommotor von rail4you eingebaut. Im Gegensatz zu einem Märklin C-Sinus ist dieser Motor noch mit einemj Messingblock überdeckt so, dass der ganze Motorblock schwerer wird. Das hat geholfen: Diese Lok vermag jetzt den ganzen Zug auch im Wendel anzufahren.

Gruss  
Gruss
Martin
  • Win-Digipet-Version:
    aktuelle Version
  • Anlagenkonfiguration:
    2 mal Tams EasyControl (USB) / Philips Hue / Booster: Uhlenbrock Power 3 / H0: MM, M3, DCC, K-Gleis, H0m: DCC, Peco-Gleis / Weichenantriebe: Servo MB-Tronik / Signale: Microscale und QDecoder / RM System: s88: keine HSI mehr
  • Rechnerkonfiguration:
    PC 4.5GHz 32GB Ram, AMD Ryzen 7 7700X, 1TB SSD, Windows 11 Home Home, 64Bit

Martin Lutz

Hallo Kurt,

Eine kleine Anmerkung, Karl fährt nicht Märklin H0 mit Mittelleiter sondern N. Da gibt es keine Pukos. So jedenfalls liesst man es im Profil.

Gruss  
Gruss
Martin
  • Win-Digipet-Version:
    aktuelle Version
  • Anlagenkonfiguration:
    2 mal Tams EasyControl (USB) / Philips Hue / Booster: Uhlenbrock Power 3 / H0: MM, M3, DCC, K-Gleis, H0m: DCC, Peco-Gleis / Weichenantriebe: Servo MB-Tronik / Signale: Microscale und QDecoder / RM System: s88: keine HSI mehr
  • Rechnerkonfiguration:
    PC 4.5GHz 32GB Ram, AMD Ryzen 7 7700X, 1TB SSD, Windows 11 Home Home, 64Bit

Kalle

Hi Kurt,

die Magnete befinden sich prinzipiell ueber den Schienen, deshalb mein Maß von 1mm - bitte nicht festnageln.
kleine Magnete ab 1mm Dicke in verschiedenen Abmessungen ob rund, eckig, als Zylinder oder Scheibe gibts z. B.
http://www.powermagnetshop.de/pi1070971507.htm?categoryId=3" target="_blank">hier
Die brauchste auch nicht kleinhacken.

Hi Martin,
habe erstmal an die "N-Zweileiterfahrer" gedacht. Denke, die M-Loks sind von Natur aus alle schwer. Der Stahldraht sollte eigentlich nur bei groesseren Steigungen zwischen den Schienen angebracht werden - nicht auf der ganzen Anlage.
Natuerlich sollten die Magnete nicht so stark die Lok aufs Gleis "ziehen", dass die Reibung in den Achslagern sich soweit erhoeht, dass die Reibung so stark wird und die Lok abgebremst wird. Schmierung der Achslager mit z. B. B-52 ist angeraten. Wunder an Zugkraft kann man ja nicht bei allen kleinen Modellen erwarten.
Ausserdem - ein wenig Experimentierfreudigkeit sollte schon vorhanden sein - die Magnete kosten ja nicht die Welt.

Hi Martin,
Ja ich fahre N ohne Pukos und digital, deshalb versuche ich den "Leistungsueberschuss" der Motore, bei digitaler Ansteuerung auch bei niedrigen Drehzahlen vorhanden,  auf die Schienen zu bringen und bei N - da gibts auch meist etwas mehr Probleme bei Steigungen.

wusste nicht, dass so frueh morgens schon soviele MoBahner aktiv sind.  

 
Viele Grüsse
Karl

Martin Lutz

Hallo Karl,

Ja, es ist wahrscheinlich davon abhängig wie gross der Abstand ist und/oder Stärke der Magnete. Ich habe da nicht weiter experimentiert. Im vorigen Beitrag habe ich noch ein Bild eines ICE Drehgestells eingebunden, der serienmässig mit sochen Magneten ausgestattet ist.

Gruss  
Gruss
Martin
  • Win-Digipet-Version:
    aktuelle Version
  • Anlagenkonfiguration:
    2 mal Tams EasyControl (USB) / Philips Hue / Booster: Uhlenbrock Power 3 / H0: MM, M3, DCC, K-Gleis, H0m: DCC, Peco-Gleis / Weichenantriebe: Servo MB-Tronik / Signale: Microscale und QDecoder / RM System: s88: keine HSI mehr
  • Rechnerkonfiguration:
    PC 4.5GHz 32GB Ram, AMD Ryzen 7 7700X, 1TB SSD, Windows 11 Home Home, 64Bit

Kalle

Hi Martin,

die Magnete duerften dann auch nicht so stark sein, sehen aus wie Bremsmagnete fuer Gleisfahrzeuge. Die "Kraft der Magnete" verteilen sich praktisch direkt auf je zwei der Achslager des Drehgestells. Deshalb habe ich die Idee, die Magnete "mittig" unters Drehgestell zwecks "zentraler Kraefteverteilung". Auch koennte man mit dem Stahldrahtdurchmesser etwas experimentieren - wird wohl fuer die Pickelbahner etwas schwierig sein.
Habe mir so´ne kleine "elektronischen Taschenwaage" bestellt, die hoffentlich gleich eintreffen wird. Will mal die kommenden Tage versuchen, ueber Winkelhebel-Konstruktion die "Zugkraft" mit verschiedenen Steigungswinkeln damit zu "messen" - "Messen" ist eigentlich zuviel gesagt - aber mit Feststellungen geben wir uns auch zufrieden.  
Viele Grüsse
Karl

Kurt Prosch

Hallo Karl, Hallo Martin,

als "3-Leiter Fraktionist" habe ich das mit dem Draht in der Mitte völlig übersehen. Für uns ist eben alles was in der Mitte ist  Puko.

