Weichenstellungsmeldung / Decoderverteilung
 

Weichenstellungsmeldung / Decoderverteilung

Begonnen von Thies Frahm, 23. März 2006, 22:32:33

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Thies Frahm

Hallo,
kann jemand bestätigen, dass

1.
man für WDP nur dann die Stellung einer Weiche richtig angezeigt bekommt, wenn man dieses über ein Abgreifen des K83-Decoders-Ausgangs über ein Rückmeldemodul aufnimmt (siehe z.B. http://www.ldt-infocenter.com/Anschlussbeispiele/page_043.zip)" target="_blank">www.ldt-infocenter.com/Anschlussbeispiele/page_043.zip)

und

2.
man zur Schaltung von Weichenstrassen Weichen, die direkt hintereinander liegen besser auf 2 (!) K83 Weichendecoder o.ä.  verteilt, damit sich intern der Kondensator des Weichendecoders zum Schalten wieder voll aufladen kann ?
Danke für die Hilfe!
T.Frahm  
Anlage Märklin K-Gleis im Bau, nur Testbetrieb, derzeit 4 Schattenbahnhöfe zusammen 42 Gleise;
OpenCar Test-Oval mit Fichtelbahn BiDiB
Testoval Gleichstrom mit Fichtelbahn Readyboost+GBM16TS
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2025.0c Premium
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin K-Gleis, FAHREN: Lokstoredigital LoDi-Rektor + 4x LoDi-Booster, MFX+DCC-Protokoll, LoDi-CV-Programmer, RÜCKMELDEN: 2x LDT HSI-USB V 1.08 (64) mit 35x RM Decoder S-88 (LDT-Optos, Boll), SCHALTEN: 1x TAMS RedBox mit 37x MA-Decoder LDT, IEK und 8-fach ServoDec Dankwardt, 7x Boll B+Splitter, EINMESSEN: LS Digital yCON-Manager mit Railspeed, Planung Wintrack 17, CAR SYSTEM: Fichtelbahn BiDiB OpenCar, IF2, RF-Basis, TLE-s88 mit SS49E, LightControl
  • Rechnerkonfiguration:
    Win11, Desktop mit Proz. AMD Ryzen 3 3200G mit Radeon Vega Graphics 3,6 GHz, 16 GB RAM, SSD-Platte, Anker 7-fach USB 3.0 Hub

Frank Mondorf

Hallo Herr Frahm,

eigentlich kann ich das nur dementieren. Sowohl die Intellibox als aich WDP führen Buch über die Weichenstellung.

Das heißt, WDP zeigt immer an was es zuletzt gestellt hat, oder nach Aktivierung der Option der "Stellungsanzeige der Magnetartikel bei Eingabe über Keyboard" in den Systemeinstellungen sogar auch das, was an der Intellibox oder an einem an Ihr angeschlossenen anderen Eingabegerät gestellt wurde.

Das einzige was auf diese Art und Weise nicht angezeigt werden kann, sind händisch oder durch lokale Schaltungen erzeugte Weichenstellungen.

Das läßt sich in der Regel verschmerzen, da Win-Digipet ja beim Stellen einer Fahrstrasse per default sicherheitshalber nochmal alle befahrenen Weichen und Signale in die erforderliche Stellung bringt.

UND..

Ja bei LDT ist hier Vorsicht geboten. LDT Decoder stellen nicht sicher das nur eine Weiche gleichzeitig bestromt wird. Die Stromaufnahme von gleichzeitig geschalteten Weichen - die z.B. hintereinanderangeordnet in einer Gleisharfe liegen - können die Nennleistung des Decoders überschreiten, was  aus eigener Erfahrung bei LDT relativ schnell zu Defekten führt, die sich im Gegenzug aber auch leicht beheben lassen.

Grüße aus Pulheim
Frank Mondorf
 

HMescher

Hallo Thies,
das ist nicht richtig. Beim editieren des Gleisbildes und zuordnung der Magnetartikeladressen legst du sowohl die Grundstellung der Weiche als auch die richtige Anzeige fest. In WP sehr komfortabel gemacht. Das hat nichts mit RM zu tun. Ich habe bei mir die Decoder in Abhängigkeit vom Abstand der Weiche zum Decoder der Reihe nach angeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt war mir noch gar nicht klar welche Fahrstrassen ich genau einrichten werde. Mittlerweile sind es über 500 Fahrstrassen die ohne Probleme funktionieren. Bei mir sind Märklin und LTD Decoder ohne Probleme im Einsatz. Der LTD Decoder hat den Vorteil,dass er mit Fremdspannung schaltet und dafür kein Digitalstrom zum schalten der Weiche genutzt wird.
Ich hoffe ich konnte Dir helfen. Für mich als Neuling (ich bin seit 04, 2005 am aufbauen) war es mit das einzige, was auch ohne Forum auf Anhieb einwandfrei funktioniert hat.
Nur Mut, WP ist ein tolles Produkt.
Gruß aus Dortmud  
Hartmut

Thies Frahm

Hallo Herr Mondorf,
dann bin ich wohl einer ziemlichen Fehlmeldung aufgesessen!

