Autor Thema: Gleisbild von Werner Brawand  (Gelesen 2560 mal)

Offline Karlheinz Battermann

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Gleisbild von Werner Brawand
« am: 28. Oktober 2016, 15:18:00 »
Hallo zusammen,
hier folgt nun das von Werner Brawand zur Verfügung gestellte Gleisbild seiner Anlage.
Danke Herr Brawand.

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Guten Tag Hr. Dr. Peterlin
Nach längerem Überlegen habe ich mich entschlossen, den Gleisplan meiner Anlage einzusenden. Sie ist allerdings viel kleiner als die anderen eingesandten Anlagen und sicher nicht so toll, bietet aber doch einige Besonderheiten, die vielleicht für andere Nutzer interessant sein könnten. Die Anlage ist 4,1x1,4 m gross, H0, Märklin C-Gleis, mit WDP 2013 gesteuert, Rückmeldemodule und Zentrale von Uhlenbrock (Intellibox). Gleisbildgrösse 20x20.

Beschreibung der Anlage bzw. des Gleisbildes mit seinen Besonderheiten: Die Anlage ist ein typischer kleiner Schweizerbahnhof, alles SBB-gerecht, also mit Linksverkehr und schweizerischen Lichtsignalen. Eine weitere typische Schweizereigenart ist, dass die Signale in der Grundstellung immer rot sind. Erst kurz bevor ein Zug kommt, werden sie grün (sofern der Blockabschnitt davor frei ist), nach der Durchfahrt werden die Signale gleich wieder rot und bleiben es auch. Das ist eindeutig sicherer als bei der DB, wo die Grundstellung grün ist, allerdings auch viel aufwändiger, auch zum Programmieren mit WDP! Die Strecke selber besteht aus 2 verschlungenen Ovalen, zu jedem gehören je 3 Abstellgleise im Schattenbahnhof und ein Durchfahrgleis. Im Blockbetrieb können problemlos je 3 Züge pro Kreis fahren, mit vieren stehen sie zu oft still, da ist die Anlage einfach zu klein. Die Züge fahren in den inneren Gleisen beim Perron, sind diese besetzt, wird automatisch auf die äusseren umgeschaltet. Eine grosse Besonderheit, auf die ich stolz bin, sind die beiden Kehrschleifen, die zur Hauptsache nur aus einem Kreis besteht. Durch einen geschickten Aufbau mit Weichen etc. ist es möglich, von Gleis 1 oder 2 nach Gleis 3 oder 4 bez. umgekehrt zu fahren – und das vollautomatisch, als Langsam-Fahrstrecke, damit die Weichen genügend Zeit haben für die Umstellung. Das gab sowohl beim Zeichnen der Strecke wie nachher zum Programmieren einige Probleme zu lösen! Die Kehrschleife ist, wie der Schattenbahnhof unter der Bahnhofplatte. Die Züge können jeweils auf Rundfahrt (mit 20 Sekunden Aufenthalt) wie auch zum Durchfahren mit Tastern gestellt werden, ebenso sind direkte Fahrten in den Schattenbahnhof möglich. Da dieser auch kurze Geleise hat, ist jedem Zug fix ein Geleise zugeordnet, das automatisch gestellt wird beim Drücken auf „Schattenbahnhof“. Eine weitere Besonderheit ist die Wagenbremse im Gleisbild. Da die Strecke relativ kurz ist und ich nicht über 3% Steigung gehen wollte, musste ich die Bahnhofplatte als schiefe Ebene gestalten. Will ich nun einen Güterzug ohne Lok abstellen, rollen die Wagen rückwärts davon. Um das zu verhindern, habe ich einen Magnet mit einer dünnen Achse unter dem Geleise eingebaut, die heraufgefahren werden kann und genau das verhindert. Der Magnet braucht nur einen Impuls und bleibt dann in der jeweiligen Stellung, die Spule wird jedoch heiss, deshalb schaltet sie mit einer Schaltung des Stellwerkwärters nach 10 s ab. Die beiden anderen Zeitverzögerungen dienen zum verzögerten umschalten auf Rot auf der Paradestrecke. Zum Rangieren habe ich Dutzende fixe Rangierfahrstrassen einprogrammiert, die mit Start-/Zielsignalen gestellt werden können. Auch hier kann von jedem Gleis in jedes andere gefahren werden. Ebenfalls habe ich Trenn- und Kuppelstrecken mit WDP einprogrammiert.

Die Symbole für die Schweizer-Signale, vor allem Vor- und kombinierte Haupt-/Vorsignale, hat mir damals freundlicherweise Herr Battermann programmiert!

Mit freundlichen Grüssen aus der Schweiz
Werner Brawand


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Karlheinz


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Offline Karlheinz Battermann

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Re: Gleisbild von Werner Brawand
« Antwort #1 am: 28. Oktober 2016, 16:41:06 »
Hallo Herr Brawand, hallo zusammen,
Eine weitere typische Schweizereigenart ist, dass die Signale in der Grundstellung immer rot sind. Erst kurz bevor ein Zug kommt, werden sie grün (sofern der Blockabschnitt davor frei ist), nach der Durchfahrt werden die Signale gleich wieder rot und bleiben es auch. Das ist eindeutig sicherer als bei der DB, wo die Grundstellung grün ist, allerdings auch viel aufwändiger, auch zum Programmieren mit WDP!
Werner Brawand
hier muss ich leider widersprechen, denn auch bei der DB ist die Grundstellung der Signale immer rot (Halt). Nur auf den sogenannten Selbstblockstrecken (nicht auf Zentralblockstrecken, denn dort ist es auch rot) ist die Grundstellung der Signale grün. Die Signale werden immer etwa 1000 Meter vorher auf grün geschaltet, damit der Zug nicht abbremsen muss, wenn der nachfolgende Block frei ist.
Etwa 55 Meter nach der Vorbeifahrt an dem Hauptsignal wird das Signal sofort wieder auf rot umgeschaltet. Hierbei spielt es keine Rolle um welche Blocksignalform es sich handelt.

Dies bitte nicht damit verwechseln, dass in aller Regel am Bahnsteig das Ausfahrsignal bereits grün zeigt, wenn der Zug einfährt. Wäre das nicht so, so müsste der Lokführer sehr langsam an den Bahnsteig heranfahren, denn die sogenannte PZB (punktförmige Zugbeeinflussung) erlaubt ihm dann keine hohen Geschwindigkeiten und es käme an jedem Bahnsteig zu vermeidbaren Verspätungen.
« Letzte Änderung: 28. Oktober 2016, 16:43:54 von Karlheinz Battermann »
Herzliche Grüße aus Bad Lauterberg
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