ESU BR 261 Stahl Gerlafingen stockt/ Kurzschluss
 

ESU BR 261 Stahl Gerlafingen stockt/ Kurzschluss

Begonnen von Harald Eberhardt, 17. Februar 2016, 00:17:45

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Harald Eberhardt

Hallo zusammen,
Habe eine nagelneue BR261 von Esu.
Diese bleibt jedoch auf Weichen und wohl auch auf Kontaktstrecken ( C- Gleis) stehen. Dabei stottert sie, dann ist der Strom weg. Wenn man Sie weiterschiebt, so geht sie irgendwann wieder.
Habe den Eindruck, dass dies irgendwie mit den Kontaktstrecken zusammenhängt. Andere ESU Loks haben dieses Problem jedoch nicht?
Die Klammern für die Weichensensoren habe ich schon ohne Erfolg entfernt. Dies wird bei ESu empfohlen.

Wer weiß eine Lösung?

Danke im Voraus
Viele Grüsse
HARALD
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Dr. Jürgen Martin

#1
Hallo Harald,
hast Du es schon mal mit dem Diodentrick (von Friedel Weber) versucht. Falls nicht, überbrücke doch mal innerhalb einer kritischen Kontaktstrecke beide Schienen des C-Gleises mit einer Diode. Die richtige Diodenrichtung ist schnell ermittelt. Wenn keine Wagen und keine Lok im Kontaktbereich auf dem Gleis ist, darf bei verbundener Diode die Rückmeldung nicht ansprechen. Ggf. dann die Diode umdrehen. Ausführliche Informationen findets Du auf der Web-Seite von Friedel Weber oder hier im Forum (Stammtisch) mit der Suche nach "Diodentrick".
MfG aus Neustadt a.d.Weinstraße
Jürgen Martin
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Harald Eberhardt

Hallo Jürgen,
Klar das könnte man versuchen, aber wenn, alle anderen Esu Loks einwandfrei laufen, muss es doch eigentlich an der Gravitation Lok von Esu liegen und nicht am Kontaktgleisen von Märklin?
Viele Grüsse
HARALD
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Dr. Jürgen Martin

Hallo Harald,
Dein Rückschluss ist nicht richtig.
In Lokmotiven fließt der Strom über den Mittelleiter in den Motor und von dort über die beiden Außenschienen (Masse) wieder zurück.
In Rückmeldestrecken ist aber eine der beiden Außenschienen von der Masse getrennt. Auf dieser isolierten Außenschiene liegt vom Rückmeldedekoder her eine kleine Spannung, die zusammenbricht, wenn eine leitende Achse (Wagen oder Lok) auf dieses Gleis kommt. Dieses Zusammenbrechen der  Spannung wird im Rückmeldebaustein ausgewertet und als "Gleis besetzt" an WDP weitergegeben. Für die Lokomotive bedeutet diese Schaltung aber, dass in Rückmeldestrecken auf einer Seite keine Masseverbindung besteht. Wenn nun z.B. eine Lok verschmutzte Räder hat oder Haftreifen oder das Gleis selbst verschmutz ist, kommt es nicht selten vor, dass die Schienenseite mit der angeschlossenen Masse kurzfristig keinen Kontakt zur Lok hat, so dass der Motor stehen bleibt. Um so kleiner die Lok ist (ggf. nur 2 Achsen wie bei der Köf) , um so eher kann das Problem auftreten.
Hier kommt nun der Diodentrick ins Spiel.
Auf dem Gleis liegt in aller Regel eine Art Wechselspannung. Der Rückmeldebaustein arbeitet nur mit einer Halbwelle, so dass die andere Halbwelle des Schienenstroms (für den Motor) die Rückmelduung nicht beeinflusst. Wenn nun beide Außenschienen mit einer Diode verbunden werden, wird berzüglich der Masse eine Halbwelle durchgelassen mit dem Ergebnis, dass die Rückmeldung funktioniert und trotzdem der Motor mit einer Halbwelle versorgt wird, was i.d.Regel ausreicht, um über die kritische Stelle hinwegzukommen.   
Die Fachleute mögen mich verbessern, falls meine Beschreibung nicht stimmt.
MfG aus Neustadt a.d.Weinstraße
Jürgen Martin
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HerGan

Hallo Eberhard, hallo Jürgen,
die ESU-Loks haben einen eingebauten Powerpack, der KLEINE Unterbrechungen ausgleicht (1,64 Sekunden), wenn allerdings größere Strecken keinen Strom liefern ist auch der Powerpack leer.
Beste Grüße aus Roth
Herbert
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Harald Eberhardt

Hallo Jürgen,
Hört sich schon plausible an.
Wie erklärst Du aber, dass die Lok nur an manchen Stellen stehenbleibt?
Ich habe ca. 80 RM verbaut. Und nicht bei allen passiert das Problem.
Und was HerGan sagt, klingt ja auch logisch. Überbrückt das Powerpack bei Esu nicht solche Situationen?