Wenn nicht LDT 4-fach Decoder, was würden Sie dann empfehlen? Nur Viessmann hat ja noch eine externe Stromversorgung seiner Decoder zum Stellen der Weichen (Märklin nicht). Ist der Viessmann besser als der LDT?? (= 1.Frage)

2.Frage: ich hatte ursprünglich vor, mit Einzelweichendecodern (Viessmann) zu arbeiten, und zwar komplett und zwar wegen der Vermeidung von Verkabelung!! Durch diese Meldung bin ich dann wieder umgeschwenkt zu 4-Fach Decodern!! Ich konnte mir nämlich nicht vorstellen, in die Weichen den EZW-Decoder einzusetzen, und dann da wieder ein Kabel "rauszufriemeln" für ein RM-Modul!

Ihre Antwort bedeutet nun, dass ich doch wieder mit EZW-Decodern arbeiten könnte, wenn ich es richtig verstehe, korrekt ? Oder was spricht dagegen? Wenn ich die Boosterbereiche eng setze, dann könnte ich doch den Einzelweichen-Decoder Strom schon noch aus dem Gleis vom Bahnstrom nehmen, oder ?

Ich bitte um einen intensiven Kommentar, weil ich nun am Scheideweg meiner Zeichnungen bin und ggfs. alles nochmal neu machen muss in der Planung.

Vielen, vielen dank !!

Thies Frahm  
Anlage Märklin K-Gleis im Bau, nur Testbetrieb, derzeit 4 Schattenbahnhöfe zusammen 42 Gleise;
OpenCar Test-Oval mit Fichtelbahn BiDiB
Testoval Gleichstrom mit Fichtelbahn Readyboost+GBM16TS
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2025.0c Premium
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin K-Gleis, FAHREN: Lokstoredigital LoDi-Rektor + 4x LoDi-Booster, MFX+DCC-Protokoll, LoDi-CV-Programmer, RÜCKMELDEN: 2x LDT HSI-USB V 1.08 (64) mit 35x RM Decoder S-88 (LDT-Optos, Boll), SCHALTEN: 1x TAMS RedBox mit 37x MA-Decoder LDT, IEK und 8-fach ServoDec Dankwardt, 7x Boll B+Splitter, EINMESSEN: LS Digital yCON-Manager mit Railspeed, Planung Wintrack 17, CAR SYSTEM: Fichtelbahn BiDiB OpenCar, IF2, RF-Basis, TLE-s88 mit SS49E, LightControl
  • Rechnerkonfiguration:
    Win11, Desktop mit Proz. AMD Ryzen 3 3200G mit Radeon Vega Graphics 3,6 GHz, 16 GB RAM, SSD-Platte, Anker 7-fach USB 3.0 Hub

Frank Mondorf

Hallo Herr Frahm,

ich sitze hier in Cafe zwischen 2 Terminen und kann den intensiven Kommentar erst morgen bewerkstelligen. Sie haben glaube ich erkannt, das der integratorische Aspekt sowie die Planung bzw. ein  angemessenes Konzept für eine mehrere Modellbahnjahre überdauernde Steuerung wichtiger ist als das verwendete Fabrikat einzelner Komponeten.

Deshalb erstmal zwei  Frage meinerseits: Wie gross soll Ihre Anlage werden?

Wieviele Weichen und Signale könnten es auf Ihrer Anlage maximal werden?

Welche Weichen und Signalantriebe sollen verwendet werden können.

Grüße aus Pulheim bei Köln
 

Thies Frahm

Hallo Herr Mondorf,

meine Anlage ist 3,60 Meter x 2,40 gross (Märklin C-Gleis), mit 17 Gleisen im Schattenbahnhof. Bedingt durch das Anlagenthema (Bahnhof mit starkem Betriebsteil) kommen ca. 50 Weichen bei Märklin und nochmals 8 Weichen für die Strassenbahn/Feldbahn (Tillig Dreischienengleis) zum Einsatz sowie ca. 30 Signale. Es werden alles die neuen Märklin Signale sein.

Das ist relativ viel Material pro Quadratmeter, zumal noch ein Faller Car System dazukommt.

Wie gesagt, war mein ursprünglicher Ansatz der, möglichst Verkabelungsaufwand zu vermeiden. Daher die Märklin Signale und deshalb auch die Idee mit den Einzelweichendecodern.

