Zielkontakt überfahren
 

Zielkontakt überfahren

Begonnen von Rainer Renisch, 14. Januar 2005, 18:46:47

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Rainer Renisch

Liebe WDP-Freunde,

gleich vorneweg eine Entschuldigung, wenn der Beitrag länger wird, aber ich muß das mal aufschreiben:

Das Thema ,,Zielkontakt überfahren" wurde ja schon einige male hier behandelt. Trotzdem finde ich für mich kein befriedigendes Ergebnis. Bei mir tritt diese Phänomen nur im FP-Betrieb auf, alles andere läuft gut. Ich habe deshalb nun einen kleinen FP mit 25 Zeilen, 8 Loks, ca. 15 Minuten mit verschiedenen Sounds getestet. Pro Fahrplan traten die Fehler 3 bis 8 mal auf, wobei im Verlaufe der Tests jede Lok und jeder Zielkontakt irgendwann mal betroffen war. Es ließ sich keine Zuordnung feststellen. Im Lok-Control  war ersichtlich, daß der Zielkontakt immer erkannt und die Geschwindigkeit auf 0 geregelt wurde. Trotzdem fuhr die Lok weiter und hielt nicht von alleine an. Mir einem Klick auf Stop im Lok-Control stand sie dann (oder es haben sich zwei Loks in die Augen gesehen).  

Die CPU-Auslastung war ziemlich gering, ging aber jedes mal beim Stellen der FS steil hoch, z.T. bis 100%.

In der Annahme, daß die Sounds sehr viel Kapazität binden, habe ich als erstes alle Sounds herausgenommen. Ohne Ergebnis – es hat sich nichts an dem Überfahren geändert.

Dann habe ich alle Bremsstrecken so überarbeitet, daß die Lok fertig abgebremst hat, wenn sie den Zielkontakt erreicht und nur noch ,,Stop" ausführen muß. Keine Änderung!

Um ein Überschneiden der Befehle ,,Stop" und ,,FS stellen" zu vermeiden, habe ich als nächstes den FP so gestreckt, dass keine FS in den Puffer läuft. Allerdings liefen die Loks weiterhin übers Ziel hinaus. Nach wie vor mindestens 3 mal pro FP.

Dann las ich den Hinweis, daß keine CD im Laufwerk sein sollte (ich hatte die WDP-CD immer drin gelassen). Große Hoffnung – aber keine Änderung.

Zu Vergleichszwecken habe ich dann einen AK-Betrieb mit den gleichen FS und Loks geschrieben (19 AK´s). Der Betrieb sah natürlich völlig anders aus und dauerte ca. 25 bis 30 Minuten – dann hatten sich die Loks gegenseitig blockiert. Das habe ich 3 mal laufen lassen, aber es gab kein einziges Überfahren des Zielkontakts!

Wo liegt die Ursache? Irgendwelche Einstellungen im Fahrplan? Es tritt eben nur dort auf, weder im AK noch bei ,,Stellen und Fahren".  Ich verwende Decoder von Lenz 0521 und Kühn N025, Bremsverzögerung ist auf 0 gestellt. Die GBM sind von Blücher und LDT. Das Thema Verschmutzung kann auch wegfallen, ich habe alle Staubflusen von Schienen und Schleifern genommen.

Wer hat eine Idee – oder sogar eine Lösung?

Zielgenaues Anhalten wünscht
Rainer
 
Freundliche Grüße
Rainer
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Dirk Streuber

Hallo Herr Renisch,

ich hatte das gleiche Problem ,allerdings im Automatik-Betrieb. Durch ändern in der Grundeinstellung von WDP
"Intervall zum Einlesen der RM-Module" auf 300-500 msec hatte bei mir Erfolg. Die Halte-Abschnitte sind bei mir
ca 30-35 cm lang, da bleiben meistens noch 10-15 cm luft bis zum nähsten Abschnitt bzw. zum Signal. Da habe ich vieleicht  die Haltabschnitte etwas zu lang gewählt. Die CPU-Auslastung ging auch auf ca 60% zurück.


Mit freunlichen Grüßen
Dirk Streuber      
Mit freundlichen Grüßen
Dirk
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Rainer Renisch

Hallo Herr Streuber,

ich fahre mit Lenz-Digital-plus. Da sind die Einleseintervalle lt. Dr. Peterlin auf ca. 100 einzustellen.

Aber man kann´s ja mal probieren.

MfG
Rainer  
Freundliche Grüße
Rainer
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Rainer Renisch

Hallo Herr Steuber,

ich hab´s probiert. Es war schlimmer als vorher. Bei Lenz sollte man wohl die Intervalle kurz halten. Ich habs wieder zurückgestellt - und habe auch wieder die alten Fehler.

MfG
Rainer  
Freundliche Grüße
Rainer
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Dieter H.