VG Harald
Viele Grüsse
HARALD
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Dr. Jürgen Martin

Hallo Harald,
unter der Voraussetzung, dass der Motor und der Decoder in Ordnung sind (wovon ich nach Deiner Problemschilderung ausgehe), gilt grundsätzlich, dass der Motor nur dann stehen bleibt, wenn die Stromzufuhr unterbrochen wird. Ein Powerpack überbrückt diese Unterbrechung nur für kurze Zeit. Wenn die Unterbrechung länger dauert, ist der Powerpack leer und der Motor steht. Ein Powerpack bringt also nur eine zeitliche Komponente und keine grundsätzliche ins Spiel.
Auch die Tatsache, dass das Problem an verschiedenen RMK's auftritt, bringt zunächst keine Erklärung.
Sollte das Problem immer an demselben RMK's auftreten, liegt die die Ursache in den dortigen Gleisbereichen. Entweder es ist ein Masseproblem oder der Schleifer hat kurzzeitig keinen Kontakt zum Mittelleiter.
Suche an der Lok eine Stelle, die mit Sicherheit Masse führt. Dort klippts Du ein Kabel mittels Krokodilklemme an. Wenn die Lok nun stehen bleibt, hälst Du das andere Ende des Kabels direkt an eine masseführende Schiene. Auf diese Weise geht die Masserückführung nicht nur über die Lok, sondern auch über das angeklippte Kabel. Wenn die Lok nun weiter fährt, dann liegt es eindeutig an einer Masseunterbrechung zwischen Lok und Gleis. Ob die Haftreifen, eine Gleisverschmutzung oder auch eine Gleisverwindng die Ursache ist, müsste weiter untersucht werden. 
Führt der genannte Versuch nicht weiter, liegt es sehr nahe, dass der Schleifer seinen Kontakt zum Mittelleiter verliert. Hier müsste man prinzipiell das Gleiche machen. Ich kenne aber den inneren Aufbau der BR261 von Esu nicht, d.h., ich weiß nicht, an welcher Stelle man da an den Schleifer bzw. dessen Kabel zum Dekoder rankommt.
MfG aus Neustadt a.d.Weinstraße
Jürgen Martin
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Jürgen Gräbner

Hallo zusammen,

bei den ESU Loks wird mittels Mikroschalter zwischen Mittelleiter und nicht Mittelleiter Betrieb umgeschaltet. Der Mikroschalter wird durch stecken/ziehen des Mittelschleifers betätigt. Wäre nicht der erste Schalter, der entweder nicht richtig betätigt wurde, weil der Schleifer nicht richtig drin steckt oder schlicht defekt ist....
Viele Grüße
Jürgen
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Harald Eberhardt

Werde die Lok mal über den Händler einschicken!
Mal sehen, was Esu sagt?
Viele Grüsse
HARALD
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rolf01

Hallo Harald,

das Thema habe ich gerade durch, einschicken, mit Kommentar zurück erhalten. Lies mal dazu im ESU Forum meinen Beitrag, V200 Kurzschluss beim Überfahren der Weichen....

Das Einschicken kannst Du aus meiner Sicht Dir sparen.
Melde Dich wenn Du noch nähere Angaben benötigst.
Viele Grüße
Rolf
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Harald Eberhardt

Hallo Rolf,
was hast Du denn dann getan?
meine Lok ist nicht verwendbar. Sie stockt auf manchen Kontaktgleisen, nicht allen. Habe aber ca. 100 Kontaktstrecken auf der Anlage. Habe außerdem mehrere Esu Loks, die alle einwandfrei laufen, auf allen Streckenteilen!
Wenn ich die Lok bei einem freund laufen lasse, der keine Kontaktgleise verbaut hat, dann geht sie einwandfrei.
Das verstehe ich nicht?
Viele Grüsse
HARALD
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Karlheinz Battermann

Hallo Harald,
prüfe doch mal bei der Lok mit einem Pieper oder Durchgangsprüfer, ob eine Verbindung beider Räder einer Achse vorhanden ist. Das sollte dann bei allen Achsen so sein.
Wenn das nicht der Fall sein sollte, so ist der Microschalter beim Schleifer nicht in Ordnung, denn der sollte die Verbindung zwischen beiden Rädern herstellen.
Herzliche Grüße aus Bad Lauterberg
Karlheinz


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rolf01

Hallo Harald,

gehe mal im ESU-Forum unter Engineering Editon dort findest Du zahlreiche Beiträge zu diesem Thema. U.a. unter DB-BR261 einen Beitrag von dirk71. Da ist bebildert wie man die Bügel der Weichensensoren einfach abzieht.
Bei mir war fortan Ruhe.

Viele Grüße
Rolf
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Harald Eberhardt

Hallo Rolf,
die Bügel habe ich längst abgezogen. Jedoch ohne Änderung.
Werde mal Karlheinz Ratschlag überprüfen. dann schauen wir mal.
Viele Grüsse
HARALD
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Harald Eberhardt

Hallo Karlheinz,
Habe es nicht so mit Durchgangsprüfer etc. Habe einen Prüfer der mir bei Verbindung Mittelleiter zu Schiene leuchtet bei minus. Wenn ich den von Rad zu Rad halte leuchtet nix, aber kann eigentlich auch nicht, da kein Strom fließt, oder?
Wie muss ich den Versuchsaufbau ändern?

Was ich aber festgestellt habe ist folgendes:
Habe eine Teststrecke mit 3 C Gleisstücken. 2 davon sind an der Lasche wie für Rückmeldung unterbrochen. Wenn ich nun das unbearbeitete Gleis wegnehme, und nur 2 Gleisstücke verwende, dann fährt die Lok nicht.
Wenn Gleis 3 dran ist, dann ja.
Ebenso ist es interessant: drehe ich die Lok um fährt sie, in die andere Richtung nicht!
Für mich sieht das schon nach einen Verbindungsprobleme von Achse zu Achse aus?
Liege ich da richtig?
Viele Grüsse
HARALD
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