Was brauchen Sie sonst an Informationen?
Gruss, und danke für Ihre Mühe! Bin auf die Antwort sehr gespannt!
Gruss
T. Frahm  
Anlage Märklin K-Gleis im Bau, nur Testbetrieb, derzeit 4 Schattenbahnhöfe zusammen 42 Gleise;
OpenCar Test-Oval mit Fichtelbahn BiDiB
Testoval Gleichstrom mit Fichtelbahn Readyboost+GBM16TS
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2025.0c Premium
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin K-Gleis, FAHREN: Lokstoredigital LoDi-Rektor + 4x LoDi-Booster, MFX+DCC-Protokoll, LoDi-CV-Programmer, RÜCKMELDEN: 2x LDT HSI-USB V 1.08 (64) mit 35x RM Decoder S-88 (LDT-Optos, Boll), SCHALTEN: 1x TAMS RedBox mit 37x MA-Decoder LDT, IEK und 8-fach ServoDec Dankwardt, 7x Boll B+Splitter, EINMESSEN: LS Digital yCON-Manager mit Railspeed, Planung Wintrack 17, CAR SYSTEM: Fichtelbahn BiDiB OpenCar, IF2, RF-Basis, TLE-s88 mit SS49E, LightControl
  • Rechnerkonfiguration:
    Win11, Desktop mit Proz. AMD Ryzen 3 3200G mit Radeon Vega Graphics 3,6 GHz, 16 GB RAM, SSD-Platte, Anker 7-fach USB 3.0 Hub

Frank Mondorf

Hallo Herr Frahm,

ich gebe jetzt mal nach bestem Wissen und Gewissen bekannt wie ich nach der rudimentären Vorstellung Ihres Anlagenkonzeptes vorgehen würde. Dies muss nicht der Weisheit letzter Schluss sein, aber mehr als alle meine Erfahrung auf ein Märklin-System (ich bin im Verein hauptsächlich mit der DCC-Anlage betraut, habe auch Märklin im Verein) zu transferieren kann ich nicht leisten. Einfach erstmal ein Vorschlag:

Problematisch sehe ich den Umbau der Tillig 3-Schienen Gleise auf 3-Leiter Märklin Digital + Schmalspur.

Einzelweichen-Decoderantriebe wären mir in der Summe zu teuer, ich würde sie bei allenfalls vereinzelten Weichen einsetzen, zu denen kein Decoder in der Nähe liegt. Außerdem wäre eine Verkabelung von Weiche zu Weiche zu unstrukturiert um im Fehlerfall eines Kabelabschnittes schnell einen immer möglichen Fehler aufzuspüren und zu beseitigen.

Ich würde entlang den Spanten verdrillte (alle 5 cm 1 Umdrehung) äußere Busleitungen mit Abgriffen verlegen für

a) Fahrstrom Motorola (z.B. rot/schwarz) Litze 1,5 qmm verdrillt (mit Bohrmaschine)
b) Schaltstrom 3-adrig (z.B. gelb/grün/schwarz) Litze verdrillt 1,5 qmm
c) Wechselstrom für Beleuchtung etc. (z.B. gelb/schwarz) Litze verdrillt 1,5 qmm
d) S88 Rückmelder grau Litze 6 adrig geschirmt ca 0,25 qmm
e) Booster-Leitung 5 adrig von Zentrale zu Booster (zu Booster ...)

Ich habe bewusst jedem Bus-System  eine eigene ,,Masse" zugedacht, um durch die verdrillte Anordnung eine sich neutralisierende Summe elektromagnetische Felder zu bewirken, und Einwirkungen von einem auf eine anderes System zu verhindern.

Bussystem halte ich für notwendig weil:

- Gewährleistet Austauschbarkeit von allen zentralen Digitalsystemkomponenten.
- Ermöglicht Skalierbarkeit bei Bedarf durch Hinzunahme von Boostern, Viessmann Power Modulen oder (spezialisierten) Digitalsystemen (HSI).
- Erspart wegen Übersichtlichkeit Erstellung von Verkabelungsplänen.
- Ermöglicht einfache und schnelle Eingrenzung Fehlerdiagnose im Fehlerfall.
- gewährleistet minimale Ausdehnung im jeweiligen Bus

a) und b) auf jeden Fall über eigene Booster versorgen, erspart der IB Fremdsignale durch Induktion und schützt IB vor Überlast Defekten. a) kann bei Bedarf durch Verwendung weiterer möglichst vor Ort  befestigter Booster segmentiert werden. Dazu dann geschirmte  CDE-Leitung 3 adrig verwenden.

b) ist 3-adrig, weil ich von Verwendung von Viessmann Decodern ausgehe. LDT Weichendecoder sind eigentlich nur im Selbstbau günstiger, und haben sich im Verein nur in der Relais-Ausführung an Motor-Weichen bewähren können. Die LDT verhielten sich sehr sensibel bei Überlast z.B. durch gleichzeitig geschalteten Weichen in einer Gleisharfe, an der Viessmänner bei gleicher Konfiguration problemlos schalteten.  