Hallo Rainer,

du solltest mal in deinem Profil (bei Signatur) deine Daten angeben, nicht nur die bahntechnischen sondern auch die computertechnischen.

Was mich an deinen Schilderungen wundert ist eine 100% CPU Auslastung. Schau mal die Auslastung an, wenn WDP nicht läuft, vielleicht frisst da irgendeine Software oder ein Treiber im Hintergrund Systemresourcen.

Grüße Dieter

Rainer Renisch

Hallo Dieter,

jetzt weiß ich auch, was das mit der Signatur so auf sich hat.....

Die CPU-Auslastung ist nur so hoch, wenn die FS gestellt wird. Sonst im normalen Fahrbetrieb bie WDP ist sie so bei 4 bis 20%.
Sonst passiert nichts, im Hintergrund läuft auch nichts.

MfG
Rainer  
Freundliche Grüße
Rainer
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Franz Müller

Hallo Rainer,

im Fahrplan - Editor gibt es die Möglichkeit jede Fahrplanzeile einzelne zu testen  ( großes T ). Ich habe beim Schreiben meines Fahrplans dies sehr oft gemacht und die Fahrtgeschwindigkeiten der Loks jeweils so angepasst, dass sie heute genau da anhalten, wo sie anhalten sollen.

Vielleicht hilft Dir das auch.  
Schöne Grüße

Franz Müller

Rainer Renisch

Hallo Franz,

danke für den Tip, dieses große T sehe ich als wertvolles Tool. Ich habe damit jede einzelne Zeile getestet, sowohl um die Ankunftzeit als auch das genaue Anhalten zu ermitteln. Einzeln funktioniert jede Zeile ohne Probleme, genau wie im "AK" und "Stellen und Fahren". Nur im Gesamtfahrplan kommt es jedesmal zum Überfahren irgendwelcher Zielkontakte.

Grüße
Rainer  
Freundliche Grüße
Rainer
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Norbert Burkert

Hallo Rainer,
es wird nicht am Rechner liegen und auch nicht an Win-Digipet.

Bei uns Märklinisten gibt es ein Zeitproblem mit der IB wenn sehr viel Lokbefehle gesendet werden müssen. Da ist der Flaschenhals aber eindeutig die IB. Genauergesagt die Befehlssendung an das Gleis. Also auch nicht das Interface!

Nun fährst du aber mit Lenz, und dazu kann ich leider nichts genaues sagen und auch habe ich nichts von anderen Modellbahnkollegen diesbezüglich gehört oder gelesen.

Ich befürchte, dass du bei einem so speziellen Thema deine "Antennen" weit ausstrecken musst, und auch in anderen Foren recherchieren solltest.

Also wie schon erwähnt, es wird nicht am Rechner liegen oder an Win-Digipet.

Denn ich habe viel weniger Rechnerleistung zur Verfügung und bei meiner Drehscheibenautomatik müssen die Loks auf 2-3 cm genau stehenbleiben.  
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Rainer Renisch

Hallo Norbert,

danke für Deine Hinweise. Ich hatte im Hinterkopf schon die Schnittstelle COM1 oder Interface LI101F vermutet. Aber ich finde da nichts greifbares. Die Einstellungen sind bei beiden auch korrekt und passen zueinander.

Vielleicht hat Bernd Wuschansky noch etwas im Nähkästchen?

Grüße
Rainer  
Freundliche Grüße
Rainer
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Robert Reinartz

Hallo Reiner,
ich habe versehendlich mal am Stopkontakt
"nur" Geschwindigkeit auf null vorgegeben
und/oder die letzte Zeile versehendlich nicht gespeichert
und hatte das gleiche Problem.
Prüfe mal, ob in der untersten Zeile "Stop" eingetragen ist?
( ggf. nochmal vorgeben und speichern, sprich übernehmen. )
Somit muß der Schieber Geschwindigkeit ganz links = 0 stehen
und der Schieber Beschleunigung ganz rechts = 18.

Viele werden jetzt denken:
Das ist doch klar,  
aber oft sind es Kleinigkeiten welche schwer
von einem selber zu finden sind.
 

Rainer Renisch

Hallo Robert,

zu Anfang hatte ich am Zielkontakt v=0 mit einer definierten Verzögerung eingegeben. Das sah natürlich gut aus, wenn die Lok langsam ausrollte. Aber die Probleme, auch mit Überfahren, häuften sich. So habe ich jetzt das definierte Abbremsen nur noch am Bremskontakt. Am Zielkontakt ist "Stop" gesetzt, dabei wird ja automatisch die maximale Verzögerung 18 gesetzt.