Gruß Kurt  
  • Win-Digipet-Version:
    2021
  • Anlagenkonfiguration:
    Spur 0, Lenz-Zentrale, Booster Gerd Boll, RMK über HSI-88-USB Interface
  • Rechnerkonfiguration:
    Windows 10

Kalle

Hi Kurt,

an den Problemstellen des Gleisverlaufs- Puko raus, Gleismaterial ??, Stahldraht auf die Schwelle - Strom auf´m Stahldraht, Magnet unter die Lok - Schleifer schleift oder was auch immer er auf dem Stahldraht tut - und....ach, einfach mal probieren.

 
Viele Grüsse
Karl

Gian Bott

Hallo Karl,

An der Modellbahnausstellung im Frühjahr 2005 in Sinsheim habe ich eine Problemlösung gesehen die genau umgekehrt war (geht für MÄ leider nicht) und erstaunlich gut funktionierte. Da wurden viele kleine, runde Magnete zwischen die Schienen geklebt und unter der Lok war ein Eisenteil, sofern nicht schon genug Eisen dort vorhanden ist. So wurden 45 Grad Steilstrecken in Spur H0m problemlos überwunden. Leider weiss ich den Namen des Ausstellers nicht mehr, es war aber ein Club oder eine Firma aus der Schweiz. Es sah natürlich etwas witzig aus, die runden Magnete zwischen den Schienen, aber z.B. in Gleiswendeln im Tunnel stört so etwas ja nicht.

mit freundlichen Grüssen

Gian  

Achim Mühlhaus

Hallo,

das Thema mit Magneten hatten wir doch schon mal....
Mir war der Gedanke unter die Haare gekommen, es mal mit mit Magnetfolie bei einer N-Bahn zu versuchen. Für eine Steigung von 100% wird das aber gewiss nicht reichen. Wenn man dann noch zusätzlich kleine Magneten unter die Lok baut, muss natürlich auf die Polung geachtet werden, sonst hat man eine Schwebebahn!  
Für Märklin ist die Geschichte mit den Magneten auch nicht soooo wichtig, denn es handelt sich hier tatsächlich um eine EISENbahn.......
(Und jetzt Schande über mich und kleine Steinchen...hihi   )

An Gian:
Wie ich auf Deinem Bild sehe, hast Du Dich in letzter Zeit sehr verändert! Und warum hast Du die Kriegsbemalung im Gesicht?    

Viele Grüße

Achim    
Dual 2 Core 3,0 GHz,  2 GB RAM, Vista, Tams Easy Control mit Booster B5 von Gerd Boll, 128 s88 RMK (Märklin, Viessmann, Gerd Boll) über HSI bei ca. 75 m C-Gleis, ausschließlich Motorroller-Format und WDP 2009 UP2009-5c
Skype: Eisenbahngeck

Gian Bott

Hallo Achim,

In Antwort auf:
Wie ich auf Deinem Bild sehe, hast Du Dich in letzter Zeit sehr verändert! Und warum hast Du die Kriegsbemalung im Gesicht?


Ja, es war vor genau einem Jahr, in der Wüste Gobbi in der Mongolei, unsere grosse Diesel-Zuglok, Made in UdSSR .

mit freundlichen Grüssen

Gian  

Kalle

Hi Gian,

In Antwort auf:
Da wurden viele kleine, runde Magnete zwischen die Schienen geklebt und unter der Lok war ein Eisenteil,  



Dann noch Magnetspulen mit Polschuhen unter die Lok und ein bischen Elektrik - fertig ist der "aehnliche Transrapid" !!!

Na ja, Ideen und Moeglichkeiten gibt es viele mit Magneten das Reibungsverhalten zu verbessern. Leider kommt man um etwas Experimentieren nicht herum, dafuer sind die Fahrzeuge alle zu unterschiedlich, im Antrieb und im Fahrverhalten.
War ja nur eine Idee von mir mit dem Draht in der Mitte des Gleises - und auch nur in Problemstrecken.
Fuer meinen Teil werde ich es mit diversen N-Fahrzeugen mal ausprobieren und 100 Prozent Steigungen = 45 Grad habe ich auch nicht vorgesehen.




   
Viele Grüsse
Karl

Gerhard Arnold

Hallo Karl,

Magnete im Fahrzeug können die "Haftkraft" der Lok nur erhöhen, wenn die Gleise aus ferromagnetischem Material bestehen. Auf Gleise aus z.B. Neusilber (Roco) haben die Magnete keine Auswirkung.  
Viele Grüße aus Niederbayern
Gerhard


Videos: Gerhards MOBA
Homepage: Gerhards MoBa

Für die fachliche Richtigkeit meiner Beiträge übernehme ich keine Gewähr!
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2021.2d Premium
  • Anlagenkonfiguration:
    Zweileiter-H0-Anlage: DCC; Tams MasterControl V2.0.1 USB; S88; Booster DB-2 (LDT), Drehscheibendecoder von S. Brandt
  • Rechnerkonfiguration:
    WIN 10; Intel i5-7400; GTX1050; 5.1 Sound; 2 Monitore: 40