Sie sollten sich bzgl der Weichendecoder  und der S88 Encoder mal auf den Homepages von Herrn Battermann  http://www.modellbahn.kabasoft-computing.de/" target="_blank"><hier>  und Herrn Boll  http://www.bmbtechnik.de/" target="_blank"><hier>  umsehen. Sie bieten zu den Viessmann-Decodern und  S88-Encodern eine Alternative und lösen gleichzeitig das Problem mit den Steckerchen durch ordentliche Printklemmen. Da ich Sie noch nicht getestet habe, habe ich den Viessman erstmal als Platzhalter für gleichartige Konstruktionen genommen. Ich habe Herrn Battermann und Herrn Boll hier als kompetente und offene Betatester kennengelernt, die jede Menge Erfahrung aus der Praxis haben, und könnte mir auch wegen der Beobachtung der positiven Kundenreaktionen hier im Forum vorstellen, das deren Produkte die bessere Alternative sind.

Schwachstelle bei Viessmann sind die kegelförmigen Steckerchen. Gerät ein Anschlusskabel unter Spannung lösen sie sich sehr schnell.

Für a) b) und c) würde ich aus kleinen Stücken einer Lochrasterplatine jede Menge Abgriffe basteln mit jeweils 4 Doppel bzw. 3 Fach Printklemmen an beiden Enden so das man mit 2 bzw. 3 Drahtbrücken (ca 1 qmm) je Abgriff 4 Aus/Eingänge am Abgriff hat. Als Printklemmen Fahrstuhlklemmen verwenden oder Aderendhülsen an den Litzen. 4 Bohrungen für 3 mm Spax-Schräubchen und dahinter 3*7 mm Holzleistchen (Baumarkt) als Abstandhalter anbringen oder später Abstandshalter 5 mm von Conrad verwenden.

Die Abgriffe können dann nach Bedarf auch nachträglich in eine aufgetrennte Leitung eingesetzt werden, um an den 2 verbleibenden Klemmen die jeweiligen Decoder und Rückmelder oder auch Gleiseinspeisungen abzugreifen. Für Zuleitungen zu Decodern und Gleiseinspeisungen kann man (muss man wg. Steckern zu den Viessmännern) man ruhig dünnere Leitungen z.B. 0,25 - 0,5 qmm verwenden, hinter den Decodern auch 0,15 qmm Modellbahnlitzen.

Von der Verwendung von Drähten rate ich wegen Bruchgefahr ab. Drähte werden im Laufe der Zeit immer spröder, und sollten nur verlegt werden, wenn gewährleistet ist, das sie sich später nicht mehr bewegen werden können.

Die Busleitungen sollten nicht in ein Bündel gepackt sonder möglichst mit ein paar cm Abstand verlegt werden.

Decoder und Rückmelder wegen möglichst bequemen Zugriff auf Spante oder außen unter Anlagenbrett anbringen.

d) würde ich direkt von S88 zu S88 an der Aussenspante entlang legen, allerdings in mindestens 2 möglichst kurzen Strängen und über LDT HSI an PC anschließen.  Das erhöht die Aktualität der Rückmeldungen und verhindert Verzögerung bei beschäftigter IB, verkürzt Befehlsverarbeitungszeiten in der IB und verbessert die  Übertragungsicherheit im S88 durch kürzere Leitungen.

Gleise, Weichen und Signale direkt bei Montage mit ausreichend langen Leitungen zu Spante hin ausstatten.

Ich hoffe damit brauchbare Unterstützung gegeben zu haben
Frank Mondorf
 

Thies Frahm

Hallo Herr Mondorf,

haben Sie vielen Dank für Ihre ausführlichen Informationen und Ihrem Angebot dieses Wissen allen Teilnehmern des Forums transparent zur Verfügung zu stellen! Wann schreiben Sie einen Workshop zu diesem Thema ?!

Ich habe dennoch eine Reihe von Fragen zu Ihrem Beitrag:

1.
Das Tillig-Dreischinengleis wird für eine Strassenbahn/Feldbahn völlig getrennt vom C-Gleis geführt, weshalb eine Integration gleistechnisch nicht stattfinden wird. D.h. es wird keinen "Übergang" vom C-Gleis zum Tillig Dreischinengleis geben.