Zum Testen habe ich den oben genannten Fahrplan nochmals modifiziert. Ich habe im Fahrplaneditor nur die Eintragungen aus dem FS-Editor direkt 1:1 ohne Änderungen übernommen (mit dem kleinen Dreieck bei "Kontakt-Ereignisse"). Weitere "Mätzchen" habe ich nicht eingetragen. Auch hierbei wurden gleich beim ersten Test 4 ZK überfahren. Sie werden von WDP erkannt, die Geschwindigkeit im Lok-Control geht auf 0, aber die Loks fahren langsam weiter.

Was tun?

Grüße
Rainer    
Freundliche Grüße
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Dirk Streuber

Hallo Rainer,Hallo WDP-Freunde,

das Problem wird,so vermute ich,an der CPU-Auslastung liegen,da bei hoher Auslastung des CPU das Auwerten von Rückmeldungen sowie das Senden der Befehle sich verzögert. Da sich meine Anlage noch im Aufbau befindet fahre ich zur Zeit nur im AK-Betrieb und habe daher noch keine große Erfahrung im FPL-Betrieb(FPL-Betrieb ist aber geplant).Da der AK-Betrieb bei Dir fuktionert
habe ich mir folgende Gedanken gemacht:

-Im AK-Betrieb werden die Fahrstaßen nacheinander gestellt
(nach Kontaktabfrage zeitlich versetzt)

-Im FPL-Betrieb werden die Fahrstaßen nach der Zeit                    gestellt,da kann ich mir gut vorstellen,das mehrere Fahrstaßen zur selben Zeit gestellt werden können und dadurch die CPU-Auslastung in die Höhe geht.

-ebenso könnten lange Magnetartikelschaltzeiten das Stellen der Farstraßen verzögern und so zusätzlich den CPU belasten (bei mir sind 0 msec eingestellt)

Die CPU-Auslastung ist von System zu System unterschiedlich und wird von diversen Einstellungen von WDP zusätzlich beinflußt.Zum Beispiel im AK-Betrieb ändern der
Abfragezeit von 1000 msec auf 100 msec spiegelt sich in der CPU-Auslastung wieder.
Viele kleine Änderungen können sich positiv als auch negativ auswirken,daher noch ein
Tip: die Vorgaben in WDP in den Grundeinstellungen zu jeden Digitalsystem mal einstellen und schauen was da passiert.

PS: es ist auch schwer eine Ferndiagnose zustellen,wenn man das System (Lenz)selbst nicht kennt

MfG
Dirk Streuber    
Mit freundlichen Grüßen
Dirk
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Rainer Renisch

Hallo Dirk,

danke für die vielen Gedanken, die Du Dir zu meinem Problem gemacht hast.

Eine zu hohe CPU-Auslastung war ja auch mein erster Gedanke. Deshalb habe ich den Fahrplan ja von Sounds befreit und so gestreckt, daß keine parallelen Abfahrten möglich sind. Auch wird vermieden, daß in dem Moment, wenn eine Lok den Zielkontakt erreicht, eine neue FS gestellt wird.

Im Moment des Stellens einer FS beträgt die Auslastung ca. 90% und mehr, in manchen Fällen werden 100% erreicht. Aber in dem Moment des Befahrens des Zielkontakts, wobei ja die Probleme auftreten, liegt die Auslastung bei 10-20%. Trotzdem gibt es dieses Überfahren.

Die Magnetartikelschaltzeiten stehen bei mir auch auf 0, bis auf 3 oder 4 Ausnahmen. Diese Weichen schalteten nicht sicher, da habe ich 50 msec eingestellt.

Wie gesagt: WDP empfängt ja das Signal und regelt die Geschwindigkeit auch auf 0, wie im Lok-Control zu sehen. Nur die Lok stellt sich stur...

Grüße
Rainer    
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Rainer
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Hermann Hafner

Hallo Rainer

In Antwort auf:
Wie gesagt: WDP empfängt ja das Signal und regelt die Geschwindigkeit auch auf 0, wie im Lok-Control zu sehen. Nur die Lok stellt sich stur...



Auch ich kenne die Lenz-Zentrale nicht, aber wenn ich die Beiträge zu diesem Thema so lese, habe ich das Gefühl, dass mit Deiner Lenz-Zentrale etwas nicht stimmt (Flaschenhals).

Hast Du nicht die Möglichkeit, von einem Kollegen oder MoBa-Händler eine gleiche Zentrale auzuleihen, damit Du einen Test machen kannst?

Auf diese Weise wärest Du dann sicher, dass Anlagenseitig alles stimmt.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!


Freundliche Grüsse aus Zürich

Hermann  
Computer : Pentium 4 / 2.66 GHz / 512 MB-RAM / 120 GB-HD / 19" TFT-Monitor / XP SP2 / WDP Pro X.3 
H0-Anlage: C-Gleis ca.105m / 57 Weichen / 192  RMK / Schiebebühne
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