Dennoch möchte ich einen der Booster der IB auch zur - ausschliesslichen - Versorgung dieses Dreischeinengleis Bereichs einsetzen. Die 5 Strassenbahnen/Feldbahnen werden aus dem Adressraum der IB angesteuert.Das müsste doch gehen, oder ?

2.
Ihre Anmerkung zu der Verkabelung von Weiche zu Weiche (mit Einzelweichendecodern (EZW-Dec) ausgerüstet) verstehe ich nicht: Die Einzelweichendecoder holen Ihre Daten doch direkt aus dem Gleis "über Ihnen". Wenn Digitalstrom im Gleis ist (was eine größere Anzahl von Einspeisepunkten gewährleistet!), dann müsste doch auch in den EZW-Decs immer die Versorgung gewährleistet!
Was ist mein Denkfehler ?

3.
Zu Ihrem Punkt e) Was ist bei Boosterleitungen zu beachten hinsichtlich Querschnitten ?

4.
Was ist mit elektromagnetischen Feldern in den Kabel, die von einem CU-Abschirmgeflecht umgeben sind?
Zum Beispiel Conrad 601944-93 (12x1,5) Seite 926 des Conrad Profession 2006 Katalogs?

Könnte man z.B. bei 6 Boostern diese 12 Einzelkabel verwenden, um die Boosterleistungen aller z.B. 6 Booster  über die Anlage zu bringen, wenn man alle Booster zentral anordnet (möchte das Systech Powermanagement Modul einsetzen, um die Ströme angezeigt zu bekommen) ?

5.
Oder ist es gefährlich mehrere Booster leitungstechnisch in einem 12er kabel zu den Punkten auf der Anlage zu führen?

6.
Kann man in die Viessmann Decoder auch die "normale" Stecker anstatt der kegelförmigen einsetzen ?

7.
Getreu dem Grundsatz "Was ich nicht messe, kann ich nicht managen!" habe ich mich wie gesagt für das Powermanagement von Systech entschieden (bestellt, aber noch nicht geliefert). Dadurch muss ich alle Booster zentral ensetzen, und eben lange Kabel zu den einzelen Anlagenabschnitten führen.

Warum sollten Booster "direkt vor Ort" eingesetzt sein?

8.
Ihren Abschnitt bzgl. der Lochrasterplatinen habe ich gesamthaft nicht verstanden, weil mir die Vorkenntnisse fehlen und ich mit den Begriffen (Was sind Printklemmen ??)nichts anfangen kann. Wären Sie so freundlich und könnten in einem separaten Beitrag ein paar Fotos in das Forum stellen ? Danke !

9.
Bisher war ich davon ausgegangen, dass man nur bei einem 6021 ein HSI benötigt. Warum empfehlen Sie es auch für die IB ?

Vielen dank nochmals für eine baldige Antwort in gleicher Qualität !

PS: Bitte um Ihre eMail Adresse auf mailto:thies.frahm@t-online.de">thies.frahm@t-online.de

Gruss, und nochmals vielen dank!

T. Frahm  
Anlage Märklin K-Gleis im Bau, nur Testbetrieb, derzeit 4 Schattenbahnhöfe zusammen 42 Gleise;
OpenCar Test-Oval mit Fichtelbahn BiDiB
Testoval Gleichstrom mit Fichtelbahn Readyboost+GBM16TS
  • Win-Digipet-Version:
    WDP 2025.0c Premium
  • Anlagenkonfiguration:
    Märklin K-Gleis, FAHREN: Lokstoredigital LoDi-Rektor + 4x LoDi-Booster, MFX+DCC-Protokoll, LoDi-CV-Programmer, RÜCKMELDEN: 2x LDT HSI-USB V 1.08 (64) mit 35x RM Decoder S-88 (LDT-Optos, Boll), SCHALTEN: 1x TAMS RedBox mit 37x MA-Decoder LDT, IEK und 8-fach ServoDec Dankwardt, 7x Boll B+Splitter, EINMESSEN: LS Digital yCON-Manager mit Railspeed, Planung Wintrack 17, CAR SYSTEM: Fichtelbahn BiDiB OpenCar, IF2, RF-Basis, TLE-s88 mit SS49E, LightControl
  • Rechnerkonfiguration:
    Win11, Desktop mit Proz. AMD Ryzen 3 3200G mit Radeon Vega Graphics 3,6 GHz, 16 GB RAM, SSD-Platte, Anker 7-fach USB 3.0 Hub

Frank Mondorf

Hallo Herr Frahm,

In Antwort auf:
 Sie einen Workshop zu diesem Thema ?!

 

Wenn es an der Pulheimer Anlage nix mehr zu tun gibt.. Aber selbst dann kenne ich bei weitem noch nicht alle Systeme, und ich bin auch allenfalls ein Hobby-Elektroniker, und wenn ich bedenke wie dick die Handbücher der Digitalsystemkomponenten schon sind, würde eine brauchbares Nachschlagewerk zu diesem Thema wahrscheinlich ein Buch füllen.

Zu 1.

In Antwort auf:
Dennoch möchte ich einen der Booster der IB auch zur - ausschliesslichen - Versorgung dieses Dreischienengleis Bereichs einsetzen. Die 5 Straßenbahnen/Feldbahnen werden aus dem Adressraum der IB angesteuert. Das müsste doch gehen, oder ?



Das müsste gehen und ein separate Booster passt da sehr gut.

Zu 2.
In Antwort auf:
..., dann müsste doch auch in den EZW-Decs immer die Versorgung gewährleistet!
Was ist mein Denkfehler ?



Kein Denkfehler. Ich bin prinzipiell davon ausgegangen alle Antriebe auch wenn es EZW-Decs sind aus einen separaten Booster für MA anzusteuern. Warum : MA-Befehle senden Digitalsysteme (so weit ich sie kenne, bei der IB müsste man das noch mal verifizieren) nur einmal. Fahrbefehle werden rollierend wiederholt. Es gibt je nach Qualität der Gleisverlegung, der Sauberkeit der Schienen und der Qualität der Fahrzeugstromabnahme so gut wie immer kleinste meist nicht sichtbare Funken im Fahrbetrieb zwischen Rad und Schiene. Diese zerstören die Digitalbefehle, was so weit es sich in gewissen Grenzen hält, den Fahrbefehlen nur wenig ausmacht, da diese nach einer Zeit T umgekehrt proportional zur nach Anzahl Loks im Digitalsystem wiederholt werden (Lok bremst halt ein wenig später). Wenn MA-Befehle durch Rad-Funken zerstört werden, schaltet die Weiche nicht und der Zug fährt den falschen Weg. Um dies zu verhindern würde ich bei zunehmender Fahrzeugdichte die MA immer über einen separaten Schaltstrom-Booster versorgen.

Zu 3.
In Antwort auf:
Zu Ihrem Punkt e) Was ist bei Boosterleitungen zu beachten hinsichtlich Querschnitten ?


Gemäß Handbuch mind. 0,5 qmm damit es von der Klemme gehalten wird. Bei längerer Verlegung nah am und  parallel zum Fahrstrom besser geschirmtes Kabel.

ZU 4.
In Antwort auf:
Was ist mit elektromagnetischen Feldern in den Kabel, die von einem CU-Abschirmgeflecht umgeben sind? Zum Beispiel Conrad 601944-93 (12x1,5) Seite 926 des Conrad Profession 2006 Katalogs?



Die sind prinzipiell gut, aber bei diesem Typ ist es wohl Draht und nicht Litze. Zu Gunsten von Skalierbarkeit und unterschiedlichen Boosterstandorten, würde ich auch jeden Booster einzeln anschließen.

Die Abschirmung schützt mit einer Masse verbunden die umgebenen Leitungen wie ein faradayscher Käfig vor Einstreuungen von anderen Kabeln, wie den Fahrstromzuleitungen.
Allerdings kann man auf diese Weise nicht die Abstrahlung verhindern, deshalb Fahrstromleitungen besser paarweise verdrillen.

In Antwort auf:
Könnte man z.B. bei 6 Boostern diese 12 Einzelkabel verwenden, um die Boosterleistungen aller z.B. 6 Booster  über die Anlage zu bringen, wenn man alle Booster zentral anordnet (möchte das Systech Powermanagement Modul einsetzen, um die Ströme angezeigt zu bekommen) ?



Könnte man schon. Aber ich glaube Sie würden die Booster gefährden. Uhlenbrock empfiehlt nur jeweils einen Ausgang der  Trafos aus Sicherheitsgründen über einen Common zu verbinden. NICHT die Ausgänge des Booster. Die von den jeweiligen Boostern versorgten Gleisbereiche sollten an beiden Polen getrennt sein. Die Spannungen auf den Gleichen werte abgeglichen werden. Damit werden Ausgleichsströme auf eine Minimum und ausschließlich auf den Zeitraum der Überfahrens der Trennstellen minimiert.
Das Systech-Powermanagement-Modul schafft einen zweiten Common an den Boosterausgängen, und ich würde das lassen, um möglichst keine Ausgleichströme über die Booster abfließen zu lassen, und um nicht auf Gewährleistungsansprüche gegen Uhlenbrock verzichten zu müssen.

Zu 5.
In Antwort auf:
Oder ist es gefährlich mehrere Booster leitungstechnisch in einem 12er kabel zu den Punkten auf der Anlage zu führen?



Das nicht die Adern sollten aber paarweise ein Paar für jeden Booster verdrillt sein.

Zu 6.
In Antwort auf:
Kann man in die Viessmann Decoder auch die "normale" Stecker anstatt der kegelförmigen einsetzen ?



Im Verein haben manche glaube ich Märklin-Bananenstecker reingewürgt. Hat nicht viel gebracht.

Zu 7.
In Antwort auf:
Getreu dem Grundsatz "Was ich nicht messe, kann ich nicht managen!" habe ich mich wie gesagt für das Powermanagement von Systech entschieden (bestellt, aber noch nicht geliefert). Dadurch muss ich alle Booster zentral ensetzen, und eben lange Kabel zu den einzelen Anlagenabschnitten führen.
Warum sollten Booster "direkt vor Ort" eingesetzt sein?



Die Daten-Qualität des Fahrstroms sinkt mit der maximalen Ausdehnung im versorgten Kabel/Gleisbereich, also der Strecke zwischen den am weitesten auseinanderliegenden Enden im Kabelnetz. Hier entstehen Reflexionen und der Zeitversatz nimmt mit besagter Länge zu, so sich ganz kurz Spannungen des Originals und der Reflexion addieren oder auslöschen  können. Bis 10 m kann man den Effekt vernachlässigen danach wird er messbar. Kurze aber drastische Spannungsüberhöhungen am ungedämpften Gleis (ohne Verbraucher) . Ab 20 m soll er die Signalqualität und die Spannung aus Ausgang eines Lokodecoders negativ (oft kurzfristig nach oben mit Folge für nachgeschalteten Lampen) beeinflussen.

Der Rest kommet erst morgen, auch ich muss jetzt schlafen.

Grüße
Frank Mondorf
   

Frank Mondorf

Hallo Herr Frahm,

7.
In Antwort auf:
"Was ich nicht messe, kann ich nicht managen!"



Tipp: Reduzieren Sie das zu managende auf ein notwendiges Minimum!  Bei der Anzahl Weiche und Signale und den Verschiedenen Gleis und Autosystemen werden Sie sich über Mangel an Management nicht beklagen können. Bleiben Sie bei dem Motto ,,So gut wie nötig".

In Antwort auf:
Warum sollten Booster "direkt vor Ort" eingesetzt sein?



Also kurz gesagt, wenn der Einsatz vor Ort die maximale Ausdehnung des Fahrstromnetzes verringert (z.B. durch eine erhebliche Leitungslänge vom Booster 1. Fahrstromeinspeisung) empfehle ich Booster vor Ort. Liegen Fahrstrom-Zuleitungen über einen längeren Abschnitt parallel zu anderen ungeschirmten Leitungen, so kommt es zu Induktionsströmen in den Parallelen.

Da ich einen Common an den Booster-Ausgängen für schädlich halte, würde ich falls Stromanzeige notwendig den Boosterausgängen die Boll'sche Stromanzeige nachschalten in der Ausführung mit Rückmeldung via S88 direkt in an den WDP-Bildschirm. Dabei werden neben den Boll'schen Stromanzeigen inkl. Zusatzprint  http://www.bmbtechnik.de/stromanzeige.html" target="_blank"><hier>  noch je Booster 4 S88 Rückmeldungen gebraucht.

8.
In Antwort auf:
Ihren Abschnitt bzgl. der Lochrasterplatinen habe ich gesamthaft nicht verstanden, weil mir die Vorkenntnisse fehlen und ich mit den Begriffen (Was sind Printklemmen ??)nichts anfangen kann. Wären Sie so freundlich und könnten in einem separaten Beitrag ein paar Fotos in das Forum stellen ? Danke !



Eine Printklemme ist eine Lüsterklemme für zum Auflöten auf eine Platine. Es gibt verschiedene Qualitäten und mögliche Kabelquerschnitte. Ganz einfache schrauben nur eine Schraube ins Kabel und machen es kaputt. Die meisten haben ein Blech zwischen Schraube und Kabel, welches sich bei Entnahme einer Litze ohne Aderendhülse meistens verbiegt, so das es vor wiedereinführen einer Litze mit einem Docht oft erst wieder zurechtgebogen werden muss. Die sehr guten Fahrstuhlklemmen haben eine immer rechteckigen Schacht mit einem trichterförmigen Einlass, brauchen keine Aderendhülse, lassen sich auch im dunklen treffen, und das Kabel kann beliebig oft gewechselt werden.

9.
In Antwort auf:
Bisher war ich davon ausgegangen, dass man nur bei einem 6021 ein HSI benötigt. Warum empfehlen Sie es auch für die IB ?



Eine Zentrale kann immer nur ein Datenpaket (z.B. Lokbefehl) gleichzeitig von der seriellen Schnittstelle in den Anlage aufbereiten, oder umgekehrt vom S88 in die serielle Schnittstelle zum PC zurücksenden.
Teilweise sind auch Zentralen mit MA-Befehlen definierter Länge über die gesamten Länge des MA-Befehls beschäftig und leiten während dessen keine Rückmeldung in die serielle Schnittstelle des PC's.

Um den meistens zeitkritischen Rückmeldungen nun eine immer durchlässigen Weg zum PC zu ermöglichen, würde ich im Falle einer IB das HSI für S88 Rückmeldungen verwenden, und das HSI durch eine kurzes Einleseintervall in den Systemeinstellungen entsprechend hoch priorisieren.

Weiterhin verkürzt das HSI durch Segmentierung die Ausdehnung im S88 Bus und erhöht somit die Signalqualität.

In Antwort auf:
Vielen dank nochmals für eine baldige Antwort in gleicher Qualität !



Sie sind zwar nicht bescheiden, aber dafür drücken Sie sich klar aus. Das Vorgehen gibt mir die Möglichkeit, meine Rezepte noch mal überdenken, und bringt auch mir neue Informationen.

In diesem Sinne auch Danke und Grüße
Frank Mondorf
mailto:Frank.Mondorf@t-online.de">Frank.Mondorf@t-online.de
   

Gian Bott

Hallo,

In Antwort auf:
6. Kann man in die Viessmann Decoder auch die "normale" Stecker anstatt der kegelförmigen einsetzen ?


Ich verwende an Viessmann-Modulen weder die beiliegenden Kunststoffstöpsel mit Litzenloch noch kleine Bananenstecker sondern löte (nach Abnahme des Deckels) kurze 1,5 mm2 Drahtstücke in die Steckerbuchsen. An diese schraube ich dann die Schraubklemmenleisten und in diesen werden dann die Anschlusslitzen festgeschraubt (siehe Bild). Diese Lösung bewährt sich besser als die etwas kontaktunsicheren Steckerlösungen. Da mir dieses vorgehen aber zu aufwändig ist, verwende ich nur noch Module von Herstellern, die anständige Schraubanschlüsse anbieten, auch für 1,5 mm2 Litze.

mit freundlichen Grüssen

Gian

 

Frank Mondorf

Hallo Gian,

besonderders neidisch schaue ich jetzt als DCC Bahner auf die sauberen DIN Kabel und -Buchsen der Busverkabelung.

Grüße Frank
 

Kalle

Hi Frank,

auch etwas Senf meinerseits, brauchst nicht neidisch zu schauen. Selbst verwende bei SX auch lieber die Schraubklemmung schon allein aus folgendem Grund: Wenn man trottelig ist und am Buskabel, wenn auch unbewusst, mal zieht, ist der Bus unterbrochen, es sei denn, man sichert die Leitung mit einer Kabelschelle in der Naehe der Steckverbindung. Sicherlich gibt es auch DIN-Steckverbindungen mit Schraubsicherung, leider haben die "fertigen Module" kein entsprechendes Gegenstueck.
Was ich an den Schraubklemmen bei Gian vermisse, sind die ADERENDHUELSEN. Ohne diese kommt bei mir keine Litze in die "Klemme".
Optimal fuer "vibrierende" Anlagen waeren Federkraftklemmen oder Buegelklemmen von z. B. Wago, gibt´s in diversen Groessen und Rasterweiten.
Wenn Schraubklemmen, dann waeren sog. Aufzugsklemmen gut, leider suendige ich auch dabei, verwende einfache Klemmen mit Drahtschutz, dann aber auch mit Aderendhuelsen.
Sauber gelegte Leitungen mit Schraubklemmen und Aderendhuelsen sehen auch sehr gut aus.  
   
Viele Grüsse
Karl

Frank Mondorf

Hallo Karl,

mache ich auch so. Die mit Drahtschutz kriegen Endhülsen.
Nicht nur weil sie dann so viel schicker aussehen.

Grüße Frank

 

Kalle

Hi Gian,

wenn ich die "Viessmaenner" fuer SX sehe, koennten glatt eine Entwicklung von MTTM sein. Leider verkauft er selbst alle Module nicht direkt. Aehnlich laenglich ohne Gehaeuse mit gleicher DIN-Buchsen-Anordnung sehen die 8-fach-Servo-Module aus, allerdings ohne die Steckbuchsen, dafuer eine 3-reihige Stiftleiste fuer handelsuebliche Servos.

 
Viele Grüsse
